# Sommerblühende Zwiebeln und Knollen: Arten, Pflanzzeit, Winterhärte

> Dahlien, Gladiolen, Lilien, Canna und mehr: wann du welche Sommerblüher pflanzt, welche winterhart sind und was jede Art braucht.

- **URL:** https://samen.de/blumen/blumenzwiebeln/sommerbluehende-zwiebeln-farbvielfalt-im-garten/
- **Bereich:** Blumen › Blumenzwiebeln & Knollen
- **Zuletzt geprüft:** 23. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wenn im Juni die Tulpen verblüht sind, braucht das Beet Nachschub. Den liefern Dahlien, Lilien, Gladiolen und ihre Verwandten, je nach Art von Juni bis in den November. Der Haken: Viele von ihnen vertragen keinen Frost, und fast jede Art hat ihren eigenen Pflanztermin. Ich plane meine Sommerbeete deshalb vom Herbst her und setze frostempfindliche Knollen dorthin, wo ich später gut mit der Grabegabel herankomme.

Sommerblühende Zwiebeln und Knollen sind Pflanzen mit einem unterirdischen Speicherorgan, die ihre Blüte in den Sommer legen.

> **Kurz erklärt:** Zwiebel, Knolle und Rhizom speichern Reserven auf unterschiedliche Weise. Tulpen und Narzissen legen sie in verdickten Blattteilen ihrer Zwiebeln an, Dahlien dagegen in verdickten Wurzeln. Rhizome sind unterirdische Sprossachsen mit Knoten und Blattansätzen; aus ihnen wachsen etwa Canna und Calla.

## Welche sommerblühenden Zwiebeln und Knollen gibt es?

Zu den bekannten Sommerblühern gehören Dahlien, Gladiolen, Lilien, Canna, Knollenbegonien, Freesien und Calla. Dazu kommen kleinere Arten wie Sparaxis, der Frühlingsstern 'Queen Fabiola' und die Schmucklilie für den Kübel. Die Tabelle zeigt, wann sie blühen und wie sie durch den Winter kommen.

| Art | Blütezeit | Winter |
|---|---|---|
| Dahlien | Juli bis November | nicht winterhart, Knollen frostfrei lagern |
| Gartengladiolen | Sommer | nicht winterhart, frostfrei überwintern |
| Lilien | Hauptblüte vieler Gartenlilien im Juli und August | winterhart |
| Canna | gewöhnlich ab Juni bis September oder Oktober | Rhizome frostfrei überwintern |
| Knollenbegonien | Juni bis Oktober | erst nach Ende der Frostgefahr ins Freie |
| Freesien | Schnitt von Juli bis September | vor den ersten Frösten ins Haus |
| Calla 'Vermeer' | Juli bis September | frostfrei überwintern |
| Schmucklilie (Agapanthus africanus) | Juli bis September | nicht winterhart |
| Sparaxis tricolor | Juni bis Juli | nicht winterhart |
| Frühlingsstern 'Queen Fabiola' | Juni und Juli | im Herbst und Winter möglichst trocken |

Mit mehreren Arten im Beet ist von Juni bis in den Herbst etwas in Blüte. Sparaxis und 'Queen Fabiola' machen den Anfang, die Lilien folgen im Hochsommer. Knollenbegonien blühen bis in den Oktober, Dahlien bis in den November.

## Welche Sommerblüher sind winterhart?

Von den hier vorgestellten Sommerblühern sind die Lilien winterhart, deshalb bleiben sie dauerhaft im Beet. Montbretien dürfen in geschützten Lagen im Boden bleiben, wenn du sie großzügig mit Laub abdeckst. Dahlien, Gartengladiolen, Sterngladiolen, Canna, Calla, Freesien, Sparaxis und die Schmucklilie Agapanthus africanus sind nicht winterhart. Je nach Frostempfindlichkeit holst du diese Arten vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ins Winterquartier. In wintermilden Gegenden kommt es als Versuch mit Abdeckung infrage, Dahlien im Beet zu lassen; Knollenfäule bei Nässe und Mäusefraß bleiben dabei ein Risiko. Wie du Knollen ausgräbst und frostfrei lagerst, steht im Abschnitt [Ausgraben und Überwintern im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen](/blumen/blumenzwiebeln/).

