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Sterngladiolen: Thripse, Pilze und Viren erkennen und bekämpfen

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion

Alle Ratgeber zu Krankheiten & Schädlinge

Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Silbrige Sprenkel und verformte Blüten können auf Gladiolenthripse hindeuten.
  • Bei Thripsbefall das Laub im Herbst rechtzeitig zurückschneiden, damit die Tiere nicht an die Knollen abwandern.
  • Fusarium kann Knollen erst weich, dann trocken faulen lassen und mit Dauersporen mehrere Jahre im Boden überdauern.
  • Standweite, Luftbewegung und zur Nacht trockene Pflanzen gehören zur Vorsorge gegen Grauschimmel.
  • Ein Virusverdacht lässt sich nur im Labor sicher klären; Knollen verdächtiger Pflanzen nicht weitervermehren.
  • Kranke Pflanzenteile und faule Knollen gehören in den Hausmüll, nicht auf den Kompost.
Eine weiße Stern-Gladiole (Gladiolus murielae) mit dunkelviolettem Schlund blüht inmitten grüner Blätter.
Foto: Agnieszka Kwiecień, Nova · CC BY-SA 4.0 · Ausschnitt · Quelle ↗

Silbrige Sprenkel auf den Blättern, eine Knolle, die im Winterlager weich wird, grauer Belag auf den Blüten nach nassem Wetter: So melden sich Probleme bei Sterngladiolen. Wer die Zeichen früh bemerkt, kann kranke Pflanzen und Knollen aussortieren, bevor sie ins Winterquartier kommen. Ich gehe meine Sterngladiolen im Sommer mit der Lupe durch, drehe Blätter um und nehme im Herbst jede Knolle einzeln in die Hand. Hier geht es um Fusarium-Welke, Grauschimmel, Thripse, Spinnmilben und das Gladiolenmosaikvirus: woran du sie erkennst und was du zuerst tust.

Kurz erklärt

Die Sterngladiole heißt botanisch Gladiolus murielae. Im Handel findest du sie auch als Acidanthera callianthus und Gladiolus callianthus murielae. Ihre weißen, sternförmigen Blüten tragen ein dunkelrotes Auge und leicht rosa angehauchte Spitzen. Weil sie botanisch eine Gladiole ist, behalte ich bei ihr auch den Gladiolenthrips im Blick.

Was fehlt meinen Sterngladiolen?

Ein Schadbild ist ein Hinweis, noch keine Diagnose. Silbrige Flecken, Welke oder helle Muster können verschiedene Ursachen haben. Schwaches Wachstum etwa kann auch an Lichtmangel, nassem Boden oder Wurzelfäulen liegen. Ich schaue deshalb zuerst, wie viele Pflanzen betroffen sind und wo im Beet sie stehen. Außerdem notiere ich, was ich schon unternommen habe. Mit diesen Angaben kann dir eine Pflanzenschutzberatung weiterhelfen, wenn du allein nicht weiterkommst.

Was du siehst Kann hindeuten auf Erster Handgriff
Silbrige Sprenkel, verformte Blätter oder Blüten Thripse Junge Blätter und Knospen mit der Lupe absuchen
Feine Gespinste, weißlichgelbe bis bronzefarbene Flecken Spinnmilben Blattunterseiten umdrehen und ansehen
Grauer Pilzrasen auf faulenden Blüten oder Blättern Grauschimmel Befallene Teile abschneiden, in den Hausmüll geben
Welke, Vergilben von unten, weiche oder trocken faule Knolle Fusarium-Welke, aber auch Staunässe Bodenfeuchte prüfen, Knolle vorsichtig freilegen
Mosaikartige, streifige Aufhellungen, Wuchsstörungen Virus, verwechselbar mit Saugschäden Pflanze markieren, Verdacht klären lassen
Gekräuselte Blätter, klebriger Belag Blattläuse Triebspitzen und Blattunterseiten absuchen

Empfehlungen für den Garten

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Bei 10 °C aussäen.

