Glücksklee-Zwiebeln pflanzen und pflegen: Tiefe, Wasser, Ruhephase
- Glücksklee-Zwiebeln pflanzt du im April.
- Die Knöllchen kommen 5 cm tief in humosen, wasserdurchlässigen Boden.
- In der Gruppe lässt du 10 bis 15 cm Platz zwischen den Knöllchen.
- Die Erde bleibt mäßig feucht, die Blätter überspritzt du nicht.
- Im Zimmer steht Glücksklee hell und kühl bei 10 bis 15 °C.
- Nach der Blüte ruht er etwa acht Wochen bei etwa 8 °C ohne Wasser.

Eine Tüte Glücksklee-Zwiebeln wirft beim Auspacken drei Fragen auf: Wann kommen sie in die Erde, wie tief und wie viel Wasser vertragen sie? Ich pflanze sie im April. Die Knöllchen kommen 5 cm tief in humose, wasserdurchlässige Erde, danach halte ich sie mäßig feucht und gieße so, dass die Blätter trocken bleiben. Nach der Blüte bekommt mein Glücksklee eine Pause ganz ohne Wasser.
Glücksklee heißt botanisch Oxalis tetraphylla und gehört zu den Sauerkleegewächsen. Du kannst ihn im Beet, im Balkontopf oder auf der Fensterbank ziehen. Die Handgriffe sind überall ähnlich, nur beim Standort und bei der Gießkontrolle gibt es Unterschiede.
Im Handel heißen sie Glücksklee-Zwiebeln. Gemeint sind die kleinen Knöllchen, aus denen der Glücksklee austreibt und die du zum Vermehren teilst.
Glücksklee-Zwiebeln auf einen Blick
| Was | Wert |
|---|---|
| Pflanzzeit | April |
| Pflanztiefe | 5 cm |
| Abstand in der Gruppe | 10–15 cm |
| Boden | humos und wasserdurchlässig |
| Bodenfeuchte | mäßig feucht, Blätter nicht überspritzen |
| Standort im Zimmer | hell und kühl bei 10–15 °C |
| Ruhephase nach der Blüte | etwa 8 Wochen bei etwa 8 °C, ohne Wasser |
| Vermehrung | Teilung der Knöllchen |
Wann pflanzt du Glücksklee-Zwiebeln?
Glücksklee-Zwiebeln pflanzt du im April. Für frühlingsblühende Blumenzwiebeln wie Tulpen sind dagegen September und Oktober günstige Pflanzmonate, bei geeigneter Witterung geht es auch noch im November. Wer Glücksklee und Frühlingsblüher im selben Garten zieht, plant also zwei Pflanztermine im Jahr ein. Für die Herbstzwiebeln gibt es eine eigene Anleitung, wie du Blumenzwiebeln im Herbst auswählst und Schritt für Schritt pflanzt. Die Termine weiterer Arten trägst du dir aus dem Kalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken ab.
Gesunde Knöllchen auswählen
Vor dem Pflanzen nehme ich jedes Knöllchen kurz zwischen die Finger. Pflanzfähig sind feste, ungeschrumpfte Zwiebeln ohne weiche Stellen oder Schimmel. Was weich, angefressen oder schimmelig ist, sortiere ich aus und lege es nicht in die Erde.
Wie tief und mit welchem Abstand setzt du die Knöllchen?
Glückskleezwiebeln kommen 5 cm tief in die Erde. Hat ein Knöllchen eine erkennbare Spitze, setzt du es mit der Spitze nach oben. Ich pflanze Glücksklee nicht in Reihen, sondern als lockere Gruppe an einer Stelle. Innerhalb der Gruppe lässt du von Knöllchen zu Knöllchen 10 bis 15 cm Platz. Mehrere Zwiebeln derselben Art an einem Fleck ergeben eine stärkere Blütenwirkung als weit verstreute Einzelzwiebeln. Wie viel Fläche deine Gruppe einnimmt, kannst du vorher mit dem Beetplaner auf deiner Beetfläche einzeichnen.
Nach dem Setzen füllst du das Pflanzloch mit Erde, drückst sie leicht an und gießt gründlich an. Das gilt auch, wenn der Boden schon feucht ist. Stehen bleiben soll das Wasser danach aber nicht.
