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Anemonen vermehren: teilen, Wurzelschnittlinge ziehen, Samen ernten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Herbst-Anemonen teilst du als Richtzeitraum im Frühjahr, Wurzelschnittlinge gewinnst du im Herbst.
  • Für eine bestimmte Sorte teilen statt säen: Sämlinge vereinen die Erbanteile beider Eltern.
  • Buschwindröschen vermehrst du über ihre waagerecht wachsenden Rhizome, und zwar mit Handschuhen.
  • Knollen von Kronen- und Balkan-Anemonen setzt du etwa 5–8 cm tief.
  • Junge Herbst-Anemonen brauchen mehrere Jahre bis zur vollen Entwicklung.
Eine leuchtend lila Anemone mit dunkler Mitte blüht im Freiland.
Foto: Sheng-lu Wu · Pexels License · Quelle ↗

Wenn du Anemonen vermehren willst, entscheidet die Art über den Weg. Herbst-Anemonen teilst du oder ziehst sie aus Wurzelstücken, Buschwindröschen setzt du über ihre Rhizome um. Kronen- und Balkan-Anemonen wachsen aus Knollen, die du aufnimmst und neu setzt. Samen kannst du ernten, doch die Sämlinge tragen das Erbe beider Eltern in sich. Ich schaue deshalb zuerst nach, was unter der Erde sitzt, bevor ich den Spaten ansetze.

Welche Anemone hast du vor dir?

Frühjahrsblühende Rhizomanemonen, sommerblühende Knollenanemonen und faserwurzelnde Herbstanemonen sind unterschiedliche Pflegegruppen, und sie vermehren sich auch unterschiedlich. Das Balkan-Windröschen bildet ebenfalls Knollen, blüht aber schon im März und April. Für die Vermehrung zählt vor allem, welches Organ unter der Erde sitzt.

Anemone Unter der Erde Blüte Vermehrungsweg
Buschwindröschen (Anemone nemorosa) waagerechte, verzweigte Rhizome Frühjahr Rhizomstück umsetzen
Balkan-Windröschen (Anemone blanda) Knolle März und April Knollen aufnehmen und neu setzen
Kronen-Anemone (Anemone coronaria) Knolle ab Mai Knollen aufnehmen und neu setzen
Herbst-Anemone (Anemone hupehensis, Japonica-Hybriden) faserige Wurzeln, bei Anemone hupehensis mit wurzelbürtigen Ausläufern Spätsommer und Herbst Teilung, Wurzelschnittlinge, Aussaat

Ein Rhizom ist eine unterirdische Sprossachse mit Knoten und Blattansätzen. Es speichert Reservestoffe und dient der vegetativen Vermehrung, deshalb lässt sich ein Stück davon an anderer Stelle neu setzen.

Wann passt welche Methode?

Die meisten Termine betreffen die Herbst-Anemone, weil sie sich auf drei Wegen vermehren lässt. Die Angaben sind Richtwerte, keine festen Daten.

Methode Anemone Zeitpunkt
Teilung Herbst-Anemone Frühjahr als Richtzeitraum
Wurzelschnittlinge Herbst-Anemone Herbst als Richtwert
Aussaat Herbst-Anemone Frühjahr als Richtzeitraum
Rhizomstück umsetzen Buschwindröschen nach dem Vergilben des Laubs, Stelle zur Blüte markieren
Knollen setzen Kronen- und Balkan-Anemone Frühjahr ab März oder Herbst ab September

Beim Buschwindröschen richte ich mich nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Laub. Für die Planung zusammen mit deinen übrigen Zwiebelblumen hilft dir der druckbare Kalender für Blumenzwiebeln.

Herbst-Anemonen teilen

Welche Pflanze eignet sich?

Für die Teilung eingewachsener Herbst-Anemonen ist das Frühjahr ein guter Richtzeitraum. Ich teile nur Pflanzen, die gesund wirken. Eckige gelbe bis braune Flecken, die von den Blattadern begrenzt werden, können auf Blattälchen hindeuten. Bestätigt sich der Befall, gehört die Staude in den Hausmüll und weder auf den Kompost noch in die Vermehrung. Bei unklaren Flecken hilft eine Pflanzenschutzberatung, bevor du zum Spaten greifst.

