# Serradella: Stickstoffbinder für sandige und saure Böden

> Wie Serradella Stickstoff bindet, was sie deinem sandigen, sauren Boden bringt und wie sie gegenüber Klee und Luzerne sowie als Futterpflanze abschneidet.

- **URL:** https://samen.de/praxis/gruenduenger/serradella-stickstoffbinder-fuer-gesunde-boeden/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Gründünger & Bodenkur
- **Zuletzt geprüft:** 06. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Sandiger, saurer Boden hält wenig Wasser, und nicht jede stickstoffbindende Pflanze kommt mit ihm zurecht. Luzerne zum Beispiel ist für einen pH-Bereich von 6–7 angegeben, ein saurer Sandboden liegt darunter. Serradella kommt mit solchen Beeten zurecht: Sie ist eine Leguminose, versorgt sich mit Stickstoff aus der Luft und bevorzugt saure, leicht lehmige Sandböden. Ich greife zu ihr, wenn ein Beet sandig und sauer ist und ich es nicht eigens aufkalken will.

Serradella heißt botanisch Ornithopus sativus, gehört zur Familie der Fabaceae und wächst einjährig. Sie wird 20–40 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober. Die Grundlagen dazu, [was Gründüngung im Boden leistet](/praxis/gruenduenger/), stehen im Überblick zu Gründünger und Bodenkur, hier geht es um die Besonderheiten der Serradella.

## Stickstoffbindende Pflanzen: Wo Serradella hingehört

„Stickstoffbindend“ meint im Garten zwei verschiedene Dinge. Alle Gründüngungspflanzen binden Stickstoff, der schon im Boden vorhanden ist. Senf und Phacelia nehmen ihn in ihre Pflanzenmasse auf und können dadurch seine Auswaschung vermindern. Zusätzlichen Stickstoff bringen nur Leguminosen ein, weil sie Luftstickstoff nutzen.

Zu den stickstoffliefernden Leguminosen, die sich für den Garten eignen, gehören Erbsen, Bohnen, Wicken, Klee und Lupinen. Serradella gehört zur selben Pflanzenfamilie und arbeitet nach demselben Prinzip. Ihr Platz sind leichte, saure Böden, auf denen andere Arten dieser Gruppe an Grenzen kommen.

## Wie bindet Serradella Stickstoff?

### Die Symbiose mit Knöllchenbakterien

Serradella bindet den Stickstoff nicht selbst. Das übernehmen Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln: Sie bilden aus Luftstickstoff Ammonium und geben es an die Pflanze ab. Die Pflanze liefert ihnen dafür unter anderem Zucker. So versorgt sich Serradella wie andere Leguminosen mit Stickstoff aus der Luft und eignet sich auch für arme Standorte.

> **Kurz erklärt:** Knöllchen sind Verdickungen an den Wurzeln von Leguminosen. In ihnen leben die Bakterien, die Luftstickstoff für die Pflanze verfügbar machen.

Ob die Symbiose arbeitet, kannst du selbst prüfen. Eine rötliche Innenfärbung der Wurzelknöllchen weist bei Leguminosen auf aktive Stickstoffbindung hin.

> **Marias Erfahrung:** Ich hebe im Sommer eine Pflanze mit der Grabgabel aus dem Beet und schneide ein Knöllchen mit dem Messer auf. Die Farbe im Inneren notiere ich mir zusammen mit der Höhe des Bestands.

Düngen musst du dafür nicht: Im Biogarten gilt für Serradella keine Düngung als notwendig. Bei Klee und Luzerne können hohe Stickstoffgaben die Tätigkeit der Knöllchenbakterien sogar hemmen.

