# Lupinen: Arten, Farben und Wuchshöhen für deinen Garten

> Von der niedrigen Gartenzwerg-Mischung bis zur hohen Russel-Lupine: welche Arten es gibt, wie hoch sie werden und wofür du sie in Beet, Topf und Vase nutzt.

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- **Bereich:** Blumen › Stauden & Ziergräser
- **Zuletzt geprüft:** 20. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Auf Saatguttüten für Lupinen stehen Namen wie Russel oder Gartenzwerg, und fast jedes Bild zeigt bunte Blütenkerzen. Ob die Pflanze später in den Kübel passt oder im Beet zur hohen Staude wird, steht erst im Kleingedruckten. Ich lese beim Kauf deshalb zuerst den botanischen Namen und gleich danach die Höhenangabe.

Lupinen gehören zu den Leguminosen, also in dieselbe Gruppe wie Bohnen und Erbsen, botanisch zur Familie der Fabaceae. Ursprünglich stammen sie aus Nord- und Südamerika. Für deine Auswahl zählen drei Dinge: die Lebensdauer, die Höhe und der Platz, an dem die Lupine stehen soll.

## Welche Lupinenarten gibt es?

Die bekannten Gartenmischungen Russel und Gartenzwerg gehören beide zur Vielblättrigen Lupine, Lupinus polyphyllus. Diese Gartenstaude ist mehrjährig, und die Russel-Mischung gilt als winterhart. Mehrjährige Gartenlupinen können im zweiten Standjahr von Mai bis Juni blühen. Wer im Frühjahr sät, plant die erste Blüte deshalb für das Folgejahr ein.

### Einjährige Lupinen für Feld und Sommerbeet

Landwirtschaftlich genutzte Lupinenarten sind einjährig. Dazu zählt die Düngelupine, Lupinus angustifolius, die als Gründüngung angeboten wird und bis zu 200 cm tief wurzeln kann. Auch die Weiße Lupine, Lupinus albus, wird als Nutzpflanze angebaut. Unter den Zierlupinen ist Lupinus hartwegii eine einjährige Art, die du jedes Jahr neu säst.

### Baumlupine und Wildlupinen

Die Baumlupine, Lupinus arboreus, bildet einen verholzenden Strauch und unterscheidet sich damit von den krautigen Staudenlupinen. Als Wildlupinen bezeichnet man die natürlich vorkommenden Arten, die nicht durch Züchtung verändert wurden.

| Lupine | Lebensdauer | Wuchs | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Russel-Mischung (Lupinus polyphyllus) | mehrjährig, winterhart | etwa 80 bis 100 cm hoch | Beet und Vase, nicht für Gefäße |
| Gartenzwerg-Mischung (Lupinus polyphyllus) | mehrjährig | je nach Anbieter 30 bis 60 cm hoch | Kübel, Blüte von Juni bis August |
| Düngelupine (Lupinus angustifolius) | einjährig | wurzelt bis zu 200 cm tief | Gründüngung |

## Welche Farben haben Lupinen?

Lupinen tragen aufrechte Blütenkerzen, an denen viele Einzelblüten sitzen. Die Russel-Mischung wird als mehrfarbige Mischung angeboten. Im Beet zeigen Lupinen Blau, Violett, Rosa und Weiß, dazu kommen gelbe und zweifarbige Blüten.

Aus einer Farbmischung bekommst du verschiedene Farben, weißt aber vorher nicht, welche Pflanze welche Farbe trägt. Ich säe Mischungen deshalb dort, wo ein buntes Bild passt, und setze gezielte Farbakzente lieber über die Nachbarstauden. Erntest du Samen von Hybridsorten, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.

## Wie hoch werden Lupinen?

Bei der Höhe liegen die Lupinenmischungen weit auseinander. Davon hängt ab, ob sie in den Kübel, an den Beetrand oder weiter nach hinten gehören.

### Niedrige Lupinen für Kübel und Beetrand

Die Gartenzwerg-Mischung bleibt kompakt und erreicht je nach Anbieter 30 bis 60 cm. Sie ist mehrjährig, eignet sich für den Kübel und blüht von Juni bis August. Im einseitig betrachteten Beet stehen niedrige Pflanzen vorn und höhere dahinter. Damit gehört die Gartenzwerg-Mischung an den Beetrand und die Russel-Mischung weiter nach hinten.

### Hohe Lupinen fürs Staudenbeet

Die Russel-Mischung wird etwa 80 bis 100 cm hoch. Hohe Lupinen sicherst du mit einer Stütze, damit die langen Stängel nicht abknicken. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Lupinen ordnest du wirkungsvoll in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen an.

