# Universaldünger richtig dosieren: Menge berechnen, Fehler korrigieren

> Wie viel Universaldünger braucht dein Beet, Rasen oder Kübel? So rechnest du die Menge aus dem Stickstoffgehalt, ziehst Boden und Kompost ab und korrigierst eine Überdosierung.

- **URL:** https://samen.de/praxis/duengen-boden/universalduenger-richtig-dosieren-fuer-gesunde-pflanzen/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Düngen, Boden & Kompost
- **Zuletzt geprüft:** 12. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Die Menge auf der Packung Universaldünger ist für einen Boden gedacht, der bereits optimal versorgt ist und keinen zusätzlichen Kompost bekommt. Hat dein Beet im Frühjahr schon Kompost erhalten, gibst du mit der vollen Packungsmenge einen Teil der Nährstoffe doppelt. Zu viel sofort wirksamer Dünger kann außerdem die Wurzeln durch Salz schädigen. Ich lese deshalb auf jeder Packung zuerst den Stickstoffgehalt und rechne die Menge selbst aus.

## Wann die Packungsmenge stimmt und wann nicht

Ein Universaldünger liefert mehrere Nährstoffe in einem festen Verhältnis. Ob dieses Verhältnis zu deiner Pflanze passt, hängt von ihrem Bedarf und vom Vorrat im Boden ab. Die übliche Empfehlung auf der Packung setzt einen optimal versorgten Gartenboden voraus. Gültig ist sie nur, solange du nicht zusätzlich Kompost oder andere Dünger gibst.

Eine jährliche Kompostgabe von 3 l/m² deckt im Gemüsebeet bereits den Phosphatbedarf und weitgehend den Kaliumbedarf. Wer darauf die volle Packungsmenge streut, bringt Phosphat ein zweites Mal aus. Nach Kompost bleibt vor allem Stickstoff zu ergänzen, und das nur nach Bedarf.

> **Häufiger Fehler:** Mist und Gründüngung bei der Rechnung vergessen. Auch die Nährstoffe aus Stallmist und eingearbeiteter Gründüngung zählen mit, bevor du Universaldünger nachlegst. Kompost und Stallmist gibst du auf derselben Fläche als Alternative, nicht beides zusammen.

## So rechnest du die Düngermenge selbst aus

Die drei Zahlen der NPK-Angabe nennen Gehalte in Prozent: zuerst Stickstoff, dann Phosphat als P₂O₅, dann Kalium als K₂O. Gerechnet wird mit dem Nährstoff, den du ergänzen willst, in den Beispielen hier mit dem Stickstoff. Was die einzelnen Nährstoffe in der Pflanze leisten, erklären die [Grundlagen zu Nährstoffen, NPK und Pflanzenbedarf](/praxis/duengen-boden/).

Im ersten Schritt ermittelst du, wie viel Stickstoff wirklich fehlt. Dazu ziehst du vom Bedarf der Kultur den Vorrat im Boden und die erwartete Nachlieferung während der Kultur ab.

| Schritt | Rechenbeispiel |
|---|---|
| Stickstoffbedarf der Kultur | 15 g N/m² |
| abzüglich Bodenvorrat | 5 g N/m² |
| abzüglich geschätzter Nachlieferung | 7 g N/m² |
| verbleibender Düngebedarf | 3 g N/m² |

Im zweiten Schritt rechnest du den Bedarf in Produkt um. Die Formel lautet: Düngebedarf in g/m² mal 100, geteilt durch den Nährstoffgehalt des Düngers in Prozent. Für ein ganzes Beet nimmst du das Ergebnis mal die Fläche in m².

| Gewünschte Stickstoffmenge | Stickstoffgehalt des Düngers | Produktmenge |
|---|---|---|
| 5 g N/m² | 20 % | 25 g/m² |
| 6 g N/m² | 20 % | 30 g/m² |

Eine einzelne Stickstoffgabe im Garten sollte 10 g N/m² nicht überschreiten, der tatsächliche Bedarf kann niedriger liegen. Braucht eine Kultur insgesamt mehr, verteilst du die Menge auf mehrere Gaben. Weil sich Dünger im Schüttgewicht unterscheiden, wiege ich die errechnete Menge einmal ab und markiere die Füllhöhe an einem Messbecher.