Knöllchen fest und ohne Schimmel · Pflanzloch 5 cm tief · Spitze nach oben, wenn sie erkennbar ist · 10 bis 15 cm Abstand in der Gruppe · Erde angedrückt und angegossen
Wo steht Glücksklee am besten?
Im Zimmer steht Glücksklee günstig an einem hellen, kühlen Platz bei 10 bis 15 °C. Ein Fensterbrett über der laufenden Heizung ist dafür meist zu warm. Ich lege ein kleines Thermometer neben den Topf, weil sich die Temperatur am Fenster schlecht schätzen lässt. Draußen im Beet oder im Balkontopf suche ich ihm ebenfalls einen hellen Platz.
Welcher Boden passt?
Glücksklee braucht humosen, wasserdurchlässigen Boden. Ist dein Gartenboden schwer, legst du unter die Zwiebeln eine 3 bis 5 cm starke Drainageschicht aus Sand oder Kies. Wie du ein Beet für Blumenzwiebeln allgemein vorbereitest, beschreibt der Abschnitt Standort und Boden im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Wie gießt du Glücksklee richtig?
Glücksklee will mäßig feucht stehen, also weder ausgetrocknet noch nass. Gieß direkt auf die Erde und lass die Blätter trocken, denn überspritzen solltest du Glücksklee nicht. Im Garten gieße ich vorzugsweise morgens und direkt in den Wurzelbereich.
Im Topf täuscht die Oberfläche leicht. Bei torffreier Erde kann sie schon trocken sein, während der untere Topfbereich noch feucht ist. Wer nur oben fühlt, gießt dann in nasse Erde nach und verlässt den mäßig feuchten Bereich. Ich fühle deshalb vor dem Gießen mit dem Finger auch tiefer am Topfrand nach. Ton- und Terrakottatöpfe verlieren zusätzlich Wasser durch die Gefäßwand, deshalb brauchen sie unter Umständen häufiger Wasser als Kunststofftöpfe.
Nach der Blüte weitergießen wie bisher. In der Ruhephase bekommt Glücksklee kein Wasser, wie du weiter unten bei der Ruhephase liest.
Wie düngst du Glücksklee?
Bei Glücksklee im Topf richtet sich die Menge nach der Dosierungsanweisung deines Düngers. Flüssigdünger gibst du nur auf feuchte Erde, damit die Wurzeln keinen Schaden nehmen. In der Ruhephase wächst die Pflanze kaum und braucht dann auch kaum Nährstoffe. Ist doch zu viel Dünger im Topf, kannst du den WurzelballenDer Wurzelballen ist das Geflecht aus Wurzeln und anhaftender Erde, das beim Austopfen oder Ausgraben einer Pflanze zusammenhält. Ist daran kaum noch Erde zu sehen, ist er stark durchwurzelt. bei freiem Wasserabzug auswaschen. Bei extremem Überschuss ist frische Erde nötig.
Wächst dein Glücksklee schwach, schau zuerst auf Licht und Wasser. Lichtmangel, vernässte Erde oder WurzelfäuleBei Wurzelfäule faulen die Wurzeln einer Pflanze und sterben ab, meist weil die Erde ständig nass ist und Sauerstoff fehlt. Oft sind Schadpilze beteiligt, und die Pflanze welkt trotz feuchter Erde. können ebenfalls dahinterstecken, und schwaches Wachstum allein beweist keinen NährstoffmangelNährstoffmangel heißt, dass eine Pflanze von einem oder mehreren Nährstoffen zu wenig bekommt oder aufnehmen kann. Sie bleibt dann im Wachstum zurück und zeigt Verfärbungen, etwa hellgrünes oder vergilbendes Laub.. Wann, womit und wie viel du düngst und woran du Über- oder Unterdüngung erkennst, steht im Ratgeber dazu, wie du Glücksklee richtig düngst.