> **Zahl im Blick:** Für Russel-Lupinen liegt der Pflanzabstand in der Reihe je nach Saatgutmischung bei 30 bis 50 cm, zwischen den Reihen bei 50 cm. Hohe Pflanzen bekommen zusätzlich eine Stütze.

Mit welchen Partnern Lupinen im Beet zusammenpassen, zeigt der Ratgeber, [wie du mit Lupinen farbenfrohe Staudenbeete gestaltest](/blumen/stauden-ziergraeser/lupinen-im-staudenbeet-farbenfrohes-gartenglueck/). Wie die Gruppen auf deine Fläche passen, siehst du, wenn du [deine Beetfläche im Beetplaner aufteilst](/tools/beetplaner/).

## Standort, Aussaat und Pflege in Kürze

Gartenlupinen stehen gern sonnig bis halbschattig, in durchlässigem Boden ohne Staunässe. Für die Vielblättrige Lupine ist ein leicht sandiger, schwach saurer Standort günstig, die Russel-Mischung bevorzugt humosen und eher kalkarmen Boden. Wie du [Licht, Boden und pH-Wert für Stauden einschätzt](/blumen/stauden-ziergraeser/), erklärt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.

Wegen ihrer rübenartigen Wurzel säst du Staudenlupinen möglichst gleich am endgültigen Standort, bei der Russel-Mischung von April bis Juni. Zeitpunkt, Vorquellen und Saattiefe findest du im Ratgeber, [wie du Lupinen richtig aussäst](/blumen/stauden-ziergraeser/lieblingspflanze-der-gaertner-lupinen-richtig-aussaeen-und-pflegen/), die Monate vieler Stauden im [Aussaatkalender für Stauden zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/stauden-ziergraeser/).

Mehrjährige Lupinen lassen sich im Frühjahr durch Teilung der Wurzelstöcke vermehren, ihre Samen sind erntereif, wenn die Hülsen dunkel und trocken sind. Wie es nach dem Auflaufen bis zur Blüte und zur Vermehrung weitergeht, zeigt die Anleitung, [wie du Lupinen vom Samen bis zur Blüte ziehst](/blumen/stauden-ziergraeser/lupinen-kultivieren-vom-samen-zur-praechtigen-bluete/). Wann und wie du nach der Blüte schneidest, steht im Ratgeber, [wie du Lupinen richtig zurückschneidest](/blumen/stauden-ziergraeser/lupinen-effektiv-zurueckschneiden-fuer-ueppige-blueten/).

Bei schwachem Blattlausbefall genügt an Zierpflanzen häufig, die Läuse mit einem Wasserstrahl abzuspritzen. Vorbeugen, kontrollieren und mechanisch eingreifen ist im Staudenbeet die Reihenfolge, die der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge ausführt.

## Lupinen im Topf: welche Mischung, welches Gefäß?

Für den Kübel ist die Gartenzwerg-Mischung geeignet. Wegen der langen Wurzeln braucht eine Lupine im Topf ein hohes Gefäß, und freie Abzugslöcher lassen überschüssiges Wasser ablaufen. Beim Umsetzen junger Lupinen bleibt der Wurzelballen möglichst unbeschädigt. Ich setze Jungpflanzen deshalb mit dem ganzen Ballen in den neuen Topf und zupfe nicht an den Wurzeln.

> **Häufiger Fehler:** Die hohe Russel-Mischung in den Kübel setzen. Sie gilt als nicht geeignet für die Gefäßkultur, für den Topf nimmst du eine niedrige Mischung wie Gartenzwerg.

Auch winterharte Pflanzen können im Kübel erfrieren, wenn der Wurzelballen durchfriert. Isoliere den Topf im Winter so, dass du an frostfreien Tagen weiter gießen kannst; mehr dazu steht im Stauden-Ratgeber unter Topf und Balkonkasten.

## Wofür du Lupinen nutzen kannst

### Als Schnittblume

Russel-Lupinen schneidest du für die Vase, sobald etwa zwei Drittel der Einzelblüten geöffnet sind. Ich schneide morgens oder abends, nie in der Mittagshitze, und habe den Wassereimer gleich dabei. Zur Erstversorgung stehen frisch geschnittene Blumen 2 Stunden kühl und schattig, bis unter die Blüten im Wasser. Vor dem Einstellen schneidest du die Stielenden mit einem scharfen Messer noch einmal schräg an.

