# Krankheiten an Schal-, Mark- und Zuckererbsen erkennen und behandeln

> Grauschimmel, Fusarium-Welke oder Virose? So deutest du Schadbilder an Schal-, Mark- und Zuckererbsen und grenzt sie von Hitze-, Nässe- und Nährstoffschäden ab.

- **URL:** https://samen.de/gemuese/huelsenfruechte/schalerbsen-pflegen-krankheiten-erkennen-und-behandeln/
- **Bereich:** Gemüse › Bohnen, Erbsen & Hülsenfrüchte
- **Zuletzt geprüft:** 27. September 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wenn an meinen Erbsen Blüten faulen oder die unteren Blätter gelb werden, denke ich nicht sofort an eine Krankheit. Ich prüfe zuerst Boden, Wasser und Wetter, denn Hitze, Nässe und Nährstoffmangel können sehr ähnliche Bilder erzeugen. Erst danach suche ich nach einem Erreger.

In diesem Ratgeber geht es um Grauschimmel, Fusarium-Welke und Virosen an Schal-, Mark- und Zuckererbsen. Du erfährst, woran du sie erkennst, was du tun kannst und wie du sie von Schäden durch Wetter und Boden unterscheidest.

## Schal-, Mark- oder Zuckererbse: gleiche Erreger, andere Ernte

Schalerbsen werden manchmal Zuckererbsen genannt, doch das stimmt nicht. Bei Gartenerbsen unterscheidet man 3 Nutzungsgruppen, und jede erntest du anders.

| Nutzungsgruppe | Was du erntest |
|---|---|
| Schalerbse, auch Palerbse genannt | junge grüne Kerne für die Frischküche, ausgereift auch Trockensamen |
| Markerbse | frische Kerne aus der Hülse |
| Zuckererbse | die junge Hülse samt kleinen Samen |

Die Hülse der Schalerbse isst du nicht, du löst die Kerne heraus. Zuckererbsen bilden dagegen keine Pergamentschicht in der Hülse, deshalb isst du bei ihnen die ganze Hülse. Verwechsle Schalerbsen auch nicht mit Schälerbsen aus dem Handel. Das sind getrocknete Erbsen, deren Samenschale maschinell entfernt wurde.

Die Erreger sind bei allen drei Gruppen dieselben. Schal-, Mark- und Zuckererbsen gehören zur Art Pisum sativum, deshalb gelten die Schadbilder in diesem Ratgeber für jede von ihnen. Hier geht es nur um kranke Pflanzen. [Wie du Schalerbsen vom Standort bis zur Rankhilfe anbaust](/gemuese/huelsenfruechte/anbau-von-schalerbsen/), erkläre ich in einem eigenen Ratgeber.

## Schadbild lesen: was du siehst und was dahinterstecken kann

Symptome sind Hinweise, keine Diagnosen. Vergilbung und Welke lassen häufig keinen eindeutigen Schluss auf einen Erreger zu, weil auch abiotische Schäden infrage kommen. Manchmal bringt erst eine Laboruntersuchung Gewissheit.

> **Kurz erklärt:** Abiotisch heißt, dass kein Lebewesen den Schaden verursacht. Dahinter stecken dann Hitze, Frost, Nässe, Trockenheit oder ein Nährstoffmangel und kein Pilz, kein Bakterium und kein Virus.

| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Was du als Nächstes prüfst |
|---|---|---|
| Welke Blüten mit hellbraunen Faulstellen, bei Nässe auch Befall an Blättern, Stängeln und Hülsen | Grauschimmel | wie lange das Laub nass bleibt und wie dicht der Bestand steht |
| Untere Blätter vergilben, die Pflanze welkt trotz feuchter Erde | Fusarium-Welke oder eine andere Fuß- und Wurzelkrankheit | Stängel längs aufschneiden, Boden auf Nässe und Verdichtung prüfen |
| Mosaik aus hellen und dunklen Flecken, gekrümmte Blätter, missgebildete Hülsen | Virose | Triebspitzen und Blütenstände nach Blattläusen absuchen |
| Weißlicher, abwischbarer Belag auf der Blattoberseite oder grauvioletter Belag unter gelblichen Flecken | Echter oder Falscher Mehltau | Belag abwischen, Blatt umdrehen |
| Welke trotz Wasser, Vergilbung an den Rändern und zwischen den Adern älterer bis mittelalter Blätter | Kaliummangel | Bodenuntersuchung |
| Weniger Blüten nach heißen Tagen | Hitze über 30 °C | Hitzestau unter Vlies oder Folie |
| Topfpflanze welkt in der Hitze, die Erde ist feucht | Hitzewelke | Feuchte unter der Oberfläche prüfen, bevor du gießt |

