# Futterpflanzen in der ökologischen Tierhaltung: Weide, Nährstoffkreislauf, Bio-Regeln

> Welche Rolle Futterpflanzen in der Öko-Tierhaltung spielen: wie du Weidesysteme wählst, Nährstoffe ohne synthetischen Dünger im Kreislauf hältst und welche Bio-Regeln für dein Futter gelten.

- **URL:** https://samen.de/rasen/futterpflanzen/die-rolle-von-futterpflanzen-in-der-oekologischen-tierhaltung/
- **Bereich:** Rasen › Futterpflanzen & Weide
- **Zuletzt geprüft:** 05. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Wer Tiere ökologisch halten will, muss sich früh um die eigenen Futterflächen kümmern. Synthetischer Stickstoffdünger fällt weg, und für Rinder ist vorgeschrieben, woher der Großteil des Futters kommt. Weide, Ackerfutter und Mist hängen damit direkt zusammen: Was auf der Fläche wächst, wird Futter, und der Mist der Tiere düngt die Fläche wieder. Wenn ich Futterflächen plane, schaue ich deshalb nie auf eine Kultur allein, sondern auf den ganzen Kreislauf.

## Welche Rolle spielen Futterpflanzen im Öko-Betrieb?

Im ökologischen Betrieb verbindet der Kreislauf aus Futterpflanzen, Tierhaltung und organischen Düngern den Futterbau mit der Bodenfruchtbarkeit. Futterpflanzen haben dort zwei Aufgaben: Aus ihnen wird das Futter, und über Leguminosen und den Mist der Tiere tragen sie zur Fruchtbarkeit der Flächen bei. Grünland wird beweidet oder gemäht, und Ackerfutter wie Kleegras, Futterrüben oder Markstammkohl ergänzt es.

Ich notiere für jede Fläche, was dort gewachsen ist und welcher Mist oder Kompost darauf kam. So kann ich den Kreislauf über die Jahre nachvollziehen. Im Alltag entscheidet er sich an vier Stellen: am Weidesystem, am Nährstoffmanagement, am Umgang mit dem Futter und an den Öko-Regeln.

## Weidesysteme: Standweide, Umtriebsweide oder Portionsweide?

Auf der Weide ernten die Tiere ihr Futter selbst. Wie gut sie den Aufwuchs nutzen und wie gut sich die Grasnarbe erholt, hängt vom Weidesystem ab. Grünlandfutter setzt sich dabei typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen zusammen, etwa aus Weidelgras, Spitzwegerich und Klee.

| Weidesystem | So läuft es | Arbeit und Ausnutzung |
|---|---|---|
| Standweide | Die Tiere bleiben längere Zeit auf derselben Fläche. | weniger Arbeit als Umtriebs- und Portionsweide, der Futterbestand wird schlechter ausgenutzt |
| Umtriebsweide | Die Weide ist in mehrere Koppeln geteilt, die nacheinander beweidet werden. | mehr Arbeit als die Standweide, bessere Ausnutzung des Futterbestands |
| Portionsweide | Die Tiere bekommen jeweils eine frisch abgeteilte, kleinere Fläche. | besonders viel Arbeit, bessere Ausnutzung des Futterbestands |

Der Vorteil der Koppeln liegt in den Pausen. Wer die Weide unterteilt, ermöglicht kurze Beweidungsphasen und längere Erholungsphasen für die Grasnarbe. Ob sich der Mehraufwand rechnet, wägst du für deinen Betrieb ab: mehr Arbeit gegen eine bessere Ausnutzung des Aufwuchses.

### Kurzrasenweide: Aufwuchs messen statt schätzen

Bei der Kurzrasenweide für Rinder wird der Grasaufwuchs wöchentlich mit der Deckelmethode kontrolliert. Für Milchkühe gibt es dazu Ziel-Aufwuchshöhen, die sich nach der Wachstumsphase richten.

> **Zahl im Blick:** Auf der Kurzrasenweide für Milchkühe liegt die Ziel-Aufwuchshöhe in Hauptwachstumsphasen bei 5 bis 6 cm und in wachstumsschwachen Phasen bei 6 bis 7 cm, jeweils mit der Deckelmethode gemessen. Diese Werte gehören zu diesem Weidesystem und zu Milchkühen. Auf Schafe, Ziegen oder Kleintiere lassen sie sich nicht einfach übertragen.

> **Marias Erfahrung:** Wenn ich Aufwuchs messe, nehme ich immer dieselben Stellen und schreibe jeden Wert auf. So kann ich die Wochen miteinander vergleichen, statt mich auf den Eindruck vom Zaun aus zu verlassen.

