Entspitzen
Entspitzen heißt, die weiche Triebspitze einer Pflanze mit den Fingern abzuzwicken oder mit der Schere zu kürzen. Die Pflanze treibt darunter meist mehrfach aus, verzweigt sich und wächst buschiger.
Beim Entspitzen kneifst du die weiche Spitze eines Triebs mit Daumen und Zeigefinger ab oder kürzt sie mit einer scharfen Gartenschere ein Stück. Gärtner sagen dazu auch Pinzieren. Fehlt die Spitze, bildet die Pflanze weiter unten meist gleich mehrere neue Triebe. Die Stängel gabeln sich, und es entstehen Seitentriebe mit eigenen Blütenknospen.
Wichtig ist das vor allem bei hohen Stauden, die gern in die Höhe schießen und später abknicken, etwa Herbstastern und Phlox, aber auch bei Dahlien. Entspitzte Pflanzen bleiben kompakter, stehen fester und blühen oft reicher; die Blüte verzögert sich dabei kaum. Rittersporn, Eisenhut und Prachtspiere lässt du besser in Ruhe, weil sie Schnitt schlecht vertragen. Nicht verwechseln solltest du Entspitzen mit Ausgeizen: Dort entfernst du Seitentriebe aus den Blattachseln, beim Entspitzen dagegen die Spitze des Triebs.
Beispiel aus dem Garten
Beim Entspitzen kürze ich meine hohen Herbstastern und den Phlox von Mitte bis Ende Mai um etwa ein Drittel. Weiche Spitzen zwicke ich mit Daumen und Zeigefinger ab, sonst nehme ich die scharfe Gartenschere.
Quelle: Natur im Garten (Niederösterreich) ↗ – Bis zum Umfallen?, Abschnitt Wie Sie Stauden schön halten. Geprüft am .
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