# Lein als Gründünger: Nährstoffe, Bodenanalyse und Düngung im Gemüsebeet

> Lein, auch Flachs genannt, bringt keinen neuen Stickstoff ins Beet. So liest du die Bodenanalyse und passt die Düngung deiner Folgekultur an.

- **URL:** https://samen.de/praxis/gruenduenger/lein-als-gruenduenger-bodenoptimierung-im-gemuesebeet/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Gründünger & Bodenkur
- **Zuletzt geprüft:** 06. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wer nach Lein die Düngung kürzt, weil Lein angeblich Stickstoff sammelt, düngt die Folgekultur womöglich zu knapp. Lein, vielen als Flachs bekannt, ist keine Leguminose wie Klee oder Lupine. Er holt keinen Stickstoff aus der Luft, sondern nimmt auf, was im Boden schon gelöst ist. Ich plane die Düngung nach Lein deshalb nach dem Befund der Bodenanalyse und nach der Höhe meines Bestands am Schnitttag.

Hier liest du, welche Nährstoffe in einem Leinbestand stecken, was davon bei der Folgekultur ankommt und wie du die Düngung daran anpasst.

## Lein und Flachs: dieselbe Pflanze

Lein und Flachs bezeichnen dieselbe einjährige Pflanze, Linum usitatissimum aus der Familie der Leingewächse. Im Gemüsebeet wird sie wie Phacelia oder Klee als Gründünger auf freie Flächen gesät. Wie sich die Arten unterscheiden und [was Gründüngung im Boden leistet](/praxis/gruenduenger/), zeigt der Gründünger-Ratgeber im Überblick.

## Wozu dient die Nährstoffanalyse nach Lein?

Lein bindet Nährstoffe in seiner Pflanzenmasse. Nach dem Einarbeiten liefert er dem Boden organisches Material, und beim Verrotten werden die gespeicherten Nährstoffe wieder frei. Wie viel davon wann bei deinem Gemüse ankommt, siehst du dem Beet nicht an.

Eine Bodenuntersuchung ermittelt die pflanzenverfügbaren Nährstoffe in deinem Boden. Mit dem Befund legst du Art und Menge einer notwendigen Düngung fest. Das Ziel ist also nicht, dem Lein eine Leistung nachzuweisen. Der Befund zeigt dir, was die Folgekultur im Boden vorfindet und was du ergänzen musst.

Beim Stickstoff hat die Analyse eine Grenze. Sein Gehalt im Boden schwankt stark und wird häufig gar nicht mitgemessen, deshalb erlaubt eine übliche Gartenbodenanalyse dazu keine dauerhafte Aussage. Für den Stickstoff aus der Gründüngung gibt es stattdessen eine pauschale Rechenhilfe nach der Aufwuchshöhe. Du brauchst also beides: den Laborbefund für Nährstoffe wie Phosphor und Kalium und den Zollstock für den Stickstoff.

## Welche Nährstoffe stecken im Lein?

Was Lein dem Beet liefert, ist organisches Material. Die Nährstoffe darin hat er vorher aus dem Boden aufgenommen. Lein gilt als schwachzehrend und wurzelt flach. Deshalb rechne ich bei ihm nicht mit Nährstoffen aus tiefen Bodenschichten.

### Stickstoff: gebunden, nicht gesammelt

Alle Gründüngungspflanzen binden vorhandenen Bodenstickstoff. Zusätzlichen Stickstoff aus der Luft bringen nur Leguminosen ein, zum Beispiel Klee, Wicken und Lupinen mit ihren Wurzelbakterien. Lein gehört zu den Leingewächsen und nutzt, was im Boden vorhanden ist.

> **Mythos-Check:** „Lein reichert den Boden mit Luftstickstoff an." Das trifft nicht zu. Luftstickstoff binden nur Leguminosen in Symbiose mit Knöllchenbakterien. Lein nimmt vorhandenen Bodenstickstoff auf, speichert ihn in seiner Pflanzenmasse und gibt ihn beim Verrotten zurück.

