# Duftveilchen pflegen: Pflanzen, Gießen, Düngen und Schutz im Jahreslauf

> So pflanzt und pflegst du Duftveilchen: gießen ohne Staunässe, nach Bedarf düngen, gut durchs Jahr bringen und Schnecken abwehren.

- **URL:** https://samen.de/blumen/stauden-ziergraeser/duftveilchen-pflegen-tipps-fuer-ueppige-bluetenpracht/
- **Bereich:** Blumen › Stauden & Ziergräser
- **Zuletzt geprüft:** 20. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Duftveilchen sind genügsame Stauden, doch zwei Dinge können ihnen schaden: Wasser, das sich im Boden staut, und Dünger, den sie gar nicht brauchen. Länger anhaltende Staunässe begünstigt Fäulnis an den Wurzeln, und eine Düngung ist vor allem auf kargem Boden vorgesehen. Ich prüfe deshalb bei meinen Veilchen zuerst die Erde und greife erst danach zu Gießkanne oder Kompost.

> **Kurz erklärt:** Das Duftveilchen (Viola odorata) heißt auch März-Veilchen. Es ist eine krautige, ausdauernde Staude mit Ausläufern, winterhart und duftend. Es blüht von März bis April, erreicht eine Wuchshöhe von 20 cm und gilt als nützlingsfreundlich.

## Wo wachsen Duftveilchen gut?

Duftveilchen wachsen am liebsten im Halbschatten oder im lichten Schatten von Gehölzen; volle Sonne vertragen sie, bevorzugen sie aber nicht. Welche Plätze dafür infrage kommen, liest du im Beitrag darüber, [welche Gartenplätze sich für Duftveilchen eignen](/blumen/stauden-ziergraeser/die-idealen-standorte-fuer-duftveilchen-so-gedeihen-sie-praechtig-im-garten/).

Beim Boden sind sie wenig anspruchsvoll: Ton, Lehm und Sand gehen, solange die Erde feucht und gut durchlässig ist. Da sie saure, neutrale und alkalische Böden vertragen und Kalk nur bei zu niedrigem gemessenem pH-Wert sinnvoll ist, musst du ihretwegen nicht kalken. Die pH-Zielbereiche je Bodenart findest du unter [Standort und Boden im Ratgeber zu Stauden und Ziergräsern](/blumen/stauden-ziergraeser/).

## Wie pflanzt du Duftveilchen richtig?

Duftveilchen bleiben als ausdauernde Stauden lange am selben Platz und breiten sich über Ausläufer aus. Deshalb lohnt sich eine gründliche Vorbereitung des Bodens, bevor die erste Pflanze in die Erde kommt.

### Das Beet vorbereiten

Entferne zuerst Wurzelunkräuter und lockere verdichtete Stellen, damit ein durchlässiger, bewuchsfreier Pflanzboden entsteht. Bei Wurzelunkräutern nehme ich die Grabegabel und lese Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig heraus. Im Frühjahr fange ich damit erst an, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist.

Wo sich Wasser staut, reicht oberflächliches Lockern nicht. Dann brichst du auch tiefer liegende Verdichtungen auf und arbeitest erst danach bei Bedarf mineralisches Material für bessere Durchlässigkeit ein.

Reifer Kompost lockert schwere Böden und verbessert auf leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Ich arbeite ihn leicht ein und halte mich dabei an die Obergrenze, die im Abschnitt zum Düngen steht.

### Schritt für Schritt pflanzen

Ich pflanze, sobald sich der Boden gut bearbeiten lässt und nicht mehr nass ist. So gehe ich dabei vor:

1. Tauche den Topfballen vollständig in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
2. Hebe ein Pflanzloch aus, in das der Ballen ohne Quetschen passt.
3. Setze die Pflanze so, dass Wurzelballen und obere Wurzeln 1 cm mit Erde bedeckt sind.
4. Halte zur nächsten Pflanze 20 cm Pflanzabstand.
5. Drücke die Erde rundum an und gieße gründlich an.

