# Düngekalender für den Ziergarten: Wann Stauden, Rosen und Gehölze dran sind

> Wann du Stauden, Rosen, Ziergehölze, Rhododendren und Kübelpflanzen düngst, ab wann Schluss mit Stickstoff ist und wann das Wetter den Termin verschiebt.

- **URL:** https://samen.de/praxis/duengen-boden/richtiger-zeitpunkt-fuer-ueppige-ziergartenduengung/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Düngen, Boden & Kompost
- **Zuletzt geprüft:** 12. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wer Zierpflanzen zur falschen Zeit düngt, verliert Nährstoffe durch Auswaschung oder riskiert, dass Gehölztriebe vor dem Winter nicht ausreifen. Ich arbeite deshalb mit einem Jahreskalender. Jede Pflanzengruppe hat darin zwei Einträge: den Start im Frühjahr und den Stichtag, ab dem kein Stickstoff mehr kommt. Wie viel du gibst, entscheidet dein Boden. Wann du düngst, entscheiden Pflanzengruppe, Austrieb und Wetter.

## Düngekalender für den Ziergarten auf einen Blick

Die Tabelle zeigt für jede Pflanzengruppe, wann sie Dünger bekommt und wann Schluss ist.

| Pflanzengruppe | Wann düngen | Wann Schluss oder Pause |
|---|---|---|
| Prachtstauden und nährstoffbedürftige Beetstauden | im Frühjahr; 3 l Kompost je m² leicht eingearbeitet, starkwachsende Arten wie Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen zusätzlich bis zu 50 g Hornmehl je m² | Stickstoff ab dem Spätsommer aussetzen |
| Frühlingsblühende Zwiebelpflanzen im Staudenbeet | im zeitigen Frühjahr vor der Blüte, über die Düngung des Staudenbeets mitversorgt | wie das Staudenbeet |
| Polster-, Wild- und trockenheitsliebende mediterrane Stauden auf mageren Standorten | keine Kompostgabe; gedüngt wird erst bei erkennbaren Mängeln | keine regelmäßige Gabe |
| Etablierte Gartenrosen | zur Forsythienblüte mit langsam wirkendem organischem Dünger; öfterblühende Rosen zusätzlich während oder kurz nach der Hauptblüte ab Mitte bis Ende Juni | ab Ende Juli bis Anfang August keine stickstoffbetonte Düngung mehr |
| Eingewachsene Ziergehölze | im Frühjahr 2 bis 4 l reifer Kompost je m²; Stickstoff nur bei festgestelltem Bedarf und erst ab Mai | nach Mitte Juli kein zusätzlicher Stickstoff |
| Rhododendron | Hauptdüngung Anfang bis Mitte April, eine gegebenenfalls nötige zweite Gabe nach der Blüte im Juni | wie Ziergehölze: nach Mitte Juli kein Stickstoff |
| Kübelpflanzen mit Winterruhe | Ende April bis August; nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde erst nach 4 bis 6 Wochen | während der Winterruhe keine Düngung |
| Pelargonien ohne Langzeitdünger | nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssiger Volldünger | kühl und frostfrei überwintert kein Dünger |

Die Kompostmengen gelten nur, wenn der Bodenbefund nicht dagegen spricht. Liegt Phosphat in der Gehaltsklasse C bis E, gilt im Ziergarten eine Obergrenze von 3 l Gartenkompost je m² und Jahr.

## Frühjahr: Der Start richtet sich nach Boden und Austrieb

Im Hausgarten ist eine bedarfsgerechte Frühjahrsdüngung der Herbstdüngung möglichst vorzuziehen, weil so weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Den genauen Tag bestimmen Pflanzengruppe und Bodenzustand.

Organische Dünger setzen bei Frost oder stauender Nässe kaum Nährstoffe frei. Niedrige Temperaturen verzögern außerdem die Wirkung organischer und mineralischer Langzeitdünger. Eine Gabe auf gefrorenen oder nassen Boden wirkt also zunächst kaum. Kompost arbeitest du erst ein, wenn der Boden nicht mehr zu feucht ist. Die Beete betrittst du dabei möglichst nicht, damit ihre Porenstruktur erhalten bleibt.

