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Manganmangel

Manganmangel ist eine Unterversorgung der Pflanze mit dem Spurenelement Mangan. Er zeigt sich zuerst an jüngeren Blättern, etwa als abgestorbene Punkte oder Streifen, und entsteht oft, weil Mangan bei hohem pH-Wert oder Trockenheit für die Wurzeln nicht verfügbar ist.

Mangan ist ein Spurenelement, das die Pflanze unter anderem für den Aufbau von Blattgrün braucht. Weil es in der Pflanze kaum verlagert wird, zeigt sich ein Mangel zuerst an jüngeren Blättern, je nach Pflanze als abgestorbene Punkte oder Streifen. Die Wurzelbildung wird dabei sogar stärker gehemmt als das Wachstum über der Erde. Einen hohen Bedarf an Mangan haben zum Beispiel Erbsen und Obstgehölze.

Oft fehlt Mangan gar nicht im Boden, sondern ist festgelegt: Bei hohem pH-Wert, in lockeren, humusreichen Böden und bei Trockenheit geht es in eine Form über, die Wurzeln nicht aufnehmen können. Häufig tritt Manganmangel nach kräftigem Kalken auf, vor allem auf leichten Böden. Verwechseln kannst du ihn mit Eisenmangel, der ebenfalls junge Blätter betrifft. Ob wirklich Mangan knapp ist, klärt erst der Vergleich von Boden- und Pflanzenanalyse.

Beispiel aus dem Garten

Zeigen die jungen Blätter meiner Obstgehölze nach einer kräftigen Kalkgabe abgestorbene Punkte, denke ich an Manganmangel, schließe aber Eisenmangel nicht aus. Ich kalke dann nicht weiter und lasse Boden und Blätter untersuchen, bevor ich dünge.

Quelle: UFA-Revue (fenaco) – Die Pflanzen in jeder Situation versorgen, Abschnitt „Symptome erst spät sichtbar“. Geprüft am .

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