## Wann pflanzt du welche Art?

Die meisten Sommerblüher kommen im Frühjahr in die Erde, aber nicht alle zur selben Zeit. Vorgezogene Dahlien, Knollenbegonien, Canna und Gladiolen setzt du nach den letzten Frösten ins Freie, üblicherweise ab Mitte Mai. Im Haus beginnt die Saison früher. Dahlien ziehst du schon im Februar oder Anfang März hell, kühl und frostfrei in Töpfen vor, Knollenbegonien treibst du ab März in Gefäßen vor.

| Art | Pflanzzeit | Tiefe und Hinweis |
|---|---|---|
| Dahlien | Vorkultur im Februar oder Anfang März; Knollen April bis Mai; vorgezogene Pflanzen nach den letzten Frösten | Wurzelhals mit den Knospen etwa 5 cm unter der Erdoberfläche |
| Knollenbegonien | ab März in Gefäßen vortreiben, nach Ende der Frostgefahr ins Freie | Vertiefung nach oben; Austrieb bei 15 bis 18 °C |
| Canna | vortreiben, gewöhnlich ab Mitte Mai ins Freie | nicht vorgetrieben: Boden nicht unter 15 °C |
| Gartengladiolen | nach dem letzten Frost, in Sätzen bis Ende Juni | 10 bis 12 cm tief, Zwerggladiolen-Mischung Nanus etwa 8 cm |
| Freesien | im April ins Freiland, gefüllter Mix im April und Mai | im Beet 5 bis 10 cm Abstand |
| Ixien-Mischung 313050 | April oder Mai | etwa 5 bis 8 cm tief; Bodentemperatur höchstens 10 °C |
| Sparaxis tricolor | März bis Mai | 5 bis 7 cm tief |
| Calla | ab Mitte Mai, sofern sicher frostfrei | 10 cm tief |
| Frühlingsstern (Triteleia) | Frühjahr oder Herbst | etwa 5 bis 8 cm tief |
| Lilien | März bis Mai oder September bis Mitte Oktober, Madonnenlilien im August | 2 bis 3 Zwiebellängen tief |
| Zierlauch | September bis Dezember | 'Globemaster' etwa 20 cm, Allium sphaerocephalon etwa 8 cm tief |

Ixien und Canna zeigen, warum ein einziger Frühjahrstermin nicht reicht. Ixien brauchen beim Pflanzen einen Boden von höchstens 10 °C, sonst kann der Austrieb ausbleiben. Bei nicht vorgetriebenen Canna sollte die Bodentemperatur dagegen nicht unter 15 °C sinken, weil sich ihr Austrieb sonst stark verzögern kann. Wer beide pflanzt, setzt also die Ixien in den noch kühlen Boden und wartet mit den Canna, bis er warm ist.

Bei Dahlien bringt das Vorziehen einen Vorsprung. Pflanzen, die ab März im Haus wachsen und nach den letzten Frösten ins Beet kommen, können etwa 4 bis 6 Wochen früher blühen als direkt ins Freiland gesetzte Knollen.

Gartengladiolen pflanzt du nach dem letzten Frost, weitere Sätze kannst du bis Ende Juni im Abstand von 2 Wochen nachlegen. Ich schreibe das Datum jedes Satzes auf das Etikett, damit ich die Reihen später auseinanderhalte.

Einige Arten gehören in den Herbst oder dürfen dorthin. Die meisten Gartenlilien kannst du außer im Frühjahr auch von September bis Mitte Oktober setzen, Madonnenlilien im August. Den Frühlingsstern pflanzt du im Frühjahr oder im Herbst. Zierlauch beginnt im Mai zu blühen und kommt von September bis Dezember in die Erde, weil ihm die Herbstpflanzung Zeit zum Einwurzeln und die winterliche Kälteperiode gibt.

