# Krankheiten und Schädlinge bei Porree: Schadbilder erkennen und gezielt bekämpfen

> Silbrige Flecken, rotorange Pusteln, Gänge bis ins Herz: So ordnest du Schadbilder am Porree ein und weißt, wo Netz, Fruchtwechsel und Hygiene ansetzen.

- **URL:** https://samen.de/gemuese/zwiebel-knoblauch/porree-krankheiten-schaedlinge-erkennen/
- **Bereich:** Gemüse › Zwiebeln, Lauch & Knoblauch
- **Zuletzt geprüft:** 03. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Silbrige Flecken, rotorange Pusteln oder ein Schaft, der von innen fault: Wenn dein Porree so aussieht, willst du schnell wissen, wer dahintersteckt. Ich gehe meine Porreereihen dafür Blatt für Blatt ab, von der Spitze bis zum Schaft, und vergleiche das Bild mit den typischen Schäden. Viele Schadbilder geben dir schon mit bloßem Auge einen ersten Hinweis. Eine sichere Diagnose sind sie nicht, aber sie zeigen dir, wo du ansetzen kannst.

> **Kurz erklärt:** Lauch und Porree sind zwei Namen für dieselbe Pflanze, Allium porrum. Schädlinge wie Lauchmotte und Lauchminierfliege tragen den Lauch im Namen und meinen damit genau deinen Porree.

## Schädlinge und Krankheiten am Porree: Schadbilder im Überblick

Die Tabelle ordnet typische Bilder einem möglichen Auslöser zu. Den ersten Schritt findest du in der rechten Spalte, die Einzelheiten in den Abschnitten darunter.

| Was du siehst | Möglicher Auslöser | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Silbrigweiße, längliche Flecken mit kleinen schwarzen Kotpunkten | Thripse | meist hinnehmen, Gegenspieler fördern |
| Rotorange, länglich-ovale Pusteln, die Blattoberhaut reißt auf | Porreerost | Winterporree vor der Neupflanzung abernten |
| Längliche graue Flecken mit violettem Rand, innen schwarze Sporenlager | Purpurfleckenkrankheit | befallene Blätter entfernen |
| Blattspitzen werden weißlich und sterben ab, begünstigt durch Regen und Übernässung | Papierfleckenkrankheit | Übernässung vermeiden, bodennah gießen |
| Gänge von den Blattspitzen bis ins Herz, Fäulnis im Schaft | Raupen der Lauchmotte | Netz direkt nach dem Pflanzen |
| Geradlinige Fraßgänge, braune Tönnchenpuppen am Gangende | Lauchminierfliege | Netz, im Herbst lückenlos |
| Gelbliche Blattstreifen, gehemmtes Wachstum | Porreegelbstreifenvirus | Blattläuse und ihre Gegenspieler beobachten |
| Fraß vom Blattrand her, silbrige Schleimspuren | Schnecken | absammeln, Schneckenzaun |
| Blätter trocknen im Winter aus, sonniger Standort | Kahlfrost und Wintersonne | Vlies auflegen |
| Dünne Verhärtung unterhalb des Laubes ertastbar | beginnender Blütentrieb | keine Krankheit, siehe unten |

Zwei Bilder verwechselst du leicht, weil bei beiden etwas silbrig glänzt. Thripse hinterlassen Flecken auf der Blattfläche, dazu kleine schwarze Kotpunkte. Bei Schnecken sind es Schleimspuren, und der Fraß beginnt häufig am Blattrand.

> **Marias Erfahrung:** Finde ich Fraßgänge, schlitze ich ein befallenes Blatt vorsichtig der Länge nach auf. Sitzt am Ende eines geraden Gangs eine braune Tönnchenpuppe, denke ich an die Lauchminierfliege. Führen die Gänge von der Spitze bis ins Herz, suche ich nach Raupen der Lauchmotte.

## Welche Pilzkrankheiten befallen Porree?

### Porreerost: rotorange Pusteln

Rotorange, länglich-ovale Pusteln weisen auf Porreerost hin. An diesen Stellen reißt die Blattoberhaut auf. Erreger ist der Pilz Puccinia allii, der an Speisezwiebeln nur selten zu finden ist.

Der Rost kann im Winterporree überwintern und von dort auf junge Pflanzen übergehen. Winterporree erntest du von Januar bis Mai, Sommerporree wird aber schon ab Anfang April gepflanzt. Alte und junge Pflanzen stehen also eine Zeit lang gleichzeitig im Garten. Ich ernte deshalb die letzten Winterporreestangen ab, bevor die neuen Jungpflanzen ins Beet kommen. Wann welche Porreegruppe gesät und gepflanzt wird, zeigt dir der [Aussaatkalender für Zwiebelgewächse zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/zwiebel-knoblauch/).

