Montbretien-Standort: Licht, Boden und Platz für üppige Blüten
- Montbretien wachsen an sonnigen bis halbschattigen Plätzen, Vollschatten gehört nicht dazu.
- Der Boden soll nährstoffreich, feucht und gut durchlässig sein, ohne Staunässe.
- Schweren Boden lockerst du vor dem Pflanzen mit Sand oder Perlite auf.
- Gepflanzt wird mit 10 cm Abstand in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen.
- Bei 80 bis 100 cm Wuchshöhe wähle ich einen Platz im Windschatten, der trotzdem Sonne bekommt.

Wer Montbretien in den Vollschatten oder in nassen Lehm setzt, gibt ihnen einen Platz, der ihren Ansprüchen nicht entspricht. Sie wachsen an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und brauchen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden ohne StaunässeStaunässe entsteht, wenn der Boden Regenwasser nicht schnell genug aufnehmen kann und sich das Wasser im Boden staut. Den Wurzeln fehlt dann Sauerstoff, und die Pflanzen werden geschwächt.. Bevor ich Knollen setze, sehe ich mir deshalb den Platz genau an: wann Sonne auf die Fläche fällt, ob nach Regen Wasser stehen bleibt und woher der Wind kommt.
Montbretien, auch Crocosmien genannt, werden 80 bis 100 cm hoch. Ihre Blüte reicht von Juli bis Oktober. Der Platz muss also den ganzen Sommer über und bis in den Herbst passen, nicht nur am Tag der Pflanzung.
Montbretien-Standort auf einen Blick
Die Werte in der Tabelle gelten für Montbretien als Art. Nennt deine Sorte eigene Angaben, richtest du dich nach der Sorte.
| Merkmal | Angabe für Montbretien |
|---|---|
| Licht | sonnig bis halbschattig |
| Boden | nährstoffreich, gut durchlässig, ohne Staunässe |
| Bodenfeuchte | feucht |
| Wuchshöhe | 80 bis 100 cm |
| Blütezeit | Juli bis Oktober |
| Abstand in der Reihe | 10 cm |
| Abstand zwischen den Reihen | 30 cm |
| Pflanzzeit | April bis Mai |
| Pflanztiefe | 10 cm |
| WinterhärteWinterhärte, auch Frosthärte genannt, beschreibt, wie viel Frost eine Pflanze verträgt. Winterharte Arten überstehen den Winter im Freien, empfindliche musst du vor dem Frost ernten oder schützen. | bedingt winterhart |
| Kübel | geeignet |
Wie viel Sonne brauchen Montbretien?
Montbretien wachsen an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Ein Beet in voller Sonne kommt damit ebenso infrage wie ein Platz, der einen Teil des Tages im Schatten liegt. Vollschatten liegt außerhalb dieser Spanne, dort pflanze ich sie nicht.
Halbschattig ist ein Platz, der einen Teil des Tages direkte Sonne bekommt und den anderen Teil im Schatten liegt. Im Vollschatten erreicht direkte Sonne die Fläche kaum.
Gehölzrand: Warum beurteilst du den Platz im Sommer?
Unter Sträuchern und Bäumen können frühblühende Zwiebelpflanzen schon blühen, bevor die Gehölze ihr Laub austreiben. Montbretien blühen dagegen von Juli bis Oktober, wenn das Laub längst steht. Ein Gehölzrand, der im April hell wirkt, kann für sie deshalb im Sommer zu schattig sein.
So prüfe ich das Licht an einem neuen Platz
An einem sonnigen Sommertag gehe ich morgens, mittags und am späten Nachmittag zur geplanten Fläche. Jedes Mal notiere ich, ob sie in der Sonne oder im Schatten liegt. Dabei achte ich auch auf Schatten von Hauswand, Zaun und hohen Nachbarstauden. Im September schaue ich noch einmal hin, weil die Blüte bis in den Oktober reicht und die Schatten dann länger fallen. Liegt ein Platz an der Grenze zum Vollschatten, nehme ich den helleren.
Welcher Boden passt zu Montbretien?
Montbretien brauchen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden ohne Staunässe. Gleichzeitig wollen sie feuchten Boden. Die Erde soll also Wasser halten und überschüssiges Wasser trotzdem ablaufen lassen.