Zwiebeln mit erkennbarer Spitze setzt du mit der Spitze nach oben. Danach gießt du die Pflanzstelle an, ohne dass Wasser stehen bleibt. Wie Tiefe und Technik bei Zwiebelblumen generell funktionieren und was im übrigen Jahr ansteht, zeigt der [Jahresüberblick, wann du welche Zwiebelblumen pflanzt](/blumen/blumenzwiebeln/blumenzwiebeln-richtig-pflanzen-ein-jahresueberblick/). Bei mir hängen die Termine als [Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/blumenzwiebeln/) an der Schuppentür.

> **Mini-Checkliste:** Gesunde Zwiebeln und Knollen sind fest und ungeschrumpft. Weiche, kranke oder angefressene Stellen und Schimmel sind ein Grund, sie auszusortieren. Dahlienknollen sollen gesund, unverletzt und kräftig sein.

## Standort und Boden: Licht je nach Art, Wasser muss abziehen

Beim Licht unterscheiden sich die Arten deutlich: Gladiolen wollen volle Sonne, Knollenbegonien helle Plätze ohne heiße Vollsonne. Gemeinsam ist Dahlien, Gladiolen, Lilien und Sterngladiolen ein durchlässiger Boden, in dem kein Wasser steht. Auf schweren Böden empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Sand oder Kies von 3 bis 5 cm unter den Zwiebeln; mehr dazu steht im Abschnitt Standort und Boden des Blumenzwiebel-Überblicks.

## Die wichtigsten Arten im Porträt

### Dahlien: Formen, Farben und Größen

Die Wildformen der Gartendahlien stammen aus Mexiko und Guatemala. Im Garten gelten Dahlien als nicht winterhart, ihre Knollen sind verdickte Wurzeln. Die Dahlienklasse richtet sich nach der Blütenform. Bei Kaktusdahlien sind die schmalen, zugespitzten Blütenblätter von der Spitze her über mehr als die Hälfte ihrer Länge eingerollt. Seerosendahlien tragen locker gefüllte, flache und schalenförmige Blütenköpfe. Anemonenblütige Dahlien haben einen oder mehrere äußere Blütenblattkreise und in der Mitte weit hervorstehende Röhrenblüten. Bei Hirschgeweih-Dahlien sind die Enden der Blütenblätter gespalten oder kurz gezahnt.

> **Mythos-Check:** Die Klasse verrät nicht, wie hoch eine Dahlie wird, denn sie beschreibt nur die Blütenform. Die Kaktusdahlie 'Park Princess' etwa bleibt vergleichsweise klein und passt in den Kübel.

Für die Farbplanung helfen die Sorten weiter:

| Sorte | Blüte | Wuchs und Verwendung |
|---|---|---|
| 'Gallery Art Fair', 'Gallery Singer', 'Gallery Cezanne' | weiß, rot, gelb | Gallery-Sortiment, etwa 30 bis 40 cm |
| 'Go Go Pink Yellow' | rosa mit gelber Mitte | etwa 50 bis 60 cm, Gefäß ab 30 cm Durchmesser |
| 'GoGo Purple' | violett | etwa 50 bis 60 cm, Gefäß ab 30 cm Durchmesser |
| 'Bluesette' | lila-rosa | Zwergdahlie, höchstens 50 cm, für Kübel |
| 'Park Princess' | rosa mit weißer Mitte | Kaktusdahlie, vergleichsweise klein, für Kübel |
| 'Taxi Driver', 'Star Wars' | einfach blühend | Mignon-Dahlien, häufig etwa 40 bis 50 cm, für Kübel |
| 'Fascination' | pink | dunkles Laub |
| 'Pooh' | rot mit gelber Krause | Halskrausen-Dahlie |
| 'Rocco' | purpurrot | Pompon-Dahlie |
| 'Burlesca' | Pompon-Dahlie | etwa 70 cm, lange kräftige Stiele für die Vase |
| 'Mambo' | anemonenblütig | etwa 80 bis 100 cm |

Dahlien brauchen nährstoff- und humusreichen Boden, der weder nass noch schwer ist. Leicht saure bis leicht alkalische Böden passen. Ich lege die Knolle so ins Pflanzloch, dass die verdickten Wurzeln unten und der alte Stängel oben liegen. Der Wurzelhals mit den Knospen sitzt danach etwa 5 cm unter der Erdoberfläche.