Pflege

Düngung

Bei starkem Blattwuchs und ausbleibender Blüte den Stickstoffanteil des Düngers prüfen: Ein hoher Anteil kann bei der Sterngladiole viel Laub und fehlende Blüten begünstigen.

Aussaatkalender Abessinische Gladiole
GartenkalenderBlüte: August, September, Oktober; Pflanzung: März, AprilJFMAMJJASONDBlüteBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilBlütePflanzung

Fusarium-Welke: Wenn Pflanze und Knolle faulen

Woran erkenne ich Fusarium-Welke?

Hinter der Fusarium-Welke stecken bodenbürtige Pilze der Gattung Fusarium. An der Pflanze kann sich ein Befall zuerst durch leichte Verfärbungen an den unteren Blättern zeigen. Später können die Blätter welken, und das Vergilben kann von unten nach oben fortschreiten. Schneidest du einen solchen Stängel auf, sind die Leitbahnen mitunter bräunlich verfärbt.

Mehr verrät die Knolle. Fusarium oxysporum kann an Blumenzwiebeln eine Fäule hervorrufen, die zunächst weich ist und später trocken wird. Welke allein beweist trotzdem keinen Pilz, denn auch anhaltende Staunässe begünstigt Fäulnis.

Was tue ich bei Verdacht auf Fusarium?

Bei einer welkenden Sterngladiole prüfe ich zuerst mit dem Finger, wie nass der Boden ist. Danach lege ich die Knolle vorsichtig frei, ohne die Pflanze gleich herauszureißen. Ist die Knolle weich oder trocken faul, nehme ich die Pflanze samt Knolle heraus und gebe beides in den Hausmüll. Spaten und Schuhe säubere ich danach, weil anhaftende Erde Krankheiten verschleppen kann.

Fusarium oxysporum kann mit Dauersporen mehrere Jahre im Boden oder auf Kulturmaterial überdauern und wird auch mit Substraten und Kulturgefäßen verbreitet. Wer nach einem Befall an dieselbe Stelle pflanzt oder alte Topferde weiterverwendet, setzt neue Knollen also genau dorthin, wo der Pilz noch sitzen kann. Ich pflanze darum an eine andere Stelle, entsorge die Erde aus befallenen Töpfen und reinige die Gefäße gründlich. Damit ich im nächsten Frühjahr noch weiß, wo die kranken Pflanzen standen, trage ich die Pflanzstellen in den Beetplaner ein.

Häufiger Fehler

Kranke Pflanzen und faule Knollen landen auf dem Kompost. Material mit Fäulen, Welkeerkrankungen oder Virusbefall gehört in den Hausmüll, weil Erreger bei zu geringer Rottetemperatur überdauern können.

Grauschimmel: Was tun bei grauem Belag nach nassem Wetter?

Grauschimmel erkennst du an einem grauen Sporenträgerrasen auf faulenden Pflanzenteilen. Bei Sterngladiolen schaue ich besonders auf welkende Blüten und auf Stellen, an denen Blätter lange nass bleiben. Befallene Blüten und Blätter schneide ich ab und gebe sie in den Hausmüll. Wie du Blütenstiele sauber kürzt und Sterngladiolen für die Vase erntest, zeigt der Ratgeber zum Schneiden von Sterngladiolen.

Zur Vorsorge gehören ausreichende Standweite, Luftbewegung und Pflanzen, die zur Nacht trocken sind. Ich gieße deshalb morgens und direkt in den Wurzelbereich, denn so trocknen benetzte Blätter schneller ab. Im Gewächshaus, also im geschützten Anbau, gehört eine relative Luftfeuchte unter 85 % zu den Maßnahmen gegen Grauschimmel.

Thripse: silbrige Sprenkel an Blättern und Blüten

Woran erkenne ich Thripse an Sterngladiolen?

Gladiolenthripse können silbrige Sprenkelungen und Verformungen an Blättern und Blüten verursachen. Die Tiere sind klein, darum suche ich junge Blätter und Knospen mit der Lupe ab. Zusätzlich achte ich auf schwarze Kotpunkte, denn bei Zimmerpflanzen sprechen silbrige Flecken zusammen mit solchen Punkten für Thripsbefall. Findest du stattdessen feine Gespinste, deutet das eher auf Spinnmilben.

