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Zimmerpflanzen-Zwiebeln im Schatten: Welche Arten wohin passen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Die Klivie zählt zu den Zimmerpflanzen mit geringem Lichtbedarf und eignet sich für einen Platz am Fenster oder in Fensternähe.
  • Ein blühender Ritterstern hält seine Blüten ohne direkte Sonne bei möglichst höchstens 18 °C länger, nach der Blüte braucht er einen hellen Platz.
  • Zimmergloxinien stehen hell ohne direkte Sonne bei Mindesttemperaturen von etwa 18 °C, ihre Blätter bleiben trocken.
  • Zimmeralpenveilchen haben einen hohen Lichtbedarf von etwa 2.000 bis 3.000 Lux und gehören nicht in die dunkle Ecke.
  • Am lichtarmen Platz gießt du zurückhaltend nach Topfgewicht und Feuchteprobe und düngst nur, wenn der Standort Wachstum zulässt.
Verschiedene Zimmerpflanzen als grüne Sammlung im Wohnraum
Foto: cottonbro studio · Pexels License · Quelle ↗

Du möchtest eine Ecke ohne Sonne mit Blüten füllen und denkst an Zwiebelpflanzen? Das kann gelingen, wenn Art und Platz zusammenpassen, denn beim Licht liegen die Kandidaten weit auseinander. Das Zimmeralpenveilchen gehört zu den Zimmerpflanzen mit hohem Lichtbedarf, die Klivie zu denen mit geringem. Ich sortiere meine Zwiebelpflanzen deshalb nicht nach der Blütenfarbe, sondern nach dem Licht, das an ihrem Platz ankommt.

Kurz erklärt

Zimmerpflanzen-Zwiebeln nenne ich hier alle Zimmerpflanzen mit einem Speicherorgan. Der Ritterstern hat eine echte Zwiebel, Zimmergloxinie und Alpenveilchen bilden eine Knolle. Das Kurkumarhizom ist botanisch ein unterirdisch wachsender Spross. Die Klivie hat keine Zwiebel, sondern fleischige Speicherwurzeln.

Was Schatten im Zimmer für Zwiebelpflanzen heißt

Mit Schatten meine ich im Zimmer zwei verschiedene Plätze. Der eine ist hell, bekommt aber keine direkte Sonne. Der andere liegt weiter vom Fenster entfernt oder hinter einem lichthemmenden Vorhang. Fensterabstand und Vorhänge berücksichtigst du deshalb bei der Standortwahl immer mit.

Wie viel Licht tatsächlich ankommt, misst ein Luxmeter direkt am geplanten Platz. Die gartenbauliche Einteilung ordnet Zimmerpflanzen in Lichtstufen ein. Die Werte sind eine Orientierung und keine garantierte Wachstumsschwelle.

Lichtstufe Orientierung Beispiel
geringer Lichtbedarf etwa 500 bis 1.000 Lux Drachenbaum
mittlerer Lichtbedarf etwa 1.000 bis 2.000 Lux Gummibaum
hoher Lichtbedarf etwa 2.000 bis 3.000 Lux Zimmeralpenveilchen
Marias Erfahrung

Ich messe nicht am Fenster, sondern genau dort, wo der Topf stehen soll. Das Luxmeter halte ich auf Höhe der Blätter. Erst danach suche ich die Pflanze für den Platz aus.

Die Grundlagen stehen im Kapitel, wie Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit den Standort von Zimmerpflanzen bestimmen. Woran du Lichtmangel erkennst und wann Kunstlicht sinnvoll ist, zeigt der Ratgeber dazu, wie viel Licht Zimmerpflanzen-Zwiebeln brauchen und wann eine Lampe hilft. Suchst du eher grüne Pflanzen für sehr dunkle Ecken, findest du eine Auswahl an Zimmerpflanzen, die an schattigen Standorten gedeihen.

Welche Zimmerpflanzen-Zwiebeln wohin passen

Die Tabelle ordnet die Kandidaten nach dem Platz, den sie im Zimmer brauchen.

