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Prinzeß-Astern für Insekten: was gefüllte Blüten bieten und wie du sie insektenfreundlich pflanzt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Prinzeß-Astern sind einjährige Sommerastern (Callistephus chinensis) mit dicht gefüllten Blüten.
  • Der Hersteller stuft die Sommeraster Prinzess Mischung als nicht nützlingsfreundlich ein.
  • Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten Bienen dann keine Nahrung.
  • Ungefüllte Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost und werden von Bienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht.
  • Ringelblumen, Kosmeen und ungefüllte Tagetes füllen die Lücken mit gut zugänglicher Blütennahrung.
  • Offene Bodenstellen, Totholz und der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz helfen Wildbienen und Nützlingen.
  • Sommerastern nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf dasselbe Beet setzen.
Dicht bepflanztes Sommerblumenbeet mit Zinnien und Tagetes in voller Blüte
Foto: hai pham tuan · Pexels License · Quelle ↗

Prinzeß-Astern bringen von Juli bis Oktober dichte, bunte Blütenköpfe ins Beet. Wer sie als Futterpflanze für Bienen setzt, sollte vorher wissen, was diese Köpfe hergeben. Der Hersteller stuft die dicht gefüllte Sommeraster Prinzess Mischung als nicht nützlingsfreundlich ein. Ich pflanze Prinzeß-Astern deshalb wegen ihrer Farben und plane die Nahrung für Insekten mit ungefüllten Nachbarn gleich mit.

Prinzeß-Astern auf einen Blick

Prinzeß-Astern sind eine Form der Sommeraster und damit etwas anderes als die Herbstastern im Staudenbeet. Sommerastern sind einjährig, Herbstastern wie die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) dagegen mehrjährige Stauden.

Merkmal Angabe
Botanischer Name Callistephus chinensis, Sommeraster
Lebensdauer einjährig, nicht winterhart
Blütezeit Juli bis Oktober
Wuchshöhe Riesen-Prinzess-Serie als Richtwert bis etwa 80 cm
Farben unter anderem Blau, Gelb, Feuerrot und Weiß, auch als Farbmischung
Blütenform dicht gefüllt
Einstufung für Nützlinge vom Hersteller als nicht nützlingsfreundlich eingestuft
Bestäubung der Art durch Insekten, Sorten der Art können sich untereinander verkreuzen
Kulturstart März bis Mai, vorgezogen oder direkt gesät
Abstand in der Reihe 15 bis 30 cm, Reihenabstand 20 bis 40 cm, hohe Sorten mit Stütze

Wie du die Farben einsetzt und welche Sorten und Farben es bei Prinzeß-Astern gibt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Callistephus
Hund
Ungiftig
Katze
Ungiftig
Pferd
Ungiftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Neutrale und alkalische Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist nährstoffreicher, neutraler bis alkalischer, feuchter, gut durchlässiger Boden.

Anbauort

Je nach Sorte ist die Kultur im Kübel, im Topf oder im Hochbeet möglich.

Aussaat und Vermehrung

Vermehrung

Vorkultur oder Direktsaat am endgültigen Standort sind möglich.

Bei 16 °C vorziehen oder direkt an den endgültigen Standort säen.

Pflege

Pflege

Hohe Sorten stützen; Verblühtes entfernen, um die Blüte zu verlängern.

Düngung

Die Schnittblumenmischung Serenade Mix alle zwei Wochen düngen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Amerikanische Busch-Mischung wird einjährig kultiviert.

Verwendung

Je nach Sorte: Die Pflanze eignet sich als Schnittblume. Die Pflanze eignet sich für Beet und Balkon.

Aussaatkalender Gartenaster
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: April, Mai; Blüte: Juli, August, September, OktoberJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: AprilAussaat: MaiBlüteBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberVorkulturAussaatBlüte

Was Insekten an Prinzeß-Astern finden

Für Bienen und andere Blütenbesucher zählt, ob sie an Pollen und Nektar herankommen. Ungefüllte Blüten erleichtern ihnen diesen Zugang. Die Prinzess Mischung blüht dagegen dicht gefüllt. Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten Bienen dann keine Nahrung. Vollständig gefüllte Zierblüten können außerdem als Pollenquelle ausfallen.

