# Futterkohl anbauen: Was Markstammkohl als Zwischenfrucht leistet

> Markstammkohl als Zwischenfrucht im Garten: wann du säst, was er an Blattmasse, Bodenschutz und Futter bringt, wie frosthart er ist und womit du ihn mischst.

- **URL:** https://samen.de/rasen/futterpflanzen/futterkohl-anbauen-vielseitige-zwischenfrucht-im-garten/
- **Bereich:** Rasen › Futterpflanzen & Weide
- **Zuletzt geprüft:** 05. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.de (total10 GmbH), Redaktion

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Im Juli räume ich die Erbsen ab, und ohne Folgekultur läge das Beet bis zum Frühjahr offen. In diese Lücke säe ich Markstammkohl. Er bildet einen verdickten Trieb und viel Blattmasse, beschattet den Boden und liefert als Zweitfrucht ab Mitte Oktober Futter. Ein Schnellstarter ist er allerdings nicht, und bei der Frosthärte gehört zu jeder Zahl ein Zusammenhang.

Futterkohl ist ein Kreuzblütler, den du als Futterpflanze und Zwischenfrucht anbaust. Unter dem Namen laufen mehrere Formen, darunter Markstammkohl und Furchenkohl; Markstammkohl stammt aus dem Mittelmeerraum. Wie sich Futterkohl von Rüben, Zichorie und Grünland unterscheidet, zeigt der Futterpflanzen-Ratgeber im [Überblick über alle Futterpflanzen](/rasen/futterpflanzen/).

## Markstammkohl anbauen: die Eckdaten

Als Sommerzwischenfrucht säst du Markstammkohl früh im Juli; die letzten empfohlenen Termine reichen je nach Anbauempfehlung von Mitte bis Ende Juli.

| Punkt | Angabe |
|---|---|
| Saat als Sommerzwischenfrucht | früh im Juli, letzte Termine je nach Empfehlung Mitte bis Ende Juli |
| Saat als Hauptfrucht | April und Mai |
| Vorziehen oder Direktsaat | beim angebotenen Grünfutter-Saatgut vorziehen von März bis Mai, direkt säen von Mai bis Juli |
| Saattiefe | 0,5 bis 1 cm beim Gartensaatgut, 1 bis 2 cm bei der Feldsaat |
| Keimung | bei 10 bis 20 °C in 8 bis 12 Tagen; eine weitere Herstellerangabe nennt enger 15 bis 18 °C |
| Abstand | Reihenkultur: 30 cm zwischen den Pflanzen in der Reihe, 50 cm zwischen den Reihen; so vereinzelst du oder pflanzt kräftige Jungpflanzen aus |
| Ernte als Zweitfrucht | ab Mitte Oktober, als Frischfutter oder Silage |
| Erntezeitpunkt | bei 12 bis 15 % Trockensubstanz |
| Anbaupause | mindestens 5 Jahre zu anderen Kreuzblütlern, angegeben für den ökologischen Zwischenfruchtanbau |

Den ganzen Ablauf zeigt die Anleitung, [wie du Futterkohl Schritt für Schritt anbaust](/rasen/futterpflanzen/anleitung-zum-anbau-von-futterkohl/); [wann du Futterkohl am besten säst](/rasen/futterpflanzen/optimaler-zeitpunkt-fuer-die-aussaat-von-futterkohl/), klärt ein eigener Ratgeber. Saatfenster und Abstände der anderen Futterpflanzen stehen im Futterpflanzen-Ratgeber unter Aussaat.

## Welcher Futterkohl für welches Ziel?

Vor der Saat legst du fest, was der Bestand leisten soll: viel Futtermasse oder Frosthärte. Für den Sommerzwischenfruchtanbau sind zwei Typen so bewertet:

| Futterkohl | Ertrag | Frostempfindlichkeit |
|---|---|---|
| Sorte Camaro | hoch | mittel |
| Furchenkohl | sehr gering | gering |

Ertrag und Frosthärte laufen bei diesen beiden gegenläufig. Mit Camaro holst du mehr Masse und nimmst mehr Frostrisiko in Kauf, mit Furchenkohl ist es umgekehrt.