Nährstoffbedürftige Beetstauden düngst du im Frühjahr. Für Rosen zeigt die Forsythienblüte den Zeitpunkt der organischen Frühjahrsdüngung an. Rhododendren bekommen ihre Hauptdüngung Anfang bis Mitte April. Ziergehölze warten mit einer nötigen Stickstoffgabe bis Mai. Kübelpflanzen mit Winterruhe starten Ende April, und nicht umgetopfte Exemplare beginnen beim helleren und wärmeren Aufstellen wieder mit leichter Düngung.

> **Marias Erfahrung:** Ich trage jedes Jahr in meinen Gartenkalender ein, an welchem Tag die Forsythie aufblüht. Erst dann streue ich den langsam wirkenden organischen Dünger für die Rosen. Vorher greife ich in die obere Erdschicht und prüfe, ob der Boden feucht und nicht mehr gefroren ist.

Welcher Dünger im Frühjahr passt und wie du ihn einarbeitest, erklärt ein eigener Ratgeber: [wie du Zierpflanzen im Frühjahr mit dem passenden Dünger versorgst](/praxis/duengen-boden/zierpflanzen-im-fruehjahr-optimal-duengen/).

## Sommer: Nachdüngen nur bei echtem Bedarf

Warme, ausreichend feuchte und humusreiche Gartenböden liefern im Sommer häufig schon genug Nährstoffe nach. Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen dort die Stickstofffreisetzung aus dem Humus. Im Sommer musst du deshalb nicht automatisch nachdüngen.

Feste Sommertermine gibt es für diese Gruppen:

- **Öfterblühende Rosen:** während oder kurz nach der Hauptblüte ab Mitte bis Ende Juni.
- **Rhododendren:** eine gegebenenfalls nötige zweite Gabe nach der Blüte im Juni.
- **Ziergehölze mit festgestelltem Stickstoffbedarf:** ab Mai, längstens bis Mitte Juli.
- **Kübelpflanzen:** bis August; mit ausreichend bemessenem Langzeitdünger brauchen sie im Sommer in der Regel keine zusätzliche Gabe.

Bei meinen öfterblühenden Rosen schneide ich zuerst die verblühte erste Blüte zurück. Danach gieße ich die in Wasser gelöste Sommergabe auf den feuchten Boden.

## Spätsommer, Herbst und Winter: Stichtage und Ruhezeit

### Wann Schluss mit Stickstoff ist

Bei mehrjährigen Gartenpflanzen, die vor dem Winter ausreifen sollen, setzt du Stickstoff ab dem Spätsommer aus. Für Obst- und Ziergehölze liegt der Stichtag bei Mitte Juli. Rosen bekommen ab Ende Juli bis Anfang August keine stickstoffbetonte Düngung mehr. Beide Termine haben denselben Grund: Die jungen Triebe sollen vor dem Winter ausreifen.

Grobe Hornspäne brauchen im Boden mehrere Monate für die Umsetzung. Gibst du sie Gehölzen erst ab Mai, kann also noch Stickstoff frei werden, wenn nach Mitte Juli Schluss sein soll. Fein vermahlenes Hornmehl wird unter günstigen Bedingungen in ungefähr sechs Wochen umgesetzt.

> **Häufiger Fehler:** Im Spätsommer noch einmal kräftig Stickstoff geben, damit die Pflanzen gestärkt in den Winter gehen. Eine zu späte oder zu reichliche Düngung kann die Gefährdung von Stauden und Gehölzen im Winter erhöhen.

### Herbstpflanzungen

Im Herbst gepflanzte Rosen düngst du frühestens im folgenden Jahr, wenn sie eingewurzelt sind und kräftig wachsen. Rhododendren aus der Herbstpflanzung bekommen ihren ersten Dünger im folgenden Frühjahr. Was darüber hinaus [im Herbst bei Stauden, Ziergehölzen, Zwiebelpflanzen und Rosen zu beachten ist](/praxis/duengen-boden/herbstduengung-im-ziergarten-warum-und-wie/), erklärt ein eigener Ratgeber.