Wie erkenne ich, ob mein Boden zu nass ist?
Nach einem kräftigen Regen gehe ich über die geplante Fläche und schaue, ob Wasser in Pfützen stehen bleibt. Halten sich die Pfützen lange, kann der Boden dort zu Staunässe neigen, und ich bessere ihn vor dem Pflanzen nach. Zieht das Wasser zügig ein, ist der Wasserabzug in Ordnung.
Kompost hilft schweren und leichten Böden
Kompost lockert schwere Böden und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Damit arbeitet er an beiden Ansprüchen der Montbretien: am Wasserabzug im Lehm und an der Feuchte im Sand. Wie viel Kompost der Boden verträgt, steht weiter unten bei der Vorbereitung.
Schwere Böden mit Sand oder Perlite lockern
Schweren Boden kannst du vor dem Pflanzen von Montbretien mit Sand oder Perlite auflockern. Für Blumenzwiebeln kannst du schwere Erde auch nur im Pflanzloch mit Sand mischen, um den Wasserabzug zu verbessern. Bei Montbretien lockere ich lieber die ganze Reihe, weil die Knollen mit 10 cm Abstand dicht stehen. Auf schweren Böden wird für Blumenzwiebeln außerdem eine Drainageschicht aus Sand oder Kies unter den Zwiebeln empfohlen. Sie ist 3 bis 5 cm stark.
Welches Klima vertragen Montbretien?
Montbretien gelten als bedingt winterhart. Damit unterscheiden sie sich von den üblichen Gartengladiolen, die frostfrei überwintert werden müssen. Ob deine Knollen über Winter im Beet bleiben können und wie du sie schützt, liest du im Ratgeber, wie du Montbretien pflanzt, pflegst, überwinterst und vermehrst.
Wie viel Platz brauchen Montbretien?
Abstand in der Reihe und zwischen den Reihen
In der Reihe setzt du Montbretien mit 10 cm Abstand. Zwischen den Reihen bleiben 30 cm frei. Diese Maße gelten für Montbretien, die in Reihen im Beet stehen. Für eine Gruppe lege ich mehrere kurze Reihen im Reihenabstand nebeneinander, sodass ein geschlossener Block entsteht. Wenn du die Reihen vorab einzeichnen willst, nutze den Beetplaner für dein Gartenbeet.
Höhe und Ausbreitung einplanen
Mit 80 bis 100 cm Wuchshöhe bilden Montbretien bei diesen Abständen einen dichten, hohen Bestand. Außerdem gelten sie als verwilderungsfähig, sie können sich also am Platz selbst ausbreiten. Weil sie schon dicht gepflanzt starten, lasse ich um die Gruppe herum Raum, statt Nachbarn bis an die äußere Reihe zu setzen. Wie hoch einzelne Sorten werden, steht bei der jeweiligen Sorte.
Für jede Reihe spanne ich eine Schnur und lege den Zollstock daneben. An beide Reihenenden stecke ich einen Stab, damit ich die Pflanzstellen vor dem Austrieb nicht versehentlich umgrabe.
Wie windgeschützt muss der Platz sein?
Montbretien werden 80 bis 100 cm hoch. An offenen Stellen, über die der Wind ungebremst zieht, setze ich sie deshalb nicht. Bei der Wahl des Windschutzes behalte ich aber das Licht im Blick.
Windschatten ohne Schatten
Zuerst schaue ich, aus welcher Richtung der Wind in meinem Garten meistens kommt. Dann suche ich einen Platz, an dem auf dieser Seite eine Hecke, eine Mauer oder ein Zaun steht. Die Sonnenseite bleibt dabei frei. Ein Windschutz, der die Fläche beschattet, kann den Platz aus dem Bereich von Sonne bis HalbschattenHalbschatten nennt man einen Standort, an den die Sonne nur einen Teil des Tages direkt scheint, bis zu etwa vier Stunden. Typisch sind die Ost- und Westseite von Gebäuden und Mauern oder Plätze unter Bäumen mit dichter Krone. schieben. Hohe Nachbarstauden halten zwar Wind ab, werfen aber ebenfalls Schatten, deshalb prüfe ich sie wie eine Hecke.
