# Geranienerde selber mischen: Substrate für jede Lebensphase

> Welche Erde deine Geranien von der Aussaat bis zum Balkonkasten brauchen, wie du torffreie Geranienerde selber mischst und den pH-Wert im Blick behältst.

- **URL:** https://samen.de/blumen/sommerblumen/substrate-fuer-geranien-die-optimale-grundlage/
- **Bereich:** Blumen › Sommerblumen & Einjährige
- **Zuletzt geprüft:** 23. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Eine Geranie verbringt den ganzen Sommer im selben Kasten. Wurzelraum und Erdvorrat sind dort begrenzt, und mit dem Wachstum wird die Erde durchwurzelt und ausgelaugt. Staut sich im Gefäß Wasser, können die Wurzeln braun und weich werden und leicht abreißen. Ich mische meine Geranienerde deshalb selbst, messe jede neue Mischung und schaue beim Umtopfen zuerst auf die Wurzeln.

Hier erfährst du, welche Erde Geranien von der Aussaat bis ins Winterquartier brauchen, wie du sie torffrei selber mischst und wie du den pH-Wert prüfst.

> **Kurz erklärt:** Die Balkon-Geranien gehören botanisch zur Gattung Pelargonium. Die Storchschnäbel der Gattung Geranium sind andere Pflanzen. Wenn ich hier von Geranien schreibe, meine ich die Pelargonien.

## Was gute Geranienerde leisten muss

Hänge- und Zonalpelargonien gehören zu den Starkzehrern. Für Balkonpflanzen ist die Topferde, in der sie den Sommer verbringen, stärker vorgedüngt als die Pikiererde der Sämlinge.

Dazu kommt die Struktur. Erde für Balkon- und Kübelpflanzen soll die Wurzeln auch nach starkem Regen oder nach einer Trockenphase weiter mit Luft und Wasser versorgen. Das schafft ein strukturstabiles Substrat, das Wasser speichert und überschüssiges Wasser wieder abgibt. Für Beet- und Balkonpflanzen eignet sich eine hochwertige torffreie oder torfreduzierte Blumenerde mit abgestimmtem Luft- und Wasserhaushalt.

Zur Erde gehört das Gefäß. Die Abzugslöcher müssen frei bleiben, und unter dem Kasten muss das Wasser abfließen können. Geranien werden durchfeuchtet und erst wieder gegossen, wenn die Erde abgetrocknet ist. Überschüssiges Wasser muss dabei frei aus Kübel oder Kasten ablaufen. Wassergefüllte Untersetzer leere ich nach Regen sofort aus.

## Die passende Erde für jede Lebensphase

Eine Geranie durchläuft mehrere Phasen, und jede stellt andere Ansprüche an die Erde. Gut ablesen lässt sich das am Salzgehalt, der von der Aussaaterde bis zur Kastenerde ansteigt. Die Werte in der Tabelle sind eine allgemeine Orientierung für Substrate.

| Phase | Erde | Salzgehalt als Orientierung | Weitere Werte |
|---|---|---|---|
| Aussaat | frische, ausgewiesene Aussaaterde: hygienisch, nährstoffarm, humos, durchlässig | unter 0,5 g/l | Geranien Horizon F1 keimen bei 18 bis 20 °C nach etwa 15 Tagen |
| Pikieren | Pikiererde mit etwas Dünger, zunächst in 8-cm-Töpfe | bis 1,5 g/l | Horizon F1 wird danach bei 16 °C weiterkultiviert |
| Stecklinge | Aussaaterde; in der professionellen Bewurzelung Nullerde mit 25 % Perlit | wie bei Aussaaterde | erste Wurzeln nach etwa 2 bis 3 Wochen |
| Kasten und Kübel | strukturstabile, stärker vorgedüngte Blumenerde, torffrei oder torfreduziert | 2,5 bis 3 g/l | Substrat-pH 5,8 bis 6,2 in der professionellen biologischen Geranienkultur |
| Winterquartier | Erde nie vollständig austrocknen lassen | keine Düngergaben | kühl, hell und frostfrei, nur wenig gießen |

### Aussaat: frische Aussaaterde

Die Samensorte Horizon F1 ziehst du von Dezember bis Februar in Gefäßen vor. Dafür nimmst du frische, ausdrücklich als Aussaaterde gekennzeichnete Erde und saubere Gefäße mit Wasserabzug. Aussaaterde soll hygienisch, nährstoffarm, humos und durchlässig sein. Das Saatgut bedeckst du nur leicht und hältst es bis zur Keimung gleichmäßig feucht. Ich öffne für jede Aussaat einen frischen Beutel und fülle keine Reste aus angebrochenen Säcken nach. Den passenden Termin für andere Sommerblumen findest du im [Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/sommerblumen/).