> **Zahl im Blick:** Im Rechenbeispiel decken rund 167 g/m² eines Düngers mit NPK 12-8-16 einen Bedarf von 20 g N/m². Gleichzeitig bringen sie rund 13 g P₂O₅/m² aus, obwohl nur 5 g P₂O₅/m² gebraucht werden.

Bemisst du einen Mehrnährstoffdünger nach dem Stickstoff, kommen Phosphat und Kalium im festen Verhältnis mit, ob der Boden sie braucht oder nicht. Bei hohem Phosphatvorrat und gleichzeitigem Kalium- oder Magnesiummangel sind gezielte Einzelnährstoffdünger deshalb sinnvoller als ein weiterer NPK-Dünger. Ob ein Universaldünger Spurennährstoffe enthält, steht gesondert auf dem Etikett.

## Wie der Boden die Menge verändert

Eine Bodenuntersuchung ermittelt die pflanzenverfügbaren Nährstoffvorräte und ist die Grundlage für Auswahl und Menge einer Düngung. Die Standarduntersuchung erfasst Phosphor, Kalium und den pH-Wert. Den pflanzenverfügbaren Stickstoff liefert sie nicht, dafür beauftragst du eine gesonderte Nmin-Untersuchung.

> **Mini-Checkliste:** So nimmst du die Bodenprobe
> - 10 bis 15 gleichmäßig verteilte Einstiche innerhalb einer einheitlich genutzten Fläche, Wege, Ränder und Kompostnähe aussparen
> - im Gemüsebeet den Oberboden bis 25 bis 30 cm Tiefe erfassen, im Rasen genügen 8 bis 10 cm
> - die Sammelprobe gut mischen und etwa 500 g davon ins Labor schicken
> - im späten Herbst vor der Bodenbearbeitung oder im zeitigen Frühjahr beproben, jeweils vor der Düngung

Der Befund ordnet die Nährstoffe in Versorgungsstufen ein. Bei Stufe D genügt es, 50 % des erwarteten Entzugs eines Nährstoffs durch Düngung zu ersetzen. Bei Stufe E kann die Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend ganz entfallen, die übrigen Nährstoffe beurteilst du gesondert.

Auch die Bodenart zählt. Sandreiche Böden speichern wenig Wasser und Nährstoffe. Tonreiche Böden lassen Wasser langsamer durch und neigen eher zu Staunässe. Humus und Tonteilchen binden Nährstoffe austauschbar und geben sie später wieder an die Bodenlösung ab.

Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen. Liegt er zu hoch, kann Spurennährstoffmangel entstehen, obwohl die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Mehr Dünger behebt einen solchen Mangel deshalb nicht. Welcher Bereich passt, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab; für lehmige Gartenböden liegt er bei pH 5,5 bis 7,0, Moorbeetpflanzen haben eigene Ansprüche.

## Wie die Jahreszeit die Menge verändert

Im Hausgarten düngst du möglichst im Frühjahr statt im Herbst, um Auswaschungsverluste zu vermindern. Organische Universaldünger wirken erst, wenn die Nährstoffe mikrobiell abgebaut und mineralisiert sind. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen sie kaum etwas frei, feuchtwarme Witterung kann dagegen starke Schübe auslösen. Mineralische Dünger mit leicht löslichen Nährstoffen decken einen kurzfristigen Bedarf rasch; [wie sich organischer und mineralischer Universaldünger in Wirkung, Bodeneffekt und Kosten unterscheiden](/praxis/duengen-boden/organischer-oder-mineralischer-universalduenger-welcher-eignet-sich/), vergleicht ein eigener Ratgeber.

Wirkt eine Gabe im kalten oder trockenen Boden noch nicht, legst du nicht nach. Eine weitere Gabe behebt das akute Problem dann nicht zuverlässig. Im Sommer liefern humusreiche Gartenböden bei Wärme und Feuchte häufig genug Nährstoffe nach. Ob du nachdüngst, entscheidet deshalb der tatsächliche Bedarf und nicht der Kalender.