Auch beim Markstammkohl gibt es blattarme und blattreiche Typen. Niedrig wachsende Sorten haben höhere Trockenmassegehalte als stängelige. Ich lese deshalb vor dem Kauf nach, ob eine Sorte als niedrig oder als stängelig beschrieben ist.

## Biomasse: viel Blatt, aber ein langsamer Start

Markstammkohl bildet einen verdickten Trieb und eine hohe Blattmasse. Auf dem Wildacker kann Futterkohl bis zu 2 m hoch werden und Wildtieren Deckung bieten. In der Jugend entwickelt er sich allerdings langsam, eine geschlossene Decke gleich nach der Saat darfst du nicht erwarten. Seine kräftige Hauptwurzel reicht wenig in die Tiefe und verzweigt sich in der Ackerkrume.

Dazu kommt ein hohes Stickstoffaufnahmevermögen. Wie andere Gründüngung nimmt der Bestand vorhandene Nährstoffe aus dem Bodenwasser auf und hält sie vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Auf einem früh geräumten Beet hält der Kohl also Stickstoff im Blatt fest, der sonst gelöst im Bodenwasser bliebe.

## Unkraut unterdrücken: erst hacken, dann beschattet der Kohl

In seiner langsamen Jugendphase braucht Markstammkohl eine wirksame Unkrautregulierung. Erst wenn der Bestand Blattmasse gebildet hat, beschattet sein Bewuchs den Boden. Die Unkrautunterdrückung setzt also erst mit der Blattmasse ein, bis dahin hältst du das Unkraut selbst kurz.

Ich hacke in dieser Phase flach zwischen den Reihen und ziehe Unkraut in der Reihe mit der Hand. Dabei sehe ich mir die jungen Blätter gleich mit an. Vereinzeln und Unkrautpflege aller Futterpflanzen behandelt der Futterpflanzen-Ratgeber im Abschnitt Pflege.

## Erosionsschutz: ein bedecktes Beet nach der Hauptkultur

Ein Gründüngungsbewuchs beschattet den Boden und vermindert Verschlämmung und Erosionsgefahr. Ein Beet, das nach der Hauptkultur sonst offen läge, bleibt so bedeckt. Weil Markstammkohl Frost bis zu den Grenzen im nächsten Abschnitt verträgt, hält diese Decke auch bei Frost, solange es nicht kälter wird.

Im Herbst nehme ich nur Blätter ab und lasse die Pflanzen auf dem Beet stehen.

Die Humusbildung aus Gründüngung kann die Wasserspeicherung leichter und die Durchlässigkeit schwerer Böden verbessern. Wie Futterkohl auf Bodenleben, Nährstoffe und Wasserhaushalt wirkt, vertieft der Ratgeber, [was Futterkohl im Gartenboden bewirkt](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-bodenschatz-fuer-gesunde-gaerten/).

## Wie frosthart ist Futterkohl?

Bei der Frosthärte zählt, zu welcher Pflanze ein Wert gehört.

| Pflanze und Zusammenhang | Frostverträglichkeit |
|---|---|
| Markstammkohl, Gartensaatgut | bis −10 °C |
| Markstammkohl, voll ausgewachsen | bis −12 °C |
| Futterkohl auf dem Wildacker, an Kälte gewöhnt | bis −15 °C |

Der Wert von −12 °C gilt ausdrücklich für vollgewachsene Pflanzen. Für einen Bestand, der im Herbst noch nicht ausgewachsen ist, kannst du dich also nicht darauf berufen. Wie frostempfindlich ein Bestand ist, hängt außerdem von der Sorte ab, das zeigt der Vergleich von Camaro und Furchenkohl.

> **Mythos-Check:** „Futterkohl übersteht −15 °C ohne Schaden.“ Der Wert gehört zum Wildacker und gilt für Futterkohl, der an Kälte gewöhnt ist. Für Gartensaatgut von Markstammkohl wird eine Frostverträglichkeit bis −10 °C angegeben. Auf jeden Bestand übertragen lässt sich die höhere Zahl nicht.