### Pikieren: Pikiererde mit etwas Dünger

Bei Beet- und Balkonpflanzen ist das erste sichtbare Laubblatt nach den Keimblättern das Zeichen zum Pikieren. Pikiererde enthält etwas Dünger, bleibt aber schwächer vorgedüngt als die spätere Topferde. Wenn du genug Platz hast, setzt du die Sämlinge zuerst in 8-cm-Töpfe und später in größere Endtöpfe um. Ich halte jeden Sämling am Keimblatt, ohne daran zu ziehen, und setze die Wurzel gerade ein. Danach schließe ich das Pflanzloch seitlich, gieße an und drücke die Erde leicht an.

### Stecklinge: Aussaaterde zum Bewurzeln

Pelargonien lassen sich über Sommerstecklinge vermehren. Du schneidest gesunde Triebe mit 3 bis 4 Blattpaaren und entfernst die Blütenansätze. Die Stecklinge kommen in Aussaaterde, werden angegossen und stehen hell, aber vor greller Sonne geschützt. Unter diesen Bedingungen bilden sie nach etwa 2 bis 3 Wochen erste Wurzeln. Abgedeckte Stecklinge kontrollierst du täglich und lüftest kurz, damit Schwitzwasser keine Pilzerkrankungen begünstigt.

In der professionellen Bewurzelung von Geranienstecklingen wird Nullerde verwendet, also ungedüngtes Substrat. Beigemischt sind dort 25 % Perlit.

### Balkonkasten und Kübel: vorgedüngte, stabile Erde

Für den Sommer im Kasten brauchen Geranien eine strukturstabile, vorgedüngte Blumenerde. Ob du sie kaufst oder selbst mischst, die Anforderungen bleiben dieselben. Für Hänge- und Zonalpelargonien gelten die gleichen Ansprüche an die Erde, denn beide sind Starkzehrer und stehen am liebsten vollsonnig.

Kästen mit Wasserspeicher unterstützen das Gießen bei eingewurzelten Pflanzen, etwa 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung. Bis dahin gießt du ganz normal von oben. Bepflanzt du vor Mitte Mai, brauchen Kasten und Kübel bei drohendem Spätfrost Schutz.

### Winterquartier: Erde nicht austrocknen lassen

Überwinterte Geranien stehen kühl und hell und bekommen nur wenig Wasser. Die Erde soll dabei nicht vollständig austrocknen. Dünger brauchen die Pflanzen in dieser kühlen Phase nicht. Bevor ich die Kästen einräume, kontrolliere ich die Pflanzen auf Schädlinge und stelle befallene getrennt auf.

## Geranienerde selber mischen: das Grundrezept

Für meine eigene Geranienerde gehe ich von einer allgemein erprobten torffreien Mischung aus. Das Rezept besteht aus vier Bestandteilen zu etwa gleichen Teilen.

| Bestandteil | Anteil an der Mischung |
|---|---|
| Holzfasern | etwa 25 % |
| Kokosmark | etwa 25 % |
| Rindenhumus | etwa 25 % |
| gütegesicherter Kompost | etwa 25 % |

Das ist ein allgemeines Rezept für torffreie Substrate, kein reines Geranienrezept. Im Rezept steht Rindenhumus, nicht roher Rindenmulch. Beim Kompost achte ich darauf, dass er gütegesichert ist.

### Wie viel Kompost darf hinein?

Für Geranien, die im Regen stehen, wird ein leichtes Substrat mit höchstens 30 % Kompost empfohlen. Dazu gehört ein höherer Anteil faseriger Bestandteile. Das Grundrezept passt zu dieser Vorgabe: Sein Kompostviertel bleibt unter der Grenze, und mit den Holzfasern bringt es einen faserigen Bestandteil mit. Für meine ungeschützten Kästen erhöhe ich den Kompostanteil deshalb nicht.