### Wie viel Stickstoff bindet Serradella?

Eine feste Menge für Serradella im Gartenbeet lässt sich nicht nennen. Wie viel Stickstoff eine Gründüngung hinterlässt, hängt von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Für die Düngeplanung im Garten gibt es deshalb eine pauschale Rechenhilfe, die sich an der Höhe des Bestands orientiert. Sie gilt für Gründüngungsbestände allgemein.

| Aufwuchshöhe des Bestands | anrechenbarer Stickstoff |
|---|---|
| unter 5 cm | 1 g/m² |
| 5–14 cm | 2 g/m² |
| 15–30 cm | 4 g/m² |
| über 30 cm | 6 g/m² |

Serradella wird 20–40 cm hoch, ein ausgewachsener Bestand fällt also in eine der beiden oberen Stufen. Ich lege deshalb vor dem Schnitt den Zollstock an und rechne mit dem Wert, der zur gemessenen Höhe passt.

### Was davon bei der Folgekultur ankommt

Der Stickstoff steckt zunächst in der Pflanzenmasse und wird erst frei, wenn die Reste verrotten. Je nach Boden, Witterung und Umbruch steht er der Folgekultur nicht vollständig zur Verfügung. Außerdem muss die Freisetzung zeitlich zu ihrem Bedarf passen. Junge Pflanzen werden schneller umgesetzt als ältere. Verholzte Reste verrotten langsamer und können vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden.

Wie weit Bindung und Verfügbarkeit auseinanderliegen können, zeigt der landwirtschaftliche Lupinenanbau. Dort gilt eine mittlere Luftstickstoffbindung von 150 kg N/ha als Orientierungsgröße. Für die Nachfrucht werden 20–120 kg N/ha als wieder verfügbar angegeben. Gebunden ist also nicht gleich verfügbar, und auf Serradella im Gartenbeet lassen sich diese Feldwerte nicht übertragen.

> **Mythos-Check:** „Nach einer Leguminose muss ich nicht mehr düngen.“ Das stimmt so nicht. Die Nährstoffwirkung einer Gründüngung ersetzt zusätzliche Düngung nicht automatisch. Geplant wird nach dem Bedarf der Folgekultur.

Nachmessen lässt sich der Gewinn im Hausgarten kaum. Eine übliche Bodenanalyse für den Garten sagt über den verfügbaren Stickstoff wenig Dauerhaftes aus: Der Gehalt schwankt stark und wird oft gar nicht mitgemessen.

## Was Serradella auf sandigen und sauren Böden verbessert

### Sie wächst, wo der pH-Wert niedrig ist

Serradella bevorzugt saure, leicht lehmige Sandböden und stellt geringe Ansprüche an den Boden. Sie ist kalkempfindlich und verträgt weder Staunässe noch einen hohen Wasserstand.

> **Zahl im Blick:** Als geeigneter Bereich für Serradella gilt pH 4–7, als optimal pH 4,5–6,5.

Kalke ein Beet für Serradella deshalb nicht vorsorglich. Gekalkt wird Gartenboden nur, wenn sein pH-Wert für die Bodenart zu niedrig ist. Ich lasse meine Beete dafür im Herbst nach der Ernte untersuchen, eine solche Analyse ist alle 3–5 Jahre sinnvoll.

### Feine Wurzeln lockern den Boden

Serradella gilt als Tiefwurzler und bildet ein dichtes, feines Wurzelsystem, das den Boden lockert. Für den Zwischenfruchtanbau wird ein Wurzelertrag von 8–10 dt Trockenmasse je Hektar angegeben. Wenn die Wurzeln verrotten, hinterlassen sie Kanäle, durch die Wasser und Luft in den Boden gelangen. Zusammen mit aktiven Regenwürmern entstehen Bioporen, die das Eindringen von Regenwasser fördern.

### Mehr organische Substanz, mehr Wasser im Sand?

In Sandböden versickert Wasser durch die weiten Grobporen schnell, im Wurzelraum bleibt wenig pflanzenverfügbares Wasser zurück. Gründüngung verbessert über die organische Substanz die Wasserspeicherung leichter Gartenböden. Bakterien, Pilze und Regenwürmer zersetzen die Reste und tragen so zur Humusbildung bei.

Die Wirkung hat Grenzen. Mehr Humus kann den Wasserhaushalt verbessern. Eine entsprechend große Zunahme des pflanzenverfügbaren Wassers im ganzen Bodenprofil ist damit aber nicht garantiert. Solange der Bestand wächst, verbraucht er außerdem selbst Wasser.

