# Eissalat düngen: Bedarf je m², Kopfbildung, Topf und Nitrat

> Wie viel Stickstoff und Kali Eissalat braucht, warum du zu Kulturbeginn düngst und was im Topf, in Hydrokultur und beim Nitrat zählt.

- **URL:** https://samen.de/gemuese/salate-blattgemuese/naehrstoffbedarf-von-eissalat-ausgewogene-duengung/
- **Bereich:** Gemüse › Salate & Blattgemüse
- **Zuletzt geprüft:** 25. September 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Eissalat soll feste, knackige Köpfe bilden. Bleibt der Kopf locker, liegt Nachdüngen nahe. Eine späte Stickstoffgabe kann aber den Nitratgehalt und das Risiko für Innenbrand erhöhen. Ich plane die Düngung deshalb vor der Pflanzung und schaue während der Kopfbildung vor allem auf Wasser und Blätter. Du gehst hier vom Bedarf der Kultur aus, rechnest ab, was dein Boden liefert, und ergänzt nur, was fehlt.

## Welchen Nährstoffbedarf hat Eissalat?

Für eine Eissalatkultur sind Bedarfswerte je Quadratmeter tabelliert. Sie zeigen, was die Kultur braucht, bevor du abziehst, was der Boden schon mitbringt.

| Nährstoff | Bedarf einer Eissalatkultur je m² |
|---|---|
| Stickstoff (N) | 14 g |
| Phosphat (P₂O₅) | 4 g |
| Kali (K₂O) | 32 g |
| Magnesium (MgO) | 3 g |

Diese Zahlen sind noch keine Düngermenge. Beim Stickstoff ziehst du vom Bedarf den mineralischen Stickstoff ab, der schon im Boden liegt, und dazu das, was der Boden nachliefert. Bei Gartensalat kann die Düngung der Vorfrucht bereits ausreichen. Ich notiere deshalb für jedes Beet, was vorher darauf stand und wie es gedüngt wurde. Den Überblick über die Belegung behältst du, wenn du [dein ganzes Beet planst](/tools/beetplaner/).

Auffällig ist der Kaliwert, denn Kali ist in der Eissalat-Tabelle der größte Posten. Die Orientierung für Horndünger weiter unten setzt aber einen phosphat- und kalireichen Boden voraus. Ob dein Beet so versorgt ist, zeigt erst eine Bodenprobe.

Für die Probe stichst du vor der Düngung 10 bis 15 Einzelproben aus dem Beet und mischst sie. Die Einzelproben nimmst du jeweils aus 0 bis 25 cm Tiefe. Von der Mischung schickst du rund 500 g ein. Wie du den Befund liest und gezielt ergänzt, zeigt der Ratgeber, [wie du Eichblattsalat nach Bodenanalyse düngst](/gemuese/salate-blattgemuese/eichblattsalat-richtig-duengen-naehrstoffe-optimal-dosieren/).

### Grundlagen in Kürze

Stickstoff unterstützt das Wachstum, Kalium den Wasserhaushalt, Phosphor das Wurzelwachstum und Magnesium die Bildung des Blattgrüns. Gartensalate brauchen einen gut durchlüfteten, tiefgründigen, mäßig humosen und salzarmen Boden. Mehr dazu steht in den Abschnitten [Standort und Boden sowie Düngen im Überblick über Salate und Blattgemüse](/gemuese/salate-blattgemuese/).

## Grunddüngung: Kompost und Horndünger zum Kulturbeginn

Die Basis ist Kompost. Als allgemeine Orientierung gilt im Frühjahr eine Gabe von höchstens 3 l je m², die du leicht einarbeitest. Die Stickstoffversorgung musst du dabei gesondert beurteilen.

> **Zahl im Blick:** Für Eissalat dienen höchstens 100 g Horndünger je m² als Orientierung, gegeben zur Saat oder Pflanzung. Das gilt für phosphat- und kalireiche Gartenböden, bei denen die jährliche Kompostgabe schon berücksichtigt ist. Es ist eine Obergrenze, kein Pflichtwert.

Vorgezogene Eissalat-Jungpflanzen kommen etwa 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat ins Freiland. Auf diesen Pflanztermin lege ich die Horngabe, falls Stickstoff fehlt.

Hornmehl braucht für die Umsetzung etwa 6 Wochen, größere Hornspäne brauchen mehrere Monate. Späte Stickstoffgaben können Nitrat anreichern, wenn die Pflanze den Stickstoff nicht mehr für ihr Wachstum verwertet. Deshalb gebe ich Horndünger beim Eissalat zur Pflanzung und nicht erst, wenn sich der Kopf schließt.

Organische Dünger setzen ihre Nährstoffe überwiegend erst nach mikrobieller Umsetzung frei. Lösliche Mineraldünger wirken meist schneller, werden aber auch leichter ausgewaschen. Welcher Weg wann passt und wie oft du düngst, vertieft der Ratgeber, [wie du Bataviasalat organisch oder mineralisch düngst](/gemuese/salate-blattgemuese/bataviasalat-richtig-duengen-naehrstoffe-im-fokus/).

