# Dahlien überwintern: Knollen sicher lagern und was ohne Ausgraben geht

> So bringst du Dahlien durch den Winter: ausgraben, abtrocknen, dunkel bei etwa 4 bis 8 °C lagern, regelmäßig kontrollieren und im Frühjahr vortreiben.

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- **Bereich:** Blumen › Blumenzwiebeln & Knollen
- **Zuletzt geprüft:** 24. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Gartendahlien sind bei uns nicht winterhart. Bleibt die Knolle über Winter ungeschützt im Beet, kann sie erfrieren. Ich hole meine Dahlien deshalb jeden Herbst aus der Erde und arbeite immer in derselben Reihenfolge: kürzen, ausgraben, abtrocknen, einlagern, kontrollieren. Ohne Ausgraben geht es auch, aber nur mit Einschränkungen. Kübel-Dahlien räumst du samt Gefäß ins frostfreie Winterquartier, im Beet bleibt es ein Versuch für wintermilde Gegenden.

Die wichtigsten Richtwerte auf einen Blick:

| Arbeitsschritt | Richtwert |
|---|---|
| Ausgraben | vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost |
| Stängel kürzen | etwa 10 bis 15 cm über dem Boden |
| Lagern | dunkel und frostfrei bei etwa 4 bis 8 °C |
| Vortreiben | im Februar oder Anfang März, hell, kühl und frostfrei im Topf |
| Teilen | jedes Teilstück mit mindestens 1 Knospe |
| Auspflanzen | nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai |
| Pflanztiefe | Wurzelhals mit den Knospen etwa 5 cm unter der Erdoberfläche |

## Warum Dahlien ins Winterquartier müssen

Die Wildformen der Gartendahlien stammen aus Mexiko und Guatemala. Bei uns gelten Dahlien als nicht winterhart, ihre Knollen überwintern deshalb frostfrei im Haus. Tulpen und Narzissen sind dagegen winterhart und können über Winter im Beet bleiben. Auch der Speicher unterscheidet sich: Die beiden Frühlingsblüher legen ihre Reserven in verdickten Blattteilen ihrer Zwiebeln an, die Dahlie in verdickten Wurzeln. Wie andere Arten durch die kalte Zeit kommen, zeigt der Überblick [zum Ausgraben und Überwintern von Zwiebel- und Knollenblumen](/blumen/blumenzwiebeln/).

> **Kurz erklärt:** Die Dahlienknolle ist ein Büschel verdickter Wurzeln. Oben sitzt der Wurzelhals, der Übergang zum alten Stängel. Dort liegen die Knospen, aus denen im Frühjahr die neuen Triebe wachsen.

## Dahlien überwintern ohne Ausgraben: was geht?

Im Kübel geht es ohne Ausgraben, im Beet nur mit Risiko. Wer keine Lust auf Kisten hat, kann außerdem auf eine Saatmischung ausweichen und verzichtet dafür auf die eigene Sorte.

### Im Kübel bleibt die Knolle im Gefäß

Steht deine Dahlie im Kübel, musst du nichts ausgraben. Nicht winterharte Knollenpflanzen können im Gefäß an einem frostfreien Ort überwintern. Draußen darf der Kübel aber nicht bleiben. Im Kübel friert das Substrat schneller durch als im Gartenboden, und Dahlien vertragen keinen Frost. Wie du den Topf durch den Winter bringst, steht weiter unten bei den Lagermethoden.

### Im Beet: ein Versuch für wintermilde Gegenden

In wintermilden Gegenden kannst du eine Freilandüberwinterung als Versuch wagen, und zwar mit Abdeckung. Zwei Gefahren bleiben dabei bestehen: Knollenfäule bei Nässe und Mäusefraß. Rechne also damit, dass der Versuch scheitern kann. Ich setze dafür nur Sorten ein, von denen ein zweiter Stock im Keller liegt.