Wertlos ist das nicht. Zwischenfrüchte können Reststickstoff aufnehmen und so die Gefahr verringern, dass Nitrat über Winter ausgewaschen wird.

Für den Lein selbst ist eine üppige Versorgung ungünstig. Ich dünge ihn nicht eigens, denn zu hohe Bodenfruchtbarkeit kann besonders auf sehr leichten Böden übermäßiges Längenwachstum und Umknicken fördern. Aus demselben Grund können Leguminosen im Ölleinanbau eine ungünstige Vorfrucht sein: Deren hohe Stickstoffnachwirkung erhöht die Gefahr, dass der Bestand umknickt.

### Phosphor und Kalium: aufgenommen und zurückgegeben

Phosphor und Kalium nimmt Lein aus dem gelösten Vorrat im Boden auf. Mit den Pflanzenresten kehren beide zurück, wenn die Masse auf dem Beet bleibt.

Lein kann arbuskuläre Mykorrhiza bilden. Diese Pilze können die Phosphor- und Wasseraufnahme ihrer Wirtspflanzen verbessern und erhalten dafür Zucker. Zum Wachsen und Vermehren brauchen sie lebende Wirtspflanzen, und Kreuzblütler wie Senf zählen zu den Nichtwirten. Ein Leinbestand bietet diesen Pilzen in der Anbaulücke also einen Wirt, ein Senfbestand nicht.

Eine bessere Phosphatversorgung der Folgekultur ist damit nicht zugesagt. Selbst eine hohe Phosphatmobilisierung durch Zwischenfrüchte führt nicht automatisch zu besserer Verfügbarkeit für die Folgekultur.

### Calcium, Magnesium und Schwefel

Calcium, Magnesium und Schwefel gehören wie Stickstoff, Phosphor und Kalium zu den Hauptnährstoffen der Pflanzen. Spurenelemente sind sie nicht. Magnesium findest du im Befund einer Standardanalyse, wie sie das Hessische Landeslabor anbietet. Auch bei diesen Nährstoffen enthält Lein nur, was er aus deinem Boden aufnehmen konnte.

### Spurenelemente

Spurenelemente nimmt Lein ebenfalls nur auf, soweit sie gelöst vorliegen, und gibt sie beim Verrotten zurück. Eine eigene Quelle ist er nicht. Kompost liefert vor allem Phosphor, Kalium und Spurenelemente, deshalb ergänze ich Spurenelemente über reifen Kompost und nicht über die Gründüngung.

### Organische Substanz

Organisches Material ist der eigentliche Beitrag des Leins zum Boden. Bakterien, Pilze und Regenwürmer zersetzen die Reste und tragen so zur Humusbildung bei. Ein Teil der organischen Substanz wird dabei weiter umgesetzt, ein stabilerer Anteil bleibt länger als Dauerhumus im Boden. Die Humusbildung kann das Wasserhalte- und Nährstoffspeichervermögen deines Bodens verbessern.

Für die Düngung zählt das Alter des Bestands. Junge Pflanzen haben ein engeres C/N-Verhältnis, also weniger Kohlenstoff je Teil Stickstoff, und werden schneller umgesetzt als ältere. Verholzte Reste verrotten langsamer und können dabei vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Lein kann nach der Blüte gemäht werden. Je holziger seine Stängel dann sind, desto später kommt der Stickstoff bei der Folgekultur an.

## Was kommt bei der Folgekultur an?

Die im Lein gespeicherten Nährstoffe werden bei der Zersetzung der Pflanzenreste wieder für die Folgekultur verfügbar. Wie viel wann frei wird, hängt unter anderem von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Der Stickstoff aus der Pflanzenmasse steht der Folgekultur je nach Boden, Witterung und Umbruch nicht vollständig zur Verfügung.