### Ruhezeit im Winter

Kübelpflanzen mit Winterruhe wachsen nur wenig und brauchen entsprechend kaum zusätzliche Nährstoffe. Während der Ruhephase entfällt ihre Düngung. Wann Fuchsien und Pelargonien pausieren, steht im Abschnitt zu Kübel- und Balkonpflanzen.

## Düngezeitpunkte je Pflanzengruppe

### Stauden und Zwiebelblumen

Prachtstauden können im Frühjahr 3 l Kompost je m² erhalten, den du leicht einarbeitest. Das gilt, solange keine stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumvorräte dagegen sprechen. Starkwachsende Stauden wie Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen können zur Kompostgabe zusätzlich bis zu 50 g Hornmehl je m² bekommen. Auf reinem Schottersubstrat kann eine Staudenpflanzung im März stickstoffbetonten Langzeitdünger mit 5 bis 10 g Stickstoff je m² brauchen.

Polster-, Wild- und trockenheitsliebende mediterrane Stauden magerer Standorte bekommen keinen Kompost. Stauden nährstoffarmer Standorte düngst du erst, wenn Mängel erkennbar sind. Übermäßige Düngung kann bei ihnen zu untypisch starkem Wachstum führen und ihre Winterhärte verschlechtern. Bei Lavendel unterstützt eine zurückhaltende Düngung einen intensiveren Duft und einen kompakten, standfesten Wuchs. Stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können ihn dagegen weich und instabil wachsen lassen.

Frühlingsblühende Zwiebelpflanzen im Staudenbeet brauchen keinen eigenen Termin. Sie werden über die Düngung des Beets im zeitigen Frühjahr vor ihrer Blüte mitversorgt.

### Rosen

Etablierte Gartenrosen bekommen zur Forsythienblüte einen langsam wirkenden organischen Dünger. Als Kompostgabe im März und April gelten etwa 3 l je m².

Öfterblühende Rosen erhalten während oder kurz nach der Hauptblüte ab Mitte bis Ende Juni eine zweite Gabe. Ein schnell wirkender, vorzugsweise in Wasser gelöster Dünger kann nach dem Rückschnitt der ersten Blüte den erneuten Austrieb und die Nachblüte unterstützen. Ab Ende Juli bis Anfang August folgt keine stickstoffbetonte Düngung mehr, damit die neuen Triebe vor dem Winter ausreifen. Frisch gepflanzte Rosen düngst du frühestens im folgenden Jahr.

> **Zahl im Blick:** Als pauschaler Stickstoffbedarf gelten für Bodendeckerrosen 10 g/m², für Edel-, Strauch- und Kletterrosen 18 g/m². Bei der Planung ziehst du davon das Stickstoffangebot des Bodens ab.

### Bodendecker: nach Gruppe düngen, Abstand nach Art

Bodendecker düngst du nach der Pflanzengruppe, zu der sie gehören. Eine Bodendeckerpflanzung aus Stauden folgt dem Staudenkalender, Bodendeckerrosen folgen dem Rosenkalender mit dem geringeren pauschalen Stickstoffbedarf. Bei dichten Teppichen kommt es aufs Ausbringen an. Streudünger gehört auf feuchten Boden und nicht auf nasses Laub, damit er wirken kann und keine Ätzschäden entstehen. Ich streue bei Bodendeckern deshalb nur, wenn das Laub trocken und der Boden feucht ist. Den Pflanzabstand richtest du nach der Angabe für die jeweilige Art, denn er hängt von ihrem Wuchs ab.

### Ziergehölze, Buchs und Koniferen

Eingewachsene Ziergehölze können im Frühjahr 2 bis 4 l reifen Kompost je m² erhalten, sofern die Bodenversorgung die Gabe rechtfertigt. Zusätzlichen Stickstoff bekommen sie nur bei festgestelltem Bedarf, dann erst ab Mai und nach Mitte Juli nicht mehr.