Pflanze Speicherorgan Platz im Zimmer Für den Schatten?
Klivie fleischige Speicherwurzeln am Fenster oder auf einer Blumenbank in Fensternähe ja, geringer Lichtbedarf
Ritterstern (Amaryllis) Zwiebel in der Blüte ohne direkte Sonne, danach hell nur während der Blüte
Zimmergloxinie Knolle hell, ohne direkte Sonne nur der helle Platz ohne Sonne
Kurkuma Rhizom halbschattig, helles indirektes Licht Halbschatten, wenn es warm ist
Glücksklee Zwiebeln hell und eher kühl, im Sommer draußen halbschattig nur der helle Platz
Zimmeralpenveilchen Knolle hell bis halbschattig, kühl nein, hoher Lichtbedarf

Klivie: wenig Licht, aber nah am Fenster

Klivien werden zu den Zimmerpflanzen mit geringem Lichtbedarf gerechnet. Empfohlen werden sie für einen Platz am Fenster oder auf einer Blumenbank in Fensternähe. Selbst für die genügsame Klivie ist also ein Platz nahe am Fenster vorgesehen. Für die fensterlose Ecke plane ich deshalb keine blühende Zwiebelpflanze ein.

Ritterstern (Amaryllis): Schatten passt zur Blütezeit

Der als Amaryllis angebotene Ritterstern durchläuft in der üblichen Winterblütenkultur drei Phasen. Er blüht im Winter, wächst im Sommer und ruht im Herbst. Seine Blüten halten länger, wenn er ohne direkte Sonne bei möglichst höchstens 18 °C steht. Nach der Blüte kommt er an einen hellen Platz und bekommt in der Wachstumsphase Dünger, damit die Zwiebel Reserven aufbauen kann. Der kühle Platz ohne direkte Sonne passt also zur Blütezeit, im Sommer braucht der Ritterstern wieder Licht.

Ich stelle meinen Ritterstern zur Blüte an einen hellen Platz abseits der Sonne und hole ihn nach dem Verblühen zurück ans Fenster.

Zwiebelgröße und Blütenstiele

Beim Kauf gibt der Zwiebelumfang einen Hinweis darauf, wie viele Blütenstiele du erwarten kannst.

Rittersterntyp Umfang für etwa 1 Blütenstiel Umfang für etwa 2 Blütenstiele
großblütig 24 bis 26 cm 28 bis 30 cm
kleinblütig 20 bis 22 cm 24 bis 26 cm

Die Werte sind Erwartungen, keine Zusage für jede einzelne Zwiebel.

Zimmergloxinie: hell, warm und mit trockenen Blättern

Die Zimmergloxinie Sinningia speciosa gehört zu den Gesneriengewächsen und bildet eine Knolle. Die Pflanze steht hell, aber ohne direkte Sonne. Dazu braucht sie Mindesttemperaturen von etwa 18 °C. In die dunkle Ecke gehört sie also nicht, an einen hellen Platz abseits der Mittagssonne schon.

Gloxinien werden über den Untersetzer oder den Übertopf gegossen, damit ihre empfindlichen Knollen und Blattpolster geschont werden. Ich nehme dafür zimmerwarmes Wasser. Mit zu kaltem Wasser überbraustes Gloxinienlaub kann nämlich unregelmäßige, gelblich-weiße Flecken entwickeln.

Häufiger Fehler

Gloxinien von oben über die Blätter gießen oder besprühen. Die Blätter von Gloxinien der Gattung Sinningia sollen vor Nässe geschützt bleiben. Gieß deshalb über den Untersetzer oder den Übertopf.

Gloxinien-Serien im Überblick

Serie Blüte Wuchs
Avanti einfache Blüten an kurzen, kräftigen Stielen je nach Kultur etwa 25 cm hoch und 25 cm breit
Brocade gefüllte Blüten kompakt, mit kleinen Blättern
Multibells nach oben gerichtete Blüten aufrecht

Avanti gibt es unter anderem in White, Scarlet und Blue with White Edge. Brocade wird unter anderem in Blue and White, Red sowie Red and White angeboten.

Alpenveilchen: kühl ja, dunkel nein

Mythos-Check

„Alpenveilchen lieben kühle, dunkle Ecken.“ Kühl stimmt: In Zimmerkultur hält man Zimmeralpenveilchen bei etwa 12 bis 15 °C. Dunkel stimmt nicht, denn sie gehören zur Gruppe mit hohem Lichtbedarf von etwa 2.000 bis 3.000 Lux.