Für Serradella kommt eine eigene Grenze hinzu: Ist der Sand humusarm und trocken, kann sie versagen, obwohl sie für leichte Böden geeignet ist. Sandböden halten ohnehin wenig pflanzenverfügbares Wasser, auf dem Beet, für das du sie auswählst, kommt es also besonders auf die Wasserversorgung an. Halte die Saat deshalb bis zum Auflaufen feucht, bei trockener Witterung kann in der Keimphase wiederholtes Gießen nötig sein.

## Unterdrückt Serradella Unkraut?

Zum Unterdrücken von Unkraut eignet sich Serradella nur eingeschränkt. Ihre Jugendentwicklung verläuft anfangs zögernd, und in dichten Beständen ist ihre Konkurrenzkraft gering.

Unkraut wird vor allem durch Lichtkonkurrenz unterdrückt, und das gelingt schnell schließenden Beständen von Senf, Buchweizen, Raps oder Ölrettich. Serradella startet dagegen zögernd und lässt auflaufendem Unkraut am Anfang Licht.

Bereite das Saatbett deshalb sauber vor. Wurzelunkräuter gräbst du vor der Saat möglichst vollständig aus, weil zerteilte unterirdische Pflanzenteile wieder austreiben können. Ich gehe das Beet vorher mit der Grabgabel durch und lese die Wurzelstücke von Hand heraus.

> **Häufiger Fehler:** Serradella auf ein verunkrautetes Beet säen und darauf setzen, dass sie das Unkraut überwächst. Dafür startet der Bestand zu zögernd.

## Serradella im Vergleich mit Klee und Luzerne

Klee, Luzerne und Serradella sind Leguminosen und binden Stickstoff über die Symbiose mit Knöllchenbakterien. Eine Rangliste nach Stickstoffmenge lässt sich daraus nicht ableiten. Unterscheiden kannst du die Arten nach Boden, Dauer und Anbaupause.

| Merkmal | Serradella | Alexandrinerklee | Rotklee | Luzerne |
|---|---|---|---|---|
| Bodenreaktion | pH 4–7 | pH 6–8 | bevorzugt schwach sauer und stickstoffarm | pH 6–7 |
| Bodenart | Sand | Sand | Lehm | Lehm |
| Anbaupause | 3 Jahre | 3 Jahre | 7 Jahre | 6 Jahre |

Auf saurem Sand mit einem pH-Wert unter 6 liegen Luzerne und Alexandrinerklee außerhalb ihres angegebenen Bereichs, Serradella nicht. Rotklee bevorzugt zwar schwach sauren Boden, als Bodenart passt zu ihm aber Lehm.

Auch in der Dauer unterscheiden sich die Arten. Serradella und Alexandrinerklee wachsen einjährig, Luzerne ist mehrjährig. Im intensiveren landwirtschaftlichen Futterbau lohnt sich bei Luzerne meist eine Nutzungsdauer von 2–3 Jahren. Für ein Gemüsebeet, das im nächsten Jahr wieder frei sein soll, lässt sich die einjährige Serradella leichter einplanen.

Bei der Anbaupause liegt Serradella mit 3 Jahren deutlich unter Rotklee und Luzerne. Trag dir die Pausen ein, damit du weißt, [welches Beet wann wieder für Leguminosen frei ist](/tools/beetplaner/).

Bei den Wurzeln arbeiten die Arten verschieden. Die Pfahlwurzel der Luzerne erhöht den Porenanteil im Wurzelraum, und Folgekulturen können die zurückbleibenden Wurzelgänge nutzen. Serradella bildet dagegen ein dichtes, feines Wurzelsystem, für das im Zwischenfruchtanbau 8–10 dt Trockenmasse je Hektar angegeben sind. Für Inkarnatklee werden im landwirtschaftlichen Anbau vor dem Winter 10–12 dt Wurzelrückstände je Hektar genannt. Beide Werte stammen aus dem Feldanbau und sind keine Gartenwerte.

Luzerne hat außerdem einen hohen Wasserbedarf und ist für schwere, kalte und staunasse Böden ungeeignet. Staunässe verträgt auch Serradella nicht.