Auf schwerem, nassem Boden ist der Versuch besonders heikel. Dahlien vertragen keine nassen, schweren Böden, und genau die Nässe gefährdet die Knollen im Winter durch Fäulnis.

Wenn du es versuchst, schneidest du nach dem ersten leichten Frost die Stängel zurück und deckst die Stelle ab, zum Beispiel mit Laub. Such dafür keine Senke aus. Bei windstillen Strahlungsfrostlagen fließt Kaltluft ins Tal und kann dort Frostsenken begünstigen. Gegen Wühlmäuse kann ein lückenlos geschlossener Drahtkorb mit etwa 15 mm Maschenweite die Knolle schützen. Den setzt du allerdings schon beim Pflanzen im Frühjahr. Die Abdeckung nimmst du im Frühjahr schrittweise ab und richtest dich dabei nach Witterung und Wetterprognose.

### Einjährig oder aus Samen

Manche Gärtner lassen die Knollen einfach im Beet und kaufen im Frühjahr neue. Das spart Lagerplatz, kostet aber die Sorte. Einen Mittelweg bietet eine Saatmischung. Die Mignon-Dahlien-Mischung lässt sich als einjährige Blühkultur aus Samen vorziehen und blüht von Juli bis Oktober. Die Knollen, die sie im Sommer bildet, kannst du im Herbst ausgraben und im Haus überwintern.

Für eine bestimmte Sorte taugt dieser Weg nicht. Sämlinge vereinen die Erbanlagen beider Eltern, unveränderte Sortenmerkmale sind deshalb nicht garantiert. Nur vegetativ vermehrte Pflanzen tragen das Erbgut der Mutterpflanze. Wer seine Lieblingssorte behalten will, kommt am Überwintern der Knolle also nicht vorbei.

## Vorbereitung zur Überwinterung

### Wann du die Knollen ausgräbst

Das Zeitfenster reicht von vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost. Danach kommen die Knollen frostfrei ins Lager. Ich grabe an einem trockenen Tag, wenn der erste leichte Frost angesagt ist oder das Laub schon erwischt hat. Mit dem Wetterbericht im Blick verpasst du das Ende des Fensters nicht.

### Kranke Pflanzen schon im Sommer markieren

Gelbgrüne Blattmuster und gestauchter Wuchs können auf Dahlienmosaik hindeuten. Sicher klärt eine Viruserkrankung nur eine Laboruntersuchung. Die Krankheit wird durch Blattläuse und infizierte Knollen weitergegeben. Erkrankte Knollen bringen auch im Folgejahr kranke Pflanzen hervor. Die Zeichen sitzen am Laub, und das schneidest du beim Einwintern ab. Ich markiere verdächtige Pflanzen deshalb schon im Sommer mit einem Stab und überwintere ihre Knollen nicht.

### Stängel kürzen

Vor dem Ausgraben kürzt du die Stängel auf etwa 10 bis 15 cm über dem Boden. Der Stumpf bleibt an der Knolle und trägt später das Etikett. Wann du Dahlien sonst im Jahr schneidest, erklärt der Ratgeber [zum Rückschnitt von Dahlien im Frühjahr, Sommer und Herbst](/blumen/blumenzwiebeln/dahlien-richtig-zurueckschneiden-fuer-ueppige-blueten/).

### Was du bereitlegst

Ich lege alles zurecht, bevor ich die erste Pflanze anhebe. So mache ich Stock für Stock fertig und verwechsle kein Etikett.

> **Mini-Checkliste:** Für den Grabetag brauchst du:
> - eine Grabegabel
> - eine saubere, scharfe Schere und ein scharfes Messer
> - Etiketten und einen wasserfesten Stift
> - luftige Holz- oder Kunststoffkisten
> - trockenes Lagermaterial wie Sägespäne
> - ein Thermometer für den Lagerplatz

### Knollen ausgraben, ohne sie zu verletzen

Stich die Grabegabel in weitem Bogen um den Stock in die Erde und lockere ringsum. Dann hebst du den ganzen Wurzelstock von unten an, statt am Stängelstumpf zu ziehen. Frische Verletzungen können Pilzen den Weg in die Knolle öffnen. Grobe Erde schüttelst du vorsichtig ab.