Zimmer-Alpenveilchen bevorzugen einen hellen bis halbschattigen Standort. Ich suche für meine deshalb einen hellen, kühlen Raum und stelle sie nicht in Heizungsnähe. Das Zimmer-Alpenveilchen Cyclamen persicum überdauert den trockenen Sommer mithilfe einer Knolle. Nach dem Verblühen wird die Düngung für die Ruhephase eingestellt.

Glücksklee und Kurkuma: hell und kühl oder warm im Halbschatten

Glücksklee

Grüner Glücksklee steht im Zimmer hell und eher kühl, im Sommer draußen halbschattig. Belaubt hältst du ihn mäßig feucht und überspritzt ihn nicht mit Wasser, um Fäulnis vorzubeugen. Als Substrat eignet sich eine wasserdurchlässige, humushaltige Erde. Bei saisonaler Kultur können die Blätter im Oktober oder November natürlich vergilben.

Kurkuma

Kurkuma wächst halbschattig und mag helles, indirektes Licht, etwa am Fenster eines warmen Raums. Wärme gehört dazu: Während der Kultur gedeiht die Pflanze bei 25 bis 30 °C besonders gut. Bei belaubter Kurkuma sollten die Nachttemperaturen nicht unter 12 °C sinken, sonst nehmen die Blätter Schaden. Nach dem Austrieb braucht sie außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Als Blütezeit gelten Juli bis August. Die eigentlichen Blüten sind gelblichweiß bis gelb, die oberen Hochblätter weißlich und oft rötlich getönt.

Gießen und Düngen am schattigen Platz

Im lichtarmen Winter brauchen Zimmerpflanzen weniger Wasser und Nährstoffe, auch wenn der Raum warm bleibt. Ich übertrage diese Zurückhaltung auf jeden lichtarmen Platz. Eine allgemeingültige Faustzahl für Gießabstände gibt es nicht. Ich hebe den Topf deshalb vor und nach dem Gießen an und schätze die Feuchte am Gewicht. Bei torffreier Erde prüfe ich zusätzlich die Feuchte im unteren Bereich, weil die Oberfläche schneller austrocknen kann.

Bleibt ein Ballen zu lange nass, leiden die Wurzeln unter Sauerstoffmangel und können faulen. Eine Pflanze kann dann trotz nasser Erde welken, weil geschädigte Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen. Bei den meisten Topfpflanzen bleibt überschüssiges Wasser deshalb nicht im Untersetzer stehen.

Gedüngt wird nur, wenn die übrigen Standortbedingungen Wachstum ermöglichen. Zusammen mit dem geringeren Nährstoffbedarf bei wenig Licht heißt das: Dünger ersetzt am dunklen Platz kein fehlendes Licht. Beim Ritterstern gehört der Dünger zur aktiven Blatt- und Wachstumsphase, beim Alpenveilchen endet er nach dem Verblühen. Die Menge richtet sich nach der Dosierungsanweisung, und die Lösung kommt auf bereits feuchte Erde. Den Ablauf je Phase und Art findest du im Ratgeber dazu, wie du Zimmerpflanzen-Zwiebeln je Wachstumsphase gießt und düngst.

Topf und Erde

Gefäße für die Erdkultur brauchen funktionsfähige Abzugslöcher. Ein übergroßer Topf erhöht das Risiko, zu viel zu gießen und die Wurzeln zu schädigen. Welche Erde zu welcher Pflanzengruppe passt, beschreibt das Grundlagenkapitel „Substrat, pH-Wert und Hydrokultur“ der Zimmerpflanzen-Übersicht.

Luftfeuchtigkeit, Krankheiten und Schädlinge

Wird Luft ohne zusätzliche Wasserzufuhr erwärmt, sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit. Kontrollieren kannst du sie mit einem Hygrometer, und wie du sie regelst, steht im Ratgeber dazu, welche Luftfeuchtigkeit Zimmerpflanzen-Zwiebeln brauchen und wie du sie misst.

Feuchtwarme Luft und ein enger Stand begünstigen Grauschimmel, besonders an geschwächten Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit. Warme, trockene Heizungsluft begünstigt dagegen Spinnmilben. Mehr dazu steht im Ratgeber, wie du Krankheiten und Schädlinge an Zimmerpflanzen-Zwiebeln erkennst und behandelst, und im Grundlagenkapitel „Krankheiten und Schädlinge“.