Kaliummangel kann eine Pflanze trotz guter Wasserversorgung welken lassen, und im Topf tut Hitze das selbst bei feuchter Erde. Welke bei feuchtem Boden beweist also noch keine Fusarium-Welke.

## Grauschimmel: wenn Blüten und Hülsen faulen

### So erkennst du Grauschimmel

Grauschimmel wird durch den Pilz Botrytis cinerea ausgelöst. Bei Erbsen kann er an welken Blüten beginnen, die zuerst hellbraune Fäulnisflecken zeigen. Unter feuchten Bedingungen greift er auf weitere Pflanzenteile über, also auf Blätter, Stängel und Hülsen. Später überzieht ein grauer bis graubrauner, pelziger Belag die Stellen, und das Gewebe wird weich und faulig. Oft setzt der Pilz auch an verletzten oder abgestorbenen Pflanzenteilen an.

### Wann er sich ausbreitet

Grauschimmel braucht Feuchtigkeit. Regenphasen, hohe Luftfeuchte und ein dichter, schlecht belüfteter Bestand können seine Ausbreitung fördern. Befallene Hülsen sind für die Küche verloren. Gerät eine befallene Hülse mit in die Aufbewahrung, kann sie dort weiterfaulen.

Weil der Befall an welken Blüten beginnen kann und Nässe ihn übergreifen lässt, schaust du in Regenphasen zuerst auf die verblühten Blüten an den Hülsenansätzen.

### Was du tun kannst

- Schneide befallene Blüten, Blätter und Hülsen heraus und entsorge sie im Haus- oder Biomüll.
- Gieß morgens direkt in den Wurzelbereich, damit das Laub nicht unnötig nass wird.
- Halte die Abstände ein, die für deine Sorte angegeben sind, damit der Bestand nicht zu dicht wird.
- Sortiere beim Pflücken jede Hülse mit Faulstelle aus.

> **Marias Erfahrung:** Bei Dauerregen gehe ich die Reihen gezielt ab und schaue mir die Hülsenansätze an, an denen noch alte Blütenblätter kleben. Braune, matschige Reste zupfe ich ab und werfe sie in den Biomüll, nicht auf den Kompost.

## Fusarium-Welke und andere Fußkrankheiten

### Die ersten Anzeichen

Die Fusarium-Welke beginnt meist unauffällig. Zuerst vergilben die unteren Blätter, dann wandert die Verfärbung langsam nach oben. Die Pflanze bleibt im Wuchs zurück und welkt, obwohl die Erde feucht ist. Später können sich Blätter und Stängel bräunlich verfärben, und die ganze Pflanze kann absterben.

Bei einer Pflanze, die ich ohnehin herausnehme, schneide ich den Stängel knapp über dem Boden längs auf. Bräunlich verfärbte Leitungsbahnen im Inneren können auf eine Welkekrankheit hindeuten. Sicher ist das nicht, denn Wurzel- und Fußkrankheiten der Erbse können durch unterschiedliche Erreger entstehen, darunter Fusarium, Pythium und Aphanomyces. Welcher dahintersteckt, klärt im Zweifel eine Laboruntersuchung.

### Was die Welke begünstigt

Der Pilz überdauert im Boden und dringt über die Wurzeln in die Pflanze ein. In den Leitungsbahnen stört er die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Nasse, verdichtete Böden begünstigen Wurzel- und Fußkrankheiten. Dazu kommt die Anbaugeschichte des Beets: Der wiederholte Anbau derselben Pflanzenfamilie kann bodenbürtige Krankheiten vermehren und den Wuchs schwächen.

### Was du jetzt und in den nächsten Jahren tun kannst

Eine Pflanze mit Fusarium-Welke lässt sich meist nicht mehr retten. Zeigt sie das Bild eindeutig, nimm sie samt Wurzeln heraus und entsorge sie im Haus- oder Biomüll. Was du sonst tun kannst, betrifft vor allem die kommenden Jahre.