Eindeutig ist das Bild trotzdem nicht. Auch gefüllt blühende Zierpflanzen können noch zugänglichen Pollen oder Nektar bilden. Die Füllung allein bestimmt den Bienenwert deshalb nicht sicher. Die Gartenaster als Art wird von Insekten bestäubt. Die gefüllte Prinzess Mischung stuft ihr Hersteller trotzdem als nicht nützlingsfreundlich ein. Das spricht dafür, dass die Züchtung auf dichte Köpfe den Unterschied macht und nicht die Art selbst.

Ob an deinen Pflanzen trotzdem Besuch landet, zeigt dir der eigene Blick ins Beet.

Marias Erfahrung

An sonnigen Spätsommertagen stelle ich mich mittags vor das Asternbeet und schaue, wo Bienen, Hummeln und Schwebfliegen landen. Ich notiere, ob sie an den gefüllten Prinzeß-Astern sitzen oder an den ungefüllten Nachbarn. Nach diesen Notizen plane ich die Partner für das nächste Jahr.

Mythos-Check

Je üppiger und bunter eine Blüte, desto besser für Bienen? Für bienenfreundliche Sommerpflanzungen eignen sich viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten als Pollen- und Nektarquellen. Stark gefüllte Blüten meidest du dort besser. Die Füllung ist ein Hinweis, aber kein sicheres Urteil über eine einzelne Sorte.

Welche Insekten im Asternbeet Nahrung finden

Wer Insekten füttern will, plant das Asternbeet als Mischpflanzung. Die Prinzeß-Astern liefern die Farbe, die Nahrung kommt von ungefüllten Nachbarn.

Honigbienen, Wildbienen und Hummeln

Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost. An ihren Blüten sind Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfalter unterwegs. Die Sommeraster blüht von Juli bis Oktober und teilt sich damit die Saison mit diesen Herbstastern. Ungefüllte Herbstastern im selben Beet bieten also genau in diesen Wochen Futter, auf das du dich bei den gefüllten Prinzeß-Astern nicht verlassen kannst. Myrten-Astern ergänzen das Angebot für Bienen im Oktober.

Hummeln brauchen ein möglichst durchgehendes Blütenangebot vom frühen Frühjahr bis in den Herbst. Löwenmäulchen gehören zu ihren Nektarpflanzen. Moschusmalve und Wilde Malve bieten Hummeln, Bienen und Schwebfliegen Pollen und Nektar.

Schwebfliegen, Schlupfwespen und Marienkäfer

Erwachsene Schwebfliegen und Schlupfwespen finden an ungefüllten Ringelblumen und Kosmeen gut zugängliche Blütennahrung. Damit unterstützen diese Blumen auch die Blattlausfeinde im Garten. Dazu zählen Marienkäfer sowie die Larven von Florfliegen und Schwebfliegen. Ungefüllte Tagetes-Sorten bieten Insekten zusätzlich frei zugänglichen Nektar. Über Winter finden Marienkäfer in Laubschichten und Polsterstauden Schutz.

Bei Blattläusen an den Astern schaust du zuerst, ob schon Nützlinge da sind. Nur wenn es nötig ist, spülst du die Läuse mit einem Wasserstrahl ab. Ich suche dafür dieselben Triebe nach Marienkäfern und Larven ab, bevor ich zum Schlauch greife.

Tagfalter

Tagfalter besuchen die Blüten der Raublatt- und Glattblatt-Astern. Die Raupen von Tagpfauenauge und Kleinem Fuchs fressen dagegen an Brennnesseln. Auch Wildmalven dienen verschiedenen Schmetterlingsarten als Raupenfutter. Eine Brennnesselecke am Gartenrand ergänzt das Asternbeet deshalb um Futter, das keine Blüte liefert.