Die Knospen für den Neuaustrieb sitzen am Wurzelhals, und jedes spätere Teilstück braucht mindestens 1 Knospe. Eine abgebrochene Einzelknolle ohne Stück vom Wurzelhals ist deshalb kein brauchbares Teilstück. Ich schone beim Ausgraben vor allem diesen Übergang zum Stängel.

### Reinigen und abtrocknen

Grober Schmutz kommt ab, bevor die Knollen ins Lager gehen. Klebt schwerer Lehm daran, darfst du die Knollen auch abspülen. Danach müssen sie abtrocknen, bevor du sie einlagerst. Das gilt auch innen: Die Stängel sind hohl, und darin darf vor dem Einlagern kein Wasser zurückbleiben, weil es Fäulnis begünstigt.

Ich stelle die Stöcke zum Abtrocknen kopfüber in eine Kiste, an einen luftigen und frostfreien Platz. Wie lange das dauert, hängt von Wetter und Knollengröße ab. Ich verlasse mich deshalb auf den Augenschein: Die Oberfläche soll trocken sein, und aus den Stängeln darf nichts mehr tropfen.

> **Mythos-Check:** „Dahlienknollen darf man nie abspülen.“ Das stimmt so nicht. Ausgegrabene Knollen dürfen bei Bedarf abgespült werden. Entscheidend ist, dass sie danach abtrocknen und in den hohlen Stängeln kein Wasser steht.

### Prüfen, sortieren, beschriften

Bevor eine Knolle ins Lager geht, nimmst du jeden Stock einzeln in die Hand. Ins Winterquartier gehören nur gesunde, unverletzte und kräftige Knollen. Weiche Stellen, Faulstellen oder Fraßspuren sind ein Grund, die betroffene Knolle auszusortieren. Jeder Stock bekommt ein Etikett mit Sorte oder Blütenfarbe, damit du ihn im Frühjahr zuordnen kannst.

Bei Mischungen fehlen dir die Sortennamen. Die Stöcke einer Mischung können unterschiedlich groß und kräftig sein. Ich behandle deshalb jeden Stock für sich und urteile nicht nach der Kiste als Ganzes.

> **Marias Erfahrung:** Bei Mischungen binde ich im Sommer einen Wollfaden in der Blütenfarbe an den Stab jeder Pflanze. Beim Ausgraben übertrage ich die Farbe aufs Etikett, damit ich im Frühjahr weiß, welcher Stock wohin gehört.

## Wo und wie du Dahlienknollen lagerst

Egal welche Methode du wählst, das Ziel bleibt dasselbe: ein dunkler, frostfreier und kühler Platz.

> **Zahl im Blick:** Etwa 4 bis 8 °C bei Dunkelheit, so überwintern Dahlienknollen. Leg ein Thermometer an den Lagerplatz und lies es bei jeder Kontrolle ab.

### Der Lagerraum: Keller, Garage oder Kühlschrank

Ob ein Keller, eine Garage oder ein Gartenhaus passt, zeigt dir nur das Thermometer. Ein beheizter Kellerraum kann zu warm werden, eine Garage in strengen Nächten zu kalt. Ich messe im ersten Winter an jedem möglichen Platz nach, bevor ich mich festlege. Dunkel muss der Raum ebenfalls sein, ein Fenster deckst du ab.

Für einzelne kleine Knollen nutzen manche Gärtner den Kühlschrank. Das passt nur, wenn ein Thermometer im Fach den Bereich bestätigt und die Knolle luftig liegt, etwa in einer offenen, gelochten Tüte. Für ganze Wurzelstöcke ist dort selten Platz.

### In Kisten lagern

Gut zu kontrollieren sind Knollen in luftigen Holz- oder Kunststoffkisten. Leg die Stöcke nebeneinander statt übereinander, dann siehst du bei jeder Kontrolle jeden einzelnen. Zwischen die Knollen streue ich trockene Sägespäne als Polster.