Zu Kulturbeginn hacke ich regelmäßig zwischen den Pflanzen, damit Beikräuter dem jungen Salat keine Konkurrenz machen. Grobe Stroh- und Holzreste räumst du vor der nächsten Bodenbearbeitung ab, weil ihr Einarbeiten Stickstoff für den mikrobiellen Abbau bindet.

## Düngen während der Kopfbildung: wann nachlegen, wann nicht

Mit dem Hauptblattwachstum und der Kopfbildung steigt bei kopfbildendem Salat der Wasserbedarf. Ich gieße in dieser Phase morgens und möglichst direkt auf den Boden, damit benetzte Blätter tagsüber abtrocknen. Mengen, Methode und Wasserqualität stehen im Ratgeber, [wie du Eissalat bis zur Ernte richtig bewässerst](/gemuese/salate-blattgemuese/optimale-bewaesserung-von-eissalat-tipps-und-tricks/).

Beim Stickstoff ist die späte Phase heikel. Eine späte Stickstoff-Kopfdüngung kann bei Salat den Nitratgehalt erhöhen und das Innenbrandrisiko steigern. Innenbrand und abgestorbene Blattränder können entstehen, wenn der Calciumtransport ins Blattgewebe gestört ist, etwa bei Überdüngung oder schwankender Wasserversorgung. Zusätzliches Calcium hilft dann nicht, solange der Boden ausreichend davon enthält.

> **Häufiger Fehler:** Der Kopf bleibt locker, also wird Stickstoff nachgelegt. Dauerhafte Temperaturen über 25 °C können die Kopfbildung bei Eissalat beeinträchtigen. Eine späte Stickstoffgabe kann in dieser Lage Nitratgehalt und Innenbrandrisiko erhöhen. In langen Hitzephasen prüfe ich deshalb zuerst Wetter und Bodenfeuchte, bevor ich an Dünger denke.

### Wenn du Stickstoffmangel vermutest

Schwacher Wuchs und eine flächige Vergilbung, die an den älteren Blättern beginnt, können auf Stickstoffmangel hindeuten. Nicht jede Gelbfärbung kommt vom Stickstoff: Gelbliche, von den Blattadern begrenzte Flecken mit Pilzrasen auf der Blattunterseite weisen bei Kopfsalat auf Falschen Mehltau hin. Den zusätzlichen Düngebedarf bestimmst du deshalb mit einer Nmin-Bodenuntersuchung, bevor du nachdüngst.

> **Kurz erklärt:** Eine Nmin-Untersuchung misst den mineralischen Stickstoff, der gerade im Boden liegt. Diesen Wert und die Nachlieferung des Bodens ziehst du vom Bedarf der Kultur ab. Eine Standard-Bodenuntersuchung ersetzt diese Messung nicht.

Weitere Mangelbilder beschreibt der Ratgeber, [woran du Mangel und Überschuss bei Kopfsalat erkennst](/gemuese/salate-blattgemuese/naehrstoffe-und-duengung-fuer-vitalen-kopfsalat/).

## Nitrat im Eissalat: was Anbau, Ernte und Lagerung ausmachen

Blattsalate können viel Nitrat enthalten. Bei unsachgemäßer Lagerung können Mikroben daraus Nitrit bilden. Empfohlen bleibt eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse.

Beim Anbau kannst du den Nitratgehalt beeinflussen. Ein geringeres Stickstoffüberangebot im Boden und mehr Licht können die Anreicherung verringern. Zu viel Stickstoff kann Salat außerdem anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen.

Ich ernte Eissalat am Nachmittag oder am Abend. Bis dahin ist ein Teil des Nitrats, das sich in der Nacht angereichert hat, bereits abgebaut. Den geernteten Kopf lagerst du gekühlt und sauber im Kühlschrank, vor Austrocknung geschützt und getrennt von Äpfeln, Birnen und Tomaten.

> **Mini-Checkliste:** Stickstoff nur nach Befund und zu Kulturbeginn geben · keine späte Kopfdüngung · einen hellen Platz wählen · am Nachmittag oder Abend ernten · gekühlt und sauber lagern.

## Eissalat im Topf und in Hydrokultur

### Im Topf

Wenn du Eissalat im Topf ziehst, eignet sich für Salate im Balkongefäß gewöhnliche Blumenerde. Feine Saat kommt in weniger grobe Anzuchterde. Das Gefäß braucht Ablauflöcher gegen Staunässe, und ein größerer Topf speichert mehr Wasser, sodass du seltener gießen musst.

Die Bedarfswerte je Quadratmeter übertrage ich nicht auf den Topf, weil sie sich auf eine Beetfläche beziehen. Im Gefäß düngst du nach dem, was die Pflanze zeigt. Bleibt sie im Wuchs zurück und hellt von den älteren Blättern her flächig auf, kann das auf Stickstoffmangel hindeuten. Dann tastest du dich mit einer Nachdüngung heran und beobachtest danach Blattfarbe und Wuchs. Ein Überangebot an Stickstoff vermeidest du auch im Topf, weil es die Nitratanreicherung fördern kann.