### Purpurfleckenkrankheit: graue Flecken mit violettem Rand

Längliche graue Blattflecken mit violetter Umrandung sprechen für die Purpurfleckenkrankheit. Im Inneren der Flecken siehst du schwarze Sporenlager. Nimm befallene Blätter ab und bring sie vom Beet. Breitet sich die Krankheit weiter aus, kann es nötig werden, ganze Pflanzen zu entfernen.

### Papierfleckenkrankheit: weiße Blattspitzen

Die Papierfleckenkrankheit beginnt meist an den Blattspitzen. Die Stellen werden weißlich und sterben ab. Begünstigt wird sie durch Übernässung und Regenperioden. Gegen Regen kannst du nichts tun, gegen zu viel Gießwasser schon. Ich prüfe vor dem Gießen die Feuchte unter der Bodenoberfläche und gieße morgens direkt an die Wurzeln, damit die Blätter möglichst trocken bleiben.

### Und der Falsche Mehltau?

Den Falschen Mehltau kennst du vielleicht von Zwiebeln. Dort zeigt er bleich graugrüne, länglich-ovale Flecken und bei feuchter Witterung einen violettgrauen Sporenrasen. Der Falsche Mehltau der Zwiebel entwickelt sich besonders stark bei 13 bis 20 °C. Feuchte Nächte und Morgentau oder Morgenregen begünstigen dort die Infektion. Siehst du am Porree graue Flecken, schau genau auf den Rand: Violette Umrandung und schwarze Sporenlager im Inneren passen zur Purpurfleckenkrankheit.

## Welche Schädlinge fressen am Porree?

### Thripse: silbrige Flecken

Silbrigweiße, längliche Flecken mit kleinen schwarzen Kotpunkten deuten auf Thripse hin. Bei gewöhnlichem Befall im Hausgarten kannst du meist auf Spritzungen verzichten. Der Blattschaden ist vor allem optisch, du kannst ihn in der Regel hinnehmen.

Im OptiNet-Projekt reduzierten selbst Netze mit 0,3 mm Maschenweite den Thripsbefall an Zwiebelgewächsen nicht zufriedenstellend. Unter feinmaschigen Netzen kamen dort außerdem Marienkäfer, Spinnen und Laufkäfer deutlich seltener vor als im offenen Anbau. Ein Netz nur wegen der Thripse lohnt sich deshalb kaum, zumal darunter weniger Nützlinge unterwegs sind.

Natürliche Gegenspieler der Thripse sind räuberische Thripse, Raubmilben, Florfliegen und Blumenwanzen. Gefördert werden sie durch Saumstrukturen im Freiland, also durch bewachsene Ränder im Garten. Zusätzlich unter Schutznetzen ausgebrachte Raubmilben verbesserten in einem Freilandversuch an Porree die Wirkung gegen Thripse nicht.

### Lauchmotte: Gänge bis ins Herz

Lauchmotte und Zwiebelmotte sind zwei Namen für denselben Schädling, Acrolepiopsis assectella. Seine Raupen fressen von den Blattspitzen aus Gänge bis ins Pflanzenherz. Im Schaft kann danach Fäulnis entstehen. Am Porree schädigt die erste Raupengeneration von Mai bis Juli, die zweite von Juli bis Oktober.

Fault ein Schaft, muss nicht allein die Motte dahinterstecken. Welcher Erreger eine Fäule verursacht, lässt sich schon bei Zwiebeln am äußeren Bild nicht zuverlässig bestimmen. Dafür braucht es eine fachliche Diagnose.

### Lauchminierfliege: gerade Gänge mit Puppen

Geradlinige Fraßgänge mit braunen Tönnchenpuppen am Gangende sind charakteristische Hinweise auf die Lauchminierfliege. Verwechsle sie nicht mit der Lauchmotte, deren Raupen von der Spitze bis ins Herz fressen. Wann und mit welchem Netz du gegen die Lauchminierfliege vorgehst, steht im Abschnitt zu den Kulturschutznetzen.