Wer jede Knolle einzeln in Zeitungspapier wickelt, schreibt den Namen direkt aufs Papier. Das kostet mehr Zeit, hält die Stöcke aber sauber voneinander getrennt. Auch im Netz aufgehängt liegen die Knollen luftig, dann taste ich sie bei der Kontrolle durch das Netz ab. Geschlossene Plastiktüten passen nicht zu einem luftigen Lager. Ich nehme Tüten höchstens gelocht und offen.

In Schuppen und Garage können Mäuse an die Kisten kommen. Dort decke ich die Kisten mit engmaschigem Drahtgeflecht ab und achte bei jeder Kontrolle auf Fraßspuren.

> **Häufiger Fehler:** Die Kiste bis obenhin vollschichten. Übereinander gestapelte Knollen siehst du bei der Kontrolle nicht, und eine faulende Knolle in der unteren Lage bleibt so unbemerkt.

### Einschlagen in Sand

Beim Einschlagen bettest du die Knollen vollständig ein. Gib eine Schicht leicht feuchten Sand in eine Kiste, leg die Stöcke nebeneinander darauf und bedecke sie ganz. Der Sand soll feucht sein, nicht nass. Wird er zu trocken, befeuchtest du ihn leicht, ohne ihn zu durchnässen.

Die Methode hat einen klaren Vorteil und einen klaren Nachteil. Die Knollen liegen gleichmäßig eingebettet und berühren einander nicht. Dafür siehst du sie nicht und musst zur Kontrolle einzelne Stöcke freilegen. Zu nasser Sand kann außerdem Fäulnis begünstigen, deshalb fühlst du mit der Hand nach, bevor du nachfeuchtest.

### Im Topf überwintern

Dahlien im Kübel bleiben über Winter in ihrem Gefäß. Kürze die Stängel wie im Beet und stell den Kübel an einen frostfreien, dunklen Platz zu den Kisten. Achte darauf, dass das Gefäß freie Abzugslöcher hat. Dünger brauchst du im Winter nicht, denn Topfpflanzen benötigen in der Ruhephase kaum Nährstoffe.

Die Erde soll über Winter nicht durchnässen. Bei torffreier Erde prüfst du die Feuchte auch unterhalb der Oberfläche, weil tiefere Schichten trotz trockener Oberfläche noch nass sein können. Ist die Erde durch und durch trocken, befeuchtest du sie leicht, ohne sie zu durchnässen. Nach spätestens zwei Jahren setzt du die Knolle in frische Erde.

Wer von vornherein im Kübel überwintern will, wählt kompakt wachsende Sorten. Für Kübel eignen sich zum Beispiel die Mignon-Dahlien 'Taxi Driver' und 'Star Wars' oder die Kaktus-Dahlie 'Park Princess'. Der Kübel spart dir das Ausgraben, braucht im Winterquartier aber mehr Platz als eine Kiste.

### Brauchen Halskrausen-, Pompon- oder dunkellaubige Dahlien etwas anderes?

Die Dahlienklasse beschreibt die Blütenform. Fürs Winterlager zählt die Knolle, und die Grundregeln dafür gelten für alle Dahlien, ob Halskrausen-, Pompon-, Hirschgeweih- oder Split-Dahlie. Dunkellaubige Dahlien bilden keine eigene Klasse, ihre Pflegeansprüche sind grundsätzlich gleich. Was bei Kaktus-Dahlien zusätzlich zählt, steht im Ratgeber [worauf du bei Kaktus-Dahlien im Winterquartier achtest](/blumen/blumenzwiebeln/kaktus-dahlien-professionell-ueberwintern/).

Sorten, die du auf keinen Fall verlieren willst, bekommen bei mir eine eigene, gut beschriftete Kiste. Dort schaue ich bei jeder Kontrolle zuerst nach. Ob eine Sorte im Lager empfindlich reagiert, zeigt dir am Ende nur die eigene Kontrolle.