> **Zahl im Blick:** Für klein bleibende Dahliensorten gilt ein Pflanzraster von 30 × 40 cm. Kräftig wachsende Sorten brauchen etwa 100 cm Abstand und werden, wenn sie hoch werden, an Stäben angebunden. Die anemonenblütige 'Mambo' setzt du mit ungefähr 60 cm Abstand.

> **Häufiger Fehler:** Die Knolle in ein zu kleines Loch drücken. Dabei brechen leicht Teile ab, und frische Verletzungen ermöglichen Pilzen den Eintritt. Grab das Loch so groß, dass die Knolle ohne Druck hineinpasst.

> **Marias Erfahrung:** Ich stecke beim Pflanzen neben jede hohe Dahlie gleich den Stab und ein Etikett mit Sorte und Farbe. So kann ich die Knollen beim Ausgraben im Herbst ihrer Farbe zuordnen.

Die Begrenzung auf 3 bis 5 Triebe kann die Blütenbildung fördern. Vor dem Einlagern kürzt du die Stängel auf etwa 10 bis 15 cm über dem Boden. Die Knollen überwintern danach dunkel bei etwa 4 bis 8 °C; wie du ausgeizt, stützt, ausputzt und einwinterst, zeigt der Ratgeber, [wie du Dahlien vom Vortreiben bis zur Blüte pflegst](/blumen/blumenzwiebeln/dahlien-richtig-pflegen-vom-setzen-bis-zur-bluete/).

### Gladiolen und Sterngladiolen

Gartengladiolen brauchen volle Sonne und einen gut wasserdurchlässigen Boden. Schwere, undurchlässige Erde lockerst du vor dem Pflanzen mit Sand auf. Die Knollen kommen 10 bis 12 cm tief in die Erde. Für die Zwerggladiolen-Mischung Nanus reichen etwa 8 cm. Bei Trockenheit gießt du regelmäßig, gedüngt wird organisch.

Die Sterngladiole heißt auch Acidanthera callianthus oder Gladiolus callianthus murielae. Ihr Kennzeichen sind weiße Sternblüten mit dunkelroter Mitte. Gepflanzt wird sie in lockeren, humusreichen Boden ohne Staunässe, und auch sie überwintert frostfrei.

An sehr windigen Standorten stützt du Gartengladiolen zusätzlich. Die Knollen gräbst du aus, bevor der Boden durchfriert, und überwinterst sie luftig bei etwa 8 bis 12 °C. Standort, Bodenvorbereitung und Pflanztiefe im Detail findest du im Ratgeber, [wie du Gladiolen richtig pflanzt](/blumen/blumenzwiebeln/gladiolen-richtig-pflanzen-tipps-fuer-ueppige-blueten/).

### Lilien

Lilien bleiben als winterharte Zwiebeln dauerhaft im Beet und können dort verwildern. Die Hauptblütezeit vieler Gartenlilien liegt im Juli und August. Asiatische Lilien tragen Einzelblüten mit bis zu 14 cm Durchmesser. Die Orientalischen folgen ungefähr 10 bis 20 Tage später. Pflanzt du beide Gruppen, verteilt sich die Lilienblüte deshalb über einen längeren Zeitraum.

Lilien wollen den Boden beschattet, Blätter und Blüten aber in der Sonne. Deshalb pflanze ich sie zwischen niedrige Stauden. Der Boden ist humos, mäßig feucht und gut durchlässig. Eine organische Mulchschicht von etwa 5 cm hält den Wurzelbereich kühler und feuchter. Für die übliche Pflanzung gilt eine Tiefe von 2 bis 3 Zwiebellängen, Sonderfälle einzelner Arten ausgenommen.

Für Kübel und Balkonkästen gibt es kompakte Topflilien, die ungefähr 50 cm hoch werden. Im Kübel sind aber auch winterharte Pflanzen frostempfindlicher als im Gartenboden, weil das Substrat schneller durchfriert.

Das Lilienhähnchen ist ein glänzend roter Käfer von 6 bis 8 mm, Kopf, Fühler und Beine sind schwarz. Ich sammle die Käfer ab und nehme Blätter mit Eiern oder Larven gleich mit weg.