Duftveilchen eignen sich als Bodendecker: Mit der Zeit füllen ihre Ausläufer die Lücken zwischen den Pflanzen. Wenn du eine größere Fläche einteilen willst, hilft dir der [Beetplaner für deine Beetflächen](/tools/beetplaner/). Frisch gesetzte Veilchen brauchen bei Trockenheit mehr Aufmerksamkeit als ein eingewachsener Bestand.

Zum Abdecken der frischen Pflanzung nehme ich keinen rohen Rindenmulch, weil er Stickstoff bindet und für junge Staudenpflanzungen ungeeignet ist. Kompostierter Rindenhumus passt besser.

### Duftveilchen im Topf und Balkonkasten

Duftveilchen eignen sich auch für Gefäße. Prüfe vor dem Befüllen, ob der Topf freie Abzugslöcher hat, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Für eine Pflanzung, die mehrere Jahre stehen bleibt, nehme ich strukturstabile Kübelpflanzenerde, die Verdichtung und Vernässung im unteren Topfbereich vorbeugt.

Dauerhaft bepflanzte Kübel lassen sich zusätzlich mit 10 bis 40 % porösen mineralischen Zuschlägen wie Lava, Bims oder gebrochenem Blähton stabilisieren. Mischst du Balkonkastenerde selbst, kann vollständig verrotteter Kompost bis zu 30 % davon ausmachen. Ein größeres Gefäß speichert mehr Wasser und Nährstoffe als ein kleines und verlängert die Zeit bis zur nächsten Wassergabe.

## Welche Duftveilchen-Sorten gibt es?

Achte beim Kauf zuerst auf den botanischen Namen. Echte Duftveilchen heißen Viola odorata und werden auch als März-Veilchen angeboten. Hornveilchen (Viola cornuta) und Pfingstveilchen (Viola sororia) gehören zwar zur selben Gattung, sind aber eigene Arten und können andere Ansprüche haben. Die Pflegeschritte hier gelten für Viola odorata und ihre Sorten.

| Sorte | Was du wissen solltest |
|---|---|
| 'Königin Charlotte' | Sorte des Duftveilchens Viola odorata |
| 'Royal Wedding' | Viola odorata, als Saatgut angeboten; die Saatgutanleitung sieht zuerst 2 bis 4 Wochen feuchte Wärme bei 18 bis 22 °C vor, dann etwa 4 bis 6 Wochen bei −4 bis +4 °C und danach 5 bis 12 °C |

Blütenfarbe und Wuchs einer Sorte entnimmst du dem Etikett oder der Saatguttüte. Bei Hybridsorten können Sämlinge aus selbst geernteten Samen deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Eine Sorte, die ich genau so behalten will, vermehre ich deshalb durch Teilung statt über eigene Samen.

## Wie gießt du Duftveilchen richtig?

### Gleichmäßig feucht, nie nass

Duftveilchen brauchen feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Das Wasser soll ihnen zur Verfügung stehen, ohne sich im Wurzelraum zu stauen. Ob du gießen musst, entscheidet die Erde und nicht der Kalender: Ich fühle mit dem Finger nach, wie feucht sie ist. Gieße dann durchdringend, bevor der Boden auch im Untergrund vollständig ausgetrocknet ist.

Ich gieße morgens und direkt im Wurzelbereich, damit weniger Wasser verdunstet und das Laub nicht unnötig nass wird. Für die Kanne sammle ich Regenwasser vom Dach in einer Regentonne.

> **Zahl im Blick:** Neu angelegte Staudenpflanzungen gießt du in den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Das ist ein Wert für die Beetfläche, keine Menge je Pflanze.

### Im Topf die Feuchte unten prüfen

Torffreie Topferde kann an der Oberfläche trocken wirken, während es darunter noch nass ist. Prüfe deshalb vor dem Gießen die Feuchte im unteren Substratbereich oder hebe den Topf an. An heißen Tagen kann bei torffreier Erde auch mehrfaches Gießen nötig sein, je nachdem, wie feucht das Substrat tatsächlich ist.

Länger anhaltende Staunässe begünstigt Wurzelfäule, und eine trockene Oberfläche kann genau diese Nässe verdecken. Wer im Topf nur nach dem Blick von oben gießt, hält die Wurzeln deshalb leicht zu nass.

