# Blumenzwiebeln richtig gießen: Wasser nach Wachstum und Ruhe dosieren

> Wann und wie du Blumenzwiebeln gießt: Feuchte in Beet und Topf prüfen, morgens an die Wurzeln gießen, Staunässe vermeiden und die Ruhe jeder Art beachten.

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- **Bereich:** Blumen › Blumenzwiebeln & Knollen
- **Zuletzt geprüft:** 23. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Ein fester Gießplan passt schlecht zu Blumenzwiebeln. Eine austreibende Tulpe braucht bei Trockenheit Wasser, ihre ruhende Zwiebel kann dagegen faulen, wenn im Sommer regelmäßig Wasser ins Beet kommt. Ich gieße deshalb nach Phase und Boden: Erst schaue ich, ob die Pflanze gerade wächst, dann prüfe ich die Erde unter der Oberfläche. Daraus ergibt sich auch die Menge. Das Wasser soll bis zu den Wurzeln kommen, aber nie im Boden stehen bleiben.

## Wie viel Wasser brauchen Blumenzwiebeln?

### Die Art entscheidet mit

Tulpen und Narzissen speichern ihre Reserven in verdickten Blattteilen der Zwiebel, Dahlien dagegen in verdickten Wurzeln. Wachstum und Ruhe fallen je nach Art in ganz verschiedene Monate, und danach richtet sich das Gießen. Welche Art wann treibt und ruht, findest du im Ratgeber zu Blumenzwiebeln und Knollen im Abschnitt [Speicherorgan und Kalender je Art](/blumen/blumenzwiebeln/).

### Feucht im Wachstum, nie staunass

Solange eine Zwiebelpflanze aktiv wächst, gießt du durchdringend, bevor auch der Untergrund vollständig austrocknet. Durchdringend heißt, dass das Wasser bis in die Wurzelzone kommt und nicht nur die Oberfläche anfeuchtet. Stehen bleiben darf es nicht, denn anhaltende Nässe begünstigt etwa bei Tulpen Fäulnis und Pilzbefall. Tulpen reagieren auf nasse Böden empfindlicher als Narzissen.

Der Wasserbedarf schwankt mit Boden, Wetter und Wachstumsphase. Ob die Menge gereicht hat, zeigt dir der Boden selbst.

> **Marias Erfahrung:** Ich gieße eine Pflanzstelle, warte, bis das Wasser eingesickert ist, und steche dann mit der Handschaufel daneben ein. An der dunkleren, feuchten Erde sehe ich, wie tief das Wasser gekommen ist, und gieße bei Bedarf nach.

### Standort und Wetter

Wenig Regen, Wärme und Wind trocknen den Gartenboden schneller aus. An einem sonnigen, windigen Platz schaust du deshalb früher nach als an einer geschützten Stelle. Wie eng Sonne und Wasser zusammenhängen, zeigt die Calla: Zantedeschien vertragen volle Mittagssonne nur bei ausreichend feuchtem Boden.

## Welche Art braucht wann Wasser?

Viele Zwiebel- und Knollenpflanzen wollen im Wachstum Feuchte und in der Ruhe Trockenheit. Wie trocken die Ruhe sein darf, unterscheidet sich aber von Art zu Art.

| Art | Im Wachstum | In der Ruhe |
|---|---|---|
| Tulpen | bei Trockenheit durchdringend gießen; nasse Böden vertragen sie schlechter als Narzissen | sommerliche Trockenphase; regelmäßiges Gießen benachbarter Pflanzen kann die Zwiebeln faulen lassen |
| Dahlien | gleichmäßige Bodenfeuchte, keine Staunässe | vor dem Einlagern kein Wasser in den hohlen Stängeln lassen |
| Gladiolen | bei Trockenheit regelmäßig gießen | Knollen luftig und frostfrei überwintern |
| Canna | frisch eingetopft zurückhaltend bis zum sichtbaren Austrieb, im Kübel im Sommer regelmäßig | Wurzelstock im Winterlager nicht völlig eintrocknen lassen |
| Zimmercalla | reichlich Wasser; nach der Ruhe erst vorsichtig, ab dem Blattaustrieb kräftiger | kühle Ruhephase von 2 bis 3 Monaten ohne Wasser |
| Ananasblume | Substrat gut feucht, ohne Staunässe | nach dem herbstlichen Welken der Blätter nicht mehr gießen |
| Freesien | regelmäßig während Wachstum und Blüte | in der Ruhephase nicht gießen |
| Triteleia | feuchter Boden während Wachstum und Blüte | im Herbst und Winter möglichst trocken |
| Kronen-Anemone | gleichmäßig feucht, aber nicht staunass | in rauen Lagen nach dem Vergilben des Laubs aufnehmen und kühl, trocken und frostfrei lagern |