> **Marias Erfahrung:** Steht der Kohl im Spätherbst noch, notiere ich die Tiefstwerte der Nacht und sehe mir am Morgen die Blätter an. So lerne ich mein eigenes Beet kennen, statt mich auf eine einzelne Zahl zu verlassen.

## Zwischenfruchtmischungen mit Futterkohl planen

Willst du Futterkohl nicht allein säen, prüfst du drei Dinge: die Pflanzenfamilie, die Rolle der Partner und das Saatbett.

### Die Familie: kein zweiter Kreuzblütler

Senf, Raps, Kresse, Rettich und Radieschen gehören wie Kohl zu den Kreuzblütlern. Deshalb zählen sie bei der Fruchtfolge des Kohls mit. Für Futterkohl im ökologischen Zwischenfruchtanbau gilt zu anderen Kreuzblütlern eine Anbaupause von mindestens 5 Jahren. Passt diese Pause auf einem Beet nicht, säe ich dort ein Gemenge ganz ohne Kohl, etwa ein Landsberger Gemenge aus Welschem Weidelgras, Winterwicke und Inkarnatklee.

> **Häufiger Fehler:** Senf oder Raps als Mischpartner für Futterkohl. Beide sind Kreuzblütler wie der Kohl, das Beet trägt dann zwei Arten derselben Familie, und beide zählen bei der Anbaupause mit. In Beeten, auf denen oft Kohl, Radieschen oder Rettich stehen, meidest du Raps auch als Gründüngung.

### Die Rolle: was eine Leguminose beiträgt

Kreuzblütler wie Futterkohl bilden keine stickstoffbindende Knöllchensymbiose. Bei Leguminosen binden dagegen Bakterien an den Wurzeln Luftstickstoff. Kleinkörnige Futterleguminosen können deshalb ohne Stickstoffdüngung auskommen, während der Kohl seinen Stickstoff aus dem Boden holt.

Wie Düngung ein Gemenge verschieben kann, zeigt der Feldfutterbau: In Gras-Leguminosen-Mischungen fördern höhere Stickstoffgaben das Gras und können die Zusammensetzung des Bestands verändern. Bei einem Gemenge mit Kohl schaue ich mir deshalb an, welche Art sich durchsetzt, bevor ich nachdünge.

Große Erwartungen an die Nachbarschaft habe ich nicht. Mischkultur kann die Fläche besser ausnutzen, günstige Einflüsse einzelner Nachbarn aufeinander sind aber häufig schwer nachweisbar. Welche Gemüse als Nachbarn zusammenpassen, zeigt das [Mischkultur-Werkzeug](/tools/mischkultur/).

### Das Saatbett: fein und mit gutem Bodenschluss

Feinsämige Futterpflanzen brauchen ein feinkrümeliges Saatbett mit gutem Bodenschluss, damit sie beim Auflaufen mit Wasser versorgt sind. In der Drillmaschine muss eine Entmischung des Gemenges vermieden werden. Säe ich von Hand, rühre ich die Samen in der Schale zwischendurch um.

## Futter ab Mitte Oktober: ernten und verfüttern

### Ernten und lagern

Als Zweitfrucht angebauten Markstammkohl erntest du ab Mitte Oktober. Genutzt werden die Blätter, ganze Pflanzen verwertest du frisch oder als Ganzpflanzensilage. Wann du schneidest, welche Rolle der Frost spielt und wie du ohne Qualitätsverlust konservierst, klärt der Ratgeber, [wann und wie du Futterkohl erntest und lagerst](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-ernten-und-lagern-qualitaet-sichern/).

Schimmelpilzgifte können Futterpflanzen schon auf dem Feld oder erst während der Lagerung kontaminieren. Wie du dem vorbeugst, steht im Futterpflanzen-Ratgeber unter Lagern und Futterhygiene.

### Verfüttern

Markstammkohl eignet sich für Rinder, Schafe und Ziegen als Ergänzung zu rohfaserreichen Rationen. Heu oder Stroh gleichen bei Bedarf die Struktur aus. Stell Wiederkäuer langsam auf Zwischenfruchtfutter um, über 8 bis 14 Tage. Bei Ziegen sollte jede Futterumstellung mindestens zwei Wochen dauern. Halte bei Milchziegen im Blick, dass Kohl den Geschmack der Milch beeinträchtigen kann.