### Wann ist Gras weidereif?

Für die Weidenutzung von Gräsern gilt das 3-Blatt-Stadium als günstiger Nutzungszeitpunkt. Ich zähle dafür an mehreren Stellen der Weide die Blätter einzelner Grastriebe, bevor die Tiere auf die Fläche kommen.

### Grasnarbe dicht halten

Ist die Grasnarbe dicht, brauchst du keine Pflegenachsaat. Mähst du nach dem Beweiden Reste ab, lass das Schnittgut nicht als dicke Matte liegen. Eine solche Matte kann die Grasnarbe darunter ersticken und teilweise absterben lassen.

Säst du doch nach, halte den alten Bestand kurz, damit die jungen Gräser genug Licht bekommen. Dünge danach nicht übermäßig, denn das verstärkt die Konkurrenz des Altbestands gegenüber den jungen Pflanzen. Saatbett und Saatzeit erklärt der Ratgeber, [wie du Futterpflanzen aussäst und lückige Bestände nachsäst](/rasen/futterpflanzen/die-richtige-aussaat-von-futterpflanzen-tipps-und-tricks/).

### Weide im Kleinen: Kaninchen und Meerschweinchen

Auch Kaninchen und Meerschweinchen im Freigehege fressen Grünfutter direkt von der Fläche. Im Gehege brauchen die Tiere einen kühlen Schattenplatz, der allen gleichzeitig Platz bietet. Frisches Tränkwasser muss auch bei Weidegang immer in ausreichender Menge bereitstehen. Ein Außengehege für Kaninchen braucht außerdem Schutz vor Ausbuddeln und Fressfeinden sowie einen witterungsgeschützten Rückzugsraum für alle Tiere.

Ich stelle das Gehege so auf, dass der Schatten auch am Nachmittag noch für alle reicht. Wie du die passenden Futterpflanzen dafür selbst ziehst, zeigt der Ratgeber, [wie du als Tierhalter Futterpflanzen im eigenen Garten anbaust](/rasen/futterpflanzen/anleitung-zum-anbau-von-futterpflanzen-im-hausgarten/).

## Nährstoffmanagement ohne synthetische Dünger

Ohne synthetischen Dünger muss der Stickstoff auf anderen Wegen auf die Fläche kommen: über Leguminosen aus der Luft und über Mist, Kompost und Gründüngung aus dem Kreislauf. Welche Kultur dabei Stickstoff bindet und welche ihn braucht, zeigt die Übersicht.

| Kultur | Rolle beim Stickstoff | Was daraus für die Planung folgt |
|---|---|---|
| Klee, Luzerne | binden über Knöllchenbakterien Luftstickstoff | können als kleinkörnige Futterleguminosen ohne Stickstoffdüngung auskommen |
| Gräser im Kleegras | wachsen bei zusätzlichem Stickstoff stärker | höhere Stickstoffgaben können den Kleeanteil verringern |
| Futterrübe | Starkzehrer | im ökologischen Feldanbau nach humusaufbauenden Kulturen, gut verrotteter Mist als Grunddüngung |
| Markstammkohl | hohes Stickstoffaufnahmevermögen, keine stickstoffbindende Knöllchensymbiose | im Garten nach Erbsen, Bohnen oder Salat, guter Vorfruchtwert für Getreide und Hülsenfrüchte |

### Leguminosen binden Stickstoff aus der Luft

An den Wurzeln von Leguminosen binden Bakterien Luftstickstoff in organischer Form. Kleinkörnige Futterleguminosen wie Klee und Luzerne können deshalb ohne Stickstoffdüngung auskommen. Im Kleegras musst du dabei aufpassen: Zusätzliche Stickstoffversorgung kann die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern. Wer Kleegras zusätzlich mit Stickstoff versorgt, kann also genau die Leguminosen zurückdrängen, die ihren Stickstoff selbst binden.

Eine Saatmischung, die auf jedem Standort am besten passt, gibt es für Kleegras im ökologischen Futterbau nicht. Ich wähle die Mischung deshalb nach Boden und geplanter Nutzung aus.

> **Zahl im Blick:** Für Kleearten im Feldfutterbau wird ein optimaler Boden-pH von 6,0 bis 6,7 angegeben. Luzerne bevorzugt im Feldfutterbau einen Boden-pH von 7,0 bis 7,5. Welche Leguminose zu deiner Fläche passt, zeigt dir deshalb erst ein Bodentest.