> **Marias Erfahrung:** Bevor ich einen Veilchentopf gieße, hebe ich ihn kurz an. Fühlt er sich schwer an, warte ich; ist er leicht, gieße ich, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft.

### Staunässe vorbeugen

Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Im Beet beugst du schon bei der Vorbereitung vor, indem du Verdichtungen auch in der Tiefe lockerst. Welken die Pflanzen trotz nasser Erde, kann das ein Hinweis auf geschädigte Wurzeln sein.

Im Topf brauchst du kontrollierte, freie Abzugslöcher. Sie sorgen dafür, dass sich an regenreichen Tagen kein Wasser im Gefäß staut. Prüfe deshalb beim Umtopfen, ob die Löcher frei sind.

## Wann und womit düngst du Duftveilchen?

### Dünger nach Boden, nicht nach Kalender

Ob deine Duftveilchen Dünger brauchen, hängt am Boden. Auf kargem Boden versorge ich sie im Frühjahr mit reifem Kompost; ein vorwiegend organischer Langzeitdünger ist die Alternative. Wie viel dein Boden schon mitbringt, zeigt eine Bodenuntersuchung, und nach ihr richtet sich die Düngermenge. Den Dünger gebe ich auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Blätter.

Blasse oder gelbliche Blätter sind nicht automatisch ein Fall für Dünger. Wurzeln nehmen Nährsalze als gelöste Ionen aus dem Bodenwasser auf, und sowohl Trockenheit als auch Staunässe können diese Aufnahme stören und Mangelsymptome hervorrufen. Prüfe deshalb zuerst die Bodenfeuchte, bevor du nachdüngst.

> **Kurz erklärt:** Ökologische Zeigerwerte beschreiben, unter welchen Bedingungen eine Wildart in der Natur wächst. Das Duftveilchen hat eine Stickstoffzahl von 8 auf einer Skala von 1 bis 9, es wächst also eher an stickstoffreichen Plätzen. Eine Düngermenge für deinen Garten folgt daraus nicht.

> **Häufiger Fehler:** Im Herbst noch einmal düngen, damit die Veilchen gestärkt in den Winter gehen. Zu späte oder zu reichliche Düngung erhöht bei Stauden die Gefährdung im Winter, deshalb unterbleibt Stickstoff ab dem Spätsommer.

### Kompost mit Maß

Kompost liefert neben Humus auch Nährstoffe, die du bei jeder weiteren Düngung mitrechnen musst. Auch Kompost allein kann den Boden mit Phosphat überversorgen. Seine Nährstoffe werden erst frei, wenn Bodenlebewesen ihn abbauen, deshalb wirkt er langsamer als ein mineralischer Dünger.

> **Zahl im Blick:** Die jährliche Kompostgabe im Garten sollte 2 bis 3 l/m² nicht überschreiten, damit sich kein Phosphat anreichert. Gibst du regelmäßig Kompost, lass den Boden alle 4 bis 5 Jahre auf Phosphor und Kalium untersuchen. Sind die Werte stark erhöht, schränkst du weitere Kompostgaben ein.

### Mulch hält den Boden feucht

Eine Mulchdecke hält die Bodenfeuchtigkeit länger und schützt die Oberfläche vor Verkrustung. Außerdem vermindert sie das Aufheizen des Bodens, und organischer Mulch unterstützt das Bodenleben. Für feuchtere Pflanzungen in Gehölznähe, wo Duftveilchen gern stehen, eignen sich Rindenhumus oder Rindenkompost.

Rasenschnitt bringe ich nur angewelkt und dünnschichtig aus. Im naturnahen Beet lasse ich Herbstlaub zwischen den Pflanzen etwa 5 cm dick liegen.

### Im Topf düngen

Auch torffreie Erden sind meist vorgedüngt. Ihre Ersatzstoffe können aber die Stickstoffverfügbarkeit einschränken. Ich passe die Nachdüngung im Topf deshalb an die tatsächliche Versorgung an und schaue dafür auf Blattfarbe und Wuchs. Im Winter bekommen überwinternde Topfpflanzen grundsätzlich keinen Dünger.

