# Blumendünger dosieren: wie viel du je Düngerform und Pflanzengruppe gibst

> Eine feste Grammzahl pro Pflanze gibt es nicht. So bestimmst du die Menge für Flüssigdünger, Depotdünger und Stäbchen im Topf und rechnest sie fürs Beet aus.

- **URL:** https://samen.de/praxis/duengen-boden/die-richtige-dosierung-von-blumenduenger-optimale-pflanzenpflege-fuer-ueppiges-wachstum/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Düngen, Boden & Kompost
- **Zuletzt geprüft:** 11. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wer „wieviel Dünger pro Pflanze“ sucht, hofft auf eine Grammzahl für jeden Topf. Für Blumendünger gibt es diese eine Zahl nicht, und wer zu viel gibt, kann den Salzgehalt der Erde erhöhen. Ein erhöhter Salzgehalt kann wiederum die Wasseraufnahme deiner Pflanzen beeinträchtigen. Ich lese deshalb vor jeder ersten Gabe das Etikett, wiege die Menge einmal ab und rechne an, was schon in der Erde steckt.

## Wie viel Dünger pro Pflanze? Packung im Topf, Rechnung im Beet

Eine Grammzahl, die für jede Blume passt, gibt es nicht. Im Topf und im Kübel ist die Dosierungsanweisung des Düngers maßgeblich, den du verwendest. Im Beet rechnest du vom Nährstoffbedarf je Quadratmeter aus und kommst über den Nährstoffgehalt auf dem Etikett zur Produktmenge. In beiden Fällen ziehst du ab, was schon vorhanden ist: die Grunddüngung der Erde, Kompost und den Vorrat im Boden.

| Situation | Was die Menge bestimmt | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Kübel frisch in vorgedüngte Blumenerde getopft | Startvorrat der Erde | üblicherweise 4 bis 6 Wochen ohne zusätzlichen Dünger |
| Topf oder Kasten mit Flüssigdünger | Dosierungsanweisung der Packung | nur auf bereits feuchte Erde geben |
| Kübel mit Langzeitdünger | Packungsangabe, die Wirkungsdauer steht auf der Verpackung | bei bedarfsgerecht bemessenem Depot im Sommer gewöhnlich keine Nachdüngung |
| Düngestäbchen | Dosierungsanweisung der konkreten Packung | in den Wurzelbereich stecken, Topf nicht austrocknen lassen |
| Pelargonien ohne Langzeitdünger | Packungsangabe des flüssigen Volldüngers | nach dem Einwurzeln alle 10 bis 14 Tage |
| Beet und Staudenfläche | Nährstoffbedarf je m² und Nährstoffgehalt des Düngers | Bodenvorrat, Kompost und Mist anrechnen |
| Hausbaum | Bodenuntersuchung, Baumgröße und Herstelleranweisung | erst untersuchen, dann bedarfsgerecht düngen |

## Bevor du dosierst: Etikett, Boden und pH-Wert

Die Zahlenreihe auf dem Düngeretikett nennt Gehalte in Prozent, und zwar für Stickstoff, Phosphat als P₂O₅ und Kalium als K₂O. Für die Rechnung im Beet brauchst du den Prozentwert des Nährstoffs, nach dem du dosierst; Spurennährstoffe stehen gesondert auf dem Etikett. Was Pflanzen davon brauchen, erklären die [Grundlagen zu Nährstoffen, NPK und Spurenelementen im Ratgeber Düngen, Boden & Kompost](/praxis/duengen-boden/).

Was ein Beet noch braucht, klärt eine Bodenuntersuchung. Die Standarduntersuchung auf Phosphor, Kalium und pH liefert allerdings keinen Nmin-Wert, den lässt du gesondert bestimmen. Wie du die Probe ziehst, steht im selben Ratgeber unter Boden und Bodenanalyse.

Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen. Ist der pH zu hoch, kann Spurennährstoffmangel auftreten, obwohl die Nährstoffe im Boden vorhanden sind; dann liegt das Problem nicht an der Düngermenge. Messen und Kalken behandelt der Ratgeber unter pH-Wert und Kalk, und [wie Blumendünger selbst auf pH-Wert, Bodenstruktur und Bodenleben wirkt](/praxis/duengen-boden/blumenduenger-und-bodenqualitaet/), zeigt ein eigener Beitrag.

