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Fransenschwertel vermehren: So ziehst du neue Pflanzen aus Brutknollen und Samen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Fransenschwertel vermehrst du über Brutknollen an der Mutterknolle oder über Samen.
  • Teilen heißt hier: Brutknollen mit den Fingern lösen, die Mutterknolle bleibt ganz.
  • Abgetrennt und gepflanzt wird im Frühjahr, die Pflanzzeit reicht von März bis Mai.
  • Fransenschwertel-Knollen kommen 5 bis 7 cm tief in nährstoffreichen, durchlässigen Boden.
  • Die Aussaat von Sparaxis-Hybriden hältst du dunkel bei 17 ± 1 °C.
  • Sämlinge brauchen bis zur ersten Blüte bis zu 3 Jahre und können anders aussehen als die Mutterpflanze.
  • Die Knollen sind nicht winterhart und kommen vor dem ersten Frost ins frostfreie Winterquartier.
Nahaufnahme einer Harlekinblume mit weißen und leuchtend pinken Blütenblättern.
Foto: 哲聖 林 · Pexels License · Quelle ↗

Fransenschwertel sind nicht winterhart. Im Beet holst du ihre Knollen deshalb vor dem ersten Frost aus der Erde. Dabei siehst du, ob sich an der Mutterknolle kleine Brutknollen gebildet haben: Sie sind das Material für neue Pflanzen. Ich löse meine Brutknollen erst, wenn ich die Knollen nach dem Winter aus dem Lager hole und pflanze.

Der zweite Weg führt über Samen. Er verlangt Geduld bis zur ersten Blüte, und welche Farbe ein Sämling bringt, weißt du vorher nicht.

Was ist ein Fransenschwertel?

Der Fransenschwertel, botanisch Sparaxis tricolor, stammt aus Südafrika und wird als mehrfarbige Mischung angeboten. Er wird 20 bis 30 cm hoch, blüht von Juni bis Juli und überdauert als Knolle, die nicht winterhart ist. Mehr über Sorten, Standort und Pflanzung liest du im Ratgeber darüber, welche Sorten und Wuchsformen es beim Fransenschwertel gibt.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze überdauert mit einer Knolle im Boden.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Sparaxis tricolor
GartenkalenderBlüte: Juni, Juli; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiBlütePflanzung

Welche Wege zur Vermehrung gibt es?

Beim Fransenschwertel hast du zwei Wege: die vegetative Vermehrung über Brutknollen und die Aussaat. Die sogenannte Zwiebelteilung gehört zum ersten Weg, denn du löst dabei die Brutknollen von der Mutterknolle.

Der Unterschied liegt im Erbgut. Vegetativ vermehrte Tochterpflanzen besitzen dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze. Sämlinge dagegen tragen Erbteile von Mutter- und Vaterpflanze, unveränderte Sortenmerkmale sind bei ihnen nicht garantiert. Fransenschwertel werden als mehrfarbige Mischung angeboten, und jeder Sämling kombiniert die Anlagen zweier Eltern. Bei Samen aus einer Mischung weißt du deshalb vorher nicht, welche Farbe eine Pflanze bringt.

Merkmal Brutknollen abtrennen Aussaat
Erbanlagen wie die Mutterpflanze Anteile von Mutter- und Vaterpflanze
Blütenfarbe bleibt erhalten kann abweichen
Voraussetzung feste Knollen aus dem Winterlager, Pflanzzeit März bis Mai dunkler Platz mit 17 ± 1 °C für 3 bis 4 Wochen (Sparaxis-Hybriden)
Bis zur ersten Blüte kein fester Richtwert 1 bis 2 Jahre, teils bis zu 3 Jahre
Über Winter Knollen frostfrei lagern Sämlinge frostfrei halten

Die Brutknollen liefern dir Pflanzen, deren Farbe du schon kennst, und du arbeitest von Anfang an mit Knollen. Wie viele es werden, hängt davon ab, was deine Mutterknollen bilden. Die Aussaat braucht einen dunklen, gleichmäßig temperierten Platz und Geduld bis zur ersten Blüte. Dafür ist jeder Sämling eine neue Kombination seiner Eltern, aus der du auswählen kannst. Ich empfehle dir die Brutknollen als Hauptweg; die Aussaat lohnt sich, wenn du gern auswählst und Zeit mitbringst.

