# Kräutermischungen der Welt: Welche Kräuter du für Za'atar, Fines Herbes & Co. selbst anbaust

> Za'atar, Ras el Hanout, Garam Masala, Fines Herbes, Cajun: Was in diesen Mischungen steckt, welche Zutaten du im Beet ziehen kannst und warum das Rezept kein Pflanzplan ist.

- **URL:** https://samen.de/kraeuter/kraeutermischungen-weltkueche-anbauen/
- **Bereich:** Kräuter › Kräuter
- **Zuletzt geprüft:** 06. September 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Za'atar aufs Fladenbrot, Garam Masala ins Dal, Fines Herbes ins Omelett: Wer Kräutermischungen aus aller Welt nachkochen will, stößt schnell auf zwei Fragen. Welche Zutaten kommen überhaupt aus dem eigenen Beet, und welche nie? Und wie stehen diese Kräuter nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu stören? Ich lege meine Kräuter nicht nach Rezept nebeneinander ins Beet, sondern nach Standort, und stelle die Mischung erst in der Küche zusammen. Denn viele Mischungen bestehen aus Kräutern, die im Beet ausgesprochen schwierige Nachbarn sind.

## Was in einer Mischung aus dem Garten kommt – und was nicht

Eine Kräutermischung besteht selten nur aus Kräutern. Thymian, Oregano, Petersilie oder Estragon sind Blatt- und Triebkräuter, die du im Beet oder Topf ziehen kannst. Zimt, Kardamom, Nelken, Sesam, Sumach, Pfeffer oder Muskat sind Gewürze aus Rinden, Früchten und Samen tropischer oder subtropischer Pflanzen – die kommen aus dem Handel, nicht aus dem Hobbygarten hier. Dazwischen liegt eine dritte Gruppe: die Samen der Doldenblütler. Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel und Dill lassen sich als Kraut ernten oder bis zur Samenreife stehen lassen, und genau diese Samen stecken in vielen Gewürzmischungen des Nahen Ostens und Indiens.

Für den Anbau zählt zuerst, welcher der beiden Kräuter-Welten ein Kraut angehört: Die mediterranen Aromatiker wollen volle Sonne und durchlässigen, eher trockenen Boden, die frisch-feuchten Blattkräuter gleichmäßige Feuchte und vertragen Halbschatten. Der Beetplaner hinterlegt für die meisten Kräuter einen sonnigen bis halbschattigen Platz, für die mediterranen Arten volle Sonne, und stuft die große Mehrheit als schwachzehrend ein – Basilikum als Ausnahme starkzehrend. Wie sich die beiden Welten in Gießen, Boden und Pflege unterscheiden, liest du im Überblick darüber, [wie mediterran-trockene und frisch-feuchte Kräuter im Beet auseinandergehalten werden](/kraeuter/).

## Mediterran: Herbes de Provence, italienische und griechische Mischung

Herbes de Provence bringt Thymian, Oregano, Rosmarin, Basilikum und Salbei zusammen, oft mit etwas Lavendel. Die italienische Mischung gewichtet Oregano und Basilikum stärker und ergänzt Rosmarin, Thymian, Salbei und Petersilie; die griechische stellt Oregano und Thymian neben Minze und Dill, häufig mit Zitronenschale. Wie du diese Klassiker zusammenstellst, dosierst und in Marinaden, Dips und Salaten einsetzt, steht ausführlich im Beitrag darüber, [wie du Kräutermischungen selbst herstellst und in der Küche nutzt](/kraeuter/kraeutermischungen-kueche-herstellen/). Hier geht es darum, wie die Zutaten ins Beet kommen.

Vier der Kräuter sind verholzende Halbsträucher und Dauerkulturen für die volle Sonne:

- **Thymian:** 20 cm in der Reihe, 25 cm Reihenabstand, als Dauerkultur; Lichtkeimer, den du oberflächennah säst und höchstens dünn bedeckst. Die Keimtemperatur liegt je nach Quelle bei 15–25 °C, die Keimdauer bei 10–21 Tagen. Voranzucht März–Mai, Freilandsaat Mai–Juni; Echter Thymian überwintert im Freiland, in rauen Lagen oder bei empfindlichen Sorten mit Abdeckung.
- **Oregano:** 20 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand, als Dauerkultur, sonnig. Ernte von Mai bis Oktober.
- **Rosmarin:** 30 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand, als Dauerkultur, sonnig.
- **Salbei:** 35 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand, als Dauerkultur; Saattiefe etwa 0,5 cm, Keimtemperatur etwa 18–22 °C, Keimdauer etwa 7–21 Tage, Voranzucht März–April. Der Halbstrauch wird 50–60 cm hoch und braucht in rauen Wintern Schutz.