Ruhe heißt also nicht bei jeder Art völlige Trockenheit. Die Zimmercalla bekommt in ihrer Ruhe gar kein Wasser, der Wurzelstock der Canna darf im Winterlager dagegen nicht völlig eintrocknen. Schau deshalb bei jeder Art einzeln nach, wie trocken ihre Ruhe sein soll.

## Wann gießt du Blumenzwiebeln?

### Morgens und direkt an die Wurzeln

Gartenpflanzen gießt du vorzugsweise morgens und direkt in den Wurzelbereich. Ich setze die Kanne dicht über dem Boden an und gieße unter das Laub statt darüber. Bei Balkon- und Kübelpflanzen sollen Blätter und Blüten beim Gießen möglichst trocken bleiben.

### Nach Bedarf statt nach Kalender

Wie oft du gießt, hängt vom Wetter und von der Phase der Pflanze ab. Nach einer warmen, windigen Woche ohne Regen ist der Boden schneller trocken als nach einer kühlen, nassen. Deshalb prüfe ich den Boden, bevor ich zur Kanne greife, und gieße nicht nach Wochentag.

> **Mini-Checkliste:** Wächst die Pflanze gerade, oder zieht sie schon ein? Ist die Erde unter der Oberfläche noch feucht? Hat es zuletzt geregnet, war es warm oder windig? Steht noch Wasser in der Pflanzstelle oder im Untersetzer?

## Gießen im Jahreslauf

Wann welche Art in die Erde kommt, kannst du im [Kalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/blumenzwiebeln/) nachsehen. Für das Gießen zählt vor allem, in welcher Phase die Pflanzen gerade stecken.

### Herbst: gründlich angießen

Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln sind September und Oktober günstige Pflanzmonate. Bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Nach dem Setzen gießt du die Pflanzstelle gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist. Das Angießen fördert den Kontakt zwischen Zwiebel und Erde und regt die Wurzelbildung an, Staunässe soll dabei aber nicht entstehen. Wie du Zwiebeln im Herbst Schritt für Schritt setzt, zeigt der Ratgeber [zur Herbstpflanzung von Frühlingsblühern](/blumen/blumenzwiebeln/blumenzwiebeln-im-herbst-fundament-fuer-fruehlingsblueten/).

Bei vielen Sommerblühern endet das Gießen mit dem Einräumen. Bevor Dahlien ins Winterlager kommen, darf in den hohlen Stängeln kein Wasser zurückbleiben, weil es Fäulnis begünstigt. Ich schaue deshalb vor dem Einlagern in die Schnittstellen. Calla aus dem Garten holst du im Herbst ins Haus und überwinterst sie frostfrei und trocken. Die Ananasblume im Kübel gießt du nach dem herbstlichen Welken der Blätter nicht mehr.

### Winter: Töpfe im Blick behalten

Im Winter brauchen vor allem die Gefäße Aufmerksamkeit. Getopfte Frühjahrszwiebeln überwinterst du kalt, ohne dass das Substrat vernässt oder durchfriert. Die Erde bleibt dabei feucht, aber nicht nass. Prüf die Gefäße deshalb auch im Winter auf Trockenheit und gieß bei Bedarf. Bei Traubenhyazinthen in herbstlich bepflanzten Gefäßen gilt das genauso, denn die Gefäße müssen vor vollständigem Durchfrieren und Austrocknen geschützt werden.

### Frühjahr: Austrieb und Blüte

Ab dem Austrieb wachsen die Frühjahrsblüher aktiv, und jetzt gilt die Grundregel: durchdringend gießen, bevor auch der Untergrund austrocknet. Ob der Regen dafür reicht, zeigt dir der Blick unter die Oberfläche.