## Abwiegen statt schätzen: den Messbecher einmal kalibrieren

Dünger wiegst du ab, weil sich die Produkte in ihrem Schüttgewicht unterscheiden. Ein Becher Granulat des einen Düngers wiegt deshalb nicht dasselbe wie ein Becher des nächsten. Für einen wiederverwendbaren Messbecher wiegst du die passende Menge einmal mit der Waage ab und markierst die Füllhöhe am Becher. Diese Markierung gilt nur für das Produkt, mit dem du sie gewogen hast. Für jeden Dünger, den ich regelmäßig nutze, habe ich einen eigenen Becher, damit keine Markierung beim falschen Produkt landet.

> **Jetzt dran:** Stell den leeren Messbecher auf die Waage und tariere sie. Füll den Dünger ein, bis die Waage die Menge von der Packung oder aus deiner Rechnung anzeigt. Zieh an der Füllhöhe einen Strich und schreib den Namen des Düngers daneben.

> **Achtung:** Feste Dünger lagerst du trocken und verpackt oder abgedeckt. Besteht der Verdacht, dass ein Kind eine größere Menge Blumendünger aufgenommen hat, wende dich an ein Giftinformationszentrum oder an die Kinderarztpraxis, damit sie die Lage beurteilen.

## Im Beet: die Menge aus Bedarf und Nährstoffgehalt rechnen

Im Beet rechnest du vom Nährstoff aus, nicht vom Produkt. Die Produktmenge in g/m² ergibt sich aus dem Düngebedarf in g/m², multipliziert mit 100 und geteilt durch den Prozentgehalt des Nährstoffs im Dünger. Für die ganze Fläche nimmst du das Ergebnis mal die Fläche in m². Den Düngebedarf selbst ermittelst du, indem du vom Bedarf der Kultur abziehst, was der Boden vorhält und nachliefert.

| Schritt | Rechenbeispiel |
|---|---|
| Düngebedarf ermitteln | 15 g N/m² Kulturbedarf, abzüglich 5 g N/m² Bodenvorrat und 7 g N/m² geschätzter Nachlieferung, ergibt 3 g N/m² Düngebedarf |
| Produktmenge rechnen | angenommene 25 g N/m² Bedarf mal 100, geteilt durch 12 % Stickstoff im Dünger, ergibt rund 208 g Dünger je m² |
| Nebenlieferung prüfen | rund 167 g/m² eines Düngers mit NPK 12-8-16 decken 20 g N/m², liefern aber rund 13 g P₂O₅/m² bei nur 5 g P₂O₅/m² Bedarf |

Die Werte in der Tabelle sind Rechenbeispiele, keine Richtwerte für deine Blumen. Was schon im Boden steckt, weist die Bodenuntersuchung als Versorgungsstufe aus. Bei Versorgungsstufe D musst du nur 50 % des erwarteten Entzugs eines Nährstoffs über Dünger ersetzen. Bei Stufe E kannst du die zusätzliche Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend auf 0 reduzieren.

Ein Volldünger, den du nach Stickstoff bemisst, bringt die übrigen Nährstoffe in seinem festen Verhältnis mit, wie die letzte Tabellenzeile zeigt. Bei hohem Phosphatvorrat und gleichzeitigem Kaliummangel greifst du deshalb zu gezielten Einzelnährstoffgaben statt zu einem zusätzlichen NPK-Dünger. Wie viel Dünger einzelne Gemüsearten je Quadratmeter brauchen, steht im [Ratgeber zur Dosierung von Gemüsedünger](/praxis/duengen-boden/die-richtige-dosierung-von-gemueseduenger-fuer-optimales-pflanzenwachstum/).

Kompost und Mist zählen bei dieser Rechnung mit. Im Ziergarten mit Phosphat-Gehaltsstufe C gilt höchstens 3 l Kompost je m² und Jahr als Faustregel, weitere Phosphatgaben entfallen dann. Fertig vergorene Pflanzenjauche verdünnst du zur Wurzeldüngung im Verhältnis 1:10 mit Wasser, eine allgemeingültige Vorgabe für Menge und Wiederholung gibt es dafür nicht. Kompost und Jauche vertieft der Ratgeber unter Kompost verwenden und natürliche Düngemethoden.