Zwiebelteilung beim Fransenschwertel: Was wird geteilt?

Das Speicherorgan des Fransenschwertels ist botanisch eine Knolle, keine Zwiebel. Teilen heißt hier, dass du die Brutknollen von der Mutterknolle löst und einzeln pflanzt. Ich schneide die Mutterknolle dabei nicht auf, sondern nehme nur ab, was sich mit den Fingern lösen lässt.

Kurz erklärt

Eine Brutknolle ist eine kleine Tochterknolle, die an der Mutterknolle heranwächst. Weil sie vegetativ entsteht, also ohne Samen, trägt sie dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze. Mit ihr erhältst du genau die Pflanze, die du ausgewählt hast.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wie bei Zwiebelblumen allgemein lässt du das Laub nach der Blüte stehen, bis es vergilbt. In dieser Zeit baut die Pflanze Reserven für die nächste Blüte auf. Danach holst du die Knollen aus dem Beet. Ich grabe sie vor dem ersten Frost aus, denn nicht winterfeste Knollen sollten spätestens unmittelbar danach im Winterquartier liegen.

Die Brutknollen trenne ich erst im Frühjahr ab, wenn ich pflanze. Die Pflanzzeit für Fransenschwertel reicht von März bis Mai. Weil Fransenschwertel nicht winterhart sind und erst im Frühjahr gepflanzt werden, liegen die Knollen ohnehin den Winter über im Lager. Beim Pflanzen hast du jede einzelne in der Hand und siehst, welche über den Winter fest geblieben ist. Deine Pflanztermine kannst du im Aussaat- und Pflanzkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken festhalten.

Häufiger Fehler

Das Laub abschneiden, solange es noch grün ist. Wer grünes Laub von Zwiebelblumen zu früh entfernt, kann die Blüte im Folgejahr beeinträchtigen. Greif erst zur Schere, wenn die Blätter vergilbt sind.

Wie trennst du die Brutknollen ab?

Du arbeitest am besten an einem trockenen Tisch, ein Messer brauchst du dafür nicht. So gehe ich vor:

  1. Vorbereiten: Hol die Knollen aus dem Winterlager und reibe lose Erde und trockene Reste ab.
  2. Lösen: Drück die kleinen Brutknollen mit dem Daumen seitlich von der Mutterknolle weg. Was nicht nachgibt, lasse ich an der Mutterknolle.
  3. Prüfen: Weiterkultivieren solltest du nur feste, gesunde Knollen ohne weiche Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren. Weiche und matschige Knollen sortierst du aus und entsorgst sie.
  4. Sortieren: Bei Blumenzwiebeln gilt eine größere Zwiebel als Hinweis auf eine kräftigere Blüte. Die großen Brutknollen kommen bei mir ins Beet, die kleinen in einen Anzuchttopf.
  5. Werkzeug säubern: Hast du vorher an kranken Pflanzen gearbeitet, reinigst du Spaten und Grabegabel, bevor du an die gesunden Knollen gehst. Anhaftende Erde kann Krankheiten verschleppen.

Knollen, an denen du Fäulnis vermutest, gehören nicht auf den Kompost. Krankheitserreger können dort überdauern, wenn die Rottetemperatur nicht reicht.

Tipp

Leg große und kleine Brutknollen in getrennte, beschriftete Schalen. Beim Pflanzen weißt du dann sofort, welche ins Beet und welche in den Anzuchttopf kommen.

Wie pflanzt du Brutknollen ein?

Ich pflanze die Brutknollen am selben Tag, an dem ich sie löse. Für Fransenschwertel-Knollen gilt eine Pflanztiefe von 5 bis 7 cm, daran halte ich mich auch bei den Brutknollen. Hat eine Knolle eine erkennbare Spitze, setzt du sie mit der Spitze nach oben. Im Beet pflanzt du die Knollen in Gruppen, mit 10 bis 15 cm Abstand von Knolle zu Knolle. Mehrere Knollen an einer Stelle wirken stärker als einzeln verteilte Exemplare. Der Platz sollte nährstoffreich sein, und überschüssiges Wasser muss abziehen können. Zum Schluss gießt du gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist, ohne Staunässe zu erzeugen.