### Zwiebelfliege: Maden am Blattgrund

Welkt junger Porree, schau dir den Blattgrund an. Weißliche Maden dort können auf die Zwiebelfliege hindeuten. Ihr Schadbild ist von jungen Zwiebeln bekannt: Das Laub vergilbt und welkt, die Maden zerstören den Blattgrund. Netze gegen die Zwiebelfliege müssen zur Flugzeit lückenlos aufliegen und an den Rändern geschlossen sein.

### Schnecken und Mäuse

Schneckenfraß beginnt häufig am Blattrand und hinterlässt silbrige Schleimspuren. Als Maßnahmen ohne Chemie kommen Absammeln und Schneckenzäune infrage. Mulch hält zwar die Bodenfeuchte, kann aber Nacktschnecken fördern. Unter Dauermulch finden außerdem Wühl- und Feldmäuse Deckung. Liegt Vlies oder Folie über deinem Porree, schau deshalb auch nach Mäuseschäden.

## Was hilft gegen das Porreegelbstreifenvirus?

Das Porreegelbstreifenvirus verursacht gelbliche Blattstreifen und hemmt das Wachstum. Übertragen werden kann es durch Blattläuse. Mit Pflanzenschutzmitteln lässt es sich nicht direkt bekämpfen, deshalb setzt du bei den Überträgern an.

Zu den natürlichen Gegenspielern der Blattläuse gehören Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen, Schwebfliegen und Gallmücken. Blühender Dill, Kerbel und Gewürzfenchel, Ringelblumen und Phacelia bieten Insekten im Gemüsegarten Nahrung. Stein- und Laubhaufen, ungeschnittene Stauden und Trockenmauern dienen Marienkäfern als Winterquartier.

> **Achtung:** Nicht jede Larve am Porree ist ein Schädling. Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers sind langgestreckt und grau-schwarz, mit gelben Flecken und kleinen schwarzen Warzen. Lass sie sitzen, denn Marienkäfer gehören zu den Gegenspielern der Blattläuse.

## Kulturschutznetze: wann, wie fein, wie lange

Gegen Lauchmotte und Lauchminierfliege setze ich zuerst auf ein Kulturschutznetz. Ich lege es gleich nach dem Pflanzen auf und grabe die Ränder rundum ein. Liegen bleibt es bis kurz vor der Ernte, und zwar lückenlos.

| Schädling | Maschenweite | Wann der Schutz besonders zählt |
|---|---|---|
| Lauchmotte | 1,35 mm | Raupen schädigen von Mai bis Juli und von Juli bis Oktober |
| Lauchminierfliege | 0,8 mm, rechtzeitig aufgelegt | Herbstgeneration: Mitte August bis Oktober lückenlos abdecken |
| Zwiebelfliege | 1,35 bis 2,0 mm | zur Flugzeit lückenlos, Ränder geschlossen |
| Thripse | selbst 0,3 mm reduzieren den Befall nicht zufriedenstellend | Netz allein lohnt kaum |

Gegen die Lauchminierfliege kannst du auf kleinen, bisher befallsfreien Flächen ein Netz mit 0,8 mm Maschenweite einsetzen. Wichtig ist, dass es rechtzeitig aufliegt. Die zweite Lauchmottengeneration frisst bis Oktober, und der Schutz gegen die Herbstgeneration der Lauchminierfliege fällt ab Mitte August in dieselben Wochen. Nimm das Netz im Spätsommer deshalb nicht ab, auch wenn der Porree kräftig aussieht.

> **Jetzt dran:** Steht dein Herbst- oder Winterporree Mitte August noch ohne Netz, deck die Reihen lückenlos ab. Bis Oktober braucht er den Schutz vor der Herbstgeneration der Lauchminierfliege besonders.

## Wie beugst du Krankheiten und Schädlingen vor?

### Fruchtfolge

Zwischen zwei Porreekulturen auf derselben Fläche plane ich eine Anbaupause von 5 Jahren ein. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch zählen dabei mit. Als Vorfrucht eignen sich Erbsen oder Bohnen, nach dem Porree passt Wurzelgemüse. Den Wechsel über mehrere Jahre behältst du im Blick, wenn du [deine Fruchtfolge im Beetplaner planst](/tools/beetplaner/).

### Standort und Nachbarn

Porree verträgt Sonne und Halbschatten. Der Boden sollte reich an organischer Substanz, feucht und gut durchlässig sein. Weil Übernässung die Papierfleckenkrankheit begünstigt, ist ein durchlässiger Boden zugleich Vorbeugung.