### Organisch oder mineralisch: was das für die Menge heißt

Organisch gebundene Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor Wurzeln sie aufnehmen können. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen organische Dünger wenig bis keine Nährstoffe frei, sodass eine weitere Gabe das Problem nicht zuverlässig behebt. Mineralische Dünger enthalten meist leicht lösliche Nährstoffe und decken einen kurzfristigen Bedarf rasch; den Vergleich beider Gruppen führt der Ratgeber unter Düngerarten und Düngerformen.

## Topf, Kasten, Kübel: so dosierst du je Düngerform

Im Gefäß ist die Dosierungsanweisung auf der Packung deines Düngers maßgeblich. Bevor du sie anwendest, klärst du drei Dinge: Was steckt schon in der Erde, ist die Erde feucht, und wächst die Pflanze gerade?

### Vorgedüngte Erde zuerst anrechnen

Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde brauchen Kübelpflanzen üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Die vorhandene Grunddüngung rechnest du an, wenn du spätere Gaben bemisst. Pflanzen vertragen Salz unterschiedlich gut, deshalb passt du die Grunddüngung an die jeweilige Art an. Ich schreibe das Umtopfdatum auf ein Stecketikett im Topf, damit ich das Ende des Startvorrats nicht schätzen muss.

Torffreie Erde braucht einen zweiten Blick. Auch vorgedüngte torffreie Erden können durch ihre Ersatzstoffe vorübergehend zu wenig pflanzenverfügbaren Stickstoff bereitstellen. In den HOT-Reallaboren verbesserte eine an Gefäß und Substrat angepasste Nährstoffgabe die Versorgung gegenüber einer Düngung, die allein ans Gießwasser gekoppelt war. Lagert torffreie oder torfreduzierte Erde länger, können Nährstofffreisetzung und Salzgehalt zunehmen.

> **Häufiger Fehler:** Frisch in vorgedüngte Erde getopft und gleich Flüssigdünger hinterher. Damit düngst du auf einen Vorrat, der üblicherweise 4 bis 6 Wochen reicht. Warte den Startvorrat ab und beobachte danach, wie die Pflanze wächst.

### Flüssigdünger

Flüssigdünger dosierst du nach der Packung und gibst die Lösung nur auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen. Bei torffreien und torfreduzierten Substraten kann die Oberfläche trocken sein, obwohl es weiter unten noch nass ist. Ich drücke vor dem Düngen einen Finger tief in die Topferde und entscheide erst dann, ob ich gieße, dünge oder warte. Liegt schon ein Depot im Topf, bemisst du den Flüssigdünger nach dem Entzug der Pflanze und der vorhandenen Depotmenge. [Wie du Gießen und Düngen bei Blumen aufeinander abstimmst](/praxis/duengen-boden/blumenduenger-und-bewaesserung-perfekt-aufeinander-abstimmen/), vertieft ein eigener Ratgeber.

### Langzeit- und Depotdünger

Bei umhüllten mineralischen Depotdüngern verzögert eine Hüllschicht die Freisetzung der Nährstoffe. Wie schnell sie frei werden, hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab, und niedrige Temperaturen verzögern die Wirkung zusätzlich. Die Wirkungsdauer steht auf der Verpackung; für Kübelrosen werden ummantelte Langzeitdünger mit einer Nährstoffabgabe über 4 bis 6 Monate beschrieben. Bei hoher Bevorratung kann der Salzgehalt zeitweise über den Optimalbereich steigen, und bereits freigesetzte, gelöste Nährsalze können ausgewaschen werden.

Auch mineralische Langzeitdünger im Kübel wirken nur in Verbindung mit Wasser, und bei bedarfsgerecht bemessenem Depot brauchen Kübelpflanzen im Sommer gewöhnlich keine Nachdüngung. Wirkt ein Kübel trotz Depot schwach, prüfst du also zuerst die Erdfeuchte, bevor du nachdüngst.

> **Marias Erfahrung:** Wenn ich Depotdünger einarbeite, notiere ich Datum und Wirkungsdauer von der Verpackung auf dem Stecketikett. Beim Gießen sehe ich dann, ob der Vorrat laut Packung noch läuft, bevor ich zur Flüssigdüngerflasche greife.

### Düngestäbchen

Düngestäbchen sind feste Dünger zum Einstecken in die Erde. Du steckst sie in den Wurzelbereich der Topfpflanze, und wie viele Stäbchen ein Topf bekommt, legt die Dosierungsanweisung der konkreten Packung fest. Gedüngte Kübelpflanzen lässt du nicht austrocknen.