So pflanzt du Prinzeß-Astern insektenfreundlich

Herbstastern als Nachbarn

Raublatt-Astern brauchen sonnige Standorte mit frischem bis feuchtem Boden. Sommerastern wollen ebenfalls Sonne und einen feuchten, gut durchlässigen Boden. Beide passen damit in dasselbe Beet, solange der Boden nicht vernässt.

Raublatt-Astern werden je nach Sorte 60 bis 150 cm hoch. Hohe Sorten wie die hell magentarote ‘Rudelsburg’ mit 120 bis 140 cm setzt du nach hinten, die Prinzeß-Astern davor. So stehen die hohen Leitstauden im Hintergrund und die kleineren Begleiter vorn. Hohe Fetthennen können verkahlende Stängelbereiche der Raublatt-Astern verdecken. Raublatt-Astern wachsen horstig ohne Ausläufer und gelten als gut mehltauresistent. Auf zu nährstoffreichem Boden können sie allerdings an Standfestigkeit verlieren.

Ich pflanze die Herbstastern im Frühjahr und setze die Sommerastern später in die Lücken davor. Wie du Farben und Gartentypen planst, findest du in den Ideen dazu, wie du Prinzeß-Astern in Beeten und Kombinationen einsetzt.

Ungefüllte Sommerblumen für die Lücken

Sommerblumen eignen sich als Lückenfüller im Staudenbeet. Für Insekten wählst du dafür ungefüllte Arten. Kosmeen lassen sich mit Zinnien, Ringelblumen, Astern, Rittersporn und Tagetes kombinieren. Wie gut eine Kosmee Bienen anzieht, kann von der Sorte abhängen. Stehen gelassene Samenstände der Schmuckkörbchen bieten körnerfressenden Vögeln wie dem Distelfink Nahrung.

Passt dazu

Neben Prinzeß-Astern passen Ringelblumen und Kosmeen für Schwebfliegen und Schlupfwespen. Ungefüllte Tagetes bieten frei zugänglichen Nektar, Männertreu liefert Nektar und Pollen. Gartenlevkojen ergänzen die Bienenweide als einjährige Blume.

Blüten vom Frühjahr bis zum Frost

Für Insekten sollten ungefüllt blühende Pflanzen vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst Nahrung bereitstellen. Im zeitigen Frühjahr übernehmen das Krokusse, Traubenhyazinthen und Lungenkraut. Im Sommer folgen Schmuckkörbchen und Kornblume, im Herbst ungefüllte Herbstastern.

Sommerblumen eignen sich zugleich als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Dieselbe Fläche trägt so zwei Blühphasen: Im Frühjahr blühen dort Zwiebelblumen für Bienen, ab dem Sommer stehen dort Prinzeß-Astern für die Farbe. Ich setze die vorgezogenen Sommerastern in die Lücken, die einziehende Zwiebelblumen hinterlassen.

Jedes Jahr ein anderes Beet

Sommerastern sollen nicht in zwei aufeinanderfolgenden Kulturen auf demselben Beet stehen. Als einjährige Pflanzen säst du sie ohnehin jedes Jahr neu. Die Herbstastern bleiben dagegen als Stauden an ihrem Platz. Plane deshalb mehrere Beete in der Nähe ungefüllter Partner ein, zwischen denen die Prinzeß-Astern wechseln. Wo sie im Vorjahr standen, hältst du fest, wenn du deine Beete im Beetplaner skizzierst.

Sommerastern auf dem Balkon

Für Kästen und Töpfe gibt es eine Zwergastern-Mischung der Sommeraster, die als einjährige Topf- und Balkonpflanze gilt. Für Insekten ergänzt du den Kasten um Arten, die sich in Versuchen als bienenattraktive Balkonpflanzen bewährt haben. Dazu gehören Zweizahn, Lobelie, Ziersalbei und Strohblume.

