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Zeigerwerte

Zeigerwerte sind Kennzahlen, die angeben, unter welchen Standortbedingungen eine Pflanzenart in der Natur bevorzugt vorkommt, etwa bei Licht, Feuchte, Bodenreaktion oder Stickstoff. Umgekehrt kannst du aus wild wachsenden Pflanzen so auf die Bedingungen am Standort schließen.

Die Zeigerwerte wurden erstmals von Ellenberg für die mitteleuropäische Flora vergeben. Jede Art erhält für Licht, Temperatur, Meeresnähe, Feuchte, Bodenreaktion, Stickstoff und Salz meist eine Zahl von 1 bis 9. Dabei steht 1 für das geringste und 9 für das größte Ausmaß des Faktors, die Feuchtezahl reicht für Wasserpflanzen bis 12. Ein „x“ bedeutet, dass die Art bei diesem Faktor keine klare Vorliebe zeigt (indifferent). So gilt eine Pflanze mit Feuchtezahl 9 als Nässezeiger, eine mit Feuchtezahl 3 als Trockenheitszeiger.

Im Garten helfen dir Zeigerwerte, einen Standort einzuschätzen, bevor du pflanzt. Sie dienen aber nur der Orientierung und gelten im Grunde nur für das westliche Mitteleuropa. Außerdem beschreiben sie, wo eine Art in der Natur unter Konkurrenz vorkommt, nicht, unter welchen Bedingungen sie in Kultur am besten wächst. Nicht verwechseln: Die Zeigerpflanze ist die Pflanze selbst, der Zeigerwert die Zahl, die ihr für einen Faktor zugeordnet ist.

Beispiel aus dem Garten

Bevor ich ein neues Beet anlege, notiere ich, welche Wildkräuter dort wachsen, und schlage ihre Zeigerwerte nach. Haben viele davon eine hohe Feuchtezahl, nehme ich das als Hinweis auf einen feuchten Standort, aber nur zur Orientierung.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (FloraWeb) ↗ – FloraWeb - Anwendung ökologischer Merkmale, Abschnitt Zeigerwerte. Geprüft am .

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