Basilikum fällt aus der Reihe: Es ist starkzehrend, will Sonne, steht mit 10 cm in der Reihe und 20 cm Reihenabstand als einjährige Kultur im Beet und kommt erst mit der Freilandsaat Mai–Juni raus. Als Lichtkeimer wird es höchstens leicht bedeckt und keimt je nach Quelle bei 15–22 °C in 7–25 Tagen. Für die griechische Richtung kommen zwei frisch-feuchte Kräuter dazu: Dill mit 15 cm in der Reihe und 25 cm Reihenabstand, sonnig bis halbschattig, einjährig – wer bis August alle 3 Wochen nachsät, erntet bis in den Herbst. Minze steht mit 30 cm in der Reihe und 30 cm Reihenabstand als Dauerkultur und wird für den Vorrat etwa im Juni und Juli kurz vor der Blüte geschnitten.

> **Häufiger Fehler:** Das Mischungsrezept als Pflanzplan lesen. Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei, Basilikum, Majoran und Minze stehen in der Mischkultur-Matrix untereinander als unverträgliche Nachbarn – ausgerechnet die Zutaten von Herbes de Provence und der italienischen Mischung. Getrennte Pflanzstellen oder eigene Töpfe je Art entschärfen das; eine Garantie für störungsfreies Wachstum ist auch das nicht.

Bevor du die Halbsträucher setzt, kannst du jede geplante Nachbarschaft mit dem Werkzeug prüfen, das dir [gute und unverträgliche Kräuternachbarn im Beet anzeigt](/tools/mischkultur/).

## Nahost und Nordafrika: Za'atar und Ras el Hanout

Za'atar ist eine Mischung der Levante aus getrocknetem Thymian, geröstetem Sesam, Sumach und Salz; manche Varianten nehmen Oregano oder Majoran dazu. Sesam und Sumach kaufst du, den grünen Teil ziehst du selbst: Thymian wie oben beschrieben, Majoran mit 20 cm in der Reihe und 25 cm Reihenabstand. Majoran ist frostempfindlich, wird hierzulande einjährig kultiviert und erst nach der Voranzucht März–Mai oder mit der Freilandsaat Mai–Juni nach draußen gebracht. Das Saatgut liegt 0–0,5 cm tief, keimt bei 15–20 °C und braucht je nach Quelle 7–35 Tage. Geerntet wird Mai bis Oktober; Majoran gehört zu den Kräutern, die sich gut trocknen lassen.

Ras el Hanout, wörtlich „Kopf des Ladens", ist die nordafrikanische Mischung aus vielen Gewürzen: Kardamom, Nelken, Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Muskat, Kurkuma, Ingwer, gelegentlich Rosenknospen. Der Großteil davon bleibt Handelsware. Zwei Doldenblütler kannst du aber für die Samen anbauen. Koriander steht mit 10 cm in der Reihe und 25 cm Reihenabstand sonnig bis halbschattig, die Samen haben ein herb-süßes, an Orangenschalen erinnerndes Aroma. Kreuzkümmel bekommt 10 cm in der Reihe und 20 cm Reihenabstand, sonnig bis halbschattig, als einjährige Kultur mit einer Anbaupause von 6 Jahren. Beide gehören zu den Doldenblütlern, die in der Mischkultur-Matrix untereinander als unverträglich geführt sind – zusammen mit Dill, Kerbel, Petersilie, Fenchel, Anis, Kümmel und Liebstöckel.

> **Zahl im Blick:** Koriander wird 1–2 cm tief gesät, keimt je nach Quelle bei 10–22 °C in 12–21 Tagen und kommt mit der Freilandsaat April–Juni ins Beet. Die Blätter erntest du im Freiland von Mai bis November, die Samen kurz vor der vollen Reife; eine trockene Kulturführung im Spätsommer fördert die Samenbildung.

Ich säe Koriander in zwei Reihen: Die eine beernte ich laufend fürs Blatt, die andere lasse ich unberührt bis zur Samenreife stehen.