Ruhephase und Vermehrung

In der Ruhe darf es dunkel werden: Ruhende Rittersternzwiebeln können bis zum erneuten Austrieb dunkel und kühl bei etwa 16 °C stehen. Eingezogener Glücksklee überwintert kühl und frostfrei ohne Gießen. Wie du die Ruhe vorbereitest und die Zwiebeln wieder antreibst, zeigt der Ratgeber, was Zimmerpflanzen-Zwiebeln von Austrieb bis Ruhephase brauchen; die Grundlagen stehen im Kapitel „Ruhezeit und Überwinterung“.

Neu gesetzt wird Glücksklee im April, gekaufte Zwiebeln kommen dabei 5 cm tief in die Erde. Wie Zwiebeln, Knollen und Rhizome gepflanzt und vermehrt werden, beschreibt das Grundlagenkapitel „Aussaat, Pflanzung und Vermehrung“.

Zwiebeln in Schale und Glas

Den Ritterstern kannst du mit niedrigeren Grünpflanzen in einer Schale oder einem Korb zusammenstellen. In ein gemeinsames Gefäß kommen nur Pflanzen mit annähernd gleichen Ansprüchen an Licht, Wasser und Nährstoffe. Zum Treiben in Gefäßen eignen sich kurzstielige Sorten, weil sie weniger leicht kippen. Treibst du eine Hyazinthe im Glas, bleibt zwischen Wasseroberfläche und Zwiebelboden ein Abstand von etwa 0,5 bis 1 cm. Narzissen und Hyazinthen pflegst du nach der Blüte weiter, bis ihre Blätter vergilben, denn über die grünen Blätter werden Reservestoffe in die Zwiebel eingelagert. Ideen findest du im Ratgeber dazu, wie du mit Zimmerpflanzen-Zwiebeln Arrangements für jeden Raum gestaltest.

Giftige Zwiebelpflanzen sicher aufstellen

Mehrere Zwiebelpflanzen fürs Zimmer sind giftig, deshalb gehören sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

Achtung

Beim Ritterstern Hippeastrum vittatum ist die ganze Pflanze giftig, besonders die Zwiebel. Glücksklee enthält Calciumoxalat und gilt in allen Pflanzenteilen als schwach giftig. Bei der Gelben Narzisse sind alle Pflanzenteile giftig, besonders die Zwiebel, und auch das Blumenwasser. Bei der Hyazinthe sind alle Pflanzenteile für Menschen gering giftig. Beim Umgang mit Tulpenzwiebeln trage ich Handschuhe, weil Hautkontakt eine Tulpenzwiebel-Dermatitis auslösen kann. Bei Verdacht auf eine Vergiftung wendest du dich sofort an ein Giftinformationszentrum oder an ärztliche Hilfe und löst kein Erbrechen aus. Ein Haustier bringst du bei Verdacht sofort in eine tierärztliche Praxis und nimmst verdächtige Pflanzenreste mit.

Welche Arten betroffen sind und wie du Familie und Haustiere schützt, erklärt der Ratgeber dazu, wie du giftige Zimmerpflanzen-Zwiebeln zu Hause sicher handhabst.

Bevor du umstellst: drei Prüffragen

Ein schattigerer Platz ist für Zwiebelpflanzen eine Frage von Art, Phase und Temperatur.

Mini-Checkliste

Diese drei Fragen kläre ich, bevor eine Zwiebelpflanze an einen schattigeren Platz kommt.

  • Passt die Art? Zimmeralpenveilchen und Gloxinien brauchen einen hellen Platz.
  • Passt die Phase? Ein blühender Ritterstern hält seine Blüten ohne direkte Sonne länger, nach der Blüte kommt er wieder ins Helle.
  • Ist der Platz dunkel und warm zugleich? Wenig Licht und zu hohe Temperatur können zusammen Blattfall verursachen. Direkt über der Heizung trifft außerdem besonders warme, trockene Luft auf die Pflanze.
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Häufige Fragen