### Mist gezielt einsetzen

Gut verrotteter Mist eignet sich als organische Grunddüngung für Futterrüben. Die Rüben zählen zu den Starkzehrern und stehen im ökologischen Feldanbau nach humusaufbauenden Kulturen. Ich lasse den Mist gut verrotten, bevor er auf die Rübenfläche kommt.

Markstammkohl hat ein hohes Stickstoffaufnahmevermögen, bildet als Kreuzblütler aber keine stickstoffbindende Knöllchensymbiose. Auf abgeernteten Gartenbeeten sind Erbsen, Bohnen und Salat geeignete Vorfrüchte für ihn. Wie du einzelne Kulturen im Öko-Anbau versorgst, vertieft der Ratgeber, [wie du Futterpflanzen im Biolandbau ohne synthetische Mittel düngst und schützt](/rasen/futterpflanzen/futterpflanzen-im-biolandbau-vielfalt-und-vorteile/).

### Gründüngung hält Nährstoffe fest

Gründüngung nimmt Nährstoffe aus dem Bodenwasser auf und hält sie vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Wann sie wieder frei werden, hängt unter anderem von Pflanzenart, Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab. Frische Masse arbeitest du nur flach ein, weil sie tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Bis zur nächsten Saat oder Pflanzung wird danach meist eine Wartezeit von etwa 2 bis 3 Wochen empfohlen.

### Boden untersuchen und Schwefel im Blick behalten

Bevor ich kalke oder nachdünge, lasse ich den Boden untersuchen. Für die Mischprobe stellst du 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche zusammen. Liegt der pH-Wert oberhalb des Zielbereichs für deine Bodenart, gibst du weder Kalk noch kalkhaltige Düngemittel.

Im Kleegras kann auch Schwefel eine Rolle spielen. In bayerischen Feldversuchen mit ökologischem Kleegras reichten 40 kg Schwefel je Hektar und Hauptnutzungsjahr für die dort erzielte Ertragssteigerung aus. Das ist ein Versuchsergebnis und keine Düngeempfehlung für deine Fläche.

## Tiergesundheit und Produktqualität: worauf du beim Futter achtest

Futterpflanzen sind Futter, keine Medizin. Steuern kannst du, wie du neues Futter einführst, womit du es ergänzt und wie sauber du es lagerst.

### Futter langsam umstellen

Neues Futter führst du schrittweise ein. Wie lange die Umstellung dauert, unterscheidet sich je nach Tierart und Futter.

| Tiere | Futterwechsel |
|---|---|
| Wiederkäuer, neues Zwischenfruchtfutter | langsam über 8 bis 14 Tage |
| Ziegen | über mindestens zwei Wochen |
| Kaninchen | langsam, damit sich der Verdauungsapparat darauf einstellen kann |

Ich mische neues Grünfutter anfangs unter das gewohnte Futter, erhöhe den Anteil schrittweise und beobachte dabei, wie die Tiere fressen. Für Schweine gelten bei Auswahl und Einführung eigene Fragen. Antworten darauf gibt der Ratgeber, [welche Futterpflanzen zu Schweinen passen und wie du sie einführst](/rasen/futterpflanzen/natuerliches-futter-fuer-gesunde-schweine/).

### Inhaltsstoffe kennen, Struktur ergänzen

Eine Futteruntersuchung liefert die Inhaltsstoffwerte, mit denen sich eine Ration mit Zwischenfruchtfutter planen lässt. Brauchen Wiederkäuer bei Zwischenfruchtrationen mehr Struktur, können Heu oder Stroh als Ausgleich dienen. Markstammkohl eignet sich für Rinder, Schafe und Ziegen als Ergänzung zu rohfaserreichen Rationen. Ein Futterwert beschreibt Inhaltsstoffe, aber keine Wirkung auf die Gesundheit deiner Tiere. Mehr dazu steht im Ratgeber, [wovon der Nährstoffgehalt von Futterpflanzen abhängt und wie du ihn bestimmst](/rasen/futterpflanzen/naehrstoffreiche-futterpflanzen-fuer-gesunde-nutztiere/).

> **Tipp:** Hältst du Milchziegen, plane Futterkohl mit Bedacht ein, denn Kohl kann bei Milchziegen den Geschmack der Milch beeinträchtigen.

### Futtersicherheit: Risiken auf der Fläche und im Lager

Manche Risiken entstehen schon auf der Fläche, andere erst im Lager. Ich kontrolliere Weide und Heuflächen vor dem Schnitt auf Kreuzkraut.