> **Achtung:** Für Katzen sind Lilien der Gattung Lilium und Taglilien der Gattung Hemerocallis sehr stark giftig. Bedenke das, bevor du Lilien dort pflanzt, wo deine Katze unterwegs ist.

### Canna

Canna wachsen aus Rhizomen. Zum Vortreiben hältst du die Rhizome hell bei etwa 18 °C. Innerhalb von 10 bis 12 Wochen entwickeln sie sich dabei zu Pflanzen. Ins Freie kommen Canna erst nach Ende der Frostgefahr, gewöhnlich ab Mitte Mai. Dann blühen sie meist ab Juni bis in den September oder Oktober.

Canna zählt zu den Starkzehrern und bekommt beim Antreiben Dünger, sobald sich die Wurzeln gut entwickelt haben. Schneidest du verblühte Blütenstände regelmäßig zurück, kann das weitere Blüten im Sommer fördern.

Kleine Sorten wie 'Königin Charlotte' und 'Orchid' wachsen auch in Kübeln ab etwa 30 cm Durchmesser. Ich topfe sie in frische, torffreie Kübelpflanzenerde mit strukturstabilen mineralischen Anteilen und achte auf freie Ablauflöcher. Bis der Austrieb sichtbar ist, bekommen frisch eingetopfte Rhizome nur wenig Wasser. Danach brauchen Kübel-Canna im Sommer regelmäßig Wasser und Dünger, weil ihr Wurzelraum begrenzt ist.

Ruhende Rhizome überwinterst du bei etwa 8 bis 15 °C. Der Wurzelstock darf dabei nicht völlig eintrocknen. Zu groß gewordene Horste teilst du beim Umtopfen im Frühjahr.

### Knollenbegonien

Knollenbegonien blühen von Juni bis Oktober und stehen gern hell, aber ohne heiße Vollsonne. Ab März treibst du die Knollen in Gefäßen vor. Die Vertiefung zeigt dabei nach oben, denn aus ihr wachsen die Triebe. Nach dem Angießen treiben die Knollen bei 15 bis 18 °C aus. Die Sorte 'Angelique' bedeckst du zum Vortreiben mit höchstens 2 cm Erde. Ins Freie dürfen Knollenbegonien erst nach Ende der Frostgefahr. Ideal sind dann Nachttemperaturen ab 10 °C.

### Freesien

Freesien werden etwa 30 bis 40 cm hoch und liefern duftende Schnittblumen. Die Blütenstände schneidest du von Juli bis September. Ins Freiland pflanzt du die Knollen im April. Beim gefüllten Freesien-Mix liegt die Pflanzzeit im April und Mai, geblüht wird im Juli und August. Im Beet setzt du die Knollen mit 5 bis 10 cm Abstand an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Kalkhaltigen Boden vertragen Freesien.

Im Topf nimmst du eine Mischung aus Blumenerde und grobem Sand. Je nach Anleitung sitzt die Knollenspitze direkt unter der Oberfläche, beim gefüllten Mix etwa 6 cm tief.

> **Zahl im Blick:** Günstig für Freesien sind nachts 13 bis 16 °C und tagsüber 20 bis 22 °C.

Während Wachstum und Blüte brauchen Freesien regelmäßig Wasser, in ihrer ausgeprägten Ruhephase gießt du nicht. Vor den ersten Frösten holst du sie ins Haus. Die Knollen lassen sich trocken und luftig bei etwa 8 bis 12 °C überwintern, eine erneute Blüte ist aber nicht zuverlässig. Ich plane Freesien deshalb jedes Frühjahr neu ein.

### Calla

Garten- und Zimmerkallas sind Rhizompflanzen der Gattung Zantedeschia. Die Sumpfpflanze Calla palustris gehört zu einer anderen Art und Gattung. Sommerblühende Callas sind nicht winterhart. Ab Mitte Mai pflanzt du sie 10 cm tief ins Freiland, sofern es sicher frostfrei ist.

