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Nährstoffmangel

Nährstoffmangel heißt, dass eine Pflanze von einem oder mehreren Nährstoffen zu wenig bekommt oder aufnehmen kann. Sie bleibt dann im Wachstum zurück und zeigt Verfärbungen, etwa hellgrünes oder vergilbendes Laub.

Die meisten Hausgartenböden sind durch jahrelange Gaben von Volldünger und Kompost mehr als ausreichend versorgt. Mangel tritt vor allem auf sandigen, von Natur aus nährstoffarmen Böden auf, aus denen Stickstoff, Kalium oder Magnesium ausgewaschen werden. Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel sehen fast gleich aus: Die Pflanze wächst schwach, das Laub ist hellgrün, die ältesten Blätter werden gelb und später braun. Kaliummangel zeigt sich an braunen Blatträndern älterer Blätter und wird leicht mit Trockenschäden verwechselt.

Auch die Stelle der Verfärbung verrät viel: Magnesiummangel färbt bei Laubgehölzen ältere Blätter zwischen den Adern gelb, Eisenmangel zeigt ein ähnliches Bild an den Triebspitzen. Hinter Eisenmangel steckt oft ein zu hoher pH-Wert oder ein verdichteter, nasser Boden, in dem die Wurzeln Eisen nicht aufnehmen können. Dann ist es sinnvoller, den pH-Wert zu senken oder den Boden tief zu lockern, als nur Eisendünger zu geben.

Beispiel aus dem Garten

Bleiben Pflanzen auf meinem sandigen Beet im Wachstum zurück und werden die ältesten Blätter hellgrün bis gelb, deutet das auf Nährstoffmangel hin. Ich schaue dann genau, ob alte Blätter oder junge Triebspitzen betroffen sind.

Quelle: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) ↗ – „Stress – wenn Pflanzen sprechen könnten …“ (Günter Wilde, Beratungsteam Gartenbau, 15.08.2025), Abschnitt „Düngung“ mit „Allgemeiner Nährstoffmangel und Stickstoffmangel“, „Kaliummangel“, „Magnesiummangel“ und „Eisenmangel“. Geprüft am .

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