### Stickstoff: die Grunddüngung in der Mischung

Kompost allein deckt die Stickstoffversorgung von Geranien nicht zuverlässig. In torffreier Erde kann außerdem durch die Torfersatzstoffe zu wenig Stickstoff verfügbar sein, selbst wenn sie vorgedüngt ist. Ein biologisches Pflegeschema für Geranien arbeitet mit einer Grunddüngung aus Hornspänen: 4 g je Liter Substrat. Hornspäne sind ein langsam verfügbarer Stickstoffdünger. Mit dieser Grunddüngung sieht das Schema in den ersten 2 bis 3 Wochen nach dem Pflanzen keine Zusatzdüngung vor.

> **Marias Erfahrung:** Ich wiege die Hornspäne auf der Küchenwaage ab und rechne sie auf das Volumen meiner Mischwanne um. Die Bestandteile messe ich mit einem Eimer ab, in den ich Litermarken gezeichnet habe. Ich mische alles trocken durch und feuchte die fertige Erde erst danach an.

Wie du Geranien danach mit organischen und selbst hergestellten Mitteln weiter versorgst, steht im Ratgeber zur [umweltfreundlichen Düngung von Geranien mit organischen Mitteln](/blumen/sommerblumen/umweltfreundliche-duengung-von-geranien-nachhaltige-methoden-fuer-gesunde-pflanzen/).

### Struktur und was nicht in die Mischung gehört

Kübelpflanzenerde braucht eine stabile Struktur, und mineralische Bestandteile wie Bims oder Blähton können sie unterstützen. In große Kübel mische ich deshalb Blähton unter. Nach dem ersten Durchgießen prüfe ich, ob die Erde locker bleibt und das Wasser unten abläuft. Holzasche lasse ich weg, denn sie soll auch aus naturbelassenem Holz weder in den Kompost noch direkt in den Garten.

> **Mini-Checkliste:**
> - Holzfasern, Kokosmark, Rindenhumus und gütegesicherten Kompost abmessen
> - Kompost bei Kästen im Regen nicht über 30 % anheben
> - Hornspäne als Grunddüngung abwiegen
> - pH-Wert der fertigen Mischung messen
> - Abzugslöcher im Gefäß prüfen

## Torffreie Erde kaufen und richtig gießen

Wenn du nicht selbst mischen willst, greifst du zu gekaufter torffreier Erde. Für Balkonkästen und Gefäße wählst du dabei Qualitätserden, die mindestens drei Torfersatzstoffe transparent deklarieren. Vor dem Befüllen prüfst du, ob der Kasten Wasserabzugslöcher hat.

Beim Gießen täuscht torffreie Erde leicht. Die Oberfläche kann schon trocken sein, während tiefer im Gefäß noch Nässe steht. Geranien gießt du aber erst wieder, wenn die Erde abgetrocknet ist. Abgetrocknet heißt bei torffreier Erde also: auch unten trocken, nicht nur an der Oberfläche. Ich prüfe deshalb mit dem Finger im unteren Bereich und hebe kleine Töpfe kurz an, um ihr Gewicht zu fühlen.

> **Mythos-Check:** Dunkle Erde ist feuchte Erde. Bei torffreier Blumenerde stimmt das nicht, denn eine dunkle Substratfarbe garantiert keine Feuchte. Prüfe deshalb mit dem Finger.

Ein größeres Erdvolumen kann in torffreien Gefäßkulturen mehr Wasser bevorraten. So puffert es den raschen Wasserverlust an heißen Tagen ab. Für Geranien in voller Sonne und für Hängepelargonien in Ampeln wähle ich deshalb lieber das größere Gefäß.

## pH-Wert der Geranienerde messen und korrigieren

Für die professionelle biologische Geranienkultur wird ein Substrat-pH von 5,8 bis 6,2 empfohlen. Ich nehme diesen Bereich als Zielmarke für meine Kästen. Bei Surfinien gelten selbst gemischte komposthaltige Substrate häufig als ungeeignet, weil ihr pH-Wert oft hoch liegt. Jede neue Mischung mit Kompost messe ich deshalb, bevor die Geranien hineinkommen.

> **Kurz erklärt:** Bei Bodenproben kann der in Calciumchloridlösung gemessene pH-Wert um 0,5 bis 1,0 Einheiten niedriger liegen als der in Wasser gemessene Wert. Vergleiche Messwerte deshalb nur, wenn sie mit derselben Methode entstanden sind.