> **Achtung:** Kreuzkraut gehört nicht ins Futter. Seine Pyrrolizidinalkaloide können auch über Heu oder Silage bei Rindern und Pferden schwere bis tödliche Vergiftungen verursachen. Nitratreiches Herbstfutter kann besonders für Wiederkäuer zum Vergiftungsrisiko werden, weil Nitrat zu Nitrit umgewandelt werden und die Bildung von Methämoglobin begünstigen kann. Eine pauschal sichere Menge gibt es dafür nicht. Hirse kann unter Stress durch Fraßdruck, Dürre oder Kälteperioden Blausäure bilden. Schimmelpilzgifte können Futterpflanzen schon auf dem Feld oder erst während der Lagerung belasten. Bei Verdacht auf eine Vergiftung holst du sofort tierärztlichen Rat ein.

## Öko-Standards und Förderung: welche Regeln für dein Futter gelten

Für Öko-Futter gelten feste Regeln, von der Herkunft über den Zukauf bis zur Kontrolle.

| Bereich | Regel |
|---|---|
| Futterherkunft bei Rindern | In der ökologischen Rinderhaltung müssen mindestens 70 % der Futtermittel aus dem eigenen Betrieb oder aus regionalen Kooperationen stammen. |
| Zugekaufte Betriebsmittel | Zukauf nur, wenn die jeweiligen Positivlisten und Einsatzbedingungen erfüllt sind, gegebenenfalls zusätzlich die Verbandsrichtlinien. |
| Pflanzenschutz | Pflanzenschutzmittel sind auch im Ökolandbau möglich, die Auswahl zulässiger Mittel ist aber eng begrenzt. |
| Kontrolle und Siegel | Wer Bio-Erzeugnisse produziert, unterliegt grundsätzlich der Öko-Kontrolle; für das Bio-Siegel braucht es ein Öko-Zertifikat. |

Zwei Dinge kommen hier zusammen. Mindestens 70 % des Rinderfutters müssen vom eigenen Hof oder aus der Region stammen, und der Kreislauf über organische Dünger verbindet den Futterbau mit der Bodenfruchtbarkeit. Wer Futterflächen plant, plant damit im Öko-Betrieb zugleich die Futterversorgung und die Nährstoffversorgung.

Das gilt auch im Kleinen. Wer im Garten nach ökologischen Grundsätzen Futter anbaut, braucht trotzdem ein Öko-Zertifikat, um Eier oder Fleisch mit dem Bio-Siegel anzubieten. Bevor ich ein Betriebsmittel für eine Öko-Fläche zukaufe, prüfe ich die Positivliste und gegebenenfalls die Richtlinien des Verbands.

Ob es für deine Umstellung oder deinen Futterbau eine Förderung gibt, hängt vom jeweiligen Programm ab. Bedingungen, Fristen und Beträge klärst du mit der Landwirtschaftsberatung in deiner Region, bevor du umstellst oder neue Futterflächen anlegst.

> **Mini-Checkliste:** Bevor du eine Fläche oder einen Betrieb auf Öko umstellst, kläre: Woher stammt das Futter? Stehen zugekaufte Betriebsmittel auf der Positivliste? Gelten zusätzlich Verbandsrichtlinien? Wie läuft die Öko-Kontrolle ab? Welche Förderbedingungen gelten für dich?

## Arten, Anbau, Ernte und Fruchtfolge: kurz eingeordnet

**Futterpflanzenarten.** Zum Öko-Futterbau gehören neben dem Grünland auch Ackerfutter wie Kleegras, Futterrüben und Markstammkohl. Welche Gruppe wofür taugt, zeigt der Überblick, [welche Futterpflanzengruppen sich für welche Nutztiere eignen](/rasen/futterpflanzen/die-wichtigsten-futterpflanzen-fuer-nutztiere-ein-umfassender-ueberblick/).

**Anbau, Pflanzenschutz und Wirtschaftlichkeit.** Im Öko-Anbau setzt du zuerst auf Standortwahl, Fruchtfolge, Kulturschutznetz und Hacken, denn die Auswahl zulässiger Pflanzenschutzmittel ist eng begrenzt. Vorbeugung und Erkennen beschreibt der Ratgeber, [wie du Krankheiten an Futterpflanzen erkennst und ihnen vorbeugst](/rasen/futterpflanzen/gesunde-futterpflanzen-erkennen-und-behandeln-von-krankheiten/). Anbau und Wirtschaftlichkeit im Biolandbau vertieft der weiter oben verlinkte Biolandbau-Ratgeber.