> **Achtung:** Markstammkohl kann viel Stickstoff aufnehmen und kommt im Herbst als Futter in den Trog. Nitratreiches Herbstfutter kann besonders für Wiederkäuer ein Vergiftungsrisiko sein, weil Nitrat zu Nitrit umgewandelt werden und die Bildung von Methämoglobin begünstigen kann. Eine pauschal sichere Menge gibt es nicht. Eine Futteruntersuchung liefert dir die Inhaltsstoffwerte, mit denen du die Ration planst.

Futterkohl ist Futter und kein Heilmittel. Wie Futterkohl bei einzelnen Tierarten eingesetzt wird, vertieft der Ratgeber, [für welche Nutztiere sich Futterkohl eignet](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-naehrstoffreiche-futterpflanze-fuer-nutztiere/). Mengen und Kombinationen in der Rinderration klärt der Beitrag, [wie Futterkohl in die Rinderfütterung passt](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-naehrstoffreiche-basis-fuer-rinderfuetterung/).

## Standort, Pflege und Fruchtfolge in Kürze

### Standort

Auf durchlässigen Böden verträgt Futterkohl auf dem Wildacker einen pH-Wert von 4,5 bis 8, das ist eine Toleranz und kein Optimum. Feuchte, staunasse und saure Böden begünstigen die Kohlhernie, deshalb wählst du ein Beet ohne stehendes Wasser. Mehr dazu steht in der Anbauanleitung und im Futterpflanzen-Ratgeber unter Standort, Boden und Winterhärte.

### Düngen und gießen

Im Feldanbau wird die Stickstoffdüngung von Markstammkohl auf eine Gabe vor der Saat und eine zweite bei etwa 30 cm Pflanzenhöhe verteilt. Kompost als allgemeine Grunddüngung deckt den Stickstoffbedarf von Gemüse nicht vollständig. Gieß am besten früh am Morgen und bodennah. Zu viel Wasser kann die Wurzeln schädigen und ähnliche Welke auslösen wie Wassermangel. Technik und Gießzeitpunkt beschreibt der Ratgeber, [wie du Futterkohl bewässerst](/rasen/futterpflanzen/bewaesserung-von-futterkohl-so-machen-sie-es-richtig/), das Düngen nach Pflanzengruppe der Futterpflanzen-Ratgeber unter Gießen und Düngen.

### Schädlinge und Krankheiten

Die Kleine Kohlfliege legt etwa ab Mitte April Eier, deshalb kommt direkt nach Saat oder Pflanzung ein Kulturschutznetz über den Kohl. Seine Maschen sind enger als 1 mm, die Ränder schließt du dicht, und es kann auch Nützlingen den Zugang verwehren. Kohlhernie infiziert Kohlpflanzen besonders stark bei 20 bis 25 °C. Welkende Pflanzen können auch auf Wurzelfraß der Kohlfliege hindeuten. Vorbeugung ohne Mittel erklärt der Futterpflanzen-Ratgeber unter Krankheiten und Schädlinge, den Bio-Weg der Ratgeber dazu, [wie Futterkohl ohne chemische Mittel gelingt](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-im-oeko-anbau-herausforderungen-meistern/).

### Fruchtfolge

Erbsen, Bohnen und Salat sind geeignete Vorfrüchte auf abgeernteten Gartenbeeten, und für Getreide und Hülsenfrüchte gilt Markstammkohl als gute Vorfrucht. Wann zuletzt ein Kreuzblütler auf welchem Beet stand, halte ich im [Beetplaner](/tools/beetplaner/) fest. Die ganze Planung zeigt der Ratgeber, [welche Vor- und Nachfrüchte zu Futterkohl passen](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-im-fruchtwechsel-die-beste-fruchtfolge-fuer-gesunde-ertraege/), die Grundregeln stehen im Futterpflanzen-Ratgeber unter Fruchtfolge und Mischkultur.