Nach dem ersten Sturm nachsehen
Nach Gewittern und Sturm gehe ich die Reihen ab und schaue, ob Stängel umgeknickt sind oder am Boden liegen. Passiert das an einem Platz immer wieder, ist er für Montbretien vermutlich zu offen. Im nächsten Pflanzfenster setze ich die Knollen dann an eine geschütztere Stelle.
Stützen, wenn kein geschützter Platz frei ist
Ist kein windgeschützter Platz frei, kannst du einzelne Stängel stützen und anbinden. Wie das bei hohen Knollenpflanzen geht, zeigt der Abschnitt zur Pflege von Blumenzwiebeln und Knollen.
Wie bereitest du den Standort vor?
Ich bereite den Platz vor, bevor die Knollen im April oder Mai in die Erde kommen. Die Reihenfolge ist bei mir immer dieselbe: erst messen, dann lockern und verbessern.
Bodenprobe nehmen
Bevor du düngst oder kalkst, nimmst du eine BodenprobeEine Bodenanalyse ist die Laboruntersuchung einer Bodenprobe, die du aus vielen Einstichen einer Fläche zusammenmischst. Sie zeigt, welche Nährstoffe im Boden stecken und wie viel Kalk er braucht, und ist die Grundlage für bedarfsgerechtes Düngen.. Für ein repräsentatives Ergebnis stichst du 10 bis 15 Teilproben, verteilt über die einheitlich genutzte Fläche. Die Teilproben mischst du gründlich. Davon schickst du ungefähr 500 g zur Untersuchung ein.
Kalk nur nach Messung
Ob eine Kalkgabe angezeigt ist, richtet sich nach dem gemessenen pH-WertDer pH-Wert gibt an, wie sauer oder alkalisch etwas ist, etwa Gartenboden, Blumenerde, Gießwasser oder Kompost. Die Skala reicht von 0 bis 14; der Wert 7 gilt als neutral, niedrigere Werte sind sauer, höhere alkalisch. sowie nach BodenartDie Bodenart beschreibt, wie grob oder fein die Körner eines Bodens sind, und bestimmt mit, wie gut er Wasser und Nährstoffe hält. Man unterscheidet Sand, Schluff und Ton, Lehm ist eine Mischung aus allen dreien. und HumusgehaltHumus ist die tote organische Substanz im Boden. Er entsteht, wenn Bodenlebewesen abgestorbene Pflanzenteile, tote Tiere und Pilze zersetzen; der Humusgehalt gibt an, wie viel davon ein Boden enthält.. Kalk gibst du nur, wenn der pH-Wert dafür zu niedrig liegt.
Kalk ohne Messung ausbringen. Ohne Bodenprobe weißt du nicht, ob der pH-Wert für Bodenart und Humusgehalt überhaupt zu niedrig ist.
Lockern, verbessern, Kompost einarbeiten
Ich lockere die Reihen mit der Grabegabel und arbeite in schweren Boden Sand oder Perlite ein. Kompost kommt im selben Arbeitsgang dazu. Für Gartenboden gilt dabei eine Obergrenze von 2 bis 3 l Kompost je m² und Jahr, damit kein PhosphatPhosphat ist die Form, in der der Pflanzennährstoff Phosphor im Garten meist angegeben wird: als Phosphatgehalt im Befund der Bodenuntersuchung und als Phosphatanteil auf Düngerpackungen, dort mit dem Kürzel P2O5. überversorgt wird. Zeigt die Bodenprobe stark erhöhte Phosphor- oder Kaliumwerte, schränkst du die Kompostgabe ein.
Bevor die Knollen in die Erde kommen, gehe ich diese Punkte durch.
- Liegt der Platz auch im Sommer in Sonne oder Halbschatten?
- Zieht Regenwasser ein, ohne Pfützen zu bilden?
- Ist schwerer Boden mit Sand oder Perlite gelockert?
- Liegt das Ergebnis der Bodenprobe vor, bevor du kalkst?
- Ist Platz für Reihen mit 10 cm Abstand in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen?
- Hält eine Hecke, Mauer oder ein Zaun den Hauptwind ab, ohne die Fläche zu beschatten?