## Indien und Südostasien: Garam Masala und die Thai-Küche

Garam Masala bedeutet „heiße Gewürzmischung" – gemeint ist die wärmende Wirkung im Sinn der indischen Küche, nicht Schärfe. Typisch sind schwarzer Pfeffer, Zimt, Kardamom, Kreuzkümmel, Koriander, Muskat, Nelken und getrockneter Ingwer. Aus dem Garten kommen wieder nur die Samen von Koriander und Kreuzkümmel; alles andere ist Handelsware.

Für die Thai-Richtung sieht das anders aus, weil hier frische Kräuter tragen. Thai-Basilikum wird wie jedes Basilikum starkzehrend mit 10 cm in der Reihe und 20 cm Reihenabstand sonnig gepflanzt. Die Sorte 'Siam Queen' hat ein lakritzähnliches Aroma und glatte Blätter, wird 30 bis 40 cm hoch, keimt bei 15 bis 20 °C unter dünner Erdabdeckung und kommt nicht vor Mitte Mai ins Freiland. Koriandergrün erntest du aus der Blattreihe. Zitronengras steht mit 40 cm in der Reihe und 40 cm Reihenabstand sonnig bis halbschattig, nicht als Dauerkultur, mit einer Anbaupause von einem Jahr; als unverträglicher Nachbar ist Mais geführt. Geerntet werden die Stängel an der Basis abgeschnitten oder vorsichtig herausgedreht, genutzt wird vor allem der helle, zarte untere Abschnitt von etwa 10 cm.

## Frankreich fein: Fines Herbes und Bouquet Garni

Fines Herbes sind das Gegenstück zu den Provence-Kräutern: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Estragon, frisch gehackt und erst am Ende der Garzeit ans Omelett, den Fisch oder die Sauce. Alle vier gehören in die frisch-feuchte Welt mit gleichmäßiger Wasserversorgung:

- **Petersilie:** 15 cm in der Reihe, 25 cm Reihenabstand, sonnig bis halbschattig, Saattiefe 0,5–1 cm, mit Erde bedecken. Keimtemperatur je nach Quelle 14–20 °C, Keimdauer 14–30 Tage, Freilandsaat April–Juli. Botanisch zweijährig, für die Blattnutzung häufig einjährig kultiviert.
- **Schnittlauch:** 20 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand, als Dauerkultur, sonnig bis halbschattig; Saattiefe je nach Quelle 0,5–2 cm, Keimung bei 10–20 °C in 7–25 Tagen. Der Ernteschnitt erfolgt etwa 2 cm über dem Boden, etwa alle 3–4 Wochen, sobald die Röhrchen nachgewachsen sind.
- **Kerbel:** 20 cm in der Reihe, 30 cm Reihenabstand, halbschattig. Lichtkeimer mit 0–0,5 cm Saattiefe, Keimung je nach Quelle bei 8–20 °C in 7–20 Tagen, Freilandsaat Mai–Juli. Für laufende Ernte wird alle 2 bis 3 Wochen nachgesät, geerntet wird, solange die Pflanzen nicht blühen.
- **Estragon:** 40 cm in der Reihe, 40 cm Reihenabstand, als Dauerkultur, mehrjährig. Ernte Juni–September; das Abzwicken der Blütentriebe fördert den Blattwuchs, zur Verjüngung wird der Wurzelstock im Spätherbst oder Frühjahr geteilt.

Petersilie und Kerbel sind beide Doldenblütler und in der Mischkultur-Matrix gegenseitig als unverträglich geführt – ebenso jeweils mit Dill. Für Fines Herbes heißt das: Kerbel bekommt seinen eigenen halbschattigen Platz, Petersilie einen anderen.

> **Achtung:** Bei Kerbel werden nur Blätter und Blüten genutzt; die Wurzeln gelten als giftig. Beim Kerbel schneide ich deshalb nur Blätter und Triebe und lasse die Wurzel im Boden.