> **Zahl im Blick:** Für Erbsen gilt eine Fruchtwechselpause von 5 Jahren. Zur Vorbeugung von Fußkrankheiten werden auch Anbaupausen von 4 bis 5 Jahren beziehungsweise 6 bis 7 Jahren genannt. Säst du zusätzlich Leguminosen als Gründüngung, wird für Erbsen eher ein Abstand von 6 Jahren empfohlen.

Klee, Wicke und Lupine gehören als Gründüngung zur selben Familie wie Erbsen und Bohnen. Säst du sie zwischen zwei Erbsenjahren aufs Beet, verkürzt du also die Pause, die bodenbürtigen Krankheiten vorbeugen soll. Auch Erbsen und Bohnen sollen nicht unmittelbar aufeinander folgen. Als Vorgänger eignen sich Spinat, Mangold und Rote Bete. Damit du den Überblick behältst, kannst du [deine Beete über mehrere Jahre im Beetplaner festhalten](/tools/beetplaner/).

Weitere Punkte zur Vorbeugung:

- Wähle Sorten mit Resistenz gegen Fusarium-Welke. Bei Zuckererbsen werden Norli und Delikett so beschrieben, bei Markerbsen Vitara. Bei Schalerbsen prüfst du die Sortenbeschreibung auf solche Angaben. Resistenz kann das Risiko senken, den Fruchtwechsel ersetzt sie nicht.
- Säe gesundes Saatgut. Zusammen mit einer weit gestellten Fruchtfolge hilft es, Krankheiten an Erbsen zu begrenzen.
- Meide schwere, nasse Böden mit Staunässe und lockere verdichtete Stellen vor der Aussaat.

## Virosen: Mosaik, gekrümmte Blätter, verformte Hülsen

### Woran du eine Virose erkennst

Viruskrankheiten können an Erbsen mosaikartige Muster aus hellen und dunklen Flecken verursachen. Dazu kommen gekrümmte Blätter und missgebildete Hülsen, und die Pflanze kann im Wuchs zurückbleiben. Ein Mosaik ist aber nur ein Hinweis. Auch Kaliummangel kann Vergilbungen zwischen den Blattadern erzeugen. Für eine sichere Diagnose kann eine Laboruntersuchung nötig sein.

### Was du tun kannst

Gegen ein Virus in der Pflanze gibt es keine Behandlung. Zeigen neue Triebe und Hülsen das Muster deutlich, nehme ich die Pflanze heraus. Die Pflanze kommt in den Haus- oder Biomüll, damit sie nicht länger als Quelle im Beet steht.

> **Tipp:** Stecke neben eine verdächtige Pflanze einen Stab. So findest du sie beim nächsten Kontrollgang wieder und siehst, ob sich das Muster an neuen Trieben fortsetzt.

Blattläuse können Viren an Erbsen übertragen, sie saugen bevorzugt an Triebspitzen, jungen Trieben und Blütenständen. Beginnende Kolonien spritzt du zunächst mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. [Wie du Erbsen ohne Chemie vor Blattläusen und Erbsenwickler schützt](/gemuese/huelsenfruechte/erbsen-schuetzen-natuerliche-abwehr-fuer-gesunde-ernte/), auch mit Kulturschutznetzen, liest du in einem eigenen Beitrag.

### Vielfalt im Garten

Vielfältig bepflanzte und strukturierte Gärten bieten natürlichen Blattlausgegnern Lebensraum, etwa Marienkäfern sowie Florfliegen- und Schwebfliegenlarven. Laub- und Totholzhaufen dienen Marienkäfern als Winterquartier, Blühflächen versorgen erwachsene Schwebfliegen mit Nahrung. Weil Blattläuse Viren übertragen können und ihre Gegenspieler den Befall begrenzen, kann ein vielfältiger Garten das Virusrisiko senken. Eine Garantie ist das nicht. Blühender Dill bietet Insekten Nahrung und passt als Mischkulturpartner zu Erbsen, auch wenn sich Nachbarschaftseffekte im Beet schwer nachweisen lassen. [Welche Gemüse sonst als Nachbarn infrage kommen](/tools/mischkultur/), zeigt dir der Mischkultur-Planer.

