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Winternässe

Winternässe ist Nässe in der kalten Jahreszeit, unter der vor allem Pflanzen aus Gebieten mit trockenen Wintern leiden. Bei ungünstiger Witterung können ihre Überwinterungssprosse faulen – auch wenn die Pflanzen als winterhart gelten.

Winternässe trifft vor allem Stauden und Gräser, die aus Steppengebieten mit trockenen Wintern stammen. Frost halten viele dieser Arten aus, dauerhafte Feuchtigkeit dagegen schlecht: Bei ungünstiger Witterung verfaulen ihre Überwinterungssprosse sehr leicht. Als besonders gefährdet gelten Pampasgras, Fackellilie und Palmlilie. Beim Pampasgras kann die Feuchtigkeit in den Blattschopf eindringen.

Vorbeugen beginnt bei der Pflanzung: Arbeitest du in lehmigen Boden Sand oder Splitt ein, wird er wasserdurchlässiger. Das beugt Staunässe vor. Verwechseln solltest du die beiden Begriffe trotzdem nicht: Staunässe meint Wasser, das im Boden nicht abfließen kann, unabhängig von der Jahreszeit. Winternässe beschreibt die Nässe der kalten Jahreszeit, die auch die Pflanze selbst trifft. Der beste Winterschutz bleibt ein Standort, dessen Boden und Feuchtigkeitsverhältnisse zur Pflanze passen.

Beispiel aus dem Garten

Gegen Winternässe binde ich mein Pampasgras vor dem Wintereinbruch im oberen Drittel zusammen. Rundherum schütte ich trockenes Laub oder feinen Rindenhäcksel auf und lege Fichtenzweige darüber, die die Schicht zusammenhalten.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift „Der Garten im Herbst – Pflege der Stauden und Gehölze“, Abschnitte „Schutz vor Winterfeuchtigkeit“ und „Noch ein Hinweis“. Geprüft am .

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