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Wirtspflanzen

Wirtspflanzen sind die Pflanzen, die ein bestimmter Schädling oder Krankheitserreger befällt und von denen er lebt. Ein Schädling oder Erreger hat oft mehrere Wirtspflanzen, darunter auch verwandte Wildkräuter.

Viele Schädlinge und Krankheitserreger befallen nicht jede beliebige Pflanze, sondern nur bestimmte Arten oder Pflanzenfamilien. Die Kohlhernie zum Beispiel lebt im Boden und greift viele Arten aus der Familie der Kreuzblütler an. Besonders anfällig sind Blumenkohl, Chinakohl und Kohlrabi, doch auch kreuzblütige Unkräuter wie das Hirtentäschelkraut zählen zu ihren möglichen Wirtspflanzen. Befallene Kohlpflanzen werden bleich, kümmern und welken, an den Wurzeln zeigen sich knötchenartige Verdickungen.

Für deinen Garten heißt das: Wenn du die Wirtspflanzen eines Erregers kennst, kannst du gezielt vorbeugen. Die Kohlhernie etwa tritt vor allem dort gehäuft auf, wo der Fruchtwechsel zu kurz kommt. Zur Abgrenzung: Wirtspflanze heißt nicht, dass eine Pflanze krank ist. Der Begriff sagt nur, dass ein bestimmter Schädling oder Erreger sie befallen kann.

Beispiel aus dem Garten

Blumenkohl, Chinakohl und Kohlrabi sind alle Wirtspflanzen der Kohlhernie, deshalb plane ich sie nicht nacheinander auf dasselbe Beet. Das Hirtentäschelkraut zwischen den Kohlreihen jäte ich ebenfalls gründlich, weil es zu den möglichen Wirtspflanzen zählt.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ↗ – Pilz bedroht Kohlpflanzen, Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Geprüft am .

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