## Pflege während der Überwinterung

### Regelmäßig kontrollieren

Eingelagerte Knollen brauchen den ganzen Winter über regelmäßige Kontrollen. Ich nehme dabei jeden Stock kurz in die Hand, denn eine gesunde Knolle fühlt sich fest an. Faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Knollen nimmst du heraus. Wird das Lagermaterial zu trocken, befeuchtest du es leicht, ohne es zu durchnässen.

Zur Kontrolle gehört auch der Blick aufs Thermometer und auf die Kisten selbst. Ich lese die Temperatur ab, prüfe, ob der Raum dunkel geblieben ist, und suche nach Fraßspuren. Fällt einer dieser Punkte aus dem Rahmen, korrigiere ich zuerst den Platz und dann die Knollen.

### Schimmel und Fäulnis erkennen

Bräunliche Faulstellen und bei hoher Luftfeuchte ein grauer Pilzrasen können auf Grauschimmelfäule hindeuten. Grauschimmel kann bei Dahlien auch im Lager Knollenfäule verursachen. Eine einzelne faulende Teilknolle trennst du mit einem sauberen, scharfen Messer vom Stock. Ist der ganze Stock weich, kommt er weg.

Übel riechende Nassfäule kann ein Warnzeichen für die bakterielle Welkekrankheit und Stängelfäule sein. Befallene Teilknollen entfernst du und entsorgst sie über den Müll. Kranke Pflanzenteile gehören nicht auf den Hauskompost, weil Krankheitserreger bei zu geringer Rottetemperatur überdauern können. Reinige das Messer gründlich, bevor du an gesunde Knollen gehst.

> **Achtung:** Erhärtet sich der Verdacht auf bakterielle Welkekrankheit und Stängelfäule, pflanzt du am alten Standort mindestens 5 Jahre keine Dahlien. Stöcke mit diesem Verdacht nimmst du auch nicht zum Teilen oder Vermehren.

## Vorbereitung für das Frühjahr

### Knollen sichten und wässern

Wenn die Vorkultur ansteht, holst du die Kisten hervor und prüfst jeden Stock ein letztes Mal. Für die neue Saison taugen nur gesunde, unverletzte und kräftige Knollen. Vor dem Pflanzen lege ich die Knollen über Nacht ins Wasser, um den Wasserverlust aus dem Lager auszugleichen.

### Vortreiben für einen Vorsprung

Dahlien kannst du bereits im Februar oder Anfang März hell, kühl und frostfrei in Töpfen vorziehen. Das bringt Zeit. Ab März im Haus vorgezogene Dahlien, die nach den letzten Frösten ins Beet kommen, können etwa 4 bis 6 Wochen früher blühen. Verglichen wird dabei mit Knollen, die direkt ins Freiland gepflanzt werden. Für schneckengefährdete Dahlien ist das Vorziehen im Topf außerdem eine Möglichkeit, die jungen Triebe zu schützen.

Aus vorgetriebenen Knollen lassen sich im zeitigen Frühjahr Kopfstecklinge schneiden. Stecklinge erhalten die Eigenschaften der Mutterpflanze. Die Termine für Vorkultur und Auspflanzen trägst du dir am besten in den [Aussaat- und Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/blumenzwiebeln/) ein.

### Knollen teilen

Große Wurzelstöcke kannst du beim Vortreiben im zeitigen Frühjahr teilen. Ich warte, bis sich die ersten Triebe zeigen, weil ich dann sehe, wo die Knospen sitzen. Nimm ein scharfes Messer und schneide den Stock so, dass jedes Teilstück mindestens 1 Knospe und möglichst viele unverletzte Wurzeln behält. Geschwächte oder kranke Stöcke nimmst du nicht als Ausgangsmaterial.