Als Mischkulturpartner gelten für Porree Kohl, Möhren, Petersilie, Salat, Sellerie, Spinat und Tomaten. Ob solche Nachbarn Schädlinge fernhalten, ist oft schwer nachzuweisen, Beobachtungen dazu widersprechen sich häufig. Nimm Mischkultur deshalb als Ergänzung und verlass dich beim Schutz nicht darauf. Welche Kombinationen zusammenpassen, zeigt dir die [Übersicht, welche Nachbarn sich im Beet vertragen](/tools/mischkultur/).

## Wenn kein Erreger dahintersteckt

Nicht jeder Schaden kommt von Pilzen, Viren oder Tieren. Auch Winterporree kann bei Kahlfrost Schäden erleiden, starke Wintersonne begünstigt dann das Austrocknen der Blätter. An sehr sonnigen Standorten bietet eine Vliesauflage zusätzlichen Schutz. Vlies lässt Wasser und Luft durch, die Ränder sicherst du gegen Verwehen. Steigen die Temperaturen stark, nimmst du es an einem trüben oder regnerischen Tag ab, damit kein Hitzestau entsteht. Winterporree bekommt im August die letzte Düngergabe, denn spätere Düngung kann seine Winterhärte beeinträchtigen.

Tastest du unterhalb des Laubes eine dünne Verhärtung, kann dort ein Blütentrieb beginnen. Bei eigener Anzucht sollte die Temperatur vor allem beim Sommerporree nicht unter 16 °C fallen, sonst droht vorzeitige Blütenbildung.

Kümmert frisch gesetzter Porree, denk auch an die Pflanzung. Eingekürzte Wurzeln können das Anwachsen verzögern und den Ertrag mindern. Ich setze Jungpflanzen deshalb mit ungekürzten Wurzeln.

## Was tust du mit befallenen Pflanzenteilen?

Befallene Blätter nimmst du ab und bringst sie vom Beet. Kranke Pflanzen, samentragende Unkräuter und Wurzelunkräuter taugen nicht als Mulch. Nach der Ernte kürzt du die Wurzeln so, dass der Zwiebelboden unbeschädigt bleibt, damit Bakterien nicht leichter eindringen. Verschimmelte Porreestangen entsorgst du ganz, denn Wegschneiden der sichtbaren Stelle macht sie nicht verzehrsicher.

## Hausmittel und Pflanzenschutzmittel: was gilt?

> **Mythos-Check:** Schmierseife, Rapsöl oder selbst angesetzte Jauchen sollen Thripse und Blattläuse vertreiben oder Porree widerstandsfähiger machen. Zur Wirksamkeit selbst hergestellter Jauchen, Brühen und Tees gibt es nur wenige und teils widersprüchliche Untersuchungen. Ich setze deshalb zuerst auf Netz, Fruchtwechsel und den genauen Blick aufs Blatt.

Reichen diese Maßnahmen nicht, bleibt chemischer Pflanzenschutz das letzte Mittel. Im Hobbygarten darfst du nur Mittel einsetzen, die für nichtberufliche Anwender zugelassen sind. Die Zulassung gilt jeweils nur für die genannte Kultur und gegen den genannten Schaderreger. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung und beachte die Wartezeit bis zur Ernte. Reste und Verpackungen entsorgst du nach den Vorgaben der Gebrauchsanweisung. Marienkäfer und ihre Larven reagieren empfindlich auf Pflanzenbehandlungsmittel, ein Einsatz kann also auch Nützlinge treffen. Gegen das Porreegelbstreifenvirus wirkt ohnehin kein Mittel direkt, und bei gewöhnlichem Thripsbefall kommst du meist ohne Spritzung aus.

> **Passt dazu:** Wenn du ganz ohne chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel arbeiten willst, zeigt dir der Ratgeber, [wie du Porree nach Bio-Grundsätzen anbaust](/gemuese/zwiebel-knoblauch/bio-porree-anbauen-tipps-fuer-gesunde-ernte/).

## Pflege, Ernte und Lagerung

Für den Pflanzenschutz zählt bei der Pflege vor allem das Gießen. Prüf vorher die Feuchte unter der Oberfläche und gieß morgens direkt an die Wurzeln. Wie du Porree düngst, anhäufelst und unkrautfrei hältst, zeigen die [Tipps, wie du Porree nach dem Anwachsen pflegst](/gemuese/zwiebel-knoblauch/optimale-pflegetipps-fuer-gesunden-porree-von-der-aussaat-bis-zur-ernte/); dort liest du auch nach, wann deine Porreegruppe erntereif ist. Pflanzabstände, Lagerung und Überwinterung findest du in der [Anleitung, wie du Porree Schritt für Schritt anbaust](/gemuese/zwiebel-knoblauch/porree-anbauen-beet/). Die Grundlagen zu [Pflege, Gießen und Reifezeichen in der ganzen Zwiebelfamilie](/gemuese/zwiebel-knoblauch/) gelten auch für Porree.

