Blumen · Stauden & Ziergräser · Wissen

Kokardenblumen kombinieren: Farbpartner und Beetideen für sonnige Plätze

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Kokardenblumen (Gaillardia) blühen typischerweise von Juni bis September in warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen.
  • Starken Kontrast liefern violette und blaue Partner wie die Koreanische Minze oder blaulaubiger Blauschwingel.
  • Ton in Ton passen die rubinrote Witwenblume 'Red Knight' und das goldgelbe Mädchenauge 'Sunfire'.
  • Jeder Partner muss den vollsonnigen, gut drainierten Platz der Kokardenblume vertragen.
  • Ab September tragen Gräser und spät blühende Partner das Farbbild weiter.
Orange-gelbe Kokardenblumen mit dicht gefüllten Blütenköpfen
Foto: dwi endah kusumawati · Pexels License · Quelle ↗

Eine Kokardenblume leuchtet so kräftig, dass ein unpassender Nachbar sofort auffällt. Ich plane Kokardenblumen-Beete deshalb in zwei Schritten: Zuerst prüfe ich, welche Partner denselben sonnigen, gut drainierten Platz vertragen, danach ordne ich sie nach Farbe. Ein Partner, der am falschen Standort kümmert, hinterlässt sonst eine Lücke im Farbbild.

Kurz gesagt kombinierst du Kokardenblumen auf zwei Wegen: im Kontrast mit Violett und Blau oder Ton in Ton mit Rot und Gelb. Gräser geben dem Beet Struktur. Für den Herbst brauchst du Partner, die weiterblühen, wenn die Kokardenblume zurückgeschnitten ist.

Welche Farben bringen Kokardenblumen mit?

Kokardenblumen bilden die Gattung Gaillardia, die aus Nord- und Südamerika stammt. Zu ihr gehören einjährige Sommerblumen ebenso wie mehrjährige Stauden. Jeder Blütenkopf ist ein Körbchen aus vielen Einzelblüten: innen Röhrenblüten, außen Zungenblüten. Die Farben liegen im warmen Bereich zwischen Rot, Orange und Gelb.

Für deinen Farbplan zählt vor allem, ob eine Sorte einen oder zwei Töne trägt. ‘Arizona Red Shades’ ist eine rot blühende Auswahl und setzt einen klaren Grundton. Bei ‘Arizona Sun’ sind die Zungenblüten orange-rot und enden in leuchtend gelben Spitzen. Eine solche zweifarbige Sorte verbindet rote und gelbe Nachbarn, weil sie beide Töne schon mitbringt.

Merkmal Was du für die Planung wissen musst
Gattung und Herkunft Gaillardia, aus Nord- und Südamerika
Lebensform je nach Art einjährige Sommerblume oder mehrjährige Staude
Blütezeit typischerweise Juni bis September
Licht vollsonnig
Boden guter Wasserabzug; nach dem Einwachsen trockenheitsverträglich
Kompakte Sorten Arizona-Serie mit Höhenangaben von 20 bis 30 cm: 20 cm aus der Sortenprüfung von ‘Arizona Sun’, 30 cm als Herstellerangabe zur Serie
Farbbeispiele ‘Arizona Sun’ orange-rot mit gelben Spitzen, ‘Arizona Red Shades’ rot
Kurz erklärt

Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber, etwa Orange und Blau oder Gelb und Violett. Nebeneinander verstärken sie sich gegenseitig. Benachbarte Farben wie Rot, Orange und Gelb gehen ineinander über und wirken zusammen ruhiger.

Kontrast: Kokardenblumen mit Violett und Blau

Orange und Gelb stehen Violett und Blau im Farbkreis gegenüber, deshalb fällt diese Paarung im Beet am deutlichsten auf. Der kühle Partner muss aber denselben Platz vertragen: volle Sonne und einen durchlässigen Boden.

Die Koreanische Minze (Agastache rugosa) blüht violett von Juni bis Oktober und wird als trockenheitstolerant angeboten. Im Staudenbeet gilt sie als trockenheitsrobust. Im innerstädtischen Straßenbegleitgrün reichte ihre Trockentoleranz in einer Prüfung dagegen nicht aus. Ich setze kompakte Kokardenblumen nach vorn und die deutlich höhere Koreanische Minze dahinter, damit das Violett den Hintergrund bildet.

Für die vordere Reihe passt die Glockenblume Campanula portenschlagiana mit violetten Glockenblüten. Sie wächst sonnig bis halbschattig auf frischen bis mäßig trockenen, durchlässigen Böden und bildet niedrige Polster. Blauviolett in mittlerer Höhe bringt die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis), die trockene, sonnige Standorte bevorzugt. Der Bartfaden ‘Electric Blue’ (Penstemon heterophyllus) trägt intensiv blaue Blüten. Bartfäden stellen je nach Art verschiedene Ansprüche, prüfe deshalb vor dem Kauf, ob deine Sorte einen sonnigen, trockenen Platz verträgt.

Blau kommt auch aus dem Laub. Blaulaubige Blauschwingel-Sorten bilden flache Polster und mögen warme, eher trockene, durchlässige Plätze. Blauschwingel (Festuca cinerea) reagiert empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte, und bei der Arizona-Serie soll nasse Erde ebenfalls vermieden werden. Beide teilen sich deshalb gut einen trockenen Beetrand. Lavendel braucht wie die Kokardenblume einen sonnigen, warmen Platz mit gutem Wasserabzug, und ein trockener Winterstandort verbessert seine Frostfestigkeit.

Partner Farbe Höhe Blüte oder Wirkung Standort
Koreanische Minze (Agastache rugosa) violett etwa 80 bis 100 cm Juni bis Oktober sonnig, als trockenheitstolerant angeboten
Campanula portenschlagiana violett etwa 10 bis 20 cm Früh- und Hochsommer sonnig bis halbschattig, frisch bis mäßig trocken, durchlässig
Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) blauviolett 30 bis 80 cm keine Angabe trocken und sonnig
Bartfaden ‘Electric Blue’ (Penstemon heterophyllus) intensiv blau etwa 46 cm keine Angabe je nach Bartfaden-Art verschieden
Blauschwingel, blaulaubige Sorten blaues Laub Laubpolster etwa 10 bis 15 cm, Blütenstände 20 bis 30 cm Wirkung über das Laub warm, eher trocken, durchlässig
Lavendel violett keine Angabe keