Aussaatkalender für Kräuter: Wann ist die beste Zeit?

Kräuteraussaat: Der perfekte Zeitpunkt für aromatische Vielfalt

Die richtige Wahl des Aussaatzeitpunkts entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im Kräutergarten. Ein gut durchdachter Aussaatkalender ist der Schlüssel zu einer üppigen Kräuterernte.

Kräuter-Knigge: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aussaatzeitpunkt variiert je nach Kräuterart und Klimazone
  • Einjährige Kräuter jährlich neu aussäen, mehrjährige überwintern
  • Vorkultur schützt frostempfindliche Arten
  • Frühjahrssaat ab Februar für viele beliebte Küchenkräuter

Die Bedeutung eines Aussaatkalenders für Kräuter

Ein Aussaatkalender für Kräuter ist wie ein Fahrplan für den Gärtner. Er hilft, den Überblick zu behalten und die Aussaat optimal zu planen. Jedes Kraut hat seine eigenen Ansprüche an Temperatur, Licht und Bodenbeschaffenheit. Der richtige Zeitpunkt kann den Unterschied zwischen kümmerlichen Pflänzchen und einer üppigen Ernte ausmachen.

Mit einem gut strukturierten Kalender lässt sich die Ernte über die gesamte Saison verteilen. So haben Sie immer frische Kräuter zur Hand, wenn Sie sie brauchen. Außerdem vermeiden Sie Engpässe oder Überproduktion, die oft zu Verschwendung führt.

Faktoren, die den Aussaatzeitpunkt beeinflussen

Bei der Planung Ihres Kräutergartens spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

Klimazone und Mikroklima

Die geografische Lage bestimmt maßgeblich, wann Sie mit der Aussaat beginnen können. In Süddeutschland können Sie oft früher loslegen als im Norden. Aber auch lokale Gegebenheiten wie geschützte Lagen oder Südwände beeinflussen das Mikroklima in Ihrem Garten.

Frostempfindlichkeit der Kräuter

Manche Kräuter wie Basilikum oder Koriander sind sehr frostempfindlich und sollten erst nach den Eisheiligen ins Freie. Andere, wie Petersilie oder Schnittlauch, vertragen leichte Fröste und können früher ausgesät werden.

Keimtemperatur und Keimzeit

Jedes Kraut hat seine eigene optimale Keimtemperatur. Während Dill schon bei 5°C keimt, braucht Basilikum mindestens 15°C. Die Keimzeit variiert ebenfalls stark – von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen.

Lichtbedarf

Einige Kräuter wie Petersilie sind Lichtkeimer und sollten nur oberflächlich mit Erde bedeckt werden. Andere benötigen Dunkelheit zum Keimen und müssen tiefer gesät werden.

Grundlagen der Kräuteraussaat

Einjährige vs. mehrjährige Kräuter

Einjährige Kräuter wie Dill, Koriander oder Borretsch müssen jedes Jahr neu ausgesät werden. Sie durchlaufen ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer Saison – von der Keimung bis zur Samenbildung. Diese Kräuter eignen sich besonders gut für flexible Gartengestaltung und schnelle Ergebnisse.

Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Salbei oder Minze überdauern den Winter und treiben im Frühjahr neu aus. Sie benötigen zwar mehr Pflege und Platz, belohnen Sie aber mit jahrelanger Ernte. Bei der Planung sollten Sie bedenken, dass diese Kräuter oft größer werden und sich ausbreiten können.

Vorkultur vs. Direktsaat

Die Vorkultur im Haus oder Gewächshaus bietet mehrere Vorteile: Sie können früher mit der Aussaat beginnen und die jungen Pflanzen vor Frost und Schädlingen schützen. Besonders für wärmeliebende oder langsam keimende Kräuter wie Rosmarin ist dies empfehlenswert.

Die Direktsaat ins Freiland ist dagegen unkompliziert und eignet sich gut für robuste Kräuter wie Kerbel oder Koriander. Die Pflanzen müssen sich nicht an neue Bedingungen gewöhnen und entwickeln oft ein kräftigeres Wurzelsystem.

Allgemeine Aussaatbedingungen für Kräuter

Unabhängig von der gewählten Methode gibt es einige grundlegende Regeln für eine erfolgreiche Kräuteraussaat:

  • Verwenden Sie nährstoffarme, durchlässige Aussaaterde
  • Achten Sie auf die richtige Saattiefe – meist das Doppelte des Samendurchmessers
  • Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass
  • Bieten Sie ausreichend Licht, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung bei Jungpflanzen
  • Beachten Sie den empfohlenen Pflanzabstand – zu eng gesäte Kräuter konkurrieren um Nährstoffe

Frühjahrsaussaat (Februar - April)

Die Frühjahrsaussaat markiert den Start in die neue Gartensaison. Mit den länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen beginnt die optimale Zeit für viele beliebte Küchenkräuter.

Kräuter für die frühe Aussaat

Petersilie

Petersilie ist ein Klassiker in jedem Kräutergarten. Sie kann ab Ende Februar im Haus vorgezogen oder ab März direkt ins Freiland gesät werden. Beachten Sie, dass Petersilie ein Lichtkeimer ist und bis zu drei Wochen zum Keimen braucht. Eine Abdeckung mit Vlies kann die Keimung beschleunigen.

Kerbel

Kerbel gehört zu den ersten Kräutern, die Sie im Frühjahr aussäen können. Er verträgt leichte Fröste und kann ab Anfang März direkt ins Beet gesät werden. Kerbel bevorzugt einen halbschattigen Standort und sollte nicht zu warm stehen, da er sonst schnell in Blüte geht.

Dill

Dill lässt sich ab Mitte März direkt ins Freiland säen. Er keimt relativ schnell und kann bei günstigen Bedingungen schon nach einer Woche auflaufen. Achten Sie darauf, Dill nicht zu dicht zu säen und später auf etwa 20 cm Abstand auszudünnen.

Vorkultur im Haus oder Gewächshaus

Die Vorkultur im geschützten Bereich ermöglicht einen früheren Start in die Saison. Besonders für wärmeliebende oder langsam keimende Kräuter bietet sich diese Methode an. Verwenden Sie Aussaatschalen oder kleine Töpfe mit Anzuchterde und stellen Sie diese an einen hellen, aber nicht zu warmen Ort.

Achten Sie auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit und lüften Sie regelmäßig, um Schimmelbildung zu vermeiden. Sobald die Sämlinge kräftig genug sind und keine Nachtfröste mehr drohen, können Sie sie ins Freiland umsetzen.

Aussaat unter Glas im Freiland

Eine Alternative zur Vorkultur im Haus ist die Aussaat unter Glas direkt im Garten. Hierfür eignen sich Frühbeete, Folientunnel oder einfache Abdeckungen aus Glas oder Plastik. Diese Methode kombiniert die Vorteile der Vorkultur mit der Abhärtung der Pflanzen an Außenbedingungen.

Beachten Sie, dass die Temperatur unter Glas schnell ansteigen kann. Lüften Sie daher an sonnigen Tagen und entfernen Sie die Abdeckung schrittweise, um die Pflanzen an das Außenklima zu gewöhnen.

Mit diesen Grundlagen und Tipps für die Frühjahrsaussaat legen Sie den Grundstein für einen erfolgreichen Kräutergarten. Denken Sie daran, dass jeder Garten einzigartig ist – experimentieren Sie und passen Sie Ihren Aussaatkalender an Ihre lokalen Bedingungen an. Mit etwas Übung und Geduld werden Sie bald die Freuden eines üppigen Kräutergartens genießen können.

Sommeraussaat: Wärmeliebende Kräuter im Garten

Mit den wärmeren Temperaturen von Mai bis Juli beginnt die Hochsaison für die Aussaat vieler beliebter Küchenkräuter. Diese Zeit ist ideal für wärmeliebende Arten, die sich im Sommer besonders wohl fühlen.

Basilikum: Der Duft des Sommers

Basilikum ist der Star unter den Sommerkräutern. Ab Mitte Mai können Sie es direkt ins Freiland säen. Wählen Sie einen sonnigen, windgeschützten Platz mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Die Samen nur leicht mit Erde bedecken, da Basilikum ein Lichtkeimer ist. Bei optimalen Bedingungen können Sie schon nach 6-8 Wochen die ersten Blätter ernten.

Tipp: Für eine kontinuierliche Ernte säen Sie alle 3-4 Wochen nach. So haben Sie den ganzen Sommer über frisches Basilikum.

Majoran: Würzig und vielseitig

Majoran liebt es warm und sonnig. Säen Sie ihn ab Mai direkt ins Beet oder in Töpfe. Der Boden sollte durchlässig und kalkhaltig sein. Die Samen nur dünn mit Erde bedecken und feucht halten. Nach etwa 2-3 Wochen zeigen sich die ersten Pflänzchen.

Majoran ist etwas empfindlicher als andere Kräuter. Ein Vlies kann in den ersten Wochen vor Kälte und starkem Regen schützen.

Oregano: Robuster Mittelmeerklassiker

Oregano ist relativ pflegeleicht und kann ab Mai ins Freiland gesät werden. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit durchlässigem Boden. Die Samen nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Oregano keimt nach 1-2 Wochen.

Achtung: Oregano neigt zum Wuchern. Geben Sie ihm genug Platz oder pflanzen Sie ihn in Kübel.

Direktsaat im Freiland: Vorteile und Tipps

Die Direktsaat im Freiland hat einige Vorteile:

  • Kräuter entwickeln sich kräftiger und sind widerstandsfähiger
  • Weniger Arbeit als bei der Vorkultur
  • Kein Umtopfen oder Pikieren nötig

Beachten Sie folgende Tipps für eine erfolgreiche Direktsaat:

  • Warten Sie, bis keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind
  • Bereiten Sie das Beet gut vor: lockern, Unkraut entfernen, eventuell Kompost einarbeiten
  • Säen Sie nicht zu dicht und vereinzeln Sie später
  • Halten Sie die Aussaat gleichmäßig feucht

Nachsaat für kontinuierliche Ernte

Um den ganzen Sommer über frische Kräuter zu haben, lohnt sich die Nachsaat. Besonders bei Basilikum, Dill und Koriander empfiehlt sich alle 3-4 Wochen nachzusäen. So haben Sie immer junge, aromatische Pflanzen zur Verfügung.

Bei mehrjährigen Kräutern wie Oregano oder Thymian ist eine Nachsaat nicht nötig. Hier reicht regelmäßiger Rückschnitt, um neue Triebe anzuregen.

Herbstaussaat: Kräuter für die späte Saison

Auch im Spätsommer und Herbst können Sie noch Kräuter aussäen. Einige Arten vertragen sogar leichte Fröste und bereichern Ihre Küche bis in den Winter hinein.

Koriander: Aromatisches Spätjahr

Koriander können Sie von August bis September noch aussäen. Er mag kühle Temperaturen und geht bei Sommerhitze schnell in Blüte. Die Herbstaussaat sorgt für aromatische Blätter bis in den späten Herbst.

Tipp: Wählen Sie für die Herbstaussaat einen geschützten, sonnigen Platz. Bei frühen Frösten schützt ein Vlies die Pflanzen.

Feldsalat: Winterharter Vitamin-Lieferant

Feldsalat, auch Rapunzel genannt, ist ein echter Winterheld. Sie können ihn von August bis September aussäen. Er wächst langsam, übersteht aber problemlos Frost. So haben Sie auch im Winter frischen Salat aus dem Garten.

Säen Sie Feldsalat dünn in Reihen und bedecken Sie die Samen nur leicht mit Erde. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, bis die Pflanzen gut angewachsen sind.

Winterportulak: Robuster Exot

Winterportulak ist bei uns noch wenig bekannt, aber ein echtes Superfood. Er ist extrem frosthart und kann von August bis September ausgesät werden. Die fleischigen Blätter haben einen leicht säuerlichen Geschmack und sind reich an Vitamin C.

Säen Sie Winterportulak direkt ins Beet oder in Kübel. Er mag sonnige bis halbschattige Standorte und kommt mit fast jedem Boden zurecht.

Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit

Mit dem Herbst beginnt die Zeit, Ihren Kräutergarten auf den Winter vorzubereiten:

  • Ernten Sie empfindliche Kräuter wie Basilikum großzügig ein letztes Mal
  • Topfen Sie mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Salbei ein und stellen Sie sie frostfrei
  • Schneiden Sie mehrjährige Kräuter zurück, aber nicht zu stark
  • Decken Sie den Boden um frostempfindliche Pflanzen mit Laub oder Reisig ab

Überwinterung von mehrjährigen Kräutern

Viele mehrjährige Kräuter sind erstaunlich winterhart, brauchen aber trotzdem etwas Schutz:

  • Thymian und Oregano: Vertragen Frost gut, profitieren aber von einer Abdeckung mit Reisig
  • Salbei und Rosmarin: In rauen Lagen besser in Töpfen überwintern
  • Schnittlauch: Schneiden Sie ihn bodennah ab und decken Sie ihn mit Laub
  • Zitronenmelisse: Schneiden Sie sie zurück und häufeln Sie Erde an

Mit der richtigen Vorbereitung überwintern Ihre Kräuter gut und treiben im Frühjahr wieder kräftig aus. So haben Sie Jahr für Jahr Freude an Ihrem Kräutergarten.

Spezielle Aussaattechniken für Kräuter

Die Aussaat von Kräutern kann durch verschiedene spezielle Techniken optimiert werden. Hier sind einige Methoden, die Ihnen helfen können, Ihre Kräuteraussaat zu verfeinern und bessere Ergebnisse zu erzielen.

Aussaat nach dem Mondkalender

Viele Gärtner schwören auf die Aussaat nach dem Mondkalender. Diese Methode basiert auf der Annahme, dass die Mondphasen das Pflanzenwachstum beeinflussen. Für Kräuter gilt oft:

  • Zunehmender Mond: Ideal für Blatt- und Stängelkräuter wie Basilikum oder Petersilie
  • Abnehmender Mond: Günstig für Wurzelkräuter wie Meerrettich oder Ingwer

Ob diese Methode wissenschaftlich belegbar ist, bleibt umstritten. Trotzdem berichten viele Gärtner von positiven Erfahrungen.

Stratifikation bei bestimmten Kräutern

Einige Kräutersamen benötigen eine Kälteperiode, um zu keimen. Diesen Prozess nennt man Stratifikation. Besonders bei mehrjährigen Kräutern wie Lavendel oder Salbei kann diese Technik hilfreich sein:

  • Mischen Sie die Samen mit feuchtem Sand
  • Lagern Sie die Mischung 4-6 Wochen im Kühlschrank
  • Säen Sie die Samen danach wie gewohnt aus

Die simulierte Winterperiode kann die Keimung deutlich verbessern.

Aussaat in Töpfen und Containern

Die Aussaat in Töpfen oder Containern bietet einige Vorteile:

  • Bessere Kontrolle über Bodenqualität und Feuchtigkeit
  • Schutz vor Witterungseinflüssen und Schädlingen
  • Flexibilität bei der Standortwahl

Verwenden Sie für die Aussaat spezielle Aussaaterde und achten Sie auf gute Drainage. Viele Kräuter wie Thymian oder Rosmarin gedeihen besonders gut in Töpfen.