### Stickstoff nach Aufwuchshöhe anrechnen

Für die Düngeplanung im Garten gibt es eine pauschale Rechenhilfe. Du misst die Aufwuchshöhe deines Bestands und rechnest der Folgekultur den passenden Stickstoffwert an.

| Aufwuchshöhe der Gründüngung | Anrechenbarer Stickstoff |
|---|---|
| unter 5 cm | 1 g/m² |
| 5–14 cm | 2 g/m² |
| 15–30 cm | 4 g/m² |
| über 30 cm | 6 g/m² |

Lein wird 20–100 cm hoch. Ein ausgewachsener Bestand fällt damit in eine der beiden oberen Stufen. Ich messe trotzdem mit dem Zollstock nach, bevor ich mähe, und notiere Höhe, Datum und Beet.

Um den abgelesenen Wert kürzt du die Stickstoffgabe für die Folgekultur. Ein Zugewinn ist das bei Lein nicht, denn der angerechnete Stickstoff stammt aus deinem Boden.

> **Häufiger Fehler:** Nach einem üppigen Leinbestand die Düngung der Folgekultur ganz streichen. Eine Gründüngung ersetzt zusätzliche Düngung nicht automatisch, und die Rechenhilfe ist eine pauschale Orientierung, kein Messwert.

### Der Zeitpunkt entscheidet mit

Die Stickstoffmenge im Aufwuchs bestimmt die Versorgung der Folgekultur nicht allein. Die Freisetzung muss zeitlich zum Bedarf des Gemüses passen. Frische Reste arbeitest du nur oberflächlich ein, danach vergehen meist etwa 2–3 Wochen bis zur nächsten Saat oder Pflanzung. Wann du mähst, was als Mulch liegen bleibt und wie die Wartezeit zustande kommt, erklärt der Gründünger-Ratgeber im Abschnitt zum Mähen und Einarbeiten.

### Welches Gemüse nach Lein passt

Als Gründünger passt Lein zu Tomaten, Paprika, Auberginen, Kürbis, Melonen, Kartoffeln und Mais. Mais hat einen hohen Nährstoffbedarf. Bei solchen Kulturen bemisst du den Stickstoff nach dem Bedarf der Gemüsekultur und ziehst nur den Wert aus der Rechenhilfe ab. Welche Gründünger sonst zu deinem Gemüse passen, kannst du [im Mischkultur-Werkzeug nachschlagen](/tools/mischkultur/).

## Bodenanalyse in der Praxis: von der Probe zur Düngung

### Wann und wie du die Probe nimmst

Eine Gartenbodenanalyse ist vor der Neuanlage eines Beets sinnvoll und danach alle 3–5 Jahre. Günstig ist der Herbst nach der Ernte oder das Frühjahr vor der Düngung. Ich nehme meine Proben im Frühjahr, bevor ich dünge, und beschrifte jede Tüte mit dem Beet.

> **Mini-Checkliste:** 10–20 Teilproben über das einheitlich bewirtschaftete Gemüsebeet verteilt entnehmen. Dabei den gesamten Oberboden bis etwa 25–30 cm Tiefe erfassen. Alle Teilproben mischen und 300–500 g davon ans Labor schicken.

### Wie du den Befund liest

Eine Standardanalyse, wie sie das Hessische Landeslabor anbietet, erfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Humus und Schwermetalle musst du gesondert beauftragen.

Die Nährstoffe sind im Befund in Gehaltsklassen eingeordnet. Klasse E steht für eine sehr hohe Versorgung, dann ist eine weitere Düngung mit dem betreffenden Nährstoff nicht erforderlich. Den pH-Wert liest du zusammen mit deiner Bodenart, denn gekalkt wird nur, wenn er für diese Bodenart zu niedrig ist. Lein selbst bevorzugt einen pH-Bereich von 5 bis 7.

Erwarte vom Befund keinen Vorher-Nachher-Beweis für den Lein. Phosphor und Kalium bringt er nicht mit, und über den Stickstoff sagt die übliche Analyse wenig aus.