Calla steht gern hell und windgeschützt. Volle Mittagssonne verträgt sie nur, wenn der Boden ausreichend feucht ist. Im Sommer wächst sie gut bei Tagestemperaturen ab 20 °C. Nachts sind 10 bis 18 °C günstig. Im Kübel passt ein halbschattiger Platz ohne pralle Mittagssonne.

Die Sorte 'Vermeer' hat außen weiße und innen dunkelviolette Hochblätter, dazu weiß gepunktetes Laub. Etwa 40 bis 50 cm hoch, blüht sie im Garten von Juli bis September. Beet und Kübel kommen für sie infrage, auch im Halbschatten. Die als 'Calla Gelb' angebotene Hybride passt in Garten und Topf und lässt sich für die Vase schneiden.

Verblühte Blüten und gelb bis braun gewordene Blätter schneidest du ab. Im Herbst holst du die Calla ins Haus und überwinterst sie frostfrei und trocken. Knollen aus dem Beet lagerst du nach dem Abtrocknen trocken und dunkel.

> **Achtung:** Alle Teile der Zimmerkalla sind giftig. Beim Verzehr können sie starke Schleimhautreizungen auslösen, bei Hautkontakt Blasen.

### Weitere Arten für Beet und Kübel

**Schmucklilie (Agapanthus africanus):** Die Art blüht von Juli bis September und wird 25 bis 70 cm hoch. Für reichliche Blüte braucht sie einen sehr sonnigen Platz. Winterhart ist sie nicht, wachsen kann sie in Beet und Kübel. Die Angaben gelten für die Art, nicht pauschal für alle Agapanthus-Hybriden. Wird der Kübel zu klein, teilst du den Horst im Frühjahr und setzt die Teile in frische, strukturstabile Kübelpflanzenerde.

**Sparaxis tricolor:** Du pflanzt die Knollen von März bis Mai 5 bis 7 cm tief. Im Juni und Juli blüht die Art, wird 20 bis 30 cm hoch und eignet sich für den Schnitt. Winterhart ist sie nicht.

**Frühlingsstern 'Queen Fabiola':** Trotz des Namens blüht die als Triteleia angebotene Sorte im Juni und Juli, dunkelblau bis violettblau. Etwa 50 cm hoch, eignet sie sich auch als Schnittblume. Triteleia stammen von der Westküste Nordamerikas und brauchen einen sonnigen, geschützten Platz mit leichtem, durchlässigem Boden. Die Knollen setzt du mit etwa 8 bis 10 cm Abstand. Während Wachstum und Blüte bleibt der Boden feucht, im Herbst und Winter möglichst trocken und ohne Staunässe. Bei Triteleia laxa kann das Laub schon eingezogen sein, wenn die Blütenstände erscheinen. Die Knollen von 'Queen Fabiola' kannst du nach dem Absterben der Blätter kühl und frostfrei lagern.

**Ixien:** Die Ixien-Mischung 313050 kommt im April oder Mai in lockeren, humusreichen Boden ohne Staunässe. Je nach Herstellerangabe wird sie etwa 30 bis 50 cm hoch. Als Schnittblume kann sie bis zu 15 Blüten je Pflanze bilden. Frostfrei überwintert sie bei etwa 15 °C.

**Montbretien:** Diese Knollen brauchen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden ohne Staunässe. Schwere Erde lockerst du vorher mit Sand oder Perlite auf. Ausgegrabene Knollen prüfst du auf Faulstellen und lagerst sie in Zeitungspapier luftig und dunkel bei 4 bis 8 °C. Etwa alle 3 bis 4 Jahre gräbst du die Horste aus, teilst sie und pflanzt sie neu.

**Ananasblume (Eucomis):** Die Schopflilie trägt über dem Blütenstand einen Blattschopf, der an eine Ananas erinnert. Vorgezogene Pflanzen kommen nach den letzten Frösten an einen geschützten, warmen und sonnigen Platz. Während der Kultur bleibt das Substrat gut feucht, aber nie staunass. Nach dem herbstlichen Einziehen gießt du nicht mehr und stellst den Kübel geschützt bei 6 bis 8 °C auf. Im Februar beginnst du wieder zu gießen. Trocknen die Zwiebeln zu stark aus, kann die Blüte in der folgenden Saison ausbleiben. Die Fruchtkapseln bleiben nach der Blüte als Schmuck stehen.

