# Gladiolen überwintern: vom Ausgraben bis zum Auspflanzen

> So überwinterst du Gladiolenknollen: rechtzeitig ausgraben, abtrocknen, Mutterknolle entfernen, luftig bei etwa 8 bis 12 °C lagern und im Frühjahr nach dem letzten Frost wieder pflanzen.

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- **Bereich:** Blumen › Blumenzwiebeln & Knollen
- **Zuletzt geprüft:** 24. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Sind deine Gladiolen verblüht, hast du bis zu den ersten Nachtfrösten Zeit, die Knollen aus der Erde zu holen. Die üblichen Gartengladiolen sind nicht winterhart und müssen frostfrei überwintern, im Beet bleiben sie deshalb nicht. Ich gehe dafür jeden Herbst mit Grabegabel und Etiketten durchs Beet und arbeite die Schritte bis zum Winterlager der Reihe nach ab. Hier findest du diese Schritte vom Ausgraben bis zum Auspflanzen im Frühjahr, jeweils mit Zeitpunkt und Handgriff.

## Gladiolen überwintern: die Schritte im Überblick

Gladiolen überwintern heißt: Laub zurückschneiden, Knollen ausgraben, abtrocknen lassen, säubern und luftig lagern. Die Tabelle ordnet die Schritte nach ihrem Zeitpunkt, die Einzelheiten folgen in den Abschnitten danach.

| Zeitpunkt | Handgriff | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| im Herbst, rechtzeitig | Laub zurückschneiden | Thripse sollen nicht zur Überwinterung an die Knollen abwandern |
| nach dem Verblühen, vor den ersten Nachtfrösten | Knollen vorsichtig mit der Grabegabel ausgraben | spätestens, bevor der Boden durchfriert |
| nach dem Ausgraben | Erde vorsichtig abschütteln, Knollen abtrocknen lassen | kranke und beschädigte Knollen aussortieren |
| nach dem vollständigen Abtrocknen | alte Mutterknolle entfernen, Brutknollen abtrennen, beschriften | jede Sorte trägt ihr Etikett |
| Winter | luftig und frostfrei bei etwa 8 bis 12 °C lagern | regelmäßig auf faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Knollen prüfen |
| Frühjahr | Knollen prüfen, nach dem letzten Frost pflanzen | nur feste, gesunde Knollen setzen |

## Warum Gladiolen nicht im Beet bleiben

Die üblichen Gartengladiolen müssen frostfrei überwintert werden, deshalb gehört das Ausgraben im Herbst fest zu ihrer Kultur. Im Sommer brauchen sie volle Sonne und einen gut wasserdurchlässigen Boden. Wie du Standort, Boden und Pflanztiefe wählst, steht im Ratgeber dazu, [wie du Gladiolen richtig pflanzt und pflegst](/blumen/blumenzwiebeln/gladiolen-richtig-pflanzen-tipps-fuer-ueppige-blueten/).

## Wann gräbst du Gladiolenknollen aus?

Für den Zeitpunkt achtest du auf zwei Dinge: das Ende der Blüte und den ersten Nachtfrost. Grabe Gartengladiolen nach dem Verblühen aus, und zwar vor den ersten Nachtfrösten. Kommt der Frost früher als erwartet, gilt eine letzte Grenze: Die Knollen müssen aus der Erde, bevor der Boden durchfriert. Verfolge deshalb ab dem Verblühen die Wettervorhersage für die Nächte. Ich lege mir Grabegabel und Etiketten bereit, sobald die letzte Blüte welk ist, damit ich bei der ersten Frostmeldung gleich loslegen kann.

> **Mythos-Check:** „In einem milden Winter können Gladiolen auch im Beet bleiben.“ Für die üblichen Gartengladiolen stimmt das nicht, sie brauchen ein frostfreies Winterquartier. Ich mache deshalb nicht das Ausgraben vom Wetter abhängig, sondern nur den Tag dafür.

### Das Laub rechtzeitig zurückschneiden

Gladiolenthripse können an Blättern und Blüten silbrige Sprenkelungen und Verformungen verursachen. Schneide das Laub im Herbst rechtzeitig zurück, denn der Rückschnitt soll verhindern, dass die Thripse zur Überwinterung an die Knollen abwandern. Hast du im Sommer solche Sprenkel bemerkt, können sie auf Thripse hindeuten: Schieb den Rückschnitt dann nicht auf, sonst können die Tiere mit den Knollen ins Winterquartier gelangen. Ich schaue mir die Blätter deshalb schon im Sommer genau an und notiere, an welchen Pflanzen Sprenkel auftauchen.