Mini-Checkliste

Setze ungefüllte Raublatt- oder Glattblatt-Astern ins selbe Beet. Fülle Lücken mit Ringelblumen, Kosmeen oder ungefüllten Tagetes. Plane Frühblüher wie Krokus und Lungenkraut für den Saisonstart ein. Lass offene Bodenstellen und Totholz für Wildbienen liegen. Verzichte auf chemischen Pflanzenschutz. Pflanze Sommerastern jedes Jahr auf ein anderes Beet.

Nistplätze, Winterquartiere und schonender Pflanzenschutz

Blüten allein reichen Wildbienen nicht, sie brauchen auch Nistplätze. Dafür eignen sich unter anderem offene Bodenstellen und Totholz. Bodennistende Wildbienen nutzen besonnte, unbewachsene und möglichst ungestörte Stellen. Stein- und Holzhaufen ergänzen das Angebot um Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten.

Einige spezialisierte Wildbienen sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen. Deshalb ergänzt du Gartenstauden um heimische Arten regionaler Herkunft. Die Berg-Aster (Aster amellus) ist in Deutschland heimisch, die Raublatt-Aster stammt dagegen aus Nordamerika. Die Berg-Aster passt an sonnige Plätze mit trockenem bis frischem, vorzugsweise kalkhaltigem Boden. Kompakte Bergastern lassen sich dort mit Salbei und Lavendel kombinieren.

Über Winter stehen gelassene Staudenstängel bieten Insekten Quartiere, Samenstände können Vögeln Nahrung liefern. Ich lasse die Stängel meiner Herbstastern stehen und schneide die dürren Reste erst im Frühjahr ab, damit der neue Austrieb Platz hat. Der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz schont im Garten auch die nützlichen Insekten.

Anbau, Pflege und Vase in Kürze

Standort und Boden

Für Sommerastern nennen britische Kulturangaben einen geschützten, vollsonnigen Platz und nährstoffreichen, neutralen bis alkalischen Boden. Was du bei Licht und pH-Wert beachtest und wie du ungeeigneten Boden verbesserst, erklärt der Ratgeber dazu, welche Licht- und Bodenbedingungen Prinzeß-Astern brauchen.

Aussaat

Die Kultur der Sommerastern startet von März bis Mai, als Vorkultur oder als Direktsaat am endgültigen Standort. Die Sämlinge der Prinzess Mischung vereinzelst du nach der Keimung rechtzeitig auf den vorgesehenen Abstand. Passende Termine findest du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.

Gießen und Düngen

Sommerastern bewahrst du vor zu nassem Boden und vor übermäßiger Stickstoffdüngung. Gegossen wird vorzugsweise morgens im Wurzelbereich, ohne das Laub zu benetzen. Wie du Sommerblumen nach Phase und Bedarf versorgst, steht im Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Gießen und Düngen.

Pflege und Krankheiten

Verblühtes entfernst du regelmäßig, um die Blüte zu verlängern, und hohe Sorten bekommen eine Stütze. Färbt sich der untere Pflanzenbereich braun bis schwarz, kann das auf die pilzbedingte Asternwelke hindeuten. Befallene Pflanzen gehören nicht auf den Kompost, und am betroffenen Standort gilt für Astern eine Anbaupause von 5 bis 7 Jahren. Weitere Krankheiten und Schädlinge behandelt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

Für die Vase

Sommerastern schneidest du für die Vase, wenn sich zwei bis drei Blütenkreise geöffnet haben. Schnittblumen erntest du vorzugsweise frühmorgens und stellst sie sofort ins Wasser.