### Auspflanzen nach den letzten Frösten

Ins Beet kommen vorgezogene Dahlien nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai. Vorher härtest du sie ab, indem du sie kühler stellst und gut lüftest. Das Pflanzloch machst du so groß, dass die Knolle hineinpasst, ohne dass Teile abbrechen. Die verdickten Wurzeln zeigen nach unten, der alte Stängel nach oben. Der Wurzelhals mit den Knospen liegt etwa 5 cm unter der Erdoberfläche.

Organischen Dünger gibst du vor der Pflanzung. Unter diesen Bedingungen im Freiland ist eine weitere Düngung normalerweise nicht nötig. Den Platz planst du nach der Wuchskraft der Sorte:

| Sortentyp | Abstand und Erziehung |
|---|---|
| klein bleibende Sorten | Pflanzraster 30 × 40 cm |
| kräftig wachsende Sorten | etwa 100 cm Pflanzabstand, hohe und großblumige Sorten an einem Pfahl stützen und anbinden |

Wie das in deinem Beet aussieht, kannst du [im Beetplaner mit den Abständen deiner Sorten durchspielen](/tools/beetplaner/).

## Wenn bei der Überwinterung etwas schiefgeht

### Die Knolle ist geschrumpft

Wegen Trockenheit sortierst du nur vollständig vertrocknete Knollen aus. Ist eine Knolle nur angeschrumpft, befeuchtest du das Lagermaterial um sie herum leicht, ohne es zu durchnässen. Bei der nächsten Kontrolle tastest du sie wieder ab. Im Frühjahr gleicht das Wässern vor dem Pflanzen den Wasserverlust aus dem Lager aus.

### Die Knollen treiben zu früh aus

Zeigen sich im Lager schon Triebe, prüfst du zuerst den Platz. Er soll dunkel sein und im Bereich von etwa 4 bis 8 °C liegen. Ab Februar setzt du solche Knollen einfach in Töpfe und ziehst sie hell, kühl und frostfrei weiter. Die Vorkultur beginnt dann eben etwas früher. Treiben sie schon mitten im Winter, stelle ich die Kiste an den kühlsten dunklen Platz, den das Thermometer noch im Bereich hält.

### Frost oder Mäuse im Lager

Ist das Lager unter den Gefrierpunkt gefallen, prüfst du jede Knolle einzeln. Weiche Knollen sortierst du aus, feste behältst du bei den nächsten Kontrollen besonders im Blick. Danach brauchen die Kisten einen Platz, der frostfrei bleibt.

Angefressene Knollen sind nicht mehr unverletzt. Ich schneide die angefressene Teilknolle ab und lagere den Rest weiter, wenn er fest ist und der Wurzelhals mit den Knospen erhalten blieb. Danach kommt Drahtgeflecht über die Kiste.

## Häufige Fragen

### Wann ist der beste Zeitpunkt, um Dahlienknollen auszugraben?

Das Zeitfenster reicht von vor dem ersten Nachtfrost bis kurz nach dem ersten leichten Frost. Vorher kürzt du die Stängel auf etwa 10 bis 15 cm über dem Boden. Dann lockerst du die Erde mit der Grabegabel in weitem Bogen und hebst den Wurzelstock an, ohne dass Teile abbrechen. Anschließend kommen die Knollen frostfrei ins Lager.

### Wie kann man Dahlienknollen richtig trocknen und reinigen?

Grobe Erde schüttelst du ab, bei Bedarf darfst du die Knollen auch abspülen. Danach müssen sie an einem luftigen, frostfreien Platz abtrocknen, bevor sie ins Lager kommen. In den hohlen Stängeln darf kein Wasser zurückbleiben, weil es Fäulnis begünstigt. Stell die Stöcke dafür kopfüber und prüfe, ob die Oberfläche trocken ist und nichts mehr tropft.

### Welche Überwinterungsmethoden gibt es für Dahlien?

Gut kontrollieren lassen sich Knollen, die nebeneinander in luftigen Holz- oder Kunststoffkisten liegen. Du kannst sie auch ganz in leicht feuchten Sand einschlagen, siehst sie dann aber nur, wenn du sie freilegst. Dahlien im Kübel können im Gefäß an einem frostfreien, dunklen Ort überwintern. Für alle Methoden gilt ein dunkler Platz bei etwa 4 bis 8 °C.