## Krank oder gestresst? Abiotische Schäden abgrenzen

Nicht jede Verfärbung ist eine Krankheit. Wetter, Wasser und Boden können Erbsen so schwächen, dass sie krank aussehen.

### Nährstoffe und Boden

Kaliummangel kann sich durch Welke trotz Wasserversorgung zeigen. Dazu kommen Vergilbungen an den Rändern und zwischen den Adern älterer bis mittelalter Blätter. Kälte, Staunässe, Trockenheit oder Verdichtung können die Phosphataufnahme hemmen, obwohl der Boden genug Phosphor enthält. Zusätzlicher Phosphor behebt diese Ursache nicht. Staunässe hemmt also die Phosphataufnahme, und nasse, verdichtete Böden begünstigen zugleich Fußkrankheiten. Ein nasser Standort schadet Erbsen damit doppelt.

> **Mythos-Check:** Gelbe Erbsenblätter bedeuten nicht automatisch Stickstoffmangel. Erbsen brauchen in der Regel keine Stickstoffgabe, weil Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Luftstickstoff binden. Vergilbte Blätter können auch von Wurzel-, Fuß- oder Welkekrankheiten kommen, die zu feuchte und verdichtete Standorte begünstigen. Prüf deshalb erst den Boden, bevor du düngst.

Was wirklich fehlt, zeigt eine Bodenuntersuchung. Im Hausgarten empfiehlt sich etwa alle 4 bis 5 Jahre eine Untersuchung auf Phosphor, Kalium und pH-Wert. Lass dabei auch Magnesium bestimmen. Für Schalerbsen im Freiland wird je nach Bodenart ein pH-Bereich von 6,5 bis 7,5 empfohlen.

### Hitze, Kälte und Trockenheit

Bei Temperaturen über 30 °C bilden Erbsen weniger Blüten. Unter Vlies oder Folie kann sich die Hitze stauen. Steigen die Temperaturen stark, nimm die Abdeckung an einem trüben oder regnerischen Tag ab, damit die Pflanzen nicht abrupt der Sonne ausgesetzt sind. Im Topf können Erbsen in der Hitze welken, obwohl die Erde feucht ist. Prüf dort die Feuchte unter der Oberfläche, bevor du nachgießt.

Mit der Fruchtbildung nach der Blüte steigt der Wasserbedarf von Erbsen stark an. Fehlt dann Wasser, können die Blattränder braun werden. Nach einem Spätfrost können junge Blätter verkrüppeln. Ich notiere mir Hitzetage, Frostnächte und lange Regenphasen, damit ich Schäden später zeitlich zuordnen kann.

## Temperatur, Feuchtigkeit und Wetterextreme

Temperatur und Feuchtigkeit entscheiden mit, ob sich ein Erreger ausbreitet. Lange Regenphasen und hohe Luftfeuchte können Grauschimmel fördern, der dann von welken Blüten auf die Hülsen übergreift. Wo sich nach Starkregen Wasser staut, steigt das Risiko für Wurzel- und Fußkrankheiten, weil nasse, verdichtete Böden sie begünstigen. Trockenphasen setzen die Pflanzen dagegen unter Stress, besonders wenn der Wasserbedarf nach der Blüte steigt. Eine organische Mulchauflage verringert die Verdunstung aus dem Boden und dessen Aufheizung.

## Echter und Falscher Mehltau: kurz abgegrenzt

Falscher Mehltau durch Peronospora viciae zeigt gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und darunter einen grauvioletten Belag, begünstigt durch Feuchtigkeit bei 15 bis 20 °C. Echter Mehltau bildet dagegen einen weißen, abwischbaren Belag und wird durch warme Tage mit nächtlichem Tau begünstigt. [Wie du Echten und Falschen Mehltau an Markerbsen erkennst und eindämmst](/gemuese/huelsenfruechte/markerbsen-krankheiten-und-schaedlinge-erfolgreich-bekaempfen/), steht bei den Markerbsen.

## Wachsam sein: mein Kontrollgang

Mein Kontrollgang richtet sich nach dem Wetter. Nach Regenphasen, in feuchtwarmem Wetter und nach Hitzetagen schaue ich besonders genau hin.