Für sandige, leicht saure Böden passt noch eine zweite Leguminose: die Gelbe Lupine, für die pH 4–6 angegeben wird. Nebeneinander säst du die beiden besser nicht. Lupine und Serradella gelten als unverträgliche Nachbarn, ebenso Luzerne und Sommerwicken. Solche Paarungen kannst du nachschlagen, wenn du prüfst, [welche Nachbarn sich im Beet vertragen](/tools/mischkultur/).

## Serradella als Futterpflanze

Serradella ist nicht nur Gründünger. Auf leichten Böden liefert sie eiweißreiches Grünfutter und wird als Frischfutter oder als Weidepflanze genutzt. Für Betriebe auf Sandboden liegt darin ihr Wert: Luzerne ist für pH 6–7 angegeben, Serradella wächst auch auf sauren, leichten Flächen.

Im Feldbau steht sie als Zwischenfrucht zwischen Hackfrucht und Getreide. Eine zweite Form ist die Untersaat in Winterroggen im März bis April, wenn der Roggenbestand nicht zu dicht ist. Bei der Ernte der Deckfrucht bleibt eine hohe Stoppel stehen, weil Serradella empfindlich auf Köpfen und auf Druck reagiert.

Die anderen Futterleguminosen werden anders genutzt. Luzerne steht mehrere Jahre und wird für hochwertigen Futteraufwuchs zwischen Knospenstadium und Blühbeginn geschnitten. Bei Alexandrinerklee gibt es mehrschnittige Sorten mit 3–4 Schnitten als Hauptfrucht. Inkarnatklee bildet nach dem Schnitt nur wenig Nachwuchs, im Feldfutterbau zählt bei ihm vor allem der erste Schnitt. Serradella ordnet sich hier als einjährige Futterpflanze für leichte Böden ein.

Wie viel Eiweiß ein Bestand tatsächlich enthält, zeigt erst die Analyse. Bevor Grünfutter in die Ration von Wiederkäuern eingeplant wird, liefert eine Futteruntersuchung belastbare Futterwerte.

## Ökologische Bedeutung: Bodenschutz mit einer Bedingung

Wie jede lebende Gründüngungsdecke schützt ein Serradella-Bestand die Bodenoberfläche vor Sonneneinstrahlung, Starkregen, Verschlämmung und Erosion. Der geschlossene Bewuchs beschattet den Boden und vermindert dessen Verdunstung. Nach dem Schnitt versorgen die Reste das Bodenleben mit organischem Material. Bodentiere mischen es ein und beschleunigen den Abbau, Mikroorganismen beeinflussen Humusbildung und Nährstoffumsatz.

Die Bedingung betrifft den Stickstoff. Auch biologisch gebundener Stickstoff zählt zur Stickstoffzufuhr, und Überschüsse können Verluste als Nitrat, Ammoniak und Lachgas begünstigen. Wird der Aufwuchs einer Leguminose zur falschen Zeit eingearbeitet, kann das Nitratfreisetzung und Auswaschung verstärken. Der ökologische Nutzen hängt also nicht nur an der Pflanze, sondern auch am Zeitpunkt und an der Folgekultur. Im Frühherbst bleibt der Bestand deshalb stehen, statt eingearbeitet zu werden. Als Vorfrucht eignet sich Leguminosen-Gründüngung für stark zehrendes Gemüse.

## Anbau, Einarbeiten, Fruchtfolge: kurz und mit Wegweiser

**Anbau.** Gesät wird von März bis August direkt ins Freiland, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz ohne Staunässe. Die Termine im Jahreslauf zeigt dir der [Aussaatkalender für Gründünger zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/gruenduenger/). Saatmenge, Pflege und typische Schwierigkeiten behandelt die Anleitung, [wie du Serradella vom Samen an anbaust](/praxis/gruenduenger/serradella-anbauen-vom-samen-zur-ernte/).