Was tue ich gegen Thripse?

Stark gesprenkelte Blätter und verformte Blüten schneide ich ab und entsorge sie über den Hausmüll. Der zweite Handgriff gehört in den Herbst. Bei Befall mit Gladiolenthripsen schneidest du das Laub rechtzeitig zurück, damit die Thripse nicht in ihre Winterquartiere an den Knollen abwandern. Weil Sterngladiolen frostfrei überwintern, nimmst du mit spät geschnittenem Laub womöglich die Thripse gleich mit ins Winterquartier.

Marias Erfahrung

Beim Ausgraben lege ich die Knollen jeder Pflanzstelle in eine eigene, beschriftete Kiste. Fällt mir im Lager eine weiche Knolle auf, sehe ich mir die übrigen Knollen aus derselben Kiste besonders genau an.

Thripse können außerdem Viren übertragen, an Dahlien etwa das Tomatenbronzefleckenvirus. Stehen Dahlien in der Nähe, findest du im Ratgeber, wie du Krankheiten und Schädlinge an Dahlien erkennst, die passenden Schadbilder.

Spinnmilben: feine Gespinste auf der Blattunterseite

Spinnmilben saugen überwiegend an den Blattunterseiten. Dabei können feine Gespinste entstehen und Flecken, die zunächst weißlichgelb sind und später bräunlich oder bronzefarben werden. Bei gesprenkelten Blättern drehe ich deshalb immer auch die Unterseite um.

Wie gehe ich gegen Spinnmilben vor?

Ich setze auf frühes Erkennen und entferne stark befallene Blätter über den Hausmüll. Wie du Spinnmilben und anderen Schädlingen ohne Mittel begegnest, also vorbeugst, kontrollierst und mechanisch eingreifst, beschreibt der Abschnitt über Krankheiten und Schädlinge im Ratgeber zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Gladiolenmosaikvirus: Wenn die Blätter Muster bekommen

Woran erkenne ich einen Virusverdacht?

Beim Gladiolenmosaikvirus können mosaikartige Verfärbungen sowie streifige oder fleckige Aufhellungen auf den Blättern auftreten. Mitunter kommen Wuchsstörungen, Verformungen und weniger Blüten hinzu. Solche Muster begründen einen Verdacht, mehr nicht. Bei Viren wie dem Tomatenbronzefleckenvirus sichern Mosaikflecken oder Wuchsstörungen allein keine Diagnose, weil sich die Schadbilder verwechseln lassen. Sicher klären lässt sich ein Virus nur im Labor.

Mythos-Check

„Helle Streifen auf dem Blatt bedeuten Virus.“ Nicht zwingend. Auch Thripse und Spinnmilben hinterlassen beim Saugen helle Sprenkel, und an dunkel blühenden Tulpen können Gallmilben Blütenstreifen verursachen, die mit Virussymptomen verwechselt werden. Gewissheit bringt erst eine Laboruntersuchung.

Was tue ich bei Virusverdacht?

Viren wie das Tomatenbronzefleckenvirus lassen sich in befallenen Pflanzen nicht direkt bekämpfen. Auch die Iris-Mosaikviren lassen sich nicht wirksam chemisch bekämpfen. Eine verdächtige Sterngladiole markiere ich deshalb mit einem Stab und lasse den Verdacht über eine Pflanzenschutzberatung klären. Bestätigt sich das Virus, nehme ich die Pflanze samt Knolle heraus und entsorge sie über den Hausmüll.

Manche Viren werden mit vegetativ vermehrtem, infiziertem Pflanzenmaterial weitergegeben, das Tomatenbronzefleckenvirus zum Beispiel. Beim Dahlienmosaik bringen erkrankte Knollen auch im Folgejahr kranke Pflanzen hervor. Die Knollen einer verdächtigen Sterngladiole nehme ich darum nicht zur Weiterkultur, auch wenn sie fest und gesund aussehen.

Welche Rolle spielen Blattläuse?