Pflege nach der Aussaat: Der Schlüssel zum Erfolg

Nach der Aussaat beginnt die kritische Phase der Pflege. Hier einige wichtige Aspekte, die Sie beachten sollten:

Bewässerung: Die richtige Balance finden

Kräuter benötigen eine ausgewogene Bewässerung:

  • Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass
  • Gießen Sie am besten morgens, um Verdunstung zu minimieren
  • Verwenden Sie weiches Wasser, idealerweise Regenwasser

Zu viel Wasser kann zu Staunässe und Wurzelfäule führen, zu wenig lässt die Pflanzen vertrocknen.

Düngung: Weniger ist oft mehr

Kräuter benötigen in der Regel wenig Dünger. Zu viel Nährstoffzufuhr kann sogar das Aroma beeinträchtigen. Beachten Sie:

  • Verwenden Sie organischen Dünger in geringen Mengen
  • Düngen Sie erst, wenn die Pflanzen etabliert sind
  • Bei Topfkräutern: Alle 4-6 Wochen leicht düngen

Ein nährstoffarmer Boden fördert oft die Aromabildung bei Kräutern.

Unkrautbekämpfung: Geduld und Sorgfalt

Unkraut kann junge Kräuterpflanzen schnell überwuchern. Hier einige Tipps:

  • Entfernen Sie Unkraut vorsichtig von Hand
  • Mulchen Sie den Boden, um Unkrautwuchs zu hemmen
  • Verwenden Sie keine chemischen Unkrautvernichter

Regelmäßiges, sanftes Jäten hilft, Ihre Kräuter gesund zu halten.

Ausdünnen und Vereinzeln: Platz zum Wachsen

Viele Kräuter keimen dicht an dicht. Um gesundes Wachstum zu fördern:

  • Entfernen Sie schwache Sämlinge
  • Lassen Sie etwa 5-10 cm Abstand zwischen den Pflanzen
  • Vereinzeln Sie vorsichtig, wenn die Pflanzen das erste echte Blattpaar haben

Diese Maßnahmen fördern kräftige, gesunde Pflanzen.

Erntezeitpunkte verschiedener Kräuter

Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend für Geschmack und Aroma Ihrer Kräuter. Hier einige Hinweise:

Kontinuierliche Ernte bei Schnittkräutern

Viele Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum können kontinuierlich geerntet werden:

  • Ernten Sie regelmäßig kleine Mengen
  • Schneiden Sie nicht mehr als ein Drittel der Pflanze ab
  • Ernten Sie am besten morgens nach der Tautrocknung

Regelmäßiges Ernten fördert oft buschiges Wachstum und verlängert die Lebensdauer der Pflanze.

Einmalige Ernte bei Samenkräutern

Kräuter wie Koriander oder Dill werden oft für ihre Samen angebaut:

  • Lassen Sie die Pflanzen vollständig ausreifen
  • Ernten Sie, wenn die Samen braun werden
  • Schneiden Sie ganze Dolden ab und trocknen Sie diese nach

Die Samen können Sie für die nächste Aussaat oder als Gewürz verwenden.

Optimaler Erntezeitpunkt für maximalen Geschmack und Aroma

Der beste Zeitpunkt für die Ernte variiert je nach Kräuterart:

  • Blattgewürze wie Basilikum: Kurz vor der Blüte ernten
  • Lavendel: Wenn sich die ersten Blüten öffnen
  • Thymian: Am Morgen nach der Tautrocknung

Generell gilt: Ernten Sie Kräuter, bevor sie blühen, um das intensivste Aroma zu erhalten. Experimentieren Sie ruhig ein bisschen - jeder Garten ist anders, und mit der Zeit entwickeln Sie ein Gefühl für den perfekten Erntezeitpunkt in Ihrem Kräutergarten.

Companion Planting: Kräuter als gute Nachbarn

Kräuter sind nicht nur lecker und gesund, sondern können auch als natürliche Helfer im Garten dienen. Das Konzept des Companion Planting, oder auf Deutsch "Mischkultur", nutzt die positiven Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Pflanzen. Hier ein paar bewährte Kombinationen:

Günstige Pflanzenkombinationen

  • Basilikum und Tomaten: Basilikum vertreibt Schädlinge und verbessert den Geschmack der Tomaten.
  • Rosmarin und Kohl: Rosmarin hält Kohlweißlinge fern.
  • Kamille und Zwiebeln: Kamille fördert das Wachstum von Zwiebeln.