Montbretien im Kübel: Welcher Platz, welches Gefäß?
Montbretien eignen sich für den Kübel. Für den Platz gilt dasselbe wie im Beet, also Sonne bis Halbschatten. Das Gefäß braucht ein Abflussloch am Boden, damit sich an regenreichen Tagen keine Staunässe bildet. Sollen die Knollen mehrere Jahre im selben Gefäß bleiben, nehme ich strukturstabile Kübelpflanzenerde. Sie wirkt Verdichtung und Vernässung im unteren Topfbereich entgegen.
Wie gießt du Montbretien im Kübel?
Im Kübel ist der Wurzelraum begrenzt. Sommerblühende Knollenpflanzen wie Montbretien musst du dort deshalb im Sommer regelmäßig gießen und düngen. Torffreie Erde kann an der Oberfläche schon trocken sein, während der untere Topfbereich noch nass ist. Weil Montbretien feuchten Boden ohne Staunässe brauchen, prüfe ich vor dem Gießen mit dem Finger auch die tiefere Erde. Wer nur nach der Oberfläche gießt, riskiert sonst genau die Nässe, die sie nicht vertragen.
Schwarze Kunststoffkübel, die direkt in der Sonne stehen, können sich so aufheizen, dass die Wurzeln Schaden nehmen. Nimm für Montbretien helle Gefäße oder beschatte den Kübel selbst.
Wie du Montbretien im Kübel überwinterst, beschreibt der Pflegeratgeber für Montbretien.
Was tun, wenn der Platz nicht passt?
Blühen Montbretien schwach, gehe ich die Standortpunkte der Reihe nach durch: Licht, Boden, Wind. Liegt das Beet im Sommer überwiegend im Schatten, setze ich die Knollen an einen helleren Platz. Umsetzen ist für die Knollen eine neue Pflanzung, deshalb nutze ich dafür das Pflanzfenster im April und Mai. Steht nach Regen Wasser auf der Fläche, lockere ich den Boden mit Sand oder Perlite, bevor ich wieder pflanze. Lässt sich ein schwerer, nasser Gartenboden kaum verbessern, ist ein Kübel mit Abflussloch die Alternative.
Planst du weitere Sommerblüher, lies auch, wie du Freesien richtig platzierst und welcher Standort Seerosendahlien zur vollen Blüte bringt.
Montbretien im Beet, im Naturgarten und in der Vase
Wie setzt du Montbretien im Beet ein?
Welche Sorten es gibt und wie du sie im Garten einsetzt, zeigt der Ratgeber zur Sortenvielfalt der Montbretien. Bei den Beetnachbarn achte ich vor allem darauf, dass sie die Montbretien nicht beschatten.
Passen Montbretien in naturnahe Pflanzungen?
Montbretien gelten als nützlingsfreundlich und verwilderungsfähig. Ein bienenfreundlicher Garten braucht neben Frühjahrsblühern auch ein sommerliches Blütenangebot. Mit ihrer Blüte von Juli bis Oktober tragen Montbretien zu diesem Angebot bei.
Eignen sich Montbretien als Schnittblume?
Montbretien eignen sich auch als Schnittblume. Mehr zu ihrer Verwendung findest du im Sortenratgeber zu Montbretien.
Pflanzen, pflegen, vermehren: kurz gefasst
Pflanzzeit und Pflanztiefe
Montbretien pflanzt du im April und Mai, die Knollen kommen dabei 10 cm tief in die Erde. Den Ablauf beschreibt der Pflegeratgeber für Montbretien. Wann welche Zwiebeln und Knollen in die Erde kommen, zeigt dir der Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken.
Pflege am Standort
Am Standort dreht sich die Pflege um Gießen, Düngen und das Laub nach der Blüte. Das beschreibt der Pflegeratgeber für Montbretien, die artübergreifenden Grundlagen stehen im Pflegeabschnitt für Blumenzwiebeln und Knollen.
Vermehren
Aus Samen gezogene Montbretien keimen bei 20 °C. Die Samen bedeckst du dabei nicht mit Erde. Wie du Montbretien vermehrst, beschreibt der Pflegeratgeber für Montbretien.