> **Tipp:** Nimm eine saubere Vase, entferne alle Blätter, die ins Wasser ragen, und erneuere das Wasser regelmäßig.

### Für Bienen und Boden

Lupinen können mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden. Körnerlupinen bieten je nach Art wenig oder keinen Nektar, aber ein mäßiges bis gutes Pollenangebot, und werden bevorzugt von Hummeln besucht. Was das für Garten und Insekten bedeutet, erklärt der Ratgeber dazu, [warum Lupinen als Bienenweide und Bodenverbesserer zählen](/blumen/stauden-ziergraeser/lupinen-bienenparadies-und-bodenverbesserer-im-garten/).

### In der Landwirtschaft

Außerhalb des Gartens werden einjährige Lupinenarten als eiweißreiche Futterpflanzen und als Gründüngung angebaut. Die Gartenlupine im Beet ist dagegen eine Zierpflanze und keine Medizin, nachgesagte Heilwirkungen ersetzen keinen ärztlichen Rat.

> **Achtung:** Lupinensamen aus dem Beet oder aus der Saatguttüte sind Saatgut und kein Lebensmittel. Je nach Sorte und Anbaubedingungen können sie einen hohen Gehalt an Chinolizidinalkaloiden haben und beim Verzehr akute Vergiftungen auslösen. Sie können außerdem Allergien hervorrufen, bei einer Erdnussallergie sind Kreuzreaktionen möglich. Besteht der Verdacht, dass jemand Samen gegessen hat, wende dich an ein Giftinformationszentrum oder an ärztliche Hilfe und löse kein Erbrechen aus.

### Am Rand von Wiesen und Naturflächen

Breitet sich Lupinus polyphyllus stark aus, kann das die Artenvielfalt nährstoffarmer Wiesen beeinträchtigen. Das rechtzeitige Entfernen verwelkter Blüten kann bei vielen Stauden eine unerwünschte Selbstaussaat verhindern. Ich schneide verwelkte Blütenkerzen an Lupinen neben einer Wiese ab, bevor sich Hülsen bilden.

## Häufige Fragen

### Was sind Lupinen und welche Eigenschaften machen sie zu wertvollen Gartenpflanzen?

Lupinen gehören zu den Leguminosen, botanisch zur Familie der Fabaceae, und können mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden. Für den Ziergarten gibt es die mehrjährige Vielblättrige Lupine, Lupinus polyphyllus, mit aufrechten Blütenkerzen in Mischungen wie Russel und Gartenzwerg. Die Gartenzwerg-Mischung bleibt je nach Anbieter bei 30 bis 60 cm und passt in den Kübel. Die Russel-Mischung wird etwa 80 bis 100 cm hoch und eignet sich auch für die Vase.

### Welche verschiedenen Arten von Lupinen gibt es und wie unterscheiden sie sich voneinander?

Die Gartenlupine Lupinus polyphyllus ist eine mehrjährige Staude, die landwirtschaftlich genutzten Lupinenarten sind dagegen einjährig. Zu den einjährigen gehört die Düngelupine Lupinus angustifolius, die als Gründüngung angeboten wird und bis zu 200 cm tief wurzeln kann. Die Baumlupine Lupinus arboreus bildet einen verholzenden Strauch und unterscheidet sich damit von den krautigen Staudenlupinen.

### Was unterscheidet Russel-Lupinen von anderen Vielblättrigen Lupinen?

Die Russel-Mischung ist eine mehrfarbige Mischung der Vielblättrigen Lupine, Lupinus polyphyllus, und gilt als mehrjährig und winterhart. Sie wird etwa 80 bis 100 cm hoch und ist nicht als geeignet für die Gefäßkultur eingestuft. Für den Kübel eignet sich dagegen die niedrigere Gartenzwerg-Mischung derselben Art, die je nach Anbieter 30 bis 60 cm erreicht.

### Stimmt es, dass Lupinen giftig sind und nicht im Garten verwendet werden sollten?

Lupinensamen können je nach Sorte und Anbaubedingungen einen hohen Gehalt an Chinolizidinalkaloiden haben und beim Verzehr akute Vergiftungen auslösen. Außerdem können sie allergische Reaktionen hervorrufen, bei einer Erdnussallergie sind Kreuzreaktionen möglich. Im Garten werden Lupinen als Zierpflanzen gezogen, ihre Samen sind Saatgut und kein Lebensmittel. Besteht der Verdacht, dass jemand Samen gegessen hat, kontaktierst du ein Giftinformationszentrum oder ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus.

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