### Wie du die Düngung der Folgekultur anpasst

Mit Befund und Zollstockmaß gehst du in dieser Reihenfolge vor:

1. **Phosphor, Kalium und Magnesium nach Befund düngen.** In Gehaltsklasse E lässt du den betreffenden Nährstoff weg.
2. **Über die Leinmasse entscheiden.** Bei erhöhten Phosphor- und Kaliumvorräten räumst du den Großteil der Gründüngungsmasse vom Beet. Die Masse kann auf geringer versorgten Beeten oder im Kompost weitergenutzt werden.
3. **Stickstoff nach Aufwuchs anrechnen.** Den Wert aus der Rechenhilfe ziehst du vom Bedarf der Gemüsekultur ab und düngst nur den Rest.
4. **Kompost nach Vorrat bemessen.** Für Gemüsebeete werden im Frühjahr etwa 3 l reifer Kompost je m² oberflächlich eingearbeitet. Zeigt der Befund Nährstoffüberschüsse, schränkst du die Gabe ein.
5. **Nur nach Befund kalken.** Kalk kommt nur aufs Beet, wenn der pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.

### Fruchtfolge mitdenken

Bei der Fruchtfolgeplanung werden Pflanzenfamilie und Stickstoffbedarf der Folgekultur gemeinsam berücksichtigt. Für Lein gilt eine Anbaupause von 6 Jahren, die du [mit dem Beetplaner einplanen](/tools/beetplaner/) kannst. Zu kurze Pausen können zu Leinmüdigkeit führen; [wie du Lein als Vor- und Zwischenfrucht in die Fruchtfolge einbaust](/praxis/gruenduenger/lein-als-gruenduenger-vorteile-fuer-die-fruchtfolge/) und was er für Bodenstruktur und Pflanzengesundheit bedeutet, steht in der Anleitung zur Lein-Fruchtfolge.

## Lohnt sich das? Aufwand und Nutzen im Gemüsebeet

Ob sich eine Zwischenfrucht rechnet, hängt unter anderem von Saatgut, Aussaatverfahren und Arbeitsaufwand ab. Dazu kommt, ob du die Biomasse nutzt, abräumst oder einarbeitest. Ich gehe diese Posten für jedes Beet einzeln durch, bevor ich Saatgut bestelle.

Zum Aufwand gehören das Saatgut, die Aussaat, die Unkrautkontrolle am Anfang und der Schnitt. Die Saatmenge liest du von der Tüte deiner Sorte ab. Rechne auch das Wasser mit: Lebende Gründüngung vermindert die Bodenverdunstung, verbraucht beim Wachsen aber selbst Wasser. Bei trockener Witterung kann besonders in der Keimphase wiederholtes Gießen nötig sein.

Der Nutzen liegt bei Lein nicht in mitgebrachtem Dünger. Du sparst, weil du nach Befund und Aufwuchs nur noch düngst, was fehlt. In Gehaltsklasse E entfällt der betreffende Nährstoff, und den angerechneten Stickstoff ziehst du vom Bedarf ab. Ohne Bodenanalyse erfährst du von dieser Einsparung nichts.

Am Ende der Kultur kann Lein Arbeit sparen, denn er ist nicht winterhart. Friert ein spät gesäter Bestand ab, bleibt er über Winter als Mulch liegen. Winterharte Bestände musst du dagegen vor der nächsten Kultur aktiv beenden, und das kann viel Handarbeit erfordern.

Auf lange Sicht zählt der Humus. Die zusätzliche Humusspeicherung durch regelmäßigen Zwischenfruchtanbau ist begrenzt und kann wieder verloren gehen, wenn du ihn aufgibst. Der langfristige Nutzen hängt also daran, dass Gründüngung in deinem Beet zur Gewohnheit wird.