Ein Bouquet Garni ist keine gemischte Dose, sondern ein Sträußchen aus ganzen Trieben – klassisch Petersilie, Thymian und Lorbeerblatt –, das in Brühe, Eintopf oder Schmorgericht mitkocht und vor dem Servieren herauskommt. Je nach Gericht kommen Estragon, Fenchelgrün oder Sellerieblätter dazu. Fenchel steht mit 30 cm in der Reihe und 40 cm Reihenabstand als Dauerkultur; Schnittsellerie mit 25 cm in der Reihe und 25 cm Reihenabstand, sonnig bis halbschattig. Beide sind Doldenblütler und gehören damit nicht neben Petersilie oder Kerbel. Ich trage die Nachsaaten für Dill, Kerbel und Koriander in den [Beetplaner ein, der mir Abstände und Anbaupausen jeder Kräuterart anzeigt](/tools/beetplaner/), damit die Reihen nicht durcheinandergeraten.

## Amerika: Cajun-Gewürz und Old Bay

Die Cajun-Mischung aus Louisiana verbindet Paprika, Cayennepfeffer, Knoblauch- und Zwiebelpulver, Oregano, Thymian, schwarzen Pfeffer und Salz. Sie würzt Jambalaya, Gumbo und scharf angebratenen Fisch. Old Bay Seasoning von der amerikanischen Ostküste setzt auf Selleriesalz, roten und schwarzen Pfeffer, Paprika, Muskat, Kardamom, Piment und Ingwer und begleitet vor allem Krabben, Garnelen und Muschelsuppen.

Aus dem Kräuterbeet steuerst du hier wenig bei: Oregano und Thymian für die Cajun-Mischung, Sellerieblätter vom Schnittsellerie als Ersatz für die Sellerienote von Old Bay. Paprika und Chili sind Fruchtgemüse und gehören in eine andere Kulturplanung, der Rest ist Handelsware. Wer beide Mischungen mag, pflanzt also dieselben zwei Halbsträucher wie für die Provence – und trennt sie im Beet ebenso.

## Ernten und trocknen für die Mischung

Fast alle Mischungen dieser Liste bestehen aus getrockneten Kräutern, deshalb entscheidet sich schon beim Ernten, welches Kraut überhaupt in die Dose kann. Für den Vorrat wird kurz vor der Blüte und am Vormittag geschnitten, wenn der Tau abgetrocknet ist; Oregano ist die Ausnahme und wird fürs Trocknen erst zur Blüte geerntet. Trocknen lassen sich die robusten Aromatiker – Thymian, Oregano, Salbei, Majoran, Bohnenkraut, Rosmarin, Minze –, gebündelt, schattig und luftig aufgehängt oder im Backofen bei etwa 40 bis 50 °C mit einen Spalt breit geöffneter Tür. Oregano-Bündel hänge ich im Schatten auf und prüfe beim Vorbeigehen, ob die Blätter schon rascheln – dann sind sie fertig.

Die Blattkräuter der Fines Herbes und der Thai-Küche büßen beim Trocknen viel Aroma ein: Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel und Estragon werden portionsweise eingefroren, Basilikum wegen seiner Schleimstoffe ebenfalls, am besten kleingeschnitten in Eiswürfeln. Zitronengras behält eingefroren mehr Aroma als getrocknet und wird dafür in etwa 10 cm lange Stücke geschnitten. Getrocknete Kräuter lagerst du luftdicht, lichtgeschützt und trocken und verbrauchst sie innerhalb von 12 Monaten; eingefrorene Kräuter halten sich bis zu einem Jahr. Die Grundlagen zu Schnitthöhe, Trockenorten und Lagerung stehen im Hub-Abschnitt zum Ernten und Konservieren.

## Und in der Küche?

Der Einsatz der fertigen Mischung – Marinaden, Rubs, Dips, Dressings, das richtige Timing von getrockneten und frischen Kräutern im Topf – ist Thema des Beitrags über selbst hergestellte Kräutermischungen; hier bleibt es beim Anbau. Ein Sicherheitspunkt gehört trotzdem an diese Stelle, weil er bei Za'atar-Öl, Kräuterpaste und Pesto jedes Mal auftaucht: In selbst angesetzten Öl-Zubereitungen können sich unter Luftabschluss Botulinumtoxine bilden. Setze Kräuteröl deshalb nicht auf Vorrat an, stelle es in den Kühlschrank und verbrauche es spätestens am Tag nach der Herstellung; frisches Pesto gehört ebenfalls in den Kühlschrank. Was du trocken in der Dose hast, ist dagegen unproblematisch – und genau dafür lohnt sich das Beet mit getrennten Plätzen für Thymian, Oregano, Salbei, Majoran und den Doldenblütlern für die Samen.

