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Vorkultur

Vorkultur heißt meist, dass du Gemüse im Haus oder geschützt aus Samen vorziehst und es später als abgehärtete Jungpflanze ins Freiland setzt. In Anbauplänen meint das Wort auch eine schnelle Kultur, die vor der Hauptkultur auf dem Beet steht.

Eine Vorkultur brauchen vor allem wärmeliebende Arten wie Tomaten, Paprika oder Gurken, die erst nach den Spätfrösten ab Mitte Mai ins Freiland dürfen. Der Zeitpunkt ist ein Spagat: Säst du zu früh, etwa Anfang Februar auf der Fensterbank, reicht das Licht oft nicht, und die Pflanzen bilden lange, dünne Stängel. Säst du zu spät, reifen die Früchte im ungeschützten Freiland nicht mehr rechtzeitig aus. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen ab.

Verwechslungsgefahr: In Anbauplänen steht Vorkultur auch für schnell wachsendes Gemüse wie Radies, Salat oder Spinat, das im Frühjahr vor der Hauptkultur auf dem Beet wächst. Das Gegenstück zur Anzucht im Haus ist die Direktsaat ins Beet.

Beispiel aus dem Garten

Meine Tomaten und Paprika ziehe ich im Haus aus Samen vor, härte die Jungpflanzen ab und setze sie erst ab Mitte Mai ins Freiland: Das ist eine Vorkultur. In Anbauplänen meint das Wort aber auch einen schnellen Salat, der vor der Hauptkultur auf dem Beet steht.

Quelle: Sächsische Gartenakademie (LfULG) ↗ – Gartenpodcast »Kleiner Tipp«: Gemüse-Aussaat - Folge 04 (20.04.2021), Frage „Ist es für Tomaten, Paprika oder auch Gurken jetzt Mitte/Ende April bereits zu spät zur Vorkultur?“. Geprüft am .

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