Zahl im Blick

Pflanzzeit März bis Mai · Pflanztiefe 5 bis 7 cm · Abstand in der Gruppe 10 bis 15 cm · Wuchshöhe 20 bis 30 cm · Blüte Juni bis Juli

Die kleinen Brutknollen ziehe ich in einem eigenen Topf heran, damit ich sie im Herbst nicht im Beet suchen muss. Fransenschwertel eignen sich für Töpfe, Kübel und Hochbeete, das Gefäß braucht aber Abzugslöcher. Wie du sie dauerhaft im Gefäß hältst, zeigt der Ratgeber dazu, wie du Fransenschwertel im Topf und Kübel kultivierst.

Jede Gruppe im Beet markiere ich mit einem Stab. Setzt du viele Gruppen, kannst du ihre Lage auch im Beetplaner einzeichnen und findest die Knollen im Herbst schneller. Welche Farben du nebeneinander setzt, ist eine Frage der Gestaltung. Anregungen dazu findest du im Ratgeber, wie du Fransenschwertel farbwirksam in Beete einbindest.

Auch bei ihr bleibt das Laub nach der Blüte stehen, bis es vergilbt.

Wie ziehst du Fransenschwertel aus Samen?

Samen selbst gewinnen

Verblühte Köpfe entfernst du bei Zwiebelblumen nur dann, wenn keine Samen entstehen sollen. Willst du selbst ernten, lässt du deshalb einige Blütenstände stehen. Ich binde ein Bändchen um diese Stiele, damit sie beim Ausputzen niemand abschneidet.

Wie säst du aus?

Als Gefäß nimmst du eine Schale mit Abzugslöchern und füllst sie mit nährstoffarmer, humoser und durchlässiger Aussaaterde. Ich säe dünn, damit die Sämlinge Platz haben und ich sie nicht früh vereinzeln muss. Für Sparaxis-Hybriden hältst du die Aussaat danach dunkel bei 17 ± 1 °C. In diesen Bedingungen bleibt sie 3 bis 4 Wochen stehen. Anschließend stelle ich die Schale hell und halte die Erde gleichmäßig feucht, ohne dass Wasser in der Schale steht.

Mini-Checkliste

Schale mit Abzugslöchern · nährstoffarme, humose, durchlässige Aussaaterde · dünn säen · Etikett mit Datum und Mutterpflanze · bei Sparaxis-Hybriden 3 bis 4 Wochen dunkel bei 17 ± 1 °C

Wie lange dauert es bis zur ersten Blüte?

Bis ein Sparaxis-Sämling zum ersten Mal blüht, vergehen 1 bis 2 Jahre. Es können aber auch bis zu 3 Jahre werden. Weil Fransenschwertel nicht winterhart sind, verbringen deine Sämlinge die Winter bis dahin an einem frostfreien Platz. Bevor sie ins Beet kommen, härtest du die Jungpflanzen ab, indem du die Temperatur senkst und lüftest.

Blühen die ersten Sämlinge, wählst du aus. Bei Kreuzungen werden die Erbanlagen der Eltern neu kombiniert, deshalb müssen Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften gezielt ausgewählt werden. Die Sämlinge, deren Farbe dir gefällt, vermehrst du danach über ihre Brutknollen weiter.

Marias Erfahrung

Ich beschrifte jede Schale mit Datum und Mutterpflanze, sobald die Samen in der Erde liegen. Zwischen Aussaat und erster Blüte können bis zu 3 Jahre vergehen, und so weiß ich später noch, woher ein Sämling stammt.

Was brauchen Fransenschwertel sonst noch?

Fransenschwertel wachsen sonnig bis halbschattig und brauchen einen nährstoffreichen, feuchten Pflanzplatz, an dem Wasser abziehen kann. Wie du Licht und Boden für Zwiebel- und Knollenpflanzen einschätzt, erklärt der Abschnitt zu Standort und Boden für Blumenzwiebeln und Knollen.

Während Wachstum und Blüte hältst du den Boden gleichmäßig feucht und vermeidest Staunässe. Was im Lauf des Jahres sonst ansteht, liest du im Ratgeber dazu, was beim Fransenschwertel im Gartenjahr zu tun ist.