### Gründüngung statt Futter

Willst du den Bestand nicht verfüttern, arbeitest du die frische Masse nur flach ein, weil sie tief vergraben unter Luftabschluss faulen kann. Bis zur nächsten Saat oder Pflanzung wird meist eine Wartezeit von etwa 2 bis 3 Wochen empfohlen. Zeitpunkt und Methode beschreibt der Ratgeber, [wie du Futterkohl als Gründüngung nutzt](/rasen/futterpflanzen/futterkohl-als-gruenduengung-bodenverbesserung-im-garten/).

## Häufige Fragen

### Was ist Futterkohl und wozu wird er verwendet?

Futterkohl ist ein Kreuzblütler, der als Futterpflanze und Zwischenfrucht angebaut wird; zu ihm gehören Formen wie Markstammkohl und Furchenkohl. Markstammkohl stammt aus dem Mittelmeerraum und bildet einen verdickten Trieb mit hoher Blattmasse. Genutzt werden die Blätter und ganze Pflanzen, frisch oder als Silage, etwa für Rinder, Schafe und Ziegen als Ergänzung zu rohfaserreichen Rationen.

### Welche Vorteile bietet Futterkohl als Zwischenfrucht?

Futterkohl bildet viel Blattmasse, beschattet den Boden und vermindert so Verschlämmung und Erosionsgefahr auf abgeernteten Beeten. Er kann viel Stickstoff aufnehmen und hält Nährstoffe vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Als Zweitfrucht angebaut, wird Markstammkohl ab Mitte Oktober für Frischfutter oder Silage geerntet. Weil er sich anfangs langsam entwickelt, musst du das Unkraut in der Jugendphase selbst regulieren.

### Wie schnell wächst Futterkohl und welche Biomasse produziert er?

Markstammkohl keimt bei 10 bis 20 °C. Unter diesen Bedingungen dauert die Keimung 8 bis 12 Tage, danach entwickelt er sich anfangs langsam und braucht Unkrautregulierung. Später bildet er einen verdickten Trieb und eine hohe Blattmasse. Auf dem Wildacker kann Futterkohl bis zu 2 m hoch werden.

### Bis zu welchen Temperaturen ist Futterkohl frostresistent?

Das hängt von Pflanze und Anbauform ab. Für Gartensaatgut von Markstammkohl wird eine Frostverträglichkeit bis −10 °C angegeben. Voll ausgewachsene Markstammkohlpflanzen vertragen bis −12 °C. Der Wert von −15 °C gilt für an Kälte gewöhnten Futterkohl auf dem Wildacker.

### Welche Rolle spielt Futterkohl bei der Nährstoffbindung im Boden?

Markstammkohl besitzt ein hohes Stickstoffaufnahmevermögen. Wie andere Gründüngung nimmt Futterkohl vorhandene Nährstoffe aus dem Bodenwasser auf und hält sie vorübergehend in der Pflanzenmasse fest. Luftstickstoff bindet er dagegen nicht, weil Kreuzblütler keine Knöllchensymbiose bilden. Wann die Nährstoffe nach dem Einarbeiten wieder frei werden, hängt unter anderem von Aufwuchs, Jahreszeit, Bodenfeuchte und Temperatur ab.

### Wie sollte die Aussaat von Futterkohl praktisch durchgeführt werden?

Als Sommerzwischenfrucht säst du Markstammkohl früh im Juli, Gartensaatgut kommt 0,5 bis 1 cm tief in ein sorgfältig vorbereitetes Saatbett mit gutem Bodenschluss. Kräftige Jungpflanzen vereinzelst du auf 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen bleiben 50 cm frei. Direkt nach der Saat legst du ein Kulturschutznetz auf, das an den Rändern dicht schließt.

### Was ist der Unterschied zwischen Futterkohl und Furchenkohl?

Furchenkohl ist eine Form des Futterkohls mit eigenem Profil. Für den Sommerzwischenfruchtanbau wird er mit sehr geringem Ertrag und geringer Frostempfindlichkeit bewertet, die Sorte Camaro dagegen mit hohem Ertrag und mittlerer Frostempfindlichkeit. Auf dem Wildacker wächst Furchenkohl mindestens zweijährig. Bei unvollständigem Abäsen kann er dort auch drei Jahre überdauern.

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