> **Mini-Checkliste:** Darauf achte ich beim Kontrollgang.
> - Blattoberseiten: Flecken, Beläge, Mosaik
> - Blattunterseiten: Ich drehe einzelne Blätter um und suche nach Belag.
> - Triebspitzen und Blütenstände: Blattlauskolonien
> - Verblühte Blüten und Hülsenansätze: hellbraune Faulstellen
> - Untere Blätter und Stängelbasis: Vergilbung, Welke, Verfärbung
> - Hülsen: Faulstellen und Verformungen

Habe ich einen Verdacht, gehe ich so vor:

- Befallene Teile schneide ich heraus und entsorge sie im Haus- oder Biomüll.
- Ich prüfe Boden, Wasser und Wetter, bevor ich auf einen Erreger schließe.
- Verdächtige Stellen fotografiere ich, damit ich die Entwicklung vergleichen kann.
- Bleibt die Ursache unklar, frage ich bei einer Gartenberatung nach. Bei Welke und Vergilbung kann eine Laboruntersuchung nötig sein.

## Gartenhygiene: wohin mit kranken Pflanzen

Befallenes Pflanzenmaterial gehört in den Haus- oder Biomüll. Ein Gartenkompost erreicht die Temperaturen, die Erreger abtöten, womöglich nicht. Schere und Messer reinige ich, nachdem ich an kranken Pflanzen geschnitten habe.

> **Häufiger Fehler:** Kranke Erbsenranken landen am Saisonende auf dem Kompost. Erreicht er die nötigen Temperaturen nicht, können die Erreger mit dem Kompost zurück ins Beet gelangen.

Gesunde Erbsenwurzeln können nach der Ernte im Boden bleiben, damit ihr gebundener Stickstoff der Folgekultur zugutekommt. Bei Welkekrankheiten nimmst du die Wurzeln dagegen mit heraus, denn über sie dringt der Erreger ein. Im Kübel ersetzt du Erde, in der Pflanzen an Wurzelfäule erkrankt sind. Frisch eingesetzte, krankheitsfreie Erde aus dem Vorjahr kannst du dagegen erneut nutzen. Für eigenes Saatgut wählst du nur gesunde Pflanzen aus.

## Brühen und Hausmittel: was man ihnen nachsagt

Schachtelhalmbrühe gilt unter Gärtnern als Stärkung gegen Pilze. Man sagt ihr nach, dass die Kieselsäure des Schachtelhalms das Blattgewebe festigt. Komposttee soll nützliche Mikroorganismen im Boden fördern. Solche Stärkung dient der allgemeinen Gesunderhaltung und dem Schutz vor Stress. Mit einer gezielten Behandlung von Grauschimmel, Fusarium-Welke oder einem Virus ist sie nicht gleichzusetzen. Eine Brühe ersetzt also weder das Entfernen befallener Teile noch den Fruchtwechsel. Bei kranken Erbsen setze ich deshalb auf Hygiene, Standort und Fruchtfolge.

## Chemie nur als letztes Mittel

Chemische Mittel kommen für mich erst infrage, wenn Vorbeugung und Handarbeit ausgeschöpft sind und die Ursache geklärt ist. Im Haus- und Kleingarten darfst du nur Pflanzenschutzmittel einsetzen, die für nichtberufliche Anwender zugelassen sind. Halte dich dabei genau an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung und beachte die Wartezeit bis zur Ernte. Reste entsorgst du so, wie es die Gebrauchsanweisung vorgibt, und bedenke, dass ein Mittel auch Nützlinge treffen kann. [Wie du Hülsenfrüchte vorbeugend vor Krankheiten und Schädlingen schützt](/gemuese/huelsenfruechte/), fasse ich im Hülsenfrüchte-Ratgeber zusammen.

## Vorsorge im Beet: Standort, Gießen, Düngen

Vorbeugung beginnt beim Standort. Erbsen brauchen einen sonnigen Platz und einen tiefgründigen, humosen Boden mit gutem Wasserabzug, schwere und nasse Böden mit Staunässe meidest du.

Beim Gießen zählt die Gleichmäßigkeit. Zur Keimung und von der Blüte bis zur Kornbildung brauchen Erbsen eine kontinuierliche Wasserversorgung. Ob Wasser fehlt, prüfst du vor dem Gießen mit dem Finger in der Erde.