So gehst du vor

Ich steche eine Herbst-Anemone nicht komplett aus, sondern nehme Stücke vom Rand des Horstes. Herbst-Anemonen brauchen mehrere Jahre bis zur vollen Entwicklung, und so bleibt der Hauptstock ungestört. Anemone hupehensis breitet sich zudem über wurzelbürtige Ausläufer aus. Junge Triebe am Rand eines solchen Bestands steche ich samt ihrem Wurzelstück ab. An jedem Stück sollen Wurzeln und ein sichtbarer Austrieb sitzen.

Das Teilstück setze ich gleich an seinen neuen Platz und gieße es an. Hatte der Bestand einen Krankheitsverdacht, reinige ich Spaten und Messer vor der nächsten Pflanze, denn anhaftende Erde kann Krankheiten verschleppen.

Junge Herbst-Anemonen pflanzt du vorzugsweise im Frühjahr aus, und was ausnahmsweise im Herbst in die Erde kommt, braucht im ersten Winter Schutz. Wer im Frühjahr teilt, erspart seinen Teilstücken also diesen ersten Winterschutz.

Mini-Checkliste

gesunde Mutterpflanze ohne verdächtige Blattflecken · Stück vom Rand mit Wurzeln und Austrieb · sauberer Spaten, sauberes Messer · neuer Platz vorbereitet · gleich setzen, angießen, Etikett dazustecken.

Wurzelschnittlinge: Stecklinge von der Herbst-Anemone

Bei der Herbst-Anemone nehme ich für Stecklinge Wurzelstücke, keine Triebspitzen.

Kurz erklärt

Bei einem Wurzelschnittling bilden sich die Knospen an einem abgetrennten Stück Wurzel. Wie bei jedem Steckling trägt die junge Pflanze die Eigenschaften der Mutterpflanze.

Wurzelschnittlinge von Herbst-Anemonen gewinnst du als Richtwert im Herbst. Ich lege dafür am Rand einer kräftigen Pflanze einige Wurzeln frei und schneide einzelne Stücke mit einem sauberen Messer ab. Danach schließe ich das Loch wieder, die Mutterpflanze bleibt stehen. Die Stücke kommen in einen Topf mit Abzugsloch und durchlässiger Erde und werden mit Erde bedeckt. Die Erde halte ich feucht, aber nicht nass.

Weil junge Herbst-Anemonen vorzugsweise im Frühjahr ins Beet kommen, verbringen die Wurzelschnittlinge ihren ersten Winter im Topf. Im Topf sind auch winterharte Pflanzen frostempfindlicher als im Gartenboden, weil das Substrat schneller durchfriert. Ich stelle die Töpfe deshalb an einen geschützten Platz und prüfe auch im Winter, ob die Erde austrocknet. Fehlt so ein Platz, umhüllst du die Töpfe bei starkem oder anhaltendem Frost mit Kokosmatten, Sackleinen oder Luftpolsterfolie.

Marias Erfahrung

Ich beschrifte jeden Topf mit Sorte, Methode und Datum, bevor die Erde hineinkommt. Bei Wurzelschnittlingen sehe ich lange nur Erde, und ohne Etikett weiß ich später nicht mehr, welche Sorte darin steckt.

Anemonen-Samen ernten und aussäen

Lohnt sich die Samenernte?

Vegetativ vermehrte Pflanzen tragen das Erbgut der Mutterpflanze, Sämlinge vereinen weibliche und männliche Erbanteile. Erntest du Samen von einer Sorte wie ‘Septemberglanz’, können die Nachkommen deshalb von ihr abweichen. ‘Septemberglanz’ gehört mit ‘Robustissima’, ‘Serenade’ und ‘Albadura’ zu den Herbst-Anemonen, die sich in einer Staudensichtung als besonders robust erwiesen haben. Willst du genau eine solche Sorte behalten, teile sie oder zieh Wurzelschnittlinge.

Samen lohnen sich, wenn dich Neues reizt. Bei Kreuzungen werden die Erbanlagen der Eltern neu kombiniert, und aus den Nachkommen wählst du die mit den gewünschten Eigenschaften gezielt aus.

So erntest du die Samen

Samen reifen nur an Blüten, die du stehen lässt. Ich lasse an einer Herbst-Anemone einige Blüten stehen und schneide die Fruchtstände ab, sobald sie trocken sind. Die Samen schüttle ich über einem Bogen Papier aus und fülle sie in eine beschriftete Papiertüte.

Herbst-Anemonen blühen im Spätsommer und Herbst, gesät werden sie als Richtwert im Frühjahr. Deine Samen überwintern also in der Tüte, bis die Aussaat ansteht.