### Balkonblumen, Zimmerpflanzen und Jungpflanzen

Pelargonien gehören zu den Starkzehrern und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere Balkonpflanzen. Ohne Langzeitdünger bekommen sie nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger. Bei länger anhaltenden Temperaturen unter 10 °C bilden Pelargonien keine neuen Blütenanlagen. Bleiben die Blüten in einer kühlen Phase aus, muss das also nicht am Dünger liegen. [Welcher Dünger Balkonblumen zur Blüte bringt](/praxis/duengen-boden/blumenduenger-fuer-balkonpflanzen-optimale-versorgung/), behandelt ein eigener Beitrag.

Zimmerpflanzen brauchen entsprechend ihrem Wachstum im Frühjahr und Sommer mehr Nährstoffe als im Winter. Orchideen zählen zu den besonders salzempfindlichen Kulturen. In erdelosen Kulturen wie der Hydrokultur müssen alle benötigten Nährstoffe gezielt dosiert werden. [Welche Spezialdünger blühende Zimmerpflanzen wie Orchideen brauchen](/praxis/duengen-boden/spezielle-duenger-fuer-bluehende-zimmerpflanzen/), steht im Ratgeber dazu.

Für Sämlinge gelten eigene Regeln: Schon die Aussaaterde sollte einen Salzgehalt unter 0,5 g/l haben. [Wie du Jungpflanzen von der Keimung bis zum Auspflanzen versorgst](/praxis/duengen-boden/optimale-naehrstoffversorgung-fuer-gesunde-jungpflanzen/), zeigt ein eigener Beitrag.

> **Achtung:** Eine kranke Kübelpflanze regst du nicht mit zusätzlichem Dünger zum Wachsen an. Ist eine Kübelpflanze vernässt und sind ihre Wurzeln noch nicht verfault, gießt und düngst du nicht, bis die Erde abgetrocknet ist und die Pflanze sich erholt hat. Kübelpflanzen in Winterruhe wachsen nur wenig und brauchen kaum zusätzliche Nährstoffe.

## Rosen, Hortensien, Lavendel: was je Pflanzengruppe im Garten gilt

Im Garten richtet sich die Menge nach Bodenbefund und Packung, die Wahl der Nährstoffe nach der Pflanzengruppe. Bei einigen Gruppen ist vor allem wichtig, was sie nicht brauchen.

| Pflanzengruppe | Was für Menge und Nährstoffwahl gilt |
|---|---|
| Gartenrosen | Die Forsythienblüte zeigt den Zeitpunkt für eine organische Frühjahrsdüngung mit langsam wirkendem Dünger an. Öfter blühende Rosen erhalten während oder kurz nach der Hauptblüte ab Mitte bis Ende Juni eine bedarfsgerechte Sommergabe für den zweiten Flor. |
| Stauden und Zwiebelblumen | Frühlingsblühende Zwiebelpflanzen im Staudenbeet versorgst du über die bedarfsgerechte Düngung des Beets im zeitigen Frühjahr vor der Blüte mit. |
| Garten-Hortensien | Bei etablierten Bauernhortensien sind mehrere leichte Düngergaben während der Wachstumszeit empfehlenswert. Mophead-Hortensien können auch ohne Dünger gedeihen; eine allgemeine Düngepflicht folgt daraus nicht. Sie bevorzugen leicht sauren, lehmig-humosen und wasserspeichernden Boden. |
| Rhododendron | Gezielt düngen setzt voraus, dass du pH-Wert sowie Phosphor-, Kalium- und Magnesiumgehalt des Bodens kennst. Pauschale Kalk- und Gartenkompostgaben passen nicht. Rhododendren bevorzugen überwiegend pH 4,5 bis 5,5, die obere Toleranz reicht bis etwa pH 6,0. |
| Lavendel | Kalium ist blühfördernd. Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können zu weichem, instabilem Wuchs führen; eine allgemeingültige Menge lässt sich daraus nicht ableiten. |
| Buchsbaum | Auf nährstoffreichen Böden kann die Düngung unterbleiben. Im Kübel reicht ein reiner Stickstoffdünger zur vollständigen Versorgung nicht aus. Nach starkem Rückschnitt sind Mulch und ein allgemeiner Dünger empfehlenswert. |
| Freiwachsende Hecken und Ziergehölze | Bei Düngebedarf verteilst du organischen Mehrnährstoffdünger im zeitigen Frühjahr gleichmäßig zwischen den Gehölzen und arbeitest ihn gegebenenfalls leicht ein. Nach Mitte Juli bekommen Ziergehölze keinen zusätzlichen Stickstoff mehr, damit die Triebe ausreifen. |