**Ernte und Konservierung.** Als Zweitfrucht angebauter Markstammkohl wird ab Mitte Oktober für Frischfutter oder Silage geerntet. Für lagerstabiles, dicht lagerbares Heu nennt die landwirtschaftliche Beratung weniger als 14 % Wassergehalt, und das Lager muss das Heu vor erneutem Wasserzutritt schützen. Was beim Lagern sonst zählt, erklärt der Futterpflanzen-Ratgeber im Teil darüber, [wie du Futter lagerst und auf Futterhygiene achtest](/rasen/futterpflanzen/).

**Fruchtfolge.** Für Rüben, Kohl und Luzerne gelten eigene Anbaupausen, und bei Futterkohl zählen auch Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen als Kreuzblütler mit. Im Garten kannst du [Anbaupausen im Beetplaner über mehrere Jahre festhalten](/tools/beetplaner/).

**Ökologie und Klima.** Futterkohl kann auf dem Wildacker bis zu 2 m hoch werden und Wildtieren Deckung bieten. Gründüngungsbewuchs beschattet den Boden und vermindert Verschlämmung und Erosionsgefahr. Wie viel Frost eine Kultur verträgt, hängt von der Kulturform ab, bei Luzerne zusätzlich vom Vegetationszustand im Herbst.

**Forschung.** In Versuchen zur Gewinnung von Luzerne-Eiweißfutter für Geflügel werden in zwei Varianten unterschiedlich große obere Pflanzenteile geschnitten. Das ist ein Versuchsaufbau und keine Schnitt- oder Fütterungsempfehlung.

**Jahresplanung.** Wann welche Arbeit ansteht, zeigt der Ratgeber, [welche Arbeiten im Futterbau in welcher Jahreszeit anstehen](/rasen/futterpflanzen/saisonaler-anbaukalender-fuer-futterpflanzen-optimale-planung-fuer-ganzjaehrige-versorgung/). Für die Saattermine kannst du dir auch [die Aussaattermine der Futterpflanzen als Kalender ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/futterpflanzen/).

## Häufige Fragen

### Welche Rolle spielen Futterpflanzen in der ökologischen Tierhaltung?

Futterpflanzen liefern das Futter und halten zugleich den Nährstoffkreislauf des Öko-Betriebs in Gang: Aus der Fläche wird Futter, und aus der Tierhaltung kommt organischer Dünger zurück auf die Fläche. In der ökologischen Rinderhaltung müssen mindestens 70 % der Futtermittel aus dem eigenen Betrieb oder aus regionalen Kooperationen stammen. Leguminosen wie Klee und Luzerne können dank ihrer Knöllchenbakterien ohne Stickstoffdüngung auskommen.

### Welche Gruppen von Futterpflanzen gibt es und wodurch unterscheiden sie sich?

Grünlandfutter besteht typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen, zum Beispiel aus Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Leguminosen binden mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff, während Gräser im Gemenge von zusätzlichem Stickstoff profitieren. Auf dem Acker kommen Futterrüben dazu, die als Starkzehrer gelten, und Futterkohl wie Markstammkohl, der als Kreuzblütler keine stickstoffbindende Knöllchensymbiose bildet.

### Wie kommen Leguminosen im ökologischen Futterbau ohne Stickstoffdünger aus?

An den Wurzeln von Leguminosen binden Knöllchenbakterien Luftstickstoff in organischer Form. Kleinkörnige Futterleguminosen wie Klee und Luzerne können dadurch ohne Stickstoffdüngung auskommen. Bekommt Kleegras trotzdem zusätzlichen Stickstoff, kann das die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern.

### Was unterscheidet Standweide, Umtriebsweide und Portionsweide?

Auf der Standweide bleiben die Tiere längere Zeit auf derselben Fläche, das macht von den drei Systemen am wenigsten Arbeit. Bei der Umtriebsweide ist die Weide in mehrere Koppeln geteilt, sodass auf kurze Beweidungsphasen längere Erholungsphasen für die Grasnarbe folgen. Die Portionsweide teilt den Tieren den Aufwuchs in kleineren, frisch abgeteilten Flächen zu. Umtriebs- und besonders Portionsweiden brauchen mehr Arbeit als Standweiden, nutzen den Futterbestand aber besser aus.

### Wie plane ich die Fruchtfolge mit Futterpflanzen im Ökolandbau?

Plane nach den Anbaupausen der einzelnen Kulturen. Für Luzerne gelten im Feldfutterbau gegenüber sich selbst und anderen Leguminosen Anbaupausen von 4 bis 6 Jahren. Für Futterkohl im ökologischen Zwischenfruchtanbau gilt eine Pause von mindestens 5 Jahren zu anderen Kreuzblütlern, zu denen auch Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen gehören. Futterrüben stehen als Starkzehrer im ökologischen Feldanbau nach humusaufbauenden Kulturen.

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