### Wenn der pH-Wert steigt

Auch das Gießwasser wirkt auf den pH-Wert. Hohe Carbonathärte kann ihn im Substrat ansteigen lassen und dadurch Eisen festlegen. Regenwasser ist dagegen weich und salzarm. Wer mit hartem Wasser gießt, kann den pH seiner Kastenerde also anheben, während Regenwasser diese Härte nicht mitbringt. Für meine Geranien sammle ich Regenwasser in einer abgedeckten Tonne. Liegt eine Eigenmischung beim Messen zu hoch, setze ich sie neu an und nehme weniger Kompost.

Gelbe junge Blätter mit zunächst grünen Adern können auf Eisenmangel hinweisen. Dieser kann auch durch einen hohen pH-Wert und die dadurch blockierte Eisenaufnahme entstehen. Schau vorher aufs Thermometer, denn einige Pelargoniensorten bilden unter 8 °C Chlorosen an den Triebspitzen. Diese können bei höheren Temperaturen wieder verschwinden.

### Wenn der pH-Wert zu niedrig liegt

Für Gartenboden gilt: Gekalkt wird nur, wenn ein gemessener pH-Wert für die Bodenart zu niedrig liegt. Diese Regel übernehme ich für meine Kästen, Kalk gibt es bei mir nur nach einer Messung. Liegt der Wert im Zielbereich oder darüber, bleibt der Kalksack zu.

> **Häufiger Fehler:** Den pH-Wert nach Gefühl korrigieren. Ein gelbes Blatt ist noch keine Messung, und ohne Messwert weißt du nicht, in welche Richtung die Erde abweicht.

## Vordüngung: was in der Erde steckt

Wie lange die Vordüngung einer gekauften Erde reicht, steht auf der Packung, und bei Kübelpflanzen in vorgedüngter Blumenerde sind es im Regelfall etwa 4 bis 6 Wochen. Mineralischen Langzeitdünger kannst du beim Ansetzen unter das Substrat mischen, und bei umhüllten Depotdüngern bremst die Hülle die Abgabe der Nährstoffe. Wie es danach weitergeht, liest du bei [Gießen und Düngen von Sommerblumen nach Phase und Bedarf](/blumen/sommerblumen/), und [wann im Jahr du Geranien düngst](/blumen/sommerblumen/wann-ist-der-beste-zeitpunkt-zum-duengen-von-geranien/), zeigt ein eigener Ratgeber.

## Wann frische Erde fällig ist

Im Gefäß wird die Erde mit dem Wachstum durchwurzelt und ausgelaugt, weil Wurzelraum und Vorrat begrenzt sind. Den Wechsel mache ich am Befund fest und nicht am Kalender. Beim Austopfen schaue ich mir zuerst die Wurzeln an. Braune, weiche und leicht abreißende Wurzeln sind ein Hinweis auf Staunässe. In diesem Fall setze ich die Pflanze in frische, durchlässige Erde und prüfe Abzugslöcher und Untersetzer.

Auch Salz kann ein Grund für frische Erde sein. Überdüngung oder salzbelastetes Gießwasser kann bei Pelargonien zuerst Welke, später braune Blätter und Wurzelschäden auslösen. Bei Salzschäden durch zu hohe Düngergaben wird die Erde im Gefäß ausgetauscht. Ich entferne dabei so viel belastete alte Erde, wie sich vom Ballen löst.

Welke allein ist noch kein Grund zum Gießen oder Umtopfen. Welke Topfpflanzen können unter Wassermangel leiden, aber auch unter Staunässe mit Wurzelfäule oder unter Salzschäden. Prüfe deshalb zuerst die Feuchte im Gefäß, bevor du gießt.

Nach dem Winter steht der Ballen in Erde, die im Sommer ausgelaugt wurde und im Winterquartier keinen Dünger bekommen hat. Beim Ausräumen schaue ich mir deshalb jeden Ballen an und setze durchwurzelte Pflanzen in frische Erde. Aus dem Winterquartier kommende Kübelpflanzen stellst du zunächst halbschattig, windgeschützt und warm auf. Eine geschwächte Pflanze bekommt erst wieder Dünger, wenn sie sich erholt hat.