Die Blaufärbung geeigneter Hortensiensorten hängt von saurem Boden und verfügbarem Aluminium ab. Phosphat kann dieses Aluminium im Substrat festlegen, deshalb achtest du bei blauen Hortensien auf den Phosphatanteil im Dünger.

Ein Dünger, der für eine bestimmte Pflanzengruppe benannt ist, kann auch für andere taugen, wenn Nährstoffverhältnis und pH-Wirkung zu deren Bedarf passen. [Welche speziellen Dünger Gemüse, Obst und Zierpflanzen brauchen](/praxis/duengen-boden/spezielle-duenger-optimale-naehrstoffe-fuer-gartenpflanzen/), vertieft ein eigener Ratgeber. [Wann Thujen gedüngt werden und wann Schluss ist](/praxis/duengen-boden/thujenduengung-den-richtigen-zeitpunkt-erkennen/), klärt der Beitrag zur Thujendüngung.

## Mehr Dünger, mehr Blüten?

Auch bei Blühpflanzen bringt eine größere Menge nicht automatisch mehr Blüten. Entscheidend ist, welcher Nährstoff in welcher Phase gebraucht wird.

> **Mythos-Check:** Je mehr Blühdünger, desto mehr Blüten? Bei Chrysanthemen, Primeln und Topfrosen, deren Wachstum während der Blüte nachlässt, ist eine Stickstoffreduktion angezeigt und keine absolute Erhöhung von Phosphat und Kalium. Auch organische Dünger lassen sich in einer pflanzenbaulich oder ökologisch zu hohen Menge ausbringen.

[Weitere verbreitete Düngermythen und was stattdessen gilt](/praxis/duengen-boden/duengermythen-entlarvt-was-stimmt-wirklich-fakten-und-irrtuemer-der-pflanzenduengung/), sammelt ein eigener Beitrag. Ob Dünger Nektar, Pollen und den Insektenbesuch verändert, behandelt der Beitrag zum [Einfluss von Blumendünger auf die Bestäubung durch Insekten](/praxis/duengen-boden/blumenduenger-einfluss-auf-insektenbestaeubung/).

## Zu viel oder zu wenig? Anzeichen richtig einordnen

Vergilbte Blätter mit Blattfall können auf Nährstoffmangel hindeuten, aber ebenso auf Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder Wasserstress. Zeigen sich nach Überdüngung Salzschäden, stellst du die Düngung ein und topfst die Pflanze gegebenenfalls um, wobei du einen Teil der alten Erde austauschst. Was die Pflanze nicht aufnimmt, kann ausgewaschen werden; Ursachen und Folgen ordnet der Ratgeber Düngen, Boden & Kompost unter Mangel und Überdüngung ein.

Blattdüngung kann einen akuten Mangel vorübergehend lindern, ersetzt aber keine ausreichende Versorgung über die Wurzeln. [Wann Blattdüngung sinnvoll ist und wie du sie anwendest](/praxis/duengen-boden/blattduengung-naehrstoffe-direkt-fuer-die-pflanzen/), erklärt ein eigener Beitrag.

## Wann düngen? Der Zeitpunkt in Kürze

Im Garten ziehst du die Frühjahrsdüngung der Herbstdüngung vor, damit weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Kübelpflanzen mit Winterruhe düngst du in ihrer Wachstumszeit von Ende April bis August. Einen Düngeplan über das Jahr findest du im [Ratgeber zum richtigen Zeitpunkt für die Blumendüngung](/praxis/duengen-boden/den-richtigen-zeitpunkt-fuer-blumenduengung-finden/), die Grundregeln im Düngen-Ratgeber unter Düngen nach Bedarf.