## So gräbst du die Knollen aus

Nimm für das Ausgraben eine Grabegabel und arbeite vorsichtig. Ich setze die Gabel so an, dass die Zinken die Knolle nicht treffen, und lockere die Erde rundherum. Dann hebe ich die Pflanze mitsamt Erde an, statt an den Stängeln zu ziehen. Die anhaftende Erde schüttelst du anschließend vorsichtig von den Knollen ab. Behutsam zu arbeiten hat einen handfesten Grund: Beschädigte Knollen gehören nicht ins Lager, also kostet dich jeder Gabelstich in eine Knolle ihren Platz im Winterquartier.

> **Kurz erklärt:** An der Basis der neuen Gladiolenknolle sitzt die alte Mutterknolle. Diese alte, vertrocknete Knolle entfernst du nach dem vollständigen Abtrocknen. An derselben Stelle können kleine Brutknollen hängen, die sich abtrennen und zur Vermehrung aufbewahren lassen.

> **Jetzt dran:** Leg dir vor dem Ausgraben Etiketten mit den Sortennamen zurecht. Ich gebe jeder Sorte gleich nach dem Herausheben ihr Etikett und eine eigene Kiste.

## Abtrocknen, Mutterknolle entfernen, beschriften

Nach dem Ausgraben lässt du die Knollen abtrocknen. Ich breite sie dafür einzeln aus, sodass von allen Seiten Luft herankommt, und wähle einen frostfreien Platz. Erst wenn die Knollen vollständig abgetrocknet sind, löst du die alte Mutterknolle an der Basis der neuen Knolle ab. Die kleinen Brutknollen an derselben Stelle kannst du abtrennen und getrennt zur Vermehrung aufbewahren.

Danach wird aussortiert. Kranke oder beschädigte Knollen lagerst du nicht mit ein, damit sie die übrigen nicht mit Pilzen oder Schädlingen infizieren. Vor dem Einlagern bekommt jede Sorte ihr Etikett, damit du die Knollen im Frühjahr zuordnen kannst. Das gilt auch für die Brutknollen: Als vegetativ vermehrte Tochterpflanzen tragen sie dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze, das Etikett verrät dir also, welche Sorte aus ihnen wächst.

> **Mini-Checkliste:** Vor dem Einlagern ist jede Knolle vollständig abgetrocknet, die alte Mutterknolle ist entfernt, die Brutknollen liegen getrennt, kranke und beschädigte Knollen sind aussortiert, und jede Sorte trägt ihr Etikett.

## Wie lagerst du Gladiolenknollen im Winter?

Gladiolenknollen überwintern luftig bei etwa 8 bis 12 °C. Frostfrei muss der Platz in jedem Fall sein, weil die üblichen Gartengladiolen nicht winterhart sind. Luftig heißt, dass die Knollen nicht dicht verschlossen liegen, sondern Luft an sie herankommt. Neben die Knollen stelle ich ein Thermometer, damit ich beim Nachsehen gleich die Temperatur ablesen kann.

> **Zahl im Blick:** Etwa 8 bis 12 °C gelten für Gladiolenknollen im Winterlager. Dahlien, Canna und andere Knollen haben eigene Werte, übertrage diesen Bereich also nicht auf sie.

Liegen frostempfindliche Knollen in Lagermaterial und wird es zu trocken, befeuchtest du es leicht, ohne es zu durchnässen. Welche Räume, Behälter und Lagermaterialien sich für Knollen allgemein eignen, findest du im Abschnitt [Ausgraben und Überwintern im Ratgeber zu Blumenzwiebeln und Knollen](/blumen/blumenzwiebeln/).

### Regelmäßig nachsehen

Während des Winters kontrollierst du die Knollen regelmäßig. Faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Knollen nimmst du heraus, die übrigen bleiben liegen. Ich drücke dabei jede Knolle kurz zwischen Daumen und Zeigefinger, um weiche Stellen zu finden.

### Wenn eine Knolle krank ist

Aussortierte kranke Knollen gehören nicht auf den Hauskompost, weil Krankheitserreger bei unzureichender Rottetemperatur überdauern können. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du die Werkzeuge, bevor du an gesunden weiterarbeitest. Welche Krankheiten und Schädlinge an Zwiebeln und Knollen vorkommen, steht im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge desselben Ratgebers zu Blumenzwiebeln und Knollen.