Düngen musst du Erbsen in den meisten Böden nicht. Richte die Nährstoffversorgung am Bodenbefund aus, Kompost kann dabei Mineraldüngung ersetzen. Mehr zu Standort, Gießen und Düngen steht im oben verlinkten Hülsenfrüchte-Ratgeber.

## Häufige Fragen

### Welche Krankheiten befallen Schalerbsen?

An Schalerbsen treten dieselben Krankheiten auf wie an Mark- und Zuckererbsen. Dazu gehören Grauschimmel, Fusarium-Welke und andere Fußkrankheiten, Virosen, Echter und Falscher Mehltau sowie Erbsenrost. Viele Schadbilder ähneln Schäden durch Hitze, Nässe oder Nährstoffmangel, deshalb prüfst du immer auch Boden und Wetter.

### Was sind die ersten Anzeichen einer Fusarium-Welke bei Erbsen?

Oft vergilben zuerst die unteren Blätter, und die Verfärbung wandert nach oben. Die Pflanze bleibt zurück und welkt, obwohl die Erde feucht ist, und im längs aufgeschnittenen Stängel können die Leitungsbahnen bräunlich verfärbt sein. Weil auch Kaliummangel, Hitze oder andere Fußkrankheiten so aussehen können, bringt im Zweifel eine Laboruntersuchung Klarheit.

### Warum entwickelt sich Grauschimmel besonders bei feuchtem Wetter?

Feuchte Bedingungen lassen den Pilz von welken Blüten auf weitere Pflanzenteile übergreifen, also auf Blätter, Stängel und Hülsen. Regenphasen, hohe Luftfeuchte und ein dichter Bestand können das fördern. Gieß deshalb morgens direkt in den Wurzelbereich, halte die Abstände deiner Sorte ein und entferne befallene Teile früh.

### Wie unterscheidet sich die Behandlung von Pilzkrankheiten und Virosen?

Bei Pilzkrankheiten wie Grauschimmel entfernst du befallene Teile und hältst das Laub trocken, indem du in den Wurzelbereich gießt. Gegen ein Virus in der Pflanze gibt es keine Behandlung, deutlich befallene Pflanzen nimmst du heraus. Vorbeugend zählen bei Virosen gesundes Saatgut und die Kontrolle der Blattläuse, die Viren übertragen können.

### Worin unterscheiden sich Echter und Falscher Mehltau bei Schalerbsen?

Echter Mehltau bildet einen weißlichen, abwischbaren Belag auf der Blattoberseite und wird durch warme Tage mit nächtlichem Tau begünstigt. Falscher Mehltau zeigt gelbliche Flecken oben und einen nicht abwischbaren, grauvioletten Belag auf der Unterseite. Ihn fördern Feuchtigkeit und Temperaturen von 15 bis 20 °C.

### Können chemische Pflanzenschutzmittel bei Schalerbsen-Krankheiten notwendig werden?

Chemie ist höchstens das letzte Mittel, wenn Vorbeugung und Handarbeit ausgeschöpft sind und die Ursache geklärt ist. Im Haus- und Kleingarten sind nur Mittel erlaubt, die für nichtberufliche Anwender zugelassen sind, und ihre Gebrauchsanweisung gilt genau. Dazu gehören Schutzkleidung, die Wartezeit bis zur Ernte und die vorgegebene Entsorgung, und ein Mittel kann auch Nützlinge treffen.

### Welche Fruchtfolge eignet sich für Erbsen und andere Hülsenfrüchte?

Für Erbsen gilt eine Fruchtwechselpause von 5 Jahren. Busch- und Stangenbohnen brauchen eine Pause von 4 Jahren. Erbsen und Bohnen folgen nicht unmittelbar aufeinander, und Klee, Wicke oder Lupine als Gründüngung zählst du mit. Als Vorgänger eignen sich Spinat, Mangold und Rote Bete.

### Was ist der Unterschied zwischen Zuckererbsen und anderen Speiseerbsen?

Zuckererbsen erntest du mit der jungen Hülse samt kleinen Samen, weil sie keine Pergamentschicht in der Hülse bilden. Bei Markerbsen isst du die frischen Kerne, bei Schalerbsen die jungen Kerne oder die ausgereiften Trockensamen. Die Krankheitserreger sind bei allen drei Gruppen dieselben, denn sie gehören zur Art Pisum sativum.

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