Beim Dahlienmosaik geben Blattläuse und infizierte Knollen das Virus weiter, deshalb halte ich auch an Sterngladiolen Blattläuse klein. Blattläuse sitzen häufig an Blattunterseiten und Triebspitzen und können gekräuselte Blätter sowie Honigtau verursachen, auf dem später Rußtau entstehen kann. Einen schwachen Befall spritze ich mit einem kräftigen Wasserstrahl ab.

Wie beuge ich Krankheiten und Schädlingen vor?

Vorbeugen beginnt beim Kauf. Ich wähle feste, gesunde Knollen ohne weiche, kranke oder angefressene Stellen. Sterngladiolen brauchen lockeren, humusreichen Boden ohne Staunässe, und ich gebe ihnen einen Platz in voller Sonne. Schweren Boden lockere ich vorher mit grobem Sand auf, damit Wasser besser abzieht.

Beim Düngen prüfe ich den Stickstoffanteil. Ein hoher Anteil kann bei der Sterngladiole viel Laub und fehlende Blüten begünstigen. Stark stickstoffbetonte Düngung kann im Garten außerdem einen stärkeren Blattlausbesatz fördern. Wer Blattläuse als mögliche Virusüberträger kleinhalten will, schaut also schon beim Düngen auf den Stickstoff.

Im Herbst kommen Sterngladiolen als nicht winterfeste Sommerknollen vor dem ersten Frost oder spätestens unmittelbar danach ins frostfreie Winterquartier. Luftdichte Beutel meide ich beim Lagern, weil sich darin Schwitzwasser bildet, das Fäulnis begünstigt. Unsachgemäße Lagerung kann bei Blumenzwiebeln außerdem zu Penicillium-Schimmel führen.

Mini-Checkliste

Vor dem Einlagern nehme ich jede Knolle in die Hand. Fest, trocken und ohne Schimmel darf sie ins Winterquartier. Weiche, matschige oder angefressene Knollen sortiere ich aus und entsorge sie. Knollen von Pflanzen mit Fusarium- oder Virusverdacht lagere ich gar nicht erst ein.

Nützlinge, Hausmittel, Chemie: Was bleibt, wenn Vorbeugen nicht reicht?

Gekaufte Nützlinge sind im Freiland nur eingeschränkt sinnvoll. Eine pflanzliche Herkunft allein macht ein Mittel auch noch nicht zum zugelassenen Grundstoff für den Pflanzenschutz. Was du stattdessen tun kannst, steht im Ratgeber zu Blumenzwiebeln und Knollen im Abschnitt über Krankheiten und Schädlinge.

Bleibt ein Befall trotz allem stark, kommt als letztes Mittel nur ein Pflanzenschutzmittel infrage, das für nichtberufliche Anwender im Haus- und Kleingarten zugelassen ist. Du setzt es ausschließlich für die in der Gebrauchsanleitung genannte Kombination aus Kultur und Schaderreger ein, trägst Schutzkleidung und beachtest Wartezeit und Entsorgungshinweise. Bedenke, dass ein solches Mittel auch Nützlinge treffen kann; die allgemeinen Sicherheitsregeln fasst derselbe Abschnitt zusammen.

Passt dazu

Stehen neben den Sterngladiolen auch Dahlien im Beet, lohnt ein Blick auf deren Knollenfäule. Wie du sie bei Seerosendahlien erkennst und welche Sorten das Risiko senken können, zeigt der Ratgeber zu Krankheiten bei Seerosendahlien.