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Häufige Fragen

Was sind Prinzeß-Astern und welche Eigenschaften zeichnen sie aus?
Prinzeß-Astern sind einjährige Sommerastern der Art Callistephus chinensis mit dicht gefüllten Blüten. Die Riesen-Prinzess-Serie kann als Richtwert bis etwa 80 cm hoch werden. Angeboten werden sie unter anderem in Blau, Gelb, Feuerrot und Weiß sowie als Farbmischung, und die Sommeraster blüht von Juli bis Oktober. Winterhart ist sie nicht, deshalb säst du sie jedes Jahr neu.
Gelten Prinzeß-Astern als insektenfreundliche Gartenpflanzen?
Die dicht gefüllte Sommeraster Prinzess Mischung stuft ihr Hersteller als nicht nützlingsfreundlich ein. Gefüllte Zuchtformen sind häufig steril und bieten Bienen dann keine Nahrung, auch wenn die Füllung allein den Bienenwert nicht sicher bestimmt. Für Insekten pflanzt du deshalb ungefüllte Partner dazu, etwa Raublatt- oder Glattblatt-Astern, Ringelblumen und Kosmeen.
Welche Rolle spielen Prinzeß-Astern für Bienen und Schmetterlinge im Spätsommer?
Als verlässliche Nahrungsquelle kannst du die dicht gefüllten Prinzeß-Astern nicht einplanen, denn ihr Hersteller stuft sie als nicht nützlingsfreundlich ein. Ungefüllte Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen dagegen bis zum ersten Frost und werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht. Myrten-Astern ergänzen das Blütenangebot für Bienen im Oktober. Für Tagpfauenauge und Kleinen Fuchs zählen außerdem Brennnesseln als Raupenfutter.
Worin unterscheiden sich Prinzeß-Astern von echten Herbstastern?
Prinzeß-Astern sind einjährige Sommerastern (Callistephus chinensis), Herbstastern wie die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) sind mehrjährige Stauden. Die Sommeraster blüht von Juli bis Oktober, Raublatt- und Glattblatt-Astern blühen bis zum ersten Frost. Auch für Insekten gibt es einen Unterschied: Die dicht gefüllte Prinzess Mischung gilt beim Hersteller als nicht nützlingsfreundlich, Raublatt- und Glattblatt-Astern werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfaltern besucht.
Welchen Einfluss hat die Sortenwahl bei Prinzeß-Astern auf das Gartenökosystem?
Für Insekten zählt bei der Sortenwahl die Blütenfüllung: Viele ungefüllte und halbgefüllte Blüten liefern Pollen und Nektar, stark gefüllte Blüten meidest du in bienenfreundlichen Pflanzungen besser. Die Prinzess Mischung blüht dicht gefüllt und wird vom Hersteller als nicht nützlingsfreundlich eingestuft. Ganz sicher bestimmt die Füllung den Bienenwert aber nicht, denn auch gefüllte Blüten können noch zugänglichen Pollen oder Nektar bilden. Wer Prinzeß-Astern wegen der Farben pflanzt, ergänzt deshalb ungefüllte Arten im selben Beet.
Wie kann man Prinzeß-Astern in naturnahe Gartengestaltung integrieren?
Als Sommerblumen eignen sich Prinzeß-Astern als Lückenfüller im Staudenbeet und als Folgebepflanzung nach frühblühenden Zwiebelgewächsen. Naturnah wird die Pflanzung durch ungefüllte Nachbarn, eine Blütenfolge vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst und Nistplätze wie offene Bodenstellen oder Totholz. Auf chemischen Pflanzenschutz verzichtest du, damit auch nützliche Insekten geschont werden.
Stimmt es, dass alle Astern gleich anspruchsvoll in der Pflege sind?
Nein, die Ansprüche unterscheiden sich. Sommerastern sind einjährig und sollten vor übermäßiger Stickstoffdüngung und zu nassem Boden bewahrt werden. Raublatt-Astern brauchen Sonne und frischen bis feuchten Boden, können auf zu nährstoffreichem Boden aber an Standfestigkeit verlieren. Die heimische Berg-Aster eignet sich dagegen für sonnige Plätze mit trockenem bis frischem, vorzugsweise kalkhaltigem Boden.
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