### In Hydrokultur

In einer Tiefwasserkultur, der Deep Water Culture, stehen die Nährstoffe direkt im Wasser bereit. Umwälzung und Sauerstoffversorgung unterstützen die Wurzeln, doch die Pufferwirkung des Bodens fehlt. Eine falsch eingestellte Nährlösung fängt also nichts ab. Deshalb misst du bei Salat in Tiefwasserkultur Nährstoffkonzentration und pH-Wert regelmäßig, etwa einmal pro Woche. Ich notiere jede Messung, damit ich Veränderungen im Verlauf erkenne.

## Eissalat, Batavia, Romana und Lollo im Vergleich

Auch für andere Salattypen ist der Bedarf je Kultursatz tabelliert. Beim Stickstoff liegen die Werte dicht beieinander.

| Salattyp | Stickstoff (N) je m² | Kali (K₂O) je m² |
|---|---|---|
| Eissalat | 14 g | 32 g |
| Bataviasalat | 15 g | 30 g |
| Romanasalat | 14 g | keine Angabe |
| Lollo, grün und rot | 13 g | keine Angabe |

Alle Werte gelten, bevor das Angebot des Bodens angerechnet ist. Sie beziehen sich auf den Salattyp, nicht auf einzelne Sorten. Wie du Lollo und andere Pflücksalate versorgst, steht im Ratgeber, [wie du Pflücksalat bedarfsgerecht düngst](/gemuese/salate-blattgemuese/pfluecksalat-richtig-duengen-naehrstoffbedarf-im-fokus/).

### Sorten nach der Jahreszeit wählen

Bei der Sortenwahl richtest du dich nach der Jahreszeit. Salate sind Langtagpflanzen, lange Tage und Hitze fördern das Schossen. Frühsorten gehören ins Frühjahr, schossfeste Sorten in den Sommer und Herbst- oder Wintersorten in späte Sätze. Ganzjahressorten reagieren weniger stark auf die Tageslänge und sind weitgehend schossfest.

> **Jetzt dran:** Notiere vor der nächsten Pflanzung die Vorfrucht deines Beets und nimm eine Bodenprobe. Mit Befund und Tabellenwert entscheidest du dann, ob dein Eissalat überhaupt zusätzlichen Stickstoff braucht.

## Häufige Fragen

### Welche Hauptnährstoffe braucht Eissalat und in welcher Menge?

Eissalat braucht Stickstoff, Phosphat, Kali und Magnesium. Der größte Einzelwert ist Kali mit 32 g K₂O je m² und Kultur. Für Stickstoff sind es 14 g N je m². Beide Werte gelten, bevor du abziehst, was dein Boden schon liefert.

### Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Grunddüngung bei Eissalat?

Kompost arbeitest du im Frühjahr leicht ein, als Orientierung höchstens 3 l je m². Fehlt trotz der jährlichen Kompostgabe Stickstoff, dienen auf phosphat- und kalireichen Böden höchstens 100 g Horndünger je m² zur Saat oder Pflanzung als Orientierung. Hornmehl braucht etwa 6 Wochen zur Umsetzung, deshalb gibst du Horndünger zu Kulturbeginn und nicht erst in der Kopfbildung.

### Warum ist die Anpassung der Düngung an die Wachstumsphasen wichtig?

Zu Kulturbeginn legst du mit Kompost und bei Bedarf Horndünger die Grundlage. Während der Kopfbildung steigt vor allem der Wasserbedarf, und eine späte Stickstoffgabe kann Nitratgehalt und Innenbrandrisiko erhöhen. Vermutest du trotzdem Stickstoffmangel, bestimmt eine Nmin-Bodenuntersuchung den zusätzlichen Bedarf.

### Warum führt Überdüngung bei Eissalat zu Qualitätsproblemen?

Zu viel Stickstoff kann die Nitratanreicherung fördern und Salat anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen. Bei Überdüngung kann außerdem der Calciumtransport gestört sein, dann können Blattränder absterben. Zusätzliches Calcium hilft in diesem Fall nicht, wenn der Boden ausreichend davon enthält.

### Was unterscheidet Freiland und Hydrokultur bei der Nährstoffzufuhr?

Im Beet rechnest du Bodenvorrat und Nachlieferung gegen den Bedarf der Kultur, und der Boden puffert mit. In der Tiefwasserkultur stehen die Nährstoffe direkt im Wasser bereit, Umwälzung und Sauerstoff unterstützen die Wurzeln. Weil dort der Puffer des Bodens fehlt, misst du Nährstoffkonzentration und pH regelmäßig, etwa einmal pro Woche.

### Wie unterscheiden sich die Nährstoffangaben für verschiedene Eissalatsorten?

Die Bedarfswerte gelten für die Eissalatkultur als Ganzes und sind nicht nach Sorten aufgeschlüsselt. Zwischen den Salattypen liegen die Stickstoffwerte dicht beieinander, Eissalat steht mit 14 g N je m² zwischen Lollo und Batavia. Bei der Sortenwahl richtest du dich nach der Jahreszeit und nimmst für den Sommer schossfeste Sorten.

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