## Häufige Fragen

### Welche Krankheiten befallen Porree und wie erkennst du sie?

Zu den Krankheiten am Porree gehören Porreerost, Purpurfleckenkrankheit, Papierfleckenkrankheit und das Porreegelbstreifenvirus. Porreerost bildet rotorange, länglich-ovale Pusteln, an denen die Blattoberhaut aufreißt. Die Purpurfleckenkrankheit zeigt längliche graue Flecken mit violettem Rand und schwarzen Sporenlagern, die Papierfleckenkrankheit weißlich absterbende Blattspitzen. Gelbliche Blattstreifen und gehemmtes Wachstum können auf das Virus hindeuten.

### Woran erkennst du Porreerost und wie beugst du vor?

Porreerost zeigt sich an länglich-ovalen, rotorangen Pusteln, an denen die Blattoberhaut aufreißt. Der Pilz kann im Winterporree überwintern und von dort auf junge Pflanzen übergehen. Ernte deshalb die alten Winterporreestangen ab, bevor du neuen Porree pflanzt.

### Wie unterscheidest du die Purpurfleckenkrankheit vom Porreerost?

Die Purpurfleckenkrankheit bildet längliche graue Blattflecken mit violetter Umrandung und schwarzen Sporenlagern im Inneren. Porreerost zeigt dagegen rotorange Pusteln, an denen die Blattoberhaut aufreißt. Bei Purpurflecken nimmst du befallene Blätter ab und bringst sie vom Beet, bei starkem Befall auch ganze Pflanzen.

### Unterscheiden sich Lauch und Porree beim Schädlingsbefall?

Nein, Lauch und Porree sind zwei Namen für dieselbe Pflanze, Allium porrum. Thripse, Lauchmotte und Lauchminierfliege treffen also immer dieselbe Kultur. Achte eher darauf, wann dein Bestand im Beet steht: Lauchmottenraupen schädigen in zwei Generationen zwischen Mai und Oktober, und gegen die Lauchminierfliege braucht Porree von Mitte August bis Oktober besonderen Schutz.

### Welche Rolle spielt der Fruchtwechsel bei Porreekrankheiten?

Der Fruchtwechsel gehört zu den Pflanzenschutzmaßnahmen, die ganz ohne Mittel auskommen. Plane zwischen zwei Porreekulturen auf derselben Fläche eine Anbaupause von 5 Jahren ein; Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch zählen dabei mit. Als Vorfrucht eignen sich Erbsen oder Bohnen. Eine Garantie gegen Befall gibt dir auch eine lange Pause nicht.

### Helfen Raubmilben gegen Thripse am Porree?

In einem Freilandversuch an Porree verbesserten Raubmilben, die zusätzlich unter Schutznetzen ausgebracht wurden, die Wirkung gegen Thripse nicht. Natürliche Thripsgegner wie räuberische Thripse, Raubmilben, Florfliegen und Blumenwanzen werden durch Saumstrukturen im Freiland gefördert, also durch bewachsene Ränder. Bei gewöhnlichem Befall im Hausgarten kannst du den vor allem optischen Blattschaden meist hinnehmen.

### Wie entfernst du befallene Pflanzenteile beim Porree richtig?

Nimm Blätter mit Purpurflecken ab und bring sie vom Beet; bei starkem Befall kann es nötig werden, ganze Pflanzen zu entfernen. Kranke Pflanzenteile taugen nicht als Mulch. Verschimmelte Porreestangen entsorgst du vollständig, denn Wegschneiden der sichtbaren Stelle macht sie nicht verzehrsicher.

### Was musst du bei Kulturschutznetzen für Porree beachten?

Leg das Netz unmittelbar nach dem Pflanzen auf, befestige die Ränder gut und lass es bis kurz vor der Ernte liegen. Gegen die Lauchmotte nimmst du eine Maschenweite von 1,35 mm. Gegen die Lauchminierfliege eignet sich ein rechtzeitig aufgelegtes Netz mit 0,8 mm, das von Mitte August bis Oktober lückenlos aufliegt. Thripse hält selbst ein sehr feines Netz nicht zufriedenstellend ab.

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