Ist bei Hitze und Trockenheit eine Flüssigdüngung nötig, gießt du sie niedrig konzentriert auf vorher angefeuchteten Boden und nicht über die Blätter. Rasen bekommt bei großer Hitze und Trockenheit keinen Dünger, sondern erst wieder bei ausreichender Feuchte und sichtbarem Wachstum.

| Zeitraum | Was für die Menge gilt |
|---|---|
| Ende April bis August | Düngezeit für Kübelpflanzen mit winterlicher Ruhephase |
| ab Mai | Stickstoff für Ziergehölze, und nur bei festgestelltem Bedarf |
| nach Mitte Juli | kein stickstoffhaltiger Dünger mehr für Obst- und Ziergehölze, damit die Triebe ausreifen |
| Spätsommer | Feldsalat und Radieschen brauchen meist keinen zusätzlichen Stickstoff |
| Herbst | auf leeren Beeten werden freigesetzte Nährstoffe nicht mehr aufgenommen und sind auswaschungsgefährdet |
| Winter | Zimmerpflanzen wenig oder gar nicht düngen, winterblühende ausgenommen; kühl überwinterte Kübelpflanzen gar nicht |

[Wann im Jahr du Universaldünger je nach Pflanzenart, Wetter und Bodenzustand ausbringst](/praxis/duengen-boden/universalduenger-optimal-einsetzen-wichtige-zeitpunkte/), zeigt der Ratgeber zu den Düngezeitpunkten.

## Wie viel Universaldünger je Bereich: Rasen, Beet, Kübel

Bedarf, Obergrenzen und Anrechnung unterscheiden sich je nach Bereich. Die Tabelle bündelt die Dosierhinweise; [für welche Gartenbereiche Universaldünger taugt und wo Spezialdünger besser passen](/praxis/duengen-boden/universalduenger-pflanzen-optimal-mit-naehrstoffen-versorgen/), ordnet ein eigener Ratgeber ein.

| Bereich | Orientierung für die Menge | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Rasen | im Frühjahr 4 bis 5 g N/m²; nach bedarfsgerechter Frühjahrsversorgung Ende Juni bis Anfang Juli 5 g N/m² | je Gabe höchstens 5 g N/m² mit Kurzzeitdünger und 10 g N/m² mit Langzeitdünger, das sind Obergrenzen und kein Soll; regelmäßiges Mulchmähen kann den Bedarf um 30 bis 50 % senken; Herbstdüngung ist nicht generell nötig, einen Kaliumbedarf klärt die Bodenprobe |
| Gemüsebeet | höchstens 3 l/m² Kompost als Grundversorgung im Frühjahr, Stickstoff bedarfsgerecht ergänzen | Radieschen brauchen ungefähr 9 g N/m², Rosenkohl ungefähr 30 g N/m² je Kultur; Bodenvorrat und Nachlieferung vorher anrechnen |
| Prachtstauden | 3 l/m² Kompost im Frühjahr | Polsterstauden und trockenheitsliebende mediterrane Stauden magerer Standorte bekommen keinen Kompost |
| Flachwurzelnde Schattenstauden | häufig genügen 2 bis 3 g N/m² im Jahr | abhängig von Bodenvorrat und weiteren Düngergaben |
| Rosen | als Jahresorientierung 10 g N/m² für Bodendeckerrosen, 18 g N/m² für Edel-, Strauch- und Kletterrosen | Bodenvorrat vorher anrechnen; frisch gepflanzte Rosen frühestens im Folgejahr düngen, wenn sie eingewurzelt sind und kräftig wachsen |
| Ziergehölze außer Rosen | das Stickstoffangebot des Bodens deckt den Bedarf häufig weitgehend | Stickstoff nur bei festgestelltem Bedarf ab Mai |
| Kübel und Balkonkasten | die Dosierungsanweisung des verwendeten Düngers | nach dem Umtopfen in vorgedüngte Erde üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger |
| Pelargonien ohne Langzeitdünger | flüssiger Volldünger alle 10 bis 14 Tage, sobald sie eingewurzelt sind und wachsen | sie gehören zu den Starkzehrern; Staunässe kann die Wurzeln faulen lassen |
| Schnittkräuter | Rucola, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie können nach jedem Schnitt mit flüssigem Universaldünger oder Hornmehl nachgedüngt werden | zu starke Düngung kann weiches, übermäßiges Wachstum und weniger Aroma bringen |
| Genügsame Gartenkräuter | einmal im Frühjahr 3 l Kompost je m² | meist ist keine weitere Gabe nötig |
| Zimmerpflanzen | im Frühjahr und Sommer mehr als im Winter | bei geringem Lichtangebot im Winter die Düngeintervalle verlängern |
| Moorbeet | Heidelbeeren brauchen einen sauer wirkenden Dünger | Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren erhalten keinen gewöhnlichen Gartenkompost |

> **Tipp:** Mäh den Rasen vor der Frühjahrsdüngung und entferne das Schnittgut. Nach einer mineralischen Frühjahrsgabe gibst du etwa 5 bis 10 l Wasser je m², damit sich der Dünger annähernd auflöst.