## Wie pflegst du Duftveilchen im Jahreslauf?

Meine Veilchenpflege folgt den Jahreszeiten. In jeder Phase stehen andere Handgriffe an.

### Frühjahr

Sobald der Boden abgetrocknet ist und sich erwärmt, beginne ich mit dem Frühjahrsputz. Braune oder kranke Blätter zupfe ich einzeln heraus, das übrige Laub bleibt stehen. Auf kargem Boden bekommen die Veilchen jetzt ihren reifen Kompost.

Auf gefrorenen oder ausgetrockneten Boden bringe ich ihn nicht. Organische Dünger setzen bei Frost oder Trockenheit kaum Nährstoffe frei, während Wärme und Bodenfeuchte die Freisetzung gemeinsam beschleunigen. Wer zu früh Kompost gibt, lässt ihn also ungenutzt liegen.

Von März bis April blühen die Duftveilchen. In dieser Zeit gehe ich regelmäßig durch das Beet, zupfe Verwelktes aus und schaue nach Schnecken.

### Sommer

Nach der Blüte geht es vor allem um das Laub. Bei Trockenheit gieße ich durchdringend, morgens und direkt an die Wurzeln. In trockenen, warmen Phasen kontrolliere ich die Blattunterseiten auf Spinnmilben. Die Ausläufer lasse ich wachsen, behalte aber im Blick, wohin sich der Bestand ausbreitet.

### Herbst

Ab dem Spätsommer dünge ich keinen Stickstoff mehr, damit die Pflanzen ausreichend aushärten. Pilzbefallene Blätter entferne ich schon im Herbst, gesundes Laub bleibt stehen.

Im Spätherbst nehme ich bei Bedarf Ausläufer und schwachen Wuchs zurück. Wie du darüber hinaus schneidest, steht im Beitrag darüber, [wann und wie du Duftveilchen schneidest](/blumen/stauden-ziergraeser/duftveilchen-schneiden-pflegetipps-fuer-ueppige-bluete/). Allgemeines zum Staudenschnitt bündelt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Pflege im Jahreslauf.

### Winterlicher Schutz

Duftveilchen sind winterhart. Im Beet räume ich im Herbst nicht gründlich ab, denn abgestorbene Blätter und Stängel bilden einen natürlichen Winterschutz. Gesundes altes Laub darf bis April oder Mai stehen bleiben.

Im Topf schütze ich den Wurzelballen mit einer isolierenden Umhüllung rund um das Gefäß. Gießen und Wasserabfluss müssen dabei möglich bleiben. Dünger gibt es für die Topfveilchen erst wieder im Frühjahr.

## Kleine Handgriffe während der Blütezeit

Während der Blüte zupfe ich verwelkte Blüten regelmäßig aus. Bei vielen Stauden kann die Samenbildung weitere Blüten vermindern, und das Entfernen welker Blüten kann die weitere Blüte fördern. Rechtzeitiges Ausputzen kann außerdem die unerwünschte Selbstaussaat verhindern.

Für Duftveilchen, die verwildern können, heißt das: Wer konsequent ausputzt, bremst auch ihre Ausbreitung über Samen. Soll sich der Teppich über Sämlinge erweitern, lasse ich an einer Ecke einige Blüten ausreifen.

Ein paar Stiele dürfen auch in die Vase, denn Duftveilchen eignen sich als Schnittblume. Frisch geschnitten stelle ich sie zur Erstversorgung 2 Stunden an einen kühlen, schattigen Platz, bis unter die Blüten ins Wasser. Vor dem Einstellen in die Vase schneide ich die Stielenden mit einem scharfen Messer schräg an.

## Welche Krankheiten und Schädlinge treten auf?

### Woran du Probleme erkennst

Ein weißer, mehlartiger Belag auf den Blättern kann auf Echten Mehltau hindeuten. Wird Laub bei feuchtem Wetter grau und weich, kann Grauschimmel dahinterstecken. Orangefarbene Pusteln auf der Blattunterseite können auf einen Rostpilz hinweisen.