Beim Buschwindröschen verbreiten Ameisen die Früchte, weil diese ein fettreiches Anhängsel tragen. Ich überlasse diese Aussaat den Ameisen und vermehre Buschwindröschen über die Rhizome.

Aussaat Schritt für Schritt

Ich säe Herbst-Anemonen im Frühjahr in eine Schale mit Abzugsloch. Als Erde nehme ich Aussaaterde, die nährstoffarm, humos und durchlässig ist. In der Profi-Kultur wird gekauftes Saatgut von Anemone hupehensis mit Sand abgedeckt, und so mache ich es auch mit eigener Ernte. Torffreie Aussaaterde kann oben schon trocken sein, während sie unten noch feucht ist. Bevor ich gieße, fühle ich deshalb unter der Oberfläche nach.

Sobald ich einen Sämling an einem Blatt fassen kann, ohne den Stängel zu drücken, setze ich ihn einzeln in einen kleinen Topf. Vor dem Auspflanzen härte ich die Jungpflanzen ab: Ich stelle sie kühler und lüfte, damit sie sich an die Bedingungen draußen gewöhnen. Ins Beet kommen junge Herbst-Anemonen vorzugsweise im Frühjahr.

Buschwindröschen über Rhizome vermehren

Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ist ein heimischer Frühjahrsblüher der Laubwälder und bildet weiße Blütensterne. Es breitet sich mit waagerecht im Boden liegenden, sich verzweigenden Rhizomen aus. Genau dieses Geflecht nutzt du zur Vermehrung.

Rhizome speichern Reservestoffe. Ich lasse das Laub deshalb stehen, bis es vergilbt, so wie bei Zwiebelblumen, und steche erst dann ein Stück ab. Damit ich die Stelle nach dem Einziehen wiederfinde, stecke ich schon zur Blüte einen Stab daneben.

Das Stück hebe ich mit der Erde daran heraus und setze es gleich an die neue Stelle. Buschwindröschen gedeihen unter Gehölzen oder am Gehölzrand auf frischen, humosen Böden. Danach gieße ich an.

Achtung

Alle Teile des Buschwindröschens sind giftig, und sein Saft kann Hautverätzungen verursachen. Trag beim Teilen Handschuhe und wasch dir danach die Hände.

Kronen- und Balkan-Anemonen: Knollen aufnehmen und neu setzen

Kronen- und Balkan-Anemonen wachsen aus Knollen. Diese kommen im Frühjahr ab März oder im Herbst ab September in gut durchlässigen Boden. Die Kronen-Anemonen-Mischung ‘St. Brigid’ ist nur bedingt winterhart. In rauen Lagen nimmst du Kronen-Anemonen nach dem Vergilben des Laubs auf und lagerst die Knollen kühl, trocken und frostfrei.

Vor dem Setzen lese ich die Knollen aus wie jede Blumenzwiebel: Fest sollen sie sein, ohne weiche, kranke oder angefressene Stellen. Bei der Kronen-Anemone spielt die Ausrichtung der Knolle beim Pflanzen keine Rolle. Weil Kronen-Anemonen hohe Sommertemperaturen schlecht vertragen, begünstigt eine frühe Pflanzung einen längeren Blütenflor.

Zahl im Blick

Knollen von Kronen- und Balkan-Anemonen setzt du etwa 5–8 cm tief. Für das Vorquellen der Kronen-Anemonen nennen die Hersteller 3–24 Stunden, nämlich 3–4 Stunden beim Fountain Mix und 24 Stunden beim St. Brigid Mix.

Eine Knolle schneide ich nicht durch. Für eine größere Gruppe setze ich zusätzliche Knollen dazu. Wie du frisch gesetzte Knollen bis zur ersten Blüte begleitest, liest du im Ratgeber zur Pflege frisch gesetzter Anemonen-Knollen.

Jungpflanzen sicher anwachsen lassen

Nach dem Setzen braucht jedes Teilstück, jeder Wurzelschnittling und jeder Sämling drei Dinge: Wasser im Wurzelraum, einen Boden ohne Staunässe und Platz ohne starke Konkurrenz.

Angießen und gießen

Ich gieße jede frisch gesetzte Pflanze gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist. Danach gießt du durchdringend, bevor auch der Untergrund austrocknet. Wenig Regen, Wärme und Wind trocknen den Boden schneller aus. Anemone hupehensis darf besonders bei Hitze nicht austrocknen und braucht zugleich gut entwässerten Boden. Ob Wasser fehlt, prüfe ich mit dem Finger unter der Oberfläche.