## Pflege im Sommer: gießen und düngen

Während des Wachstums hältst du den Boden gleichmäßig feucht, ohne dass Wasser steht. Freiland-Dahlien versorgst du vor der Pflanzung organisch, danach ist normalerweise keine weitere Gabe nötig. Die artübergreifenden Grundlagen stehen im Blumenzwiebel-Überblick in den Abschnitten Pflege sowie Gießen und Düngen.

## Krankheiten und Schädlinge

Schau regelmäßig nach: Blattwanzen können an Dahlien junge Blätter verformen, bei Ananasblumen sind Schnecken und Blattläuse zu beachten. Einen schwachen Blattlausbefall kannst du oft mit dem Wasserstrahl verringern, sofern nicht schon Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen da sind, die einen Eingriff überflüssig machen können. Prüfen, Absammeln und Beetwechsel als Grundregeln beschreibt der Abschnitt Krankheiten und Schädlinge im Blumenzwiebel-Überblick.

## Sommerblüher für die Vase

Dahlien schneidest du, wenn ihre Blüten voll erblüht sind, und regelmäßiges Schneiden kann die Bildung neuer Knospen anregen. Freesien kommen in die Vase, sobald die erste Knospe fast geöffnet ist; auch 'Queen Fabiola', Sparaxis und 'Calla Gelb' eignen sich für den Schnitt. Wie du Stiele anschneidest und den Strauß lange frisch hältst, zeigt der Ratgeber, [wie du Zwiebelpflanzen für Schnittblumen ziehst und in der Vase pflegst](/blumen/blumenzwiebeln/zwiebelpflanzen-fuer-prachtvolle-schnittblumen-im-garten/).

## Farben kombinieren und Höhen staffeln

Für Farbvielfalt plane ich zuerst die Höhen und dann die Farben. Nach hinten gehören hohe Sorten wie die Dahlie 'Babylon Rood', die etwa 100 bis 120 cm erreicht. In die Mitte passt der Frühlingsstern 'Queen Fabiola' mit etwa 50 cm. Vorn stehen Sparaxis und Dahlien aus dem Gallery-Sortiment, die etwa 30 bis 40 cm hoch werden.

Für ein warmes Beet stellst du 'Gallery Singer' in Rot und 'Gallery Cezanne' in Gelb zusammen, dazu die Halskrausen-Dahlie 'Pooh' mit roten Blütenblättern und gelber Krause. Kühler wirken Weiß und Violett, etwa mit 'Gallery Art Fair', 'GoGo Purple' und dem dunkelblauen Frühlingsstern. Dunkles Laub bringt einen weiteren Ton ins Beet: 'Fascination' verbindet pinke Blüten mit dunklen Blättern, die dunkellaubige 'Sunshine' passt an sonnige Plätze. Dunkellaubige Dahlien bilden keine eigene Klasse und brauchen grundsätzlich die gleiche Pflege.

Großwüchsige Lilien wirken in Gruppen zu 3 bis 5 Pflanzen. Als Begleiter der Dahlien eignen sich Zinnien wie die Mischung 'Musica', die von Juni bis Oktober blüht. Ziergräser, Spätsommerstauden und Dill passen ebenfalls dazu, als Gestaltung und nicht als Pflanzenschutz.

Ein bienenfreundlicher Garten braucht neben Frühjahrsblühern auch ein sommerliches Blütenangebot. Ungefüllte und wenig gefüllte Dahlien können Insekten Pollen und Nektar bieten, vollständig gefüllte Blüten dagegen keinen Pollen und nur wenig Nektar. Wer im Sommer auch für Insekten pflanzt, greift deshalb zu ungefüllten Sorten.

> **Passt dazu:** Höhen, Abstände und Farben kannst du vorab [mit dem Beetplaner auf deine Beetfläche verteilen](/tools/beetplaner/).