Für Arten, die nach der Ruhe im Topf neu starten, gilt: erst vorsichtig, dann mehr. Bei im Haus vorgezogenen Ananasblumen beginnt das Gießen schon im Februar wieder. Frisch eingetopfte Canna-Rhizome gießt du bis zum sichtbaren Austrieb zurückhaltend. Die Zimmercalla kommt nach ihrer Ruhe in frische Erde und bekommt zunächst vorsichtig Wasser, ab dem Blattaustrieb kräftiger. Welche Erde und welcher Topfaufbau für Zwiebelpflanzen im Zimmer passen, zeigt der Ratgeber [zur Zimmerkultur von Zwiebelpflanzen](/blumen/blumenzwiebeln/erfolgreiche-anzucht-von-zimmerpflanzen-zwiebeln/).

### Nach der Blüte: das Laub versorgen

Nach der Blüte bleibt das Laub der Frühjahrsblüher stehen, bis es verwelkt ist. Das Einziehen dauert im Mittel 6 bis 8 Wochen. Solange das Laub in dieser Zeit grün ist, lagert die Zwiebel darüber Reserven für die nächste Blüte ein. Bei Trockenheit gieße ich deshalb auch nach der Blüte weiter, bis das Laub gelb wird. Sobald das Laub der Tulpen eingezogen ist, beginnt ihre trockene Sommerruhe.

Wie du ein Mischungsbeet nach der Blüte bis in die Ruhephase weiter pflegst, beschreibt der Ratgeber [zur Nachsorge von Blumenzwiebelmischungen](/blumen/blumenzwiebeln/blumenzwiebelmischungen-richtig-pflegen-nach-der-pflanzung/).

### Sommer: Sommerblüher feucht, Tulpen trocken

Im Sommer brauchen zwei Gruppen im selben Garten Gegensätzliches. Dahlien wollen während des Wachstums gleichmäßige Bodenfeuchte, vertragen aber keine Staunässe. Gladiolen gießt du bei Trockenheit regelmäßig, und Zierlauch bekommt in längeren Trockenperioden zusätzlich Wasser. Lilien gedeihen in mäßig feuchtem, gut durchlässigem Boden.

Tulpen ruhen in dieser Zeit. Eine sommerliche Trockenphase begünstigt bei ihnen eine reiche Blüte in der folgenden Saison. Botanische Tulpen brauchen sommerliche Trockenheit außerdem, damit ihre Zwiebeln ausreifen. Regelmäßige Sommerbewässerung benachbarter Pflanzen kann ruhende Tulpenzwiebeln dagegen faulen lassen. Setzt du Tulpen zwischen Dahlien, die du gleichmäßig feucht hältst, bekommen die ruhenden Zwiebeln also genau die Nässe ab, die ihnen schaden kann.

An sommertrockenen Standorten können Tulpenzwiebeln im Boden bleiben. In feuchten Lagen gräbst du sie aus, sobald der Blütenstängel eingetrocknet ist. Im [Beetplaner für deinen Garten](/tools/beetplaner/) kannst du Tulpen und Sommerblüher mit hohem Wasserbedarf von vornherein in getrennte Bereiche legen.

## Gießen und Düngen zusammen planen

Bodendünger gibst du möglichst auf feuchten Gartenboden, damit die Nährstoffe gleich wirken können. Organische Dünger setzen bei Trockenheit, Frost und stauender Nässe keine oder nur wenige Nährstoffe frei. Zeitpunkt, Nährstoffe und Düngerwahl findest du im Ratgeber dazu, [wie du Blumenzwiebeln nach Bedarf und Zeitpunkt düngst](/blumen/blumenzwiebeln/blumenzwiebeln-richtig-duengen-naehrstoffe-und-timing/).

## Womit gießt du: Kanne, Tropfschlauch oder Regner?

### Gießkanne

Mit der Kanne bringst du das Wasser genau an die Pflanzstelle und siehst dabei, wie schnell der Boden es aufnimmt. Für Töpfe, Kästen und einzelne Zwiebelgruppen passt sie deshalb gut, auf großen Beeten kostet sie viel Zeit. Ich gieße langsam und in mehreren Durchgängen, damit das Wasser einsickert, statt seitlich abzulaufen.