Gieß morgens direkt in den Wurzelbereich: Morgens benetzte Blätter trocknen schneller ab, und Gießen an den Wurzelbereich senkt bei Stauden das Risiko nässebegünstigter Blattkrankheiten.

Platz und Nachbarn

Herbst-Anemonen sollten nicht von starkwüchsigen Nachbarn bedrängt werden, solange sie sich entwickeln. Das dauert mehrere Jahre. Ich halte den Boden rund um junge Teilstücke frei und ziehe Beikraut von Hand, statt zu hacken.

Düngen mit Zurückhaltung

Verzichte bei jungen Anemonen auf überhöhte Stickstoffgaben. Der Verzicht senkt bei Stauden das Risiko nässebegünstigter Blattkrankheiten, und stickstoffbetonte Düngung kann zusammen mit Wassermangel einen stärkeren Blattlausbesatz begünstigen.

Wenn es nicht klappt: typische Probleme bei der Vermehrung

Das Teilstück welkt oder wächst kaum

Welkt ein frisch gesetztes Stück, prüfe zuerst den Wurzelraum. Ist die Erde unter der Oberfläche trocken, fehlt Wasser. Ist sie matschig, steht das Stück womöglich in Staunässe, und dann setzt du mit dem Gießen aus. Im Schatten blühen Herbst-Anemonen weniger freudig, und einseitige Beschattung kann sie zum Licht wachsen lassen und ihre Standfestigkeit vermindern. Manchmal fehlt auch einfach Zeit, denn Herbst-Anemonen brauchen mehrere Jahre bis zur vollen Entwicklung.

Häufiger Fehler

Ein schwach wachsendes Teilstück sofort zu düngen. Schwaches Wachstum kann auch durch Lichtmangel, Bodenvernässung oder Wurzelfäulen entstehen und beweist allein keinen Nährstoffmangel.

Der Wurzelschnittling treibt nicht aus

An einem Wurzelschnittling müssen sich die Knospen erst bilden, bevor oben ein Trieb erscheint. Ich grabe die Stücke deshalb nicht zur Kontrolle aus und halte die Erde feucht, aber nicht nass. Bei torffreier Erde fühle ich wie bei der Aussaat unter der Oberfläche nach. Ein Stück, das sich beim Umtopfen weich und matschig anfühlt, kommt weg. Steht der Topf ungeschützt im Frost, kann das Substrat durchfrieren, deshalb gehört er an einen geschützten Platz.

Die Aussaat bleibt leer oder die Sämlinge sehen anders aus

Sehen die Sämlinge anders aus als die Mutterpflanze, ist das kein Fehler der Aussaat, sondern Folge der gemischten Erbanteile. Ich behalte die Sämlinge, die mir gefallen. Gesunde Reste dürfen auf den Kompost, kranke gehören nicht dorthin. Bleibt eine Schale leer, werfe ich sie nicht gleich weg, sondern halte sie weiter feucht und prüfe die Erde unter der Sandschicht.

Flecken an den Blättern

Flecken an Anemonenblättern können durch Pilze, Bakterien, Schadtiere oder nichtparasitäre Einflüsse entstehen, und Anemonen gehören zu den Wirtspflanzen des Falschen Mehltaus Peronospora ficariae. Frisch gesetzte Jungpflanzen kann ein Schneckenkragen schützen, solange überhängende Blätter keine Brücke darüber bilden. Wie du Krankheiten und Schädlinge einordnest, erklärt der Abschnitt Krankheiten und Schädlinge im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Wie geht es nach dem Anwachsen weiter?

Standort und Boden

Herbst-Anemonen wachsen an sonnigen bis absonnigen Plätzen auf frischem bis feuchtem, nährstoffreichem Boden. Kronen- und Balkan-Anemonen stehen sonnig bis leicht schattig in gut durchlässigem Boden, Buschwindröschen unter Gehölzen auf frischen, humosen Böden. Was Zwiebel- und Knollenpflanzen grundsätzlich vom Boden brauchen, steht im selben Überblick im Abschnitt Standort und Boden.

Abstände und Pflanztechnik

Wie dicht du Teilstücke und Jungpflanzen setzt, hängt von Art und Sorte ab, und Anemone hupehensis kann sich mit der Zeit zu größeren Beständen ausbreiten. Abstände, Gruppen und das Eindämmen der Ausbreitung findest du im Ratgeber zur Pflege von Anemonen im Staudenbeet.