## Wie vermehrst du Sommerblüher?

Bei Dahlien teilst du den Wurzelstock. Jedes Teilstück muss mindestens 1 Knospe und möglichst viele unverletzte Wurzeln behalten. Wächst ein dichter Lilienbestand nach etwa 3 bis 4 Jahren schwächer, nimmst du die kräftigsten Zwiebeln heraus und pflanzt sie an anderer Stelle neu. Abgetrennte Brutzwiebeln brauchen dagegen etwa 2 bis 4 Jahre bis zur ersten Blüte.

## Häufige Fragen

### Was sind sommerblühende Zwiebeln und Knollen und wie unterscheiden sie sich von Frühjahrsblühern?

Sommerblühende Zwiebeln und Knollen sind Pflanzen mit unterirdischem Speicherorgan, die je nach Art zwischen Juni und November blühen, zum Beispiel Dahlien, Gladiolen, Lilien, Canna und Knollenbegonien. Frühjahrsblüher wie Tulpen und Narzissen pflanzt du vorzugsweise im September und Oktober. Die meisten Sommerblüher kommen dagegen im Frühjahr in die Erde, vorgezogene Pflanzen nach den letzten Frösten, üblicherweise ab Mitte Mai. Viele von ihnen sind nicht winterhart: Dahlien, Gartengladiolen und Canna überwintern frostfrei, Lilien dagegen bleiben als winterharte Zwiebeln im Beet.

### Was ist der Unterschied zwischen Zwiebeln und Knollen bei Sommerpflanzen?

Eine Zwiebel speichert ihre Reserven in verdickten Blattteilen, so wie bei Tulpen und Narzissen; auch Lilien wachsen aus Zwiebeln. Dahlien legen ihre Reserven dagegen in verdickten Wurzeln an, Canna und Calla in Rhizomen, also unterirdischen Sprossachsen mit Knoten und Blattansätzen. Zwiebeln setzt du mit der Spitze nach oben, Dahlienknollen so, dass die verdickten Wurzeln unten und der alte Stängel oben liegen. Beim Teilen einer Dahlie muss jedes Stück mindestens 1 Knospe behalten.

### Wie tief sollten große Dahlienknollen gepflanzt werden?

Maßgeblich ist der Wurzelhals mit den Knospen: Er liegt nach dem Pflanzen etwa 5 cm unter der Erdoberfläche. Leg die Knolle so, dass die verdickten Wurzeln unten und der alte Stängel oben liegen. Das Pflanzloch muss so groß sein, dass keine Teile abbrechen, denn frische Verletzungen ermöglichen Pilzen den Eintritt. Kräftig wachsende Sorten brauchen etwa 100 cm Pflanzabstand.

### Wann ist die optimale Pflanzzeit für Gladiolen und Lilien in Deutschland?

Gartengladiolen pflanzt du im Frühjahr nach dem letzten Frost. Bis Ende Juni kannst du im Abstand von 2 Wochen weitere Sätze nachlegen. Die meisten Gartenlilien haben zwei Pflanzfenster, von März bis Mai und von September bis Mitte Oktober. Madonnenlilien sind die Ausnahme und kommen im August in die Erde.

### Welche Sommerblüher sind winterhart und welche frostempfindlich?

Lilien sind winterhart und können dauerhaft im Beet bleiben. Montbretien dürfen in geschützten Lagen unter einer großzügigen Laubdecke im Boden überwintern. Dahlien, Gartengladiolen, Canna, Calla, Freesien und Sparaxis sind nicht winterhart und kommen vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ins frostfreie Winterquartier. Im Kübel sind auch winterharte Pflanzen frostempfindlicher als im Gartenboden, weil das Substrat schneller durchfriert.

### Welche Methoden gibt es zur natürlichen Schädlingsabwehr bei Lilien und anderen Sommerblühern?

Bei Lilien sammelst du die glänzend roten Lilienhähnchen ab und entfernst Blätter, auf denen Eier oder Larven sitzen. Einen schwachen Blattlausbefall kannst du oft mit einem Wasserstrahl verringern. Prüf vorher, ob Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen da sind, denn vorhandene Nützlinge können einen Eingriff überflüssig machen. Garantieren können diese Maßnahmen nichts, aber sie können den Befall bremsen.

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