**Einarbeiten.** Geschnitten wird vor der Samenbildung, das Material bleibt als Mulch liegen oder wird flach eingearbeitet. Bis zur nächsten Saat oder Pflanzung vergehen danach meist etwa 2–3 Wochen. Zeitpunkt, Technik und Geräte beschreibt der Ratgeber dazu, [wann und wie du Serradella mähst und einarbeitest](/praxis/gruenduenger/serradella-richtig-ernten-und-einarbeiten/).

**Fruchtfolge.** Serradella zählt in der Fruchtfolge zu den Hülsenfrüchten und folgt nicht unmittelbar auf Pflanzen derselben Familie. Im Gemüsegarten sollen höchstens 25 % der wechselnden Beetbelegung auf Leguminosen entfallen, Erbsen und Bohnen eingeschlossen. Vor- und Nachfrüchte erklärt der Ratgeber dazu, [wie du Serradella in den Fruchtwechsel einbaust](/praxis/gruenduenger/serradella-im-fruchtwechsel-optimale-anbauplanung/).

**Mischanbau.** In Mischungen können unterschiedliche Wurzelformen mehrere Bodenschichten erschließen, während Leguminosen zusätzlichen Stickstoff einbringen. Alle enthaltenen Pflanzenfamilien müssen dabei zur Fruchtfolge im Gemüsebeet passen. Die Kombinationen im Einzelnen zeigt der Ratgeber dazu, [welche Partner im Mischanbau zu Serradella passen](/praxis/gruenduenger/serradella-im-mischanbau-bodenfruchtbarkeit-steigern/).

**Ausblick.** Welche Rolle Gründüngung für Humusbilanz und Klima spielt, ordnet der Grundlagen-Überblick im Abschnitt dazu ein, was Gründüngung im Boden leistet. Fest steht: Die zusätzliche Humusspeicherung durch regelmäßigen Zwischenfruchtanbau ist begrenzt und kann nach dessen Aufgabe wieder verloren gehen.

## Häufige Fragen

### Welche Pflanzen binden Stickstoff aus der Luft?

Zusätzlichen Stickstoff aus der Luft bringen nur Leguminosen ein, weil sie mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln zusammenleben. Für den Garten eignen sich Erbsen, Bohnen, Wicken, Klee und Lupinen, auch Serradella gehört zu dieser Pflanzenfamilie. Andere Gründünger wie Senf oder Phacelia nehmen nur Stickstoff auf, der schon im Boden vorhanden ist.

### Für welchen Boden eignet sich Serradella?

Serradella bevorzugt saure, leicht lehmige Sandböden, als geeigneter Bereich gilt pH 4–7. Sie ist kalkempfindlich und verträgt weder Staunässe noch einen hohen Wasserstand. Ist der Sand humusarm und trocken, kann sie trotz ihrer Eignung für leichte Böden versagen.

### Muss ich Serradella düngen?

Im Biogarten gilt für Serradella keine Düngung als notwendig. Als Leguminose versorgt sie sich über Knöllchenbakterien mit Stickstoff aus der Luft. Bei Klee und Luzerne können hohe Stickstoffgaben die Tätigkeit dieser Bakterien sogar hemmen.

### Woran erkenne ich, ob Serradella Stickstoff bindet?

Hebe eine Pflanze vorsichtig aus dem Boden und schneide ein Wurzelknöllchen auf. Eine rötliche Innenfärbung weist bei Leguminosen auf aktive Stickstoffbindung hin. In den Knöllchen arbeiten die Bakterien, die Luftstickstoff für die Pflanze verfügbar machen.

### Ersetzt Serradella den Dünger für die Folgekultur?

Nicht automatisch. Wie viel Stickstoff nach dem Verrotten ankommt, hängt von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Als pauschale Rechenhilfe für die Gartendüngung lassen sich einem Gründüngungsbestand über 30 cm Höhe 6 g Stickstoff je m² anrechnen. Die Düngung der Folgekultur planst du trotzdem nach ihrem Bedarf.

### Ist Serradella winterhart?

Nein, Serradella wächst einjährig und ist nicht winterhart. Abgefrorene Gründüngung kann über Winter als Mulch auf dem Beet liegen bleiben. Im Frühjahr arbeitest du die Reste flach ein.

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