Nicht überall lohnt der Aufwand. Im Hochbeet ist Gründüngung sinnvoll, wenn es mehrere Wochen oder über Winter ungenutzt bleibt. In kleinen Gefäßen ist sie meist wenig sinnvoll, weil sich die Erde dort einfach austauschen lässt. Welche Gründüngung in welches Saatfenster passt, zeigt dir der [Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/gruenduenger/).

## Wie säe ich Lein und was leistet er sonst im Boden?

Gesät wird Lein von April bis August, direkt und breitwürfig auf freie Beetflächen. Junge Leinpflanzen haben wenig Konkurrenzkraft, deshalb kontrolliere ich den Bestand anfangs besonders auf Unkraut. [Wie du Lein säst, pflegst und einarbeitest](/praxis/gruenduenger/lein-als-gruenduenger-natuerliche-bodenverbesserung/), wie er je nach Bodentyp wirkt und wie er im Vergleich mit anderen Gründüngern abschneidet, steht in der Anbauanleitung zu Lein.

Über die Nährstoffe hinaus schützt eine Gründüngungsdecke den Boden vor Verschlämmung, Verkrustung und Erosion. Was Gründüngung für Bodenschutz und Humusbilanz leistet, vertieft der Gründünger-Ratgeber im Abschnitt zur Wirkung im Boden.

## Häufige Fragen

### Was ist Lein als Gründünger und wie unterscheidet er sich von Flachs?

Lein und Flachs bezeichnen dieselbe Pflanze, Linum usitatissimum aus der Familie der Leingewächse. Die Pflanze ist einjährig und nicht winterhart. Als Gründünger bindet Lein Nährstoffe in seiner Pflanzenmasse und liefert nach dem Einarbeiten organisches Material für den Boden.

### Welche Rolle spielt die Stickstoffbindung bei Lein als Gründüngerpflanze?

Lein bindet keinen Luftstickstoff, denn das können nur Leguminosen wie Klee, Wicken und Lupinen mithilfe von Wurzelbakterien. Lein nimmt vorhandenen Stickstoff aus dem Boden auf und speichert ihn in seiner Pflanzenmasse. Beim Verrotten wird er wieder frei, steht der Folgekultur je nach Boden, Witterung und Umbruch aber nicht vollständig zur Verfügung.

### Welche Nährstoffe reichert Lein im Boden an und wie lässt sich dies durch Bodenanalyse nachweisen?

Lein reichert keine zusätzlichen Nährstoffe an, er nimmt gelöste Nährstoffe auf und gibt sie beim Verrotten wieder frei. Was er dem Boden liefert, ist organisches Material. Eine Standardanalyse, wie sie das Hessische Landeslabor anbietet, erfasst Phosphor, Kalium, Magnesium und den pH-Wert. Über den verfügbaren Stickstoff erlaubt eine übliche Gartenbodenanalyse keine dauerhafte Aussage, weil sein Gehalt stark schwankt und häufig gar nicht mitgemessen wird.

### Stimmt es, dass Lein als Gründünger den Boden überdüngt und schadet?

Lein bringt keine zusätzlichen Nährstoffe ins Beet, er bindet nur, was im Boden vorhanden ist. Sind die Phosphor- und Kaliumvorräte bereits erhöht, wird der Großteil der Gründüngungsmasse von der Fläche entfernt und auf geringer versorgten Beeten oder im Kompost weitergenutzt. Ein Risiko liegt in zu kurzen Anbaupausen, denn dann kann Leinmüdigkeit auftreten.

### Welche Mikroorganismen werden durch Leinwurzeln gefördert und wie wirkt sich dies auf das Bodenleben aus?

Lein kann arbuskuläre Mykorrhiza bilden. Diese Pilze können die Phosphor- und Wasseraufnahme ihrer Wirtspflanzen verbessern und erhalten dafür Zucker; zum Wachsen und Vermehren brauchen sie lebende Wirtspflanzen. Nach dem Einarbeiten zersetzen Bakterien, Pilze und Regenwürmer die Leinreste und tragen so zur Humusbildung bei.

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