## Häufige Fragen

### Was sind Kräutermischungen und wozu werden sie verwendet?

Kräutermischungen sind feste Kombinationen aus getrockneten oder frischen Kräutern, oft ergänzt um Gewürze wie Pfeffer, Sesam oder Zimt. Sie würzen Fleisch, Fisch, Gemüse, Suppen und Marinaden mit einem Griff, statt dass du mehrere Kräuter einzeln abmisst. Viele Mischungen sind an eine Region gebunden und tragen deren typische Kräuterkombination, etwa Herbes de Provence, Za'atar oder Garam Masala.

### Welche mediterranen Kräutermischungen gibt es und wie unterscheiden sie sich?

Herbes de Provence kombiniert Thymian, Oregano, Rosmarin, Basilikum und Salbei, manchmal mit Lavendel. Die italienische Mischung gewichtet Oregano und Basilikum stärker und ergänzt Rosmarin, Thymian, Salbei und Petersilie. Die griechische Variante setzt auf Oregano und Thymian und bekommt durch Minze, Dill und oft Zitronenschale eine frischere Richtung. Der Unterschied liegt weniger in den Arten als in ihrer Gewichtung.

### Wie werden Za'atar und Ras el Hanout eingesetzt und was davon kann ich anbauen?

Za'atar aus Thymian, geröstetem Sesam, Sumach und Salz kommt mit Olivenöl auf Fladenbrot, in Hummus und Labneh oder als Würze über Grillgut und Salat. Ras el Hanout ist eine vielteilige nordafrikanische Gewürzmischung mit Kardamom, Nelken, Zimt, Koriander und Kreuzkümmel für Tajines, Couscous und Eintöpfe. Aus dem eigenen Beet kommen dafür Thymian und Majoran sowie die Samen von Koriander und Kreuzkümmel; Sesam, Sumach, Zimt und Kardamom sind keine Kulturen für den Hobbygarten hier.

### Was unterscheidet Fines Herbes von anderen französischen Kräutermischungen?

Fines Herbes bestehen aus den zarten Blattkräutern Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Estragon, während Herbes de Provence auf die kräftigen Halbsträucher Thymian, Rosmarin und Salbei setzt. Sie werden frisch verwendet, weil Petersilie, Estragon und Kerbel beim Trocknen Aroma verlieren, und kommen erst am Ende der Garzeit an Eierspeisen, Fisch, helles Fleisch oder Saucen. Für den Vorrat frierst du diese vier Kräuter portionsweise ein.

### Wie grenzt sich ein Bouquet Garni von anderen Würzmischungen ab?

Ein Bouquet Garni ist ein gebundenes Sträußchen aus ganzen Kräutern, klassisch Petersilie, Thymian und Lorbeerblatt, das in Suppe, Brühe oder Schmorgericht mitgart und vor dem Servieren wieder herausgenommen wird. Es arbeitet mit frischen, ganzen Trieben statt mit getrockneten, zerriebenen Blättern. Je nach Gericht ergänzen Estragon, Fenchel oder Sellerieblätter das Bündel.

### Welche Unterschiede bestehen zwischen frischen und getrockneten Kräutern in einer Mischung?

Frische Kräuter bringen Aroma und Textur, halten aber nur kurz und gehören erst zum Schluss ins Gericht oder roh in Salat und Dip. Getrocknete Kräuter sind lagerfähig und werden früher im Kochprozess zugegeben, damit sich ihr Aroma entfalten kann. Fertige Mischungen bestehen meist aus getrockneten Kräutern, weil sich diese gleichmäßig mischen und lagern lassen; Blattkräuter wie Petersilie, Dill oder Basilikum verlieren beim Trocknen aber viel Aroma und werden besser eingefroren.

### Wie bewahre ich eine selbst gemischte Kräutermischung auf?

Getrocknete Kräuter lagerst du luftdicht, lichtgeschützt und trocken, zum Beispiel in dunklen Gläsern, und prüfst verschlossene Gefäße regelmäßig auf Schimmel. Verbrauche die Mischung innerhalb von 12 Monaten, weil sie bei längerer Lagerung Geschmack und Aroma verliert. Eingefrorene Kräuter halten sich bis zu einem Jahr; selbst angesetzte Kräuteröle setzt du dagegen nicht auf Vorrat an, sondern kühlst sie und verbrauchst sie spätestens am Folgetag.

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