### Tropfbewässerung

Tropfbewässerung bringt Wasser gezielt an die Pflanzen und kann Wasser sparen. Dafür brauchen Leitungen und Tropfstellen Schutz vor Verstopfung und Verkalkung. Ich lege Tropfschläuche nur in die Bereiche der Sommerblüher und lasse die Tulpenflächen aus, damit diese im Sommer trocken bleiben.

### Regner

Ein Regner verteilt Wasser über Laub, Blüten und die ganze Fläche, auch über Stellen mit ruhenden Zwiebeln. Für Zwiebelbeete passt er deshalb schlechter als Kanne oder Tropfschlauch, die das Wasser direkt in den Wurzelbereich bringen. Hast du nur einen Regner, lass ihn morgens laufen.

### Zeitschaltuhr und Feuchtesensor

Eine Zeitschaltuhr gießt nach Uhrzeit und nicht danach, was der Boden gerade braucht. Ein Feuchtesensor misst nur an der Stelle, an der er steckt. Im gemischten Beet ist das nicht unbedingt der Platz deiner Zwiebeln. Ich nutze die Automatik deshalb nur als Hilfe und prüfe trotzdem selbst mit der Handschaufel nach.

### Regenwasser

Gesammeltes Dachregenwasser aus der Regentonne kannst du zum Gießen nutzen. Das schont Trinkwasservorräte und entlastet Entwässerungseinrichtungen.

> **Achtung:** Wasser von Dachbahnen mit auswaschbaren Herbiziden gehört nicht in die Gießkanne. Für Regenwasser von Kupfer- oder Zinkdächern reichen die Einschätzungen von eingeschränkt geeignet bis ungeeignet. Ich verwende es nicht für meine Beete.

## Mulchen: Feuchte im Boden halten

Eine organische Mulchdecke beschattet offenen Boden und vermindert die Verdunstung. Außerdem heizt sich der Boden darunter weniger auf, und seine Oberfläche verkrustet nicht so leicht. In Staudenmischpflanzungen mit Blumenzwiebeln richtest du das Material nach dem Standort. Auf trockenen Freiflächen passt mineralischer Mulch, an frischen bis feuchten Stellen Rindenkompost oder Rindenhumus.

Wie dick die Decke wird, hängt auch vom Wetter ab. Bei feuchter Witterung fördert eine dicke Mulchauflage Schnecken. Grasschnitt lasse ich deshalb erst anwelken und verteile ihn in dünnen Schichten, damit er nicht schimmelt oder verklebt. Bei Bedarf lege ich nach.

Lilien bevorzugen beschatteten Boden, während Blätter und Blüten in der Sonne stehen. Eine Mulchdecke beschattet den Boden und passt deshalb gut unter Lilien, ebenso wie niedrige Stauden ringsum.

## Blumenzwiebeln im Topf gießen

### Das Gefäß

Ein Gefäß für Blumenzwiebeln braucht freie Abzugslöcher, damit sich an regenreichen Tagen keine Staunässe bildet. Für Gefäße, die mehrere Jahre bepflanzt bleiben, eignet sich strukturstabile Kübelpflanzenerde, weil sie Verdichtung und Vernässung im unteren Topfbereich entgegenwirkt. Welches Gefäß und welcher Aufbau passen, zeigt der Ratgeber zu [Gefäß, Erde und Pflege von Blumenzwiebeln im Topf](/blumen/blumenzwiebeln/blumenzwiebeln-im-topf-tipps-fuer-ueppige-blueten/).

### Öfter prüfen, gezielt gießen

Im Kübel ist der Wurzelraum begrenzt. Canna und andere sommerblühende Knollenpflanzen müssen dort im Sommer deshalb regelmäßig gegossen werden. Wann es so weit ist, zeigt dir die Erde.

> **Zahl im Blick:** Ist die obere Substratschicht 1 bis 2 cm tief abgetrocknet, ist das bei Balkon- und Kübelpflanzen ein Hinweis auf Gießbedarf.

Auch das Material zählt. In Ton- und Terrakottagefäßen verdunstet zusätzlich Wasser durch die Gefäßwand, deshalb kann dort häufiger Wasser nötig sein als in Kunststofftöpfen.