Laufende Pflege

Sind die Jungpflanzen angewachsen, pflegst du sie wie etablierte Anemonen, und die Ansprüche unterscheiden sich je nach Pflegegruppe. Wasser, Dünger, Mulch und Schnitt für jede Art erklärt der Ratgeber zur laufenden Pflege von Anemonen.

Der erste Winter

Herbst-Anemonen, die ausnahmsweise im Herbst in die Erde kommen, brauchen im ersten Winter Schutz, und die Kronen-Anemone ‘St. Brigid’ ist nur bedingt winterhart. Wie du Anemonen in Beet und Topf je nach Art schützt, liest du im Ratgeber zum Überwintern von Anemonen.

Gestaltung mit den neuen Pflanzen

Starkwüchsige Herbst-Anemonen lassen sich mit hohen Sonnenhüten, Wasserdost, Chinaschilf und Rutenhirse kombinieren. Blausternchen, Puschkinien und Narzissen können die Lücke füllen, bevor die Herbst-Anemonen austreiben. Wo die Teilstücke hinkommen, kannst du vorher im Beetplaner am Bildschirm einzeichnen.

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Häufige Fragen

Wie vermehrt man Anemonen am einfachsten?
Bei Herbst-Anemonen ist die Teilung im Frühjahr der direkte Weg: Du stichst am Rand eines eingewachsenen Bestands ein Stück mit Wurzeln und Austrieb ab und setzt es gleich neu. Buschwindröschen vermehrst du über ein Stück ihres waagerecht wachsenden Rhizoms, am besten mit Handschuhen, weil ihr Saft Hautverätzungen verursachen kann. Beide Wege liefern Pflanzen mit dem Erbgut der Mutterpflanze und damit mit ihren Eigenschaften.
Welche Vermehrungsmethoden gibt es bei Anemonen?
Herbst-Anemonen lassen sich teilen, über Wurzelschnittlinge vermehren und aussäen. Bei Wurzelschnittlingen bilden abgetrennte Wurzelstücke selbst neue Knospen. Buschwindröschen breiten sich über verzweigte Rhizome aus, von denen du Stücke an neue Stellen setzen kannst. Kronen- und Balkan-Anemonen wachsen aus Knollen, die du aufnimmst, ausliest und neu setzt.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anemonenvermehrung?
Das hängt von Art und Methode ab. Für Herbst-Anemonen gilt das Frühjahr als Richtzeitraum für Teilung und Aussaat, Wurzelschnittlinge gewinnst du als Richtwert im Herbst. Ausnahmsweise im Herbst gepflanzte Herbst-Anemonen brauchen im ersten Winter Schutz. Knollen von Kronen- und Balkan-Anemonen kommen im Frühjahr ab März oder im Herbst ab September in die Erde.
Wie teilt man Anemonen-Rhizome richtig?
Beim Buschwindröschen liegen die Rhizome waagerecht im Boden und verzweigen sich, sodass du ein Stück samt Erde abstechen kannst. Lass das Laub vorher stehen, bis es vergilbt, und markiere die Stelle schon zur Blüte, damit du sie wiederfindest. Trag Handschuhe, denn alle Teile des Buschwindröschens sind giftig und sein Saft kann Hautverätzungen verursachen. Setz das Stück gleich unter Gehölze oder an einen Gehölzrand mit frischem, humosem Boden und gieße es an.
Worin unterscheiden sich Busch-Windröschen von Herbst-Anemonen?
Das Buschwindröschen ist ein heimischer Frühjahrsblüher der Laubwälder und breitet sich über waagerechte, verzweigte Rhizome aus. Die asiatischen Herbst-Anemonen stammen aus China und dem Himalaja und blühen im Spätsommer und Herbst. Herbst-Anemonen aus dem Japonica-Hybridkomplex werden je nach Sorte etwa 40–150 cm hoch. Vermehrt wird das Buschwindröschen über Rhizomstücke, die Herbst-Anemone durch Teilung, Wurzelschnittlinge oder Aussaat.
Stimmt es, dass Anemonen schwer zu vermehren sind?
Pauschal stimmt das nicht, denn mehrere Anemonen breiten sich von selbst aus. Das Buschwindröschen tut es über Rhizome und über Früchte, die Ameisen verbreiten, Anemone hupehensis über wurzelbürtige Ausläufer. Geduld brauchst du trotzdem, weil Herbst-Anemonen mehrere Jahre bis zur vollen Entwicklung benötigen. Willst du eine bestimmte Sorte erhalten, teile sie, denn Sämlinge vereinen die Erbanteile beider Eltern.
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