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Häufige Fragen

Welche Pilzkrankheiten können Sterngladiolen befallen und woran erkennt man sie?
Zwei Pilzkrankheiten solltest du an Sterngladiolen kennen: Fusarium-Welke und Grauschimmel. Fusarium kann die Knolle zunächst weich und später trocken faulen lassen, oberirdisch können die Blätter von unten her vergilben und welken. Grauschimmel bildet einen grauen Sporenrasen auf faulenden Blüten, Blättern oder Stängeln. Weil auch Staunässe Fäulnis begünstigt, ist ein Schadbild nur ein Hinweis und noch keine sichere Diagnose.
Welche Schädlinge befallen Sterngladiolen und welchen Schaden richten sie an?
Gladiolenthripse können silbrige Sprenkel und Verformungen an Blättern und Blüten verursachen. Spinnmilben saugen überwiegend an den Blattunterseiten und hinterlassen feine Gespinste sowie zunächst weißlichgelbe, später bräunliche oder bronzefarbene Flecken. Blattläuse können Blätter kräuseln und Honigtau verursachen, auf dem sich Rußtau bilden kann. Thripse und Blattläuse kommen außerdem als Überträger von Pflanzenviren infrage.
Welche Qualitätskriterien sollte man beim Kauf von Sterngladiolen beachten?
Achte auf feste, trockene, glatthäutige und ungeschrumpfte Knollen ohne weiche, kranke oder angefressene Stellen und ohne Schimmel. Eine größere Knolle gilt als Hinweis auf eine kräftigere Blüte, ein Versprechen ist sie aber nicht. Vor dem Pflanzen prüfst du jede Knolle noch einmal und sortierst weiche oder matschige aus, statt sie zu setzen.
Wie wirken sich verschiedene Bodentypen auf die Anfälligkeit von Sterngladiolen für Pilzerkrankungen aus?
Sterngladiolen brauchen lockeren, humusreichen Boden ohne Staunässe. In schweren, schlecht durchlässigen Böden staut sich Wasser leichter, und anhaltende Staunässe begünstigt Fäulnis. Einen schweren Boden lockerst du vor dem Pflanzen mit grobem Sand und Kompost auf. Kompost verbessert in leichten Böden zugleich die Speicherung von Wasser und Nährstoffen.
Wie beeinflusst die Fruchtfolge die Gesundheit von Sterngladiolen über mehrere Jahre?
Fusarium oxysporum kann mit Dauersporen mehrere Jahre im Boden oder auf Kulturmaterial überdauern. Nach einem Befall pflanzt du Sterngladiolen deshalb an eine andere Stelle und verwendest Erde aus befallenen Töpfen nicht wieder. Notiere dir, wo kranke Pflanzen standen, damit du diese Stellen in den Folgejahren meidest.
Welche konkreten Schritte sind bei der Kulturhygiene und Werkzeugreinigung zu beachten?
Kranke Blätter, Blüten und faule Knollen gibst du in den Hausmüll, weil Erreger auf dem Kompost bei zu geringer Rottetemperatur überdauern können. Werkzeuge und Schuhe reinigst du nach der Arbeit an befallenen Pflanzen, denn anhaftende Erde kann Krankheiten verschleppen. Erde aus befallenen Töpfen entsorgst du und reinigst die Gefäße gründlich, weil Fusarium auch mit Substraten und Kulturgefäßen verbreitet werden kann.
Wie unterscheidet man Fransenflügler von anderen kleinen Gartenschädlingen bei Sterngladiolen?
Fransenflügler, also Thripse, hinterlassen silbrige Sprenkel und können Blätter und Blüten verformen. Silbrige Flecken zusammen mit schwarzen Kotpunkten gelten bei Zimmerpflanzen als Zeichen für Thripse, und nach diesem Bild suchst du auch an Sterngladiolen. Spinnmilben bilden dagegen feine Gespinste und saugen überwiegend an den Blattunterseiten. Blattläuse sitzen oft an Triebspitzen und Blattunterseiten und hinterlassen klebrigen Honigtau.
Worin liegt der Unterschied zwischen Grauschimmel und anderen Pilzerkrankungen bei Zierpflanzen?
Grauschimmel bildet einen grauen Sporenträgerrasen auf faulenden Pflanzenteilen. Echter Mehltau zeigt sich dagegen als weißer, abwischbarer Belag vor allem auf der Blattoberseite. Beim Falschen Mehltau sitzt ein grau-weißer Belag auf der Blattunterseite, während oben gelbe, absterbende Flecken erscheinen. Pilzliche Blattflecken lassen sich letztlich nur durch eine Laboruntersuchung sicher zuordnen.
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