Vorbeugen beginnt beim Abtrennen, denn geschwächte oder kranke Pflanzen taugen nicht als Ausgangsmaterial. Bei vielen Blumenzwiebeln begünstigt anhaltende Staunässe Fäulnis. Wie du Schäden erkennst, Schädlinge absammelst und das Beet wechselst, steht im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge desselben Ratgebers zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Im Beet kommen die Knollen vor dem ersten Frost ins frostfreie Winterquartier. Im Kübel können nicht winterharte Knollenpflanzen auch im Gefäß an einem frostfreien Ort überwintern. Wie das Lager beschaffen sein soll, beschreibt derselbe Ratgeber im Abschnitt Ausgraben und Überwintern.

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Häufige Fragen

Wann vermehrt man Fransenschwertel am besten?
Die Brutknollen trennst du am besten ab, wenn du die Knollen im Frühjahr pflanzt, denn die Pflanzzeit reicht von März bis Mai. Aus dem Beet holst du die Knollen vorher im Herbst vor dem ersten Frost, weil Fransenschwertel nicht winterhart sind. Eine Aussaat von Sparaxis-Hybriden hältst du dunkel bei 17 ± 1 °C. So bleibt sie 3 bis 4 Wochen stehen.
Welche Methoden gibt es, um Sparaxis zu vermehren?
Sparaxis vermehrst du vegetativ über Brutknollen, die sich an der Mutterknolle bilden können, oder über Samen. Brutknollen tragen dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze, Farbe und Sortenmerkmale bleiben also erhalten. Sämlinge kombinieren die Erbanlagen beider Eltern und können deshalb anders aussehen. Bis zur ersten Blüte eines Sämlings können bis zu 3 Jahre vergehen.
Kann man Fransenschwertel-Knollen teilen?
Beim Fransenschwertel heißt Teilen, die kleinen Brutknollen von der Mutterknolle zu lösen. Die Mutterknolle musst du dafür nicht zerschneiden, du nimmst nur ab, was sich mit den Fingern lösen lässt. Weiterpflanzen solltest du nur feste, gesunde Knollen ohne weiche Stellen, Krankheitszeichen oder Fraßspuren.
Wie tief und mit welchem Abstand pflanzt man Brutknollen?
Für Fransenschwertel-Knollen gilt eine Pflanztiefe von 5 bis 7 cm, daran kannst du dich auch bei Brutknollen halten. Im Beet setzt du sie in Gruppen mit 10 bis 15 cm Abstand von Knolle zu Knolle. Danach gießt du gründlich an, ohne Staunässe zu erzeugen.
Wie sät man Fransenschwertel aus?
Du säst dünn in eine Schale mit Abzugslöchern und nährstoffarmer, humoser und durchlässiger Aussaaterde. Bei Sparaxis-Hybriden steht die Aussaat anschließend dunkel bei 17 ± 1 °C. In diesen Bedingungen bleibt sie 3 bis 4 Wochen, danach hältst du die Erde gleichmäßig feucht, ohne dass Wasser in der Schale steht.
Sehen Fransenschwertel aus Samen so aus wie die Mutterpflanze?
Nicht unbedingt. Sämlinge tragen Erbteile von Mutter- und Vaterpflanze, unveränderte Sortenmerkmale sind deshalb nicht garantiert. Willst du eine bestimmte Farbe behalten, vermehrst du sie über Brutknollen, denn vegetativ vermehrte Tochterpflanzen haben dieselben Erbanlagen wie die Mutterpflanze.
Wie lange dauert es, bis Fransenschwertel aus Samen blühen?
Bis ein Sparaxis-Sämling zum ersten Mal blüht, vergehen 1 bis 2 Jahre. Es können aber auch bis zu 3 Jahre werden. Weil Fransenschwertel nicht winterhart sind, verbringen die jungen Pflanzen die Winter bis dahin frostfrei. Vor dem Auspflanzen härtest du sie ab, indem du die Temperatur senkst und lüftest.
Worin unterscheidet sich der Fransenschwertel von Tulpen und Krokussen?
Tulpen sind winterhart und werden von September bis Dezember gepflanzt. Der Fransenschwertel ist nicht winterhart, kommt von März bis Mai in die Erde und blüht von Juni bis Juli. Mit Krokussen hat er den Vermehrungsweg gemeinsam, denn auch Krokusse vermehren sich vegetativ über Brutknollen.
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