> **Häufiger Fehler:** Bei torffreier Erde nur nach der Oberfläche gehen. Die oberste Schicht kann schon trocken sein, während der Wurzelraum darunter noch nass ist. Prüf vor dem Gießen deshalb auch die Feuchte im unteren Substratbereich.

Ich stecke dafür einen Holzstab bis auf den Topfboden und ziehe ihn wieder heraus. Haftet feuchte Erde daran, warte ich mit dem Gießen.

## Zu viel oder zu wenig Wasser? Anzeichen deuten

Ein einzelnes Symptom beweist noch keine Ursache. Schwaches Wachstum kann zum Beispiel von Lichtmangel, Bodenvernässung oder Wurzelfäulen kommen und zeigt allein keinen Nährstoffmangel an. Deshalb prüfe ich zuerst den Boden, bevor ich gieße oder dünge.

### Hinweise auf zu viel Wasser

Bleibt nach dem Gießen Wasser in der Pflanzstelle oder im Untersetzer stehen, zieht es nicht ab. Wächst eine Pflanze schwach, obwohl die Erde nass ist, kann das auf Vernässung oder Wurzelfäule hindeuten. Gesunde Zwiebeln sind fest und haben keine weichen Stellen. Findest du beim Nachgraben weiche oder schimmelige Zwiebeln, kann das auf Fäulnis hindeuten, die durch anhaltende Nässe begünstigt wird.

### Hinweise auf zu wenig Wasser

Welkt eine Pflanze, während auch der Untergrund trocken ist, kann das auf Wassermangel hindeuten. Manche Folgen zeigen sich erst später. Stark ausgetrocknete Zwiebeln der Ananasblume können in der folgenden Saison ohne Blüte bleiben. Auch Winterlingsknollen wachsen nach starkem Austrocknen unter Umständen schlecht an, und Winterlinge vertragen weder Trockenheit noch Staunässe gut. Geschrumpfte Winterlingsknollen lege ich vor dem Pflanzen einige Tage in feuchten Sand, damit sie wieder Wasser aufnehmen. Schneeglöckchenzwiebeln haben keine feste Außenhülle und trocknen leicht aus, deshalb pflanzt du sie nach dem Kauf im Herbst zügig.

### Was normal ist

Gelbes Laub nach der Blüte gehört zum Einziehen und muss kein Gießfehler sein. Beim Sibirischen Blaustern vergilben die Blätter zu Beginn des Sommers. Traubenhyazinthen wie Muscari armeniacum ziehen ihr Laub im Frühsommer ein und treiben schon im Herbst neue Blätter. Bei Triteleia laxa kann das Laub bereits eingezogen sein, wenn die Blüten erscheinen.

> **Mythos-Check:** Hängende Dahlienblätter bedeuten nicht automatisch Durst. In heißer Mittagssonne können sie vorübergehend hängen, und das belegt allein keinen zusätzlichen Gießbedarf. Prüf zuerst den Boden, bevor du zur Kanne greifst.

## Staunässe und Fäulnis: häufige Fehler vermeiden

### Staunässe vorbeugen

Auf schweren Böden wird unter den Zwiebeln eine Drainageschicht aus Sand oder Kies von 3 bis 5 cm empfohlen. Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Wie du das Beet vor dem Pflanzen vorbereitest, steht im Ratgeber zu Blumenzwiebeln und Knollen unter Standort und Boden.

Bei der Kaiserkrone hilft die Pflanzlage. Die Zwiebel setzt du leicht schräg mit den rötlichen Knospen nach oben, damit sich kein Wasser in der oberen Vertiefung sammelt. Im Topf hängt viel am freien Abzug, deshalb prüfe ich die Löcher, bevor ich ein Gefäß bepflanze.

### Wenn der Boden zu nass ist

Ist der Boden zu nass, setzt du das Gießen aus und sorgst dafür, dass Wasser abziehen kann. Bei Töpfen machst du die Abzugslöcher frei. Ausgegrabene Zwiebeln von Frühjahrsblühern bewahrst du bis zum Herbst luftig und kühl auf und kontrollierst sie regelmäßig auf Schimmel oder Fäulnis. Kranke Zwiebeln gehören nicht auf den Hauskompost, weil Krankheitserreger dort bei zu niedriger Rottetemperatur überdauern können.