Welche Zimmerpflanzen-Zwiebeln eignen sich am besten für schattige Standorte?
Mit wenig Licht kommt die Klivie zurecht, sie eignet sich für einen Platz am Fenster oder in Fensternähe. Ein blühender Ritterstern hält seine Blüten ohne direkte Sonne länger, braucht nach der Blüte aber wieder einen hellen Platz. Zimmergloxinien stehen hell, nur ohne direkte Sonne. Zimmeralpenveilchen gehören dagegen zur Gruppe mit hohem Lichtbedarf und sind keine Pflanzen für die dunkle Ecke.
Wie pflegt man Zimmerpflanzen-Zwiebeln in dunkleren Räumen richtig?
Schon im lichtarmen Winter brauchen Zimmerpflanzen weniger Wasser und Nährstoffe, deshalb gießt du am dunklen Platz zurückhaltend und erst nach einer Feuchteprüfung. Das Topfgewicht und die Feuchte im unteren Substrat zeigen dir, ob Wasser nötig ist, und überschüssiges Wasser bleibt nicht im Untersetzer stehen. Gedüngt wird nur, wenn der Standort Wachstum ermöglicht, und zwar nach Dosierungsanweisung auf feuchte Erde. Stell die Pflanze nicht direkt über die Heizung, denn wenig Licht und zu hohe Temperatur können zusammen Blattfall verursachen.
Warum gedeihen Zwiebelpflanzen auch bei wenig Licht?
Pauschal stimmt das nicht, denn Zimmeralpenveilchen etwa gehören zur Gruppe mit hohem Lichtbedarf. Bei Frühlingszwiebelblumen sorgen die grünen Blätter dafür, dass Reservestoffe in die Zwiebel eingelagert werden. Auch der Ritterstern wird nach der Blüte hell gestellt und gedüngt, damit die Zwiebel Reserven aufbauen kann. Einen Platz ohne direkte Sonne nutzt du bei ihm am besten während der Blüte, und die ruhende Zwiebel darf dunkel und kühl stehen.
Was macht die Amaryllis zu einer Zimmerpflanze für schattigere Ecken?
Die als Amaryllis angebotene Pflanze ist ein Ritterstern, der bei üblicher Kultur im Winter blüht. Seine Blüten halten länger, wenn er ohne direkte Sonne bei möglichst höchstens 18 °C steht. Nach der Blüte braucht er einen hellen Platz und in der Wachstumsphase Dünger, damit die Zwiebel Reserven aufbauen kann. Beim Ritterstern Hippeastrum vittatum gilt die ganze Pflanze als giftig, besonders die Zwiebel.
Worin unterscheiden sich Gloxinien von Alpenveilchen in der Zimmerhaltung?
Zimmergloxinien brauchen Mindesttemperaturen von etwa 18 °C und einen hellen Platz ohne direkte Sonne. Zimmeralpenveilchen hält man in Zimmerkultur dagegen kühl bei etwa 12 bis 15 °C, und sie gehören zur Gruppe mit hohem Lichtbedarf. Gloxinien gießt du über den Untersetzer oder Übertopf und hältst ihre Blätter trocken. Beide bilden eine Knolle, mit der das Alpenveilchen den trockenen Sommer überdauert.
Welche Auswahlkriterien solltest du beim Kauf von Zwiebelpflanzen beachten?
Wähle zuerst nach dem Licht am geplanten Platz, das ein Luxmeter direkt dort misst. Beim Ritterstern gibt der Zwiebelumfang einen Hinweis auf die Zahl der Blütenstiele, wobei großblütige Typen dafür mehr Umfang brauchen als kleinblütige. Für das Treiben in Gefäßen eignen sich kurzstielige Sorten, weil sie weniger leicht kippen. Bei Gloxinien unterscheiden sich die Serien, Brocade etwa verbindet gefüllte Blüten mit kompaktem Wuchs.
Welche Gefäße eignen sich am besten für Zimmerpflanzen-Zwiebeln?
Entscheidend sind funktionsfähige Abzugslöcher, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Wähle keinen übergroßen Topf, weil er das Risiko erhöht, zu viel zu gießen und die Wurzeln zu schädigen. Unglasierte Tontöpfe verlieren zusätzlich Wasser über ihre poröse Wand, Kunststofftöpfe nicht. In ein gemeinsames Gefäß setzt du nur Pflanzen mit annähernd gleichen Ansprüchen an Licht, Wasser und Nährstoffe.
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