> **Kurz erklärt:** Ziergehölze und Nadelbäume versorgen ihren Austrieb im Frühjahr aus Reserven in Holz und Rinde. Deshalb kommt eine erforderliche Stickstoffgabe erst ab Mai. Bei vielen Ziergehölzen außer Rosen deckt das Stickstoffangebot des Bodens den Bedarf ohnehin häufig weitgehend.

Auf nährstoffreichen Böden kann eine zusätzliche Buchsbaumdüngung unterbleiben. Nach einem starken Rückschnitt mulchst du den Buchs und gibst einen allgemeinen Dünger. Für Buchs im Kübel reicht ein reiner Stickstoffdünger nicht aus. Koniferen brauchen bei der Pflanzung nicht grundsätzlich Dünger, das entscheidet die untersuchte Nährstoffversorgung. Viele Kiefernarten gedeihen auch auf nährstoffarmen Böden.

### Rhododendron, Hortensie und Clematis

Rhododendren erhalten ihre Hauptdüngung Anfang bis Mitte April und eine gegebenenfalls nötige zweite Gabe nach der Blüte im Juni. Ein geeigneter Langzeitdünger wird nur einmal im Frühjahr gegeben. Frisch gepflanzte Rhododendren düngst du bei einer Frühjahrspflanzung nach etwa 2 Wochen. Gezielt düngen kannst du sie erst, wenn du Boden-pH und vorhandene Nährstoffe kennst. Gewöhnlicher Gartenkompost ist wegen seines Kalkgehalts für Moorbeetpflanzen ungeeignet.

Gartenhortensien bevorzugen einen leicht sauren, lehmig-humosen und wasserspeichernden Boden. Für etablierte Bauernhortensien werden mehrere leichte Düngergaben während der Wachstumszeit empfohlen, Mophead-Hortensien können dagegen auch ohne Dünger gedeihen. Eine allgemeine Düngepflicht folgt daraus nicht. Bei blauen Hortensien kann Phosphat Aluminium im Substrat festlegen und so die Blaufärbung beeinträchtigen.

Clematis brauchen besonders in den ersten 2 Jahren eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung. Ihre flach liegenden, fleischigen Feinwurzeln schonst du bei jeder Arbeit im Wurzelbereich, auch beim Einarbeiten von Dünger. [Welcher Spezialdünger zu Rosen, Rhododendren, Hortensien und Clematis passt](/praxis/duengen-boden/zierpflanzen-richtig-duengen/), liest du im Ratgeber dazu.

### Kübel- und Balkonpflanzen

Kübelpflanzen mit Winterruhe düngst du während ihrer Wachstumszeit von Ende April bis August. Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde brauchen sie in den ersten vier bis sechs Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Düngerlösung gibst du nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen.

Pelargonien zählen zu den Starkzehrern. Ohne Langzeitdünger bekommen sie nach dem Einwurzeln und bei beginnendem Wachstum alle 10 bis 14 Tage flüssigen Volldünger. Bei Fuchsienhochstämmchen kann ab den ersten Knospen ein kaliumbetonter Dünger folgen. Im Winter pausiert die Düngung: Fuchsienhochstämmchen bekommen von Mitte September bis Ende Februar keinen Dünger, kühl und frostfrei überwinterte Pelargonien ebenfalls nicht.

## Wetter und Klima: Wann du den Termin verschiebst

Der Kalender gibt die Reihenfolge vor, das Wetter bestimmt den genauen Tag. Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe kaum Nährstoffe frei. Bei feuchtwarmer Witterung können sie dagegen starke Nährstoffschübe auslösen, die auch die Auswaschung begünstigen. Eine weitere Gabe behebt bei Frost, Trockenheit oder Staunässe das akute Problem nicht zuverlässig.