War es zu trocken, gießt du durchdringend und deckst den Boden danach mit Mulch ab, damit weniger Wasser verdunstet.

## Häufige Fragen

### Wie erkennt man den richtigen Wasserbedarf bei Blumenzwiebeln?

Den Bedarf bestimmen Wachstumsphase, Wetter und die Feuchte im Boden. Solange Blumenzwiebeln aktiv wachsen, gießt du durchdringend, bevor auch der Untergrund vollständig austrocknet; wenig Regen, Wärme und Wind trocknen den Boden schneller aus. Im Kübel ist eine 1 bis 2 cm tief abgetrocknete obere Substratschicht ein Hinweis auf Gießbedarf. Ruhende Zwiebeln wie Tulpen im Sommer brauchen dagegen Trockenheit.

### Welche Unterschiede gibt es beim Gießen von Frühjahrsblühern und Sommerblühern?

Frühjahrsblüher wie Tulpen brauchen bei Trockenheit Wasser, solange sie austreiben, blühen und ihr Laub noch grün ist. Nach dem Einziehen begünstigt eine sommerliche Trockenphase bei Tulpen die Blüte im nächsten Jahr. Sommerblüher wachsen dagegen in der warmen Jahreszeit: Dahlien brauchen gleichmäßige Bodenfeuchte ohne Staunässe, Gladiolen gießt du bei Trockenheit regelmäßig. Im Kübel brauchen Canna und andere sommerblühende Knollenpflanzen wegen des begrenzten Wurzelraums im Sommer regelmäßig Wasser.

### Wie funktioniert der Fingertest zur Prüfung der Bodenfeuchtigkeit?

Bei Balkon- und Kübelpflanzen fühlst du mit dem Finger, wie tief die obere Substratschicht abgetrocknet ist. Ist sie 1 bis 2 cm tief trocken, ist das ein Hinweis auf Gießbedarf. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während der untere Topfbereich noch nass ist, deshalb prüfst du vor dem Gießen auch dort. Im Beet stichst du neben der Pflanzstelle mit der Handschaufel ein und schaust, ob auch der Untergrund trocken ist.

### Worin unterscheiden sich Tröpfchenbewässerung und traditionelle Gießkannen-Bewässerung?

Mit der Gießkanne bringst du das Wasser gezielt an jede Pflanzstelle und siehst dabei, wie der Boden es aufnimmt; auf großen Flächen kostet das Zeit. Tropfbewässerung gibt das Wasser ebenfalls gezielt an die Pflanzen ab und kann Wasser sparen, braucht aber Schutz vor Verstopfung und Verkalkung. Bei beiden gießt du vorzugsweise morgens direkt in den Wurzelbereich. Ruhende Tulpen sollten im Sommer nicht mitbewässert werden, weil regelmäßige Sommerbewässerung ihre Zwiebeln faulen lassen kann.

### Wann sollte man bei Blumenzwiebeln die Bewässerung während der Ruheperiode reduzieren?

Bei Frühjahrsblühern bleibt das Laub nach der Blüte stehen, bis es verwelkt ist, und das Einziehen dauert im Mittel 6 bis 8 Wochen. Solange das Laub grün ist, lagert die Zwiebel Reserven ein; danach brauchen Tulpen eine sommerliche Trockenphase. Manche Arten bekommen in der Ruhe gar kein Wasser: Freesien werden in ihrer Ruhephase nicht gegossen, Ananasblumen im Kübel nach dem herbstlichen Welken der Blätter nicht mehr. Die Zimmercalla erhält nach der Blüte eine kühle Ruhephase von 2 bis 3 Monaten ohne Wasser.

### Stimmt es, dass Blumenzwiebeln grundsätzlich wenig Wasser benötigen?

Nein, das hängt von Art und Phase ab. Während Wachstum und Blüte brauchen viele Arten Feuchte, Dahlien etwa gleichmäßige Bodenfeuchte und die Zimmercalla reichlich Wasser. Trocken wollen es vor allem ruhende Zwiebeln, zum Beispiel Tulpen im Sommer. Staunässe vermeidest du in jeder Phase, weil anhaltende Nässe etwa bei Tulpen Fäulnis und Pilzbefall begünstigt.

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