Blattläuse saugen an Trieben und Blättern. Erwachsene Spinnmilben sind nur etwa 0,5 bis 0,7 mm groß. Im Freiland werden sie besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem.

> **Mythos-Check:** „Bei trockenem Wetter bekommt das Beet keinen Mehltau.“ Das stimmt nicht. Für die Keimung der Pilze des Echten Mehltaus kann bereits eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen.

### Natürliche Helfer

Vorbeugen kommt zuerst: Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung können Echtem Mehltau vorbeugen. Befallene Blätter entferne ich früh, und pilzbefallenes Laub kommt spätestens im Herbst aus dem Beet. Schwachen Blattlausbefall spritze ich mit einem Wasserstrahl ab, das genügt häufig schon. Marienkäfer und Florfliegen sind Gegenspieler der Läuse, deshalb lasse ich ihnen im Garten Platz.

Schmierseife, Brennnesseljauche, Schachtelhalmbrühe oder Milch tauchen in vielen Gärten als Hausmittel auf. Ihnen wird nachgesagt, Läuse zu vertreiben oder Pilze zu bremsen. Eine verlässliche Wirkung darfst du davon nicht erwarten, deshalb verlasse ich mich nicht darauf.

### Chemische Mittel nur als letzte Stufe

Pflanzenschutz im Staudenbeet folgt einer Stufenfolge: vorbeugen, kontrollieren, mechanisch eingreifen. Erst wenn das nicht reicht, kommt ein chemisches Mittel infrage, und dann nur eines mit Zulassung für Haus- und Kleingarten. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung, beachte die Wartezeit und entsorge Reste sachgerecht. Bedenke auch, dass solche Mittel Nützlinge treffen können.

## Wie schützt du Duftveilchen vor Schnecken?

Frisch gepflanzte Duftveilchen und Sämlinge kontrolliere ich besonders aufmerksam auf Fraßspuren. Meine wichtigste Maßnahme ist das regelmäßige Absammeln. Ein Schneckenzaun schützt das Beet nur dann zuverlässig, wenn du innerhalb der Umzäunung weiterhin regelmäßig Schnecken absammelst. Der Zaun ergänzt das Absammeln also, er ersetzt es nicht.

Raue Streifen aus Kies, zerkleinerten Eierschalen oder Kaffeesatz werden oft empfohlen, weil Schnecken sie ungern überqueren sollen. Verlass dich nicht allein darauf; ich sammle trotzdem weiter ab.

> **Achtung:** Weinbergschnecken stehen unter Schutz. Lass sie beim Absammeln sitzen, denn gezielt bekämpft werden dürfen sie nicht.

## Aussaat, Teilung und Begleitpflanzen in Kürze

### Duftveilchen aussäen

Aus Samen brauchen Duftveilchen Geduld, denn die Keimdauer liegt bei 56 bis 70 Tagen. Gekeimt wird kühl, bei 5 bis 12 °C. Aussaatzeiten für Stauden planst du mit dem [Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/stauden-ziergraeser/).

### Teilen und Ausbreitung lenken

Duftveilchen breiten sich über Ausläufer aus, können verwildern und lassen sich teilen. Jedes Teilstück braucht mindestens ein austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze; die Grundlagen stehen im Stauden-Ratgeber unter Teilen, Stecklinge und Selbstaussaat. Wie du die Ausbreitung lenkst und ältere Bestände verjüngst, liest du im Beitrag darüber, [wie Duftveilchen den Schattengarten als Bodendecker füllen](/blumen/stauden-ziergraeser/duftveilchen-zarte-schoenheiten-fuer-den-schattengarten/).

### Begleitpflanzen

Duftveilchen machen sich als Bodendecker, als Beeteinfassung oder als Duftpflanze unter Gehölzen gut. Welche Nachbarn sich dafür eignen, zeigt der Ratgeber zu [Begleitpflanzen, die mit Duftveilchen harmonieren](/blumen/stauden-ziergraeser/harmonie-im-garten-begleitpflanzen-fuer-duftveilchen/).