Bei Trockenheit kommt ein zweiter Punkt dazu. Wurzeln nehmen Nährsalze in Wasser gelöst auf, deshalb können Mangelsymptome auftreten, obwohl der Boden Nährstoffe enthält. Zeigen sich in einer Trockenphase Mangelsymptome, prüfst du also zuerst die Wasserversorgung, denn eine weitere Düngergabe behebt das Problem nicht zuverlässig. Ist bei großer Hitze und langer Trockenheit eine Flüssigdüngung nötig, gießt du sie niedrig konzentriert auf den vorher angefeuchteten Boden und benetzt das Laub nicht.

Auch Langzeitdünger reagieren auf das Wetter. Bei umhüllten Depotdüngern hängt die Freisetzung von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Bei harzumhüllten Depotdüngern kann sich die Laufzeitangabe auf 21 °C beziehen, bei höheren Temperaturen verkürzt sie sich. Kälte verzögert dagegen die Wirkung organischer wie mineralischer Langzeitdünger.

Statt eines festen Datums nutze ich Zeiger aus dem eigenen Garten: die Forsythienblüte für die Rosen, den sichtbaren Austrieb und einen Boden, der feucht, aber nicht mehr nass ist.

> **Mini-Checkliste:** Vor jeder Gabe prüfe ich vier Punkte. Ist der Boden feucht, aber weder gefroren noch staunass? Ist das Laub trocken? Wächst die Pflanze sichtbar? Liegt der Termin vor dem Stickstoff-Stichtag ihrer Gruppe?

## Was der Kalender voraussetzt

Ein Termin ersetzt nicht die Frage, welcher Nährstoff gebraucht wird. Stickstoff wird besonders für Blätter und Triebe benötigt, Kalium regelt den Wasserhaushalt der Pflanze, und eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Wie die Nährstoffe zusammenwirken, erklärt die Übersicht dazu, [wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Spurenelemente den Pflanzenbedarf bestimmen](/praxis/duengen-boden/). Wer neu anfängt, liest zuerst, [wie du als Einsteiger deinen Ziergarten Schritt für Schritt düngst](/praxis/duengen-boden/grundlagen-der-ziergartenduengung-erfolgreich-duengen/).

Bodenproben nimmst du im späten Herbst vor der Bodenbearbeitung oder im zeitigen Frühjahr, jeweils vor der Düngung. Zeigt der Befund für einen Nährstoff die Versorgungsstufe E, kann die Düngung damit vorübergehend entfallen. Wie du die Mischprobe nimmst, steht in derselben Übersicht im Abschnitt zu Boden, Humus und Bodenanalyse.

Organisch gebundene Nährstoffe müssen erst mineralisiert werden, bevor Wurzeln sie aufnehmen, leicht lösliche Mineraldünger wirken dagegen rasch. Für den Kalender heißt das: Organische Gaben brauchen Vorlauf. Den Vergleich der Düngerarten vertieft der Ratgeber dazu, [welche Nährstoffe, Düngerarten und Mengen im Ziergarten zählen](/praxis/duengen-boden/grundlagen-der-ziergartenduengung-erfolgreich-duengen/).

Auch organische Dünger können in zu hoher Menge Pflanzen und Umwelt belasten, und was die Pflanze nicht aufnimmt, kann ausgewaschen werden. Gelbe oder welke Blätter sind nicht automatisch ein Zeichen von Hunger, denn Trockenheit, Staunässe, Wurzelschäden und Verdichtung können ähnliche Symptome verursachen. Wie du die Ursache klärst, beschreibt die Übersicht im Abschnitt zu Mangel und Überdüngung.

Wer mit Pflanzenjauche düngen will, setzt sie rechtzeitig an, denn sie braucht etwa 2 bis 3 Wochen Gärzeit. Bei Wärme ist sie nach etwa 14 Tagen fertig, erkennbar an dunkler Farbe und beendetem Schäumen. Allgemeingültige Mengen oder Intervalle für Jauche gibt es nicht; Mulch und Gründüngung behandelt die Übersicht im Abschnitt zu natürlichen Düngemethoden.