## Häufige Fragen

### Was bedeutet das NPK-Verhältnis bei Blumendünger und wie interpretiert man die Zahlen?

Die Zahlen nennen Gehalte in Prozent, in der Reihenfolge Stickstoff, Phosphat als P₂O₅ und Kalium als K₂O. Die Deklaration NPK 12-12-17 mit 2 % Magnesiumoxid steht also für 12 % Stickstoff, 12 % Phosphat, 17 % Kaliumoxid und 2 % Magnesiumoxid. Spurennährstoffe stehen gesondert auf dem Etikett. Den Prozentwert brauchst du, um aus dem Nährstoffbedarf je m² die Düngermenge zu errechnen.

### Welche Düngerarten gibt es für Blumen und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Mineralische Dünger enthalten meist leicht lösliche Nährstoffe und können einen kurzfristigen Bedarf rasch decken; als Flüssigdünger gibst du sie nur auf feuchte Erde. Bei umhüllten Depotdüngern verzögert eine Hüllschicht die Freisetzung, die von Temperatur und Feuchtigkeit abhängt, und eine hohe Bevorratung kann den Salzgehalt zeitweise über den Optimalbereich heben. Organische Dünger müssen erst mineralisiert werden und setzen bei Frost, Trockenheit oder Staunässe wenig bis keine Nährstoffe frei. Düngestäbchen steckst du in den Wurzelbereich, und bei allen Formen richtet sich die Menge nach der Packungsangabe.

### Wie erkennt man Überdüngung bei Pflanzen und was kann man dagegen tun?

Überdüngung kann den Salzgehalt im Boden erhöhen und dadurch die Wasseraufnahme der Pflanzen beeinträchtigen. Vergilbte Blätter mit Blattfall sind nur ein Hinweis, denn sie können auch Lichtmangel, Temperaturschwankungen oder Wasserstress anzeigen; ob ein Beet überversorgt ist, zeigt die Bodenuntersuchung. Bei Salzschäden stellst du die Düngung ein und topfst gegebenenfalls um, wobei du einen Teil der alten Erde austauschst. Vorbeugend rechnest du Grunddüngung und Kompost an und dosierst nach Packung.

### Welche Werkzeuge und Messmethoden helfen bei der präzisen Düngerdosierung?

Die wichtigste Hilfe ist eine Waage, denn Dünger unterscheiden sich im Schüttgewicht. Einen wiederverwendbaren Messbecher kalibrierst du, indem du die passende Menge eines bestimmten Produkts abwiegst und die Füllhöhe markierst. Für Beete liefert eine Bodenuntersuchung die Grundlage, wobei die Standarduntersuchung auf Phosphor, Kalium und pH keinen Nmin-Wert enthält. Für pH-Messungen direkt im Substrat brauchst du kalibrierte Glas-Einstichelektroden, weil einfache Metallsonden unzuverlässige Ergebnisse liefern können.

### Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu besseren Blütenergebnissen führt?

Nein. Bei Chrysanthemen, Primeln und Topfrosen, deren Wachstum während der Blüte nachlässt, ist eine Stickstoffreduktion angezeigt und keine absolute Erhöhung von Phosphat und Kalium. Bei Lavendel können stark stickstoffhaltige Dünger und Mist zu weichem, instabilem Wuchs führen. Auch organische Dünger lassen sich in zu hoher Menge ausbringen, deshalb dosierst du nach Bedarf und Packungsangabe.

### Wie entwickelt sich der Nährstoffbedarf von Pflanzen während ihrer Lebensphasen?

Zimmerpflanzen brauchen entsprechend ihrem Wachstum im Frühjahr und Sommer mehr Nährstoffe als im Winter. Kübelpflanzen in Winterruhe wachsen nur wenig und benötigen kaum zusätzliche Nährstoffe. Bei ausreifenden mehrjährigen Gartenpflanzen wird Stickstoffdünger ab dem Spätsommer ausgesetzt. Phasen hoher Wurzelaktivität begünstigen die Aufnahme von Nährsalzen und eignen sich deshalb für eine bedarfsgerechte Düngung.

### Wie beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Nährstoffaufnahme von Pflanzen?

Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen und so ihre Verfügbarkeit einschränken. Ein zu hoher pH kann Spurennährstoffmangel verursachen, obwohl die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Der passende Bereich hängt von Bodenart, Humusgehalt und Pflanzen ab: Für Sandböden gelten 5,0 bis 6,5, für lehmige Böden 5,5 bis 7,0 und für tonige Böden 6,0 bis 7,5, ausgenommen etwa Moorbeetpflanzen. Rhododendren bevorzugen überwiegend pH 4,5 bis 5,5.

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