### Duft und Küche

Duftveilchen werden als Duftpflanzen geschätzt, und ihre Blüten holst du dir als kleinen Strauß ins Haus. Willst du Blüten in Küche oder Tee verwenden, iss nur, was sicher als essbar bestimmt ist. Nachgesagte Heilwirkungen ersetzen keinen ärztlichen Rat.

## Häufige Fragen

### Welche Standortbedingungen benötigen Viola odorata für optimales Wachstum im Garten?

Viola odorata wächst am liebsten im Halbschatten oder im lichten Schatten von Gehölzen; volle Sonne vertragen Duftveilchen, bevorzugen sie aber nicht. Der Boden sollte feucht und zugleich gut durchlässig sein, denn länger anhaltende Staunässe begünstigt Wurzelfäule. Bei Bodenart und pH-Wert sind Duftveilchen wenig anspruchsvoll: Sie wachsen auf tonigen, lehmigen und sandigen Böden und vertragen saure, neutrale und alkalische Verhältnisse.

### Wie pflegt man Duftveilchen richtig in Bezug auf Bewässerung und Düngung?

Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nie nass, und gieße morgens direkt im Wurzelbereich. Gieße durchdringend, bevor der Boden auch im Untergrund ganz ausgetrocknet ist; im Topf prüfst du die Feuchte vorher auch unten im Substrat. Gedüngt wird nach Bedarf: Auf kargen Böden können Duftveilchen im Frühjahr reifen Kompost oder einen vorwiegend organischen Langzeitdünger bekommen. Ab dem Spätsommer unterbleibt jede Stickstoffdüngung.

### Wie wendet man die Drainage-Technik praktisch bei Duftveilchen an, um Staunässe zu vermeiden?

Lockere im Beet verdichteten Boden auch in der Tiefe und arbeite danach bei Bedarf mineralisches Material für bessere Durchlässigkeit ein. Im Topf brauchst du freie Abzugslöcher und strukturstabile Kübelpflanzenerde, die Vernässung im unteren Gefäßbereich vorbeugt. Für dauerhaft bepflanzte Kübel lassen sich 10 bis 40 % poröse mineralische Zuschläge wie Lava, Bims oder gebrochener Blähton untermischen. Das lohnt sich, weil länger anhaltende Staunässe Sauerstoffmangel an den Wurzeln verursacht und Fäulnis begünstigt.

### Welche ökologischen Behandlungsmethoden haben sich bei Duftveilchen bewährt?

Am Anfang steht die Vorbeugung: ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung, eine ausgewogene Nährstoffversorgung und keine Staunässe. Befallene Blätter entfernst du früh, schwachen Blattlausbefall spritzt du mit einem Wasserstrahl ab, und Schnecken sammelst du regelmäßig ab. Hausmitteln wie Schmierseife oder Pflanzenjauchen wird eine Wirkung nachgesagt, verlassen solltest du dich darauf aber nicht.

### Wie lassen sich nachhaltige Gartenmethoden bei der jahreszeitlichen Duftveilchen-Pflege umsetzen?

Sammle Regenwasser vom Dach in einer Regentonne und gieße morgens direkt an die Wurzeln, damit weniger Wasser verdunstet. Dünge nur, wo der Boden karg ist, und halte die jährliche Kompostgabe im Garten bei höchstens 2 bis 3 l/m², damit sich kein Phosphat anreichert. Im Herbst bleiben abgestorbene Veilchenblätter als natürlicher Winterschutz stehen, nur pilzbefallene Blätter kommen weg. Schnecken sammelst du regelmäßig ab und lässt dabei die geschützten Weinbergschnecken in Ruhe.

### Welche praktischen Schritte sind bei der Vermehrung von Duftveilchen durch Teilung zu beachten?

Grabe einen älteren Horst vorsichtig aus und teile ihn so, dass jedes Teilstück mindestens ein austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze besitzt. Setze die Teilstücke gleich wieder ein, sodass die oberen Wurzeln 1 cm mit Erde bedeckt sind, und gieße sie an. Bis sie eingewachsen sind, brauchen sie bei Trockenheit mehr Aufmerksamkeit als ein etablierter Bestand.

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