Kräuter als natürlicher Pflanzenschutz

Viele Kräuter haben eine abschreckende Wirkung auf Schädlinge. Lavendel etwa vertreibt Blattläuse, während Thymian Kohlweißlinge fernhält. Kapuzinerkresse lockt Blattläuse an und dient so als "Opferpflanze", die andere Gemüsesorten schützt.

Typische Fehler bei der Kräuteraussaat - und wie man sie vermeidet

Falsche Saattiefe

Ein häufiger Fehler ist das zu tiefe Einbringen der Samen. Die meisten Kräutersamen sind Lichtkeimer und sollten nur leicht mit Erde bedeckt werden. Als Faustregel gilt: Je kleiner das Samenkorn, desto flacher die Aussaat.

Ungeeigneter Standort

Viele Hobbygärtner unterschätzen die Bedeutung des richtigen Standorts. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian brauchen viel Sonne und gut drainierten Boden. Andere, wie Petersilie oder Kerbel, vertragen auch Halbschatten. Informieren Sie sich vor der Aussaat über die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Kräuter.

Über- oder Unterbewässerung

Zu viel oder zu wenig Wasser kann die Keimung und das Wachstum der Kräuter stark beeinträchtigen. Der Boden sollte gleichmäßig feucht, aber nicht nass sein. Besonders in der Keimphase ist regelmäßiges, vorsichtiges Gießen wichtig. Später, wenn die Pflanzen etabliert sind, vertragen viele Kräuter auch trockenere Phasen gut.

Digitale Helfer für den Kräutergarten

In der heutigen Zeit gibt es zahlreiche Apps und digitale Tools, die Hobbygärtnern das Leben erleichtern können. Hier einige nützliche Beispiele:

  • Gartenplaner-Apps: Helfen bei der Gestaltung des Kräutergartens und geben Tipps zur optimalen Anordnung.
  • Pflanzenerkennung: Identifizieren Kräuter anhand von Fotos - praktisch, wenn man mal unsicher ist, was da wächst.
  • Gießerinnerungen: Erinnern an die richtige Bewässerung, besonders nützlich für Anfänger.
  • Aussaatkalender: Digitale Kalender, die individuell auf Ihren Standort zugeschnitten sind und an die richtigen Aussaatzeitpunkte erinnern.

Trotz aller digitalen Hilfen: Nichts ersetzt die eigene Erfahrung und das "Händchen" für Pflanzen. Die Apps sollten als Ergänzung, nicht als Ersatz für Ihr gärtnerisches Gespür dienen.

Kräuteraussaat: Ein Spiel mit der Natur

Nach all den Tipps und Tricks möchte ich Sie ermutigen: Trauen Sie sich an die Kräuteraussaat heran! Jeder Garten, jeder Balkon ist einzigartig, und was in meinem Garten funktioniert, muss nicht unbedingt in Ihrem klappen. Experimentieren Sie, beobachten Sie Ihre Pflanzen und lernen Sie aus Erfolgen und Misserfolgen.

Denken Sie daran: Die Aussaatzeitpunkte sind Richtwerte, keine in Stein gemeißelten Regeln. Das Mikroklima in Ihrem Garten, die aktuelle Wetterlage und sogar der Mondstand können eine Rolle spielen. Hören Sie auf Ihr Gefühl und die Signale der Natur.

Mit der Zeit werden Sie ein Gespür dafür entwickeln, wann der richtige Moment für die Aussaat gekommen ist. Und glauben Sie mir: Es gibt kaum etwas Befriedigenderes, als die ersten zarten Keimblätter zu sehen, die sich ihren Weg ans Licht bahnen. In diesem Sinne: Viel Freude und Erfolg bei Ihrer ganz persönlichen Kräuterreise!

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