Glücksklee im Topf und auf der Fensterbank
Der Topf braucht freie Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Ein schwarzer Kunststofftopf in direkter Sonne kann die Wurzeln überhitzen, deshalb nehme ich für sonnige Plätze helle Gefäße. Alles Weitere zu Gefäß, SubstratSubstrat ist der Fachbegriff für Erde oder Erdmischungen, in die du aussäst, pflanzt oder umtopfst, etwa Aussaaterde, Topferde oder Kübelpflanzenerde. Es wird aus organischen und mineralischen Bestandteilen gemischt. und Umtopfen findest du im Abschnitt Topf und Lagen in der Übersicht zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Für den Glücksklee selbst gelten im Topf dieselben Angaben wie im Beet: 5 cm Pflanztiefe und humose, wasserdurchlässige Erde. Auf der Fensterbank steht er hell und kühl. Draußen stelle ich die Töpfe auf kleine Klötze aus Holz oder Stein, damit unten Wasser ablaufen kann.
Gieß den Topf am Rand an und nicht über die Blätter. Wasser, das danach im Untersetzer steht, kippst du weg.
Krankheiten und Schädlinge: Schutz beginnt beim Knöllchen
Beim Glücksklee beginnt der Schutz vor dem Pflanzen: Ich setze nur feste Knöllchen ohne weiche Stellen oder Schimmel und halte die Erde danach mäßig feucht. Kranke Pflanzenteile gehören nicht auf den Hauskompost, weil Erreger dort bei zu niedriger RottetemperaturDie Rottetemperatur ist die Temperatur im Inneren eines Komposthaufens, die entsteht, weil Mikroorganismen beim Abbau des Materials Wärme freisetzen. Liegt sie in der Heißrotte über 55 °C, hilft sie, Krankheitserreger abzutöten. überdauern können. Wie du kontrollierst, absammelst und nach einem Befall das Beet wechselst, beschreibt der Abschnitt Krankheiten und Schädlinge in der Übersicht zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Ruhephase und Überwinterung
Die Ruhephase nach der Blüte
Nach der Blüte legt Glücksklee eine Ruhephase ein, die etwa acht Wochen dauert. In dieser Zeit hältst du ihn bei etwa 8 °C und gibst ihm kein Wasser. Dünger lässt du ebenfalls weg, weil die Pflanze in der Ruhe kaum Nährstoffe braucht. Ich stelle den Topf dafür in einen kühlen Raum und lege das Thermometer dazu. Ist die Pause vorbei, kommt der Topf zurück an seinen hellen, kühlen Platz, und ich halte die Erde wieder mäßig feucht.
Ich schreibe das Datum, an dem die Ruhephase beginnt, auf ein Etikett und stecke es in den Topf. So sehe ich, wann die etwa acht Wochen vorbei sind.
Überwintern im Haus
Knöllchen aus Beet oder Balkonkasten behandle ich wie nicht winterfeste Sommerknollen und hole sie vor dem ersten Frost ins Haus. Wie du Knollen ausgräbst und frostfrei einlagerst, beschreibt der Abschnitt Ausgraben und Überwintern in der Übersicht zu Blumenzwiebeln und Knollen.
Fällt die Ruhephase deines Glücksklees in den Winter, gelten dafür die Bedingungen von oben: etwa 8 °C und kein Wasser. Bevor die Knöllchen im April wieder in die Erde kommen, prüfe ich jedes einzelne. Fest und nicht geschrumpft sollen sie sein, ohne weiche Stellen oder Schimmel. Was diese Prüfung nicht besteht, pflanze ich nicht.
Glücksklee vermehren: Knöllchen teilen
Glücksklee lässt sich vermehren, indem du die Knöllchen teilst. Ich mache das beim Pflanzen im April, weil ich die Knöllchen dann ohnehin in der Hand habe. Teile sie behutsam und behalte nur feste, nicht geschrumpfte Stücke ohne weiche Stellen oder Schimmel. Jedes Teilstück pflanzt du wie ein neues Knöllchen 5 cm tief in humosen, durchlässigen Boden. Im Beet lässt du auch hier 10 bis 15 cm Abstand in der Gruppe, danach gießt du an, ohne dass Wasser stehen bleibt.
Weil die Teilung eine vegetative Vermehrung ist, sind die neuen Pflanzen genetisch identisch mit der Mutterpflanze. Du bekommst also genau den Glücksklee, den du schon hast. Wie Brutzwiebeln und geteilte Knollen bei anderen Arten funktionieren, steht im Abschnitt Vermehren in der Übersicht zu Blumenzwiebeln und Knollen.