## Gladiolen im Kübel überwintern

Stehen deine Gladiolen im Kübel, musst du die Knollen nicht ausgraben: Nicht winterharte Knollenpflanzen können im vorhandenen Kübel an einem frostfreien Ort überwintern. Nach spätestens zwei Jahren topfst du sie in frische Erde um. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Ich notiere das Jahr des letzten Umtopfens auf einem Etikett am Kübel.

## Im Frühjahr: Knollen prüfen und wieder pflanzen

Vor dem Pflanzen nimmst du jede Knolle noch einmal in die Hand. Pflanzgut soll fest und gesund sein und keine weichen Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren zeigen. Geschwächte oder kranke Knollen verwendest du nicht für die neue Pflanzung.

Gartengladiolen kommen im Frühjahr nach dem letzten Frost in die Erde. Vorgezogene Gladiolen setzt du nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai. Bis Ende Juni kannst du in mehreren Sätzen nachpflanzen. Zwischen zwei Sätzen liegen dabei jeweils 2 Wochen. Empfohlen werden für Gartengladiolen 10 bis 12 cm Pflanztiefe, Standort und Bodenvorbereitung findest du im Ratgeber zum Pflanzen von Gladiolen.

Die Termine kannst du dir in den [Aussaat- und Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/blumenzwiebeln/) eintragen. Weil Gartengladiolen volle Sonne brauchen, zeichnest du ihren Platz am besten schon im Winter [im Beetplaner in deinen Gartenplan](/tools/beetplaner/) ein.

> **Marias Erfahrung:** Im Frühjahr lege ich die Knollen nach Sorten sortiert auf den Tisch und gleiche die Etiketten mit meinen Notizen vom Sommer ab, bevor die erste Knolle in die Erde kommt.

## Häufige Fragen

### Wann sollte man Gladiolenknollen aus dem Boden holen?

Grabe Gartengladiolen nach dem Verblühen aus, und zwar vor den ersten Nachtfrösten. Spätestens müssen die Knollen aus der Erde, bevor der Boden durchfriert. Arbeite dabei vorsichtig mit einer Grabegabel, denn beschädigte Knollen gehören nicht ins Winterlager.

### Wie lagert man Gladiolenknollen richtig über den Winter?

Schüttle nach dem Ausgraben die Erde vorsichtig ab und lass die Knollen vollständig abtrocknen. Danach entfernst du die alte, vertrocknete Mutterknolle und sortierst kranke oder beschädigte Knollen aus. Die gesunden Knollen überwintern beschriftet, luftig und frostfrei bei etwa 8 bis 12 °C. Kontrolliere sie regelmäßig und nimm faulende, weiche oder vollständig vertrocknete Knollen heraus.

### Bei welcher Temperatur überwintern Gladiolenknollen?

Gladiolenknollen überwintern luftig bei etwa 8 bis 12 °C. Vor allem muss der Platz frostfrei bleiben, weil die üblichen Gartengladiolen nicht winterhart sind. Ein Thermometer neben den Knollen zeigt dir, ob der Lagerplatz in diesem Bereich liegt.

### Können Gladiolen im Boden überwintern?

Die üblichen Gartengladiolen müssen frostfrei überwintern, deshalb bleiben sie nicht über den Winter im Beet. Grabe die Knollen nach dem Verblühen und vor den ersten Nachtfrösten aus, spätestens bevor der Boden durchfriert. Stehen Gladiolen im Kübel, kann der Kübel samt Knollen an einem frostfreien Ort überwintern.

### Wie vermehren sich Gladiolen über Tochterknollen?

An der Basis der neuen Gladiolenknolle können beim Ausgraben kleine Brutknollen sitzen. Du kannst sie abtrennen und getrennt zur Vermehrung aufbewahren. Als vegetativ vermehrte Tochterpflanzen tragen sie dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze, deshalb bekommen sie ein Etikett mit dem Sortennamen.

### Wie bereitet man Gladiolenknollen für das Einpflanzen vor?

Prüfe nach dem Winter jede Knolle: Pflanzgut soll fest und gesund sein, ohne weiche Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren. Geschwächte oder kranke Knollen verwendest du nicht für die neue Pflanzung. Gartengladiolen setzt du im Frühjahr nach dem letzten Frost, empfohlen werden 10 bis 12 cm Pflanztiefe.

### Ab wann können Gladiolen ausgepflanzt werden?

Gartengladiolen pflanzt du im Frühjahr nach dem letzten Frost. Vorgezogene Gladiolen kommen nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai. Bis Ende Juni kannst du weitere Sätze nachpflanzen, jeweils im Abstand von 2 Wochen.

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