## Häufige Fragen

### Wann ist der optimale Zeitpunkt, um den Ziergarten zu düngen?

Im Hausgarten ist eine bedarfsgerechte Frühjahrsdüngung der Herbstdüngung vorzuziehen, weil so weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Rosen düngst du zur Forsythienblüte, nährstoffbedürftige Beetstauden im Frühjahr und Rhododendren Anfang bis Mitte April. Ziergehölze bekommen Stickstoff nur bei festgestelltem Bedarf und erst ab Mai, nach Mitte Juli dann keinen mehr.

### Wie unterscheidet sich die Nährstoffversorgung von Zierpflanzen im Jahresverlauf?

Im Frühjahr bekommen nährstoffbedürftige Stauden, Rosen und eingewachsene Ziergehölze ihre Grundversorgung, zum Beispiel mit Kompost. Im Sommer liefern warme, ausreichend feuchte und humusreiche Gartenböden häufig schon genug Nährstoffe nach, eigene Sommertermine haben etwa öfterblühende Rosen und Kübelpflanzen. Ab dem Spätsommer setzt du Stickstoff bei mehrjährigen Pflanzen aus, deren Triebe vor dem Winter ausreifen sollen. Kübelpflanzen mit Winterruhe bekommen während der Ruhephase keinen Dünger.

### Welche Rolle spielt das Wetter beim optimalen Düngezeitpunkt?

Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung dagegen in starken Schüben. Eine zusätzliche Gabe behebt ein akutes Problem bei solchem Wetter deshalb nicht zuverlässig. Feste Dünger streust du möglichst auf feuchten Boden und nicht auf nasses Laub, damit sie wirken und keine Ätzschäden entstehen. Eine nötige Flüssigdüngung bei Hitze und Trockenheit gießt du niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden, ohne die Blätter zu benetzen.

### Warum sollte eine Bodenanalyse vor der Düngung durchgeführt werden?

Eine Bodenuntersuchung ermittelt die pflanzenverfügbaren Nährstoffvorräte und ist die Grundlage dafür, welcher Dünger in welcher Menge nötig ist. Zeigt sie für einen Nährstoff die sehr hohe Versorgungsstufe E, kann die Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend entfallen. Die Probe nimmst du im späten Herbst vor der Bodenbearbeitung oder im zeitigen Frühjahr, jeweils vor der Düngung.

### Welche speziellen Anforderungen haben Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen bei der Düngung?

Für Rhododendren werden saure Böden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 6,0 empfohlen. Pauschale Kalk- und Kompostgaben sind für dieses saure Bodenmilieu nicht angezeigt, und gewöhnlicher Gartenkompost passt wegen seiner pH-erhöhenden Wirkung auch nicht zu Azaleen und Heidelbeeren. Die Hauptdüngung liegt Anfang bis Mitte April, eine gegebenenfalls nötige zweite Gabe folgt nach der Blüte im Juni. Gezielt düngen kannst du erst, wenn du Boden-pH und vorhandene Nährstoffe kennst.

### Wie werden Hornspäne richtig im Ziergarten angewendet?

Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Stickstoff, aber nur geringe Phosphor- und Kaliumgehalte, und ersetzen deshalb keine vollständige Versorgung. Grobe Hornspäne brauchen im Boden mehrere Monate für die Umsetzung, fein vermahlenes Hornmehl ungefähr sechs Wochen. Starkwachsende Stauden wie Rittersporn, Phlox und Pfingstrosen können zur Kompostgabe im Frühjahr zusätzlich bis zu 50 g Hornmehl je m² erhalten. Für Gefäße mit torffreier Erde mischst du Hornspäne schon vor dem Pflanzen unter das Substrat.

### Stimmt es, dass mehr Dünger automatisch zu besserer Blütenpracht führt?

Nein. Ein Stickstoffüberschuss kann starkes Laubwachstum auf Kosten der Blütenbildung fördern, und eine zusätzliche Phosphatbetonung ist kein allgemeiner Weg zu mehr Blüten. Eine zu späte oder zu reichliche Düngung kann außerdem Stauden und Gehölze im Winter stärker gefährden. Entscheidend sind eine bedarfsgerechte Versorgung und das Vermeiden von Stickstoffüberschüssen.

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