### Welche Temperatur ist optimal für die Winterlagerung von Dahlienknollen?

Dahlienknollen überwintern dunkel bei etwa 4 bis 8 °C. Frost dürfen sie nicht abbekommen, denn Dahlien sind nicht winterhart. Ob ein Keller, eine Garage oder ein Schuppen passt, zeigt dir ein Thermometer am Lagerplatz, das du bei jeder Kontrolle abliest.

### Wie kontrolliert man die Feuchtigkeit bei überwinternden Dahlienknollen?

Nimm die eingelagerten Knollen den Winter über regelmäßig in die Hand, denn gesunde Knollen fühlen sich fest an. Wird das Lagermaterial zu trocken, befeuchtest du es leicht, ohne es zu durchnässen. Faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Knollen sortierst du aus. Vor dem Pflanzen gleicht ein Wasserbad über Nacht den Wasserverlust aus dem Lager aus.

### Wie unterscheidet sich die Knollenlagerung von der Blumenzwiebel-Überwinterung?

Dahlien speichern ihre Reserven in verdickten Wurzeln, Tulpen und Narzissen in verdickten Blattteilen ihrer Zwiebeln. Dahlienknollen überwintern dunkel und frostfrei bei etwa 4 bis 8 °C. Gekaufte Zwiebeln von Frühlingsblühern lagern dagegen bis zur Pflanzung vorübergehend dunkel und luftig bei etwa 18 °C. Die Frühlingsblüher kommen außerdem im Herbst in die Erde, Dahlien erst im Frühjahr.

### Wie kann man Schimmel und Fäulnis bei gelagerten Knollen verhindern?

Ganz verhindern lässt sich das nicht, aber du kannst das Risiko senken. Lagere nur gesunde, unverletzte Knollen ein und lass sie vorher abtrocknen, ohne dass Wasser in den hohlen Stängeln bleibt. Leg sie nebeneinander in luftige Kisten und kontrolliere sie regelmäßig. Bräunliche Faulstellen mit grauem Pilzrasen können auf Grauschimmel hindeuten, solche Knollen kommen heraus und nicht auf den Kompost.

### Wann und wie teilt man Dahlienknollen zur Vermehrung?

Große Wurzelstöcke teilst du beim Vortreiben im zeitigen Frühjahr mit einem scharfen Messer. Jedes Teilstück muss mindestens 1 Knospe und möglichst viele unverletzte Wurzeln behalten. Kranke oder geschwächte Stöcke nimmst du nicht als Ausgangsmaterial. Die Teilstücke tragen das Erbgut der Mutterpflanze, deine Sorte bleibt also erhalten.

### Stimmt es, dass man Dahlien auch als einjährige Pflanzen behandeln kann?

Ja, du kannst die Knollen im Beet lassen und im Frühjahr neue pflanzen, die Sorte ist dann allerdings verloren. Eine Alternative ist eine Saatmischung wie die Mignon-Dahlien-Mischung, die sich als einjährige Blühkultur aus Samen vorziehen lässt. Sämlinge garantieren aber keine unveränderten Sortenmerkmale. Wer eine bestimmte Sorte behalten will, überwintert ihre Knolle.

### In welchen klimatischen Regionen können Dahlien im Boden überwintern?

Infrage kommt das nur in wintermilden Gegenden, und auch dort nur als Versuch mit Abdeckung. Die Knollen bleiben durch Fäulnis bei Nässe und durch Mäusefraß gefährdet. Auf nassen, schweren Böden ist das Risiko besonders hoch, weil Dahlien solche Böden nicht vertragen. Wer seine Sorte nicht riskieren will, gräbt aus oder räumt Kübel-Dahlien samt Gefäß frostfrei ein.

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