## Mangel oder zu viel Dünger?

Schwache oder geschädigte Blüten allein belegen keinen Nährstoffmangel und sind noch kein Grund für eine sofortige Düngergabe. Welke und später braune Blätter können bei Pelargonien auch auf Überdüngung oder salzbelastetes Gießwasser hinweisen, und dann ist frische Erde die Maßnahme am Substrat. Wie du einen Mangel gezielt behebst, zeigt der Ratgeber zu [Düngern und Düngemethoden für eine üppige Geranienblüte](/blumen/sommerblumen/effektive-duengung-fuer-prachtvolle-geranienblueten/), und [wie viel Dünger Geranien brauchen und wie du Überdüngung erkennst](/blumen/sommerblumen/geranien-optimal-duengen-balance-und-menge/), liest du in einem eigenen Beitrag.

## Häufige Fragen

### Was macht ein gutes Substrat für Geranien aus?

Gute Geranienerde ist strukturstabil, speichert Wasser, gibt überschüssiges Wasser ab und versorgt die Wurzeln auch nach starkem Regen oder einer Trockenphase mit Luft und Wasser. Geeignet ist eine hochwertige torffreie oder torfreduzierte Blumenerde mit abgestimmtem Luft- und Wasserhaushalt. Hänge- und Zonalpelargonien sind Starkzehrer und stehen den Sommer über in stärker vorgedüngter Topferde, in einem Gefäß mit offenen Abzugslöchern.

### Welcher pH-Wert ist für Geranienerde optimal?

Für die professionelle biologische Geranienkultur wird ein Substrat-pH von 5,8 bis 6,2 empfohlen, und dieser Bereich kann dir auch im Balkonkasten als Orientierung dienen. Hartes Gießwasser mit hoher Carbonathärte kann den pH-Wert im Substrat anheben und Eisen festlegen. Regenwasser ist weich und salzarm und eignet sich deshalb gut als Gießwasser.

### Können Geranien in selbstgemischten Substraten besser wachsen?

Ein besseres Wachstum garantiert eine eigene Mischung nicht, denn sie muss dieselben Anforderungen erfüllen wie gekaufte Erde. Eine allgemein erprobte torffreie Mischung enthält je etwa 25 % Holzfasern, Kokosmark, Rindenhumus und gütegesicherten Kompost. Für Geranien im Regen sollte der Kompostanteil höchstens 30 % betragen. Weil Kompost allein die Stickstoffversorgung von Geranien nicht zuverlässig deckt, gehört eine Grunddüngung dazu, zum Beispiel mit Hornspänen.

### Welche Unterschiede bestehen zwischen Aussaatsubstrat und Pikiersubstrat?

Aussaaterde ist hygienisch, nährstoffarm, humos und durchlässig, ihr Salzgehalt liegt als Orientierung unter 0,5 g/l. Pikiererde enthält dagegen etwas Dünger, für sie gilt ein Salzgehalt bis 1,5 g/l als Orientierung. Die spätere Topferde für Kasten und Kübel ist noch stärker vorgedüngt und liegt bei 2,5 bis 3 g/l.

### Welche Erde brauchen Geranienstecklinge?

Pelargonien-Stecklinge steckst du in Aussaaterde, gießt sie an und stellst sie hell, aber vor greller Sonne geschützt auf. So bilden sie nach etwa 2 bis 3 Wochen erste Wurzeln. In der professionellen Bewurzelung wird Nullerde, also ungedüngtes Substrat, mit 25 % Perlit verwendet.

### Worauf solltest du beim Kauf von Geranienerde achten?

Für Geranien im Kasten eignet sich hochwertige torffreie oder torfreduzierte Blumenerde mit abgestimmtem Luft- und Wasserhaushalt. Bei torffreier Erde wählst du Qualitätserden, die mindestens drei Torfersatzstoffe transparent deklarieren. Auf der Packung prüfst du außerdem, wie lange die enthaltene Vordüngung reicht, damit du weißt, ab wann nachgedüngt wird.

### Warum ist die richtige Drainage bei Geraniensubstraten so wichtig?

Geranien werden durchfeuchtet und erst nach dem Abtrocknen wieder gegossen, und überschüssiges Wasser muss dabei frei aus Kasten oder Kübel ablaufen. Staut sich Wasser, können die Wurzeln Schaden nehmen: Braune, weiche und leicht abreißende Wurzeln sind ein Hinweis auf Staunässe. Halte deshalb die Abzugslöcher offen und leere wassergefüllte Untersetzer nach Regen.

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