Als Orientierung gelten Tomaten als Starkzehrer, Rote Bete als Mittelzehrer und Erbsen als Schwachzehrer. Die Zehrer-Einstufung deiner Kulturen berücksichtigt der [Beetplaner bei der Planung deiner Beete](/tools/beetplaner/). Viel Stickstoff im Boden kann die Nitratanreicherung in Gemüse fördern; das spricht für bedarfsgerechte Gaben, nicht gegen Gemüse. [Ob Universaldünger im Gemüsegarten ausreicht und wie du ihn ergänzt](/praxis/duengen-boden/universalduenger-chancen-und-herausforderungen-im-gemuesegarten/), klärt der Ratgeber zum Gemüsegarten.

### Im Kübel und Balkonkasten

Bei Kübelpflanzen ist die Dosierungsanweisung des verwendeten Düngers maßgeblich. Die Düngerlösung kommt nur auf bereits feuchte Erde, damit hohe Salzkonzentrationen die Wurzeln nicht schädigen. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche trocken sein, während es unten im Topf noch nass ist. Ich prüfe deshalb vor dem Düngen die Feuchte tiefer im Topf, mit dem Finger oder über das Gewicht des Gefäßes.

Vorhandene Grund- oder Depotdüngung rechnest du bei jeder Nachdüngung an. Mit ausreichend bemessenem Langzeitdünger brauchen Kübelpflanzen im Sommer in der Regel keine zusätzliche Gabe. Die Wirkungsdauer eines Depotdüngers steht auf der Verpackung, die Freisetzung hängt aber von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Eine hohe Bevorratung kann den Salzgehalt im Substrat zeitweise über den optimalen Bereich anheben.

Torffreie Erde kann trotz Vordüngung zeitweise zu wenig verfügbaren Stickstoff bereitstellen, weil organische Bestandteile ihn binden. Holzreiche Erden brauchen eher stickstoffbetonte Düngung, bei kompostreichen Erden rechnest du den enthaltenen Phosphor an. In den HOT-Reallaboren verbesserte eine an Gefäß und Substrat angepasste Nährstoffgabe die Versorgung gegenüber einer Düngung, die allein an das Gießwasser gekoppelt war. Nach anhaltendem Regen kann ein schnell wirkender Flüssigdünger ausgewaschene Nährstoffe bei Balkonblumen nachliefern. [Wann der Vorrat in Universalerde nicht mehr reicht und wie du nachdüngst](/praxis/duengen-boden/duengung-in-universalerde-zeitpunkt-und-methoden/), zeigt ein eigener Ratgeber.

### Im Gewächshaus

Unter Glas fehlt die verdünnende Wirkung der Niederschläge. Salzhaltiges Gießwasser kann deshalb langfristig Salze im Boden oder Substrat anreichern. Schlangengurken reagieren im Kleingewächshaus empfindlich auf hohe Salzgehalte und Chlorid. Für ihre gesamte Düngung dienen 20 bis 30 g Stickstoff je m² als Orientierung, wobei du das Ergebnis einer vorherigen Bodenuntersuchung berücksichtigst.

## Fehldosierung erkennen und korrigieren

### Woran du eine Überdüngung erkennen kannst

Zu hohe Gaben sofort wirksamer Streu- oder Flüssigdünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen. Ein durch Überdüngung erhöhter Salzgehalt kann zudem die Wasseraufnahme der Pflanzen beeinträchtigen. Ein Stickstoffüberschuss kann starkes Laubwachstum auf Kosten der Blüten fördern und weiches, mastiges Gewebe begünstigen. Bei Kräutern kann zu starke Düngung das Aroma mindern. Gehölze sind im Winter stärker gefährdet, wenn sie zu spät oder zu reichlich gedüngt wurden. Weiße Krusten am Topfrand können auch aus dem Gießwasser stammen und beweisen allein keine Überdüngung.

> **Mythos-Check:** „Viel hilft viel" stimmt beim Düngen nicht. Eine sehr hohe Stickstoffversorgung kann Blattläusen günstigere Ernährungsbedingungen bieten. Auch organische Dünger können bei zu hohen Gaben Pflanzen schädigen und Boden sowie Grundwasser belasten.

### Überdüngung im Topf beheben

1. Stell das Düngen ein.
2. Prüf, ob die Abzugslöcher frei sind, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.
3. Spül bei bestätigter Überdüngung den Wurzelballen langsam durch, während das Wasser frei abfließt.
4. Topf in schweren Fällen um und entferne dabei möglichst viel der belasteten alten Erde.

Topfst du in vorgedüngte Blumenerde um, bringt sie einen Vorrat mit, der üblicherweise 4 bis 6 Wochen reicht. In dieser Zeit gibst du keinen zusätzlichen Dünger. Ist die Pflanze vernässt und sind die Wurzeln noch nicht verfault, gießt und düngst du bis zum Abtrocknen gar nicht.

> **Marias Erfahrung:** Zum Durchspülen stelle ich den Kübel auf kleine Holzkeile, damit unten Platz für den Wasserablauf bleibt. Danach schreibe ich mir auf, welchen Dünger ich in welcher Menge gegeben hatte. Bei der nächsten Gabe rechne ich mit diesen Notizen neu.

### Überdüngung im Beet auffangen

Im Beet stellst du die Düngung mit dem betroffenen Nährstoff ein und lässt den Boden untersuchen. Bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumgehalten schränkst du auch die Kompostzufuhr ein. Während einer laufenden Korrektur wird eine erneute Untersuchung nach 2 bis 3 Jahren empfohlen. Wird ein Beet frei, bindet eine Gründüngung freigesetzte Nährstoffe und vermindert ihre Auswaschung.

Was die Pflanzen nicht aufnehmen, kann ausgewaschen werden: Nitrat kann mit dem Sickerwasser ins Grundwasser gelangen, und Phosphoreinträge können in Gewässern starkes Algenwachstum fördern. [Wie du Universaldünger umweltschonend einsetzt und welche Regeln dabei gelten](/praxis/duengen-boden/universalduenger-umweltfreundlich-und-effektiv-einsetzen/), behandelt ein eigener Ratgeber.

### Zu wenig gedüngt oder nur scheinbar?

Gelbe Blätter und schwaches Wachstum bedeuten nicht automatisch Nährstoffmangel. Trockenheit, Staunässe, Wurzelschäden und Verdichtung können ähnliche Symptome verursachen. Bei Paprika-, Auberginen- und Gurkenjungpflanzen können niedrige Temperaturen die Nährstoffaufnahme hemmen und vorübergehende Blattverfärbungen auslösen. Bei Zimmerpflanzen können auch ungünstige Wasser- und Lichtverhältnisse gelbe Blätter verursachen.

Wurzeln nehmen Nährsalze in Wasser gelöst auf. Trockenheit kann deshalb Mangelsymptome auslösen, obwohl der Boden versorgt ist; dann setzt du zuerst bei der Wasserversorgung an und nicht beim Dünger.

Die Lage der Symptome gibt einen Hinweis. Mangel an Stickstoff, Phosphor, Kalium oder Magnesium zeigt sich häufig zuerst an älteren Blättern, Eisenmangel dagegen an jüngeren. Gelbe junge Blätter mit grünen Adern passen zu Eisenmangel, lassen sich aber nicht immer sicher von Manganmangel unterscheiden.

Ist ein Mangel festgestellt, kann eine passende Flüssigdüngung die Versorgung rasch verbessern. Kranke Kübelpflanzen regst du dagegen nicht mit zusätzlichem Dünger zum Wachstum an.

> **Achtung:** Lagere Dünger verpackt oder abgedeckt in trockenen Räumen. Besteht der Verdacht, dass ein Kind eine größere Menge Blumendünger aufgenommen hat, wendest du dich an ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis. Bei Vergiftungsverdacht beim Haustier rufst du sofort die Tierarztpraxis an und bringst die Verpackung mit, ohne Hausmittel zu geben oder Erbrechen auszulösen.

> **Jetzt dran:** Nimm deine Packung Universaldünger und notiere den Stickstoffgehalt. Zieh vom Bedarf deiner Kultur ab, was Boden und Kompost schon liefern, und rechne den Rest mal 100 geteilt durch den Prozentwert. Wiege die Menge einmal ab, markiere sie am Messbecher und streu sie auf feuchten Boden, nicht auf nasse Blätter.

## Häufige Fragen

### Wie dosiert man Universaldünger richtig?

Du ziehst vom Bedarf deiner Pflanzen ab, was Boden, Kompost und andere Dünger schon liefern, und rechnest den Rest um: Düngebedarf in g/m² mal 100, geteilt durch den Nährstoffgehalt in Prozent. Die Packungsempfehlung gilt nur für einen optimal versorgten Boden ohne zusätzliche Kompost- oder Düngergaben. Eine einzelne Stickstoffgabe im Garten sollte 10 g N/m² nicht überschreiten. Bei Kübelpflanzen hältst du dich an die Dosierungsanweisung des Produkts und gibst die Lösung nur auf feuchte Erde.

### Stimmt es, dass mehr Dünger immer bessere Ergebnisse bringt?

Nein, zu hohe Gaben sofort wirksamer Streu- oder Flüssigdünger können Salzschäden bis zum Absterben von Wurzeln verursachen. Ein Stickstoffüberschuss kann starkes Laubwachstum auf Kosten der Blüten fördern. Ein hohes Stickstoffangebot im Boden kann außerdem die Nitratanreicherung in Gemüse fördern, was für bedarfsgerechtes Düngen spricht und nicht gegen Gemüse. Was die Pflanzen nicht aufnehmen, kann ausgewaschen werden.

### Welche Anzeichen deuten auf eine Überdüngung hin?

Mögliche Hinweise sind Wurzelschäden durch zu hohe Salzkonzentrationen und eine gestörte Wasseraufnahme, bei zu viel Stickstoff auch starkes Laubwachstum auf Kosten der Blüten und weiches, mastiges Gewebe. Weiße Krusten am Topfrand können auch aus dem Gießwasser stammen und beweisen allein keine Überdüngung. Ist eine Kübelpflanze nachweislich überdüngt, stellst du das Düngen ein und spülst den Wurzelballen bei freiem Wasserabfluss langsam durch. In schweren Fällen topfst du um und entfernst dabei möglichst viel der alten Erde.

### Wie führt man eine Bodenanalyse vor der Düngung durch?

Für die Mischprobe stichst du 10 bis 15 Mal gleichmäßig verteilt in eine einheitlich genutzte Fläche und lässt Wege, Ränder und Kompostnähe aus. Im Gemüsebeet erfasst du dabei den Oberboden bis in 25 bis 30 cm Tiefe. Von der gut gemischten Sammelprobe gehen etwa 500 g vor der Düngung ins Labor. Die Standarduntersuchung umfasst Phosphor, Kalium und pH-Wert, den pflanzenverfügbaren Stickstoff lässt du als Nmin gesondert bestimmen.

### Wie beeinflusst der pH-Wert die Nährstoffaufnahme von Pflanzen?

Ein ungeeigneter pH-Wert kann Nährstoffe in schwer löslichen Verbindungen festlegen und so ihre Verfügbarkeit einschränken, auch wenn sie im Boden vorhanden sind. Außerhalb von pH 5,5 bis 7,0 nimmt zum Beispiel die Löslichkeit vieler Phosphatverbindungen stark ab. Welcher Bereich passt, hängt von Bodenart und Humusgehalt ab, für lehmige Gartenböden liegt er bei 5,5 bis 7,0. Moorbeetpflanzen wie Rhododendren haben eigene Ansprüche an einen sauren Boden.

### Wie wirkt sich die Bodenstruktur auf die Düngung aus?

Sandreiche Böden speichern wenig Wasser und Nährstoffe, tonreiche lassen Wasser langsamer durch und neigen eher zu Staunässe. Humus und Tonteilchen binden Nährstoffionen austauschbar und geben sie später wieder an die Bodenlösung ab. Staunässe über verdichteten Schichten kann Sauerstoffmangel verursachen, der die Nährstoffaufnahme stoppt, und das behebt zusätzlicher Dünger nicht. Kompost verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung sandiger Böden und lockert schwere Böden.

### Wann verwendet man Flüssigdünger statt Langzeitdünger?

Langzeitdünger mischst du beim Pflanzen ins Substrat oder streust ihn gleichmäßig auf und gießt an, denn er wirkt nur in Verbindung mit Wasser. Bei ausreichend bemessener Depotdüngung brauchen Kübelpflanzen im Sommer in der Regel keine zusätzliche Gabe. Flüssigdünger wirkt schnell und kann einen festgestellten Mangel rasch verbessern, etwa wenn anhaltender Regen bei Balkonblumen Nährstoffe ausgewaschen hat. Für kurze Kulturen wie Spinat oder Kopfsalat im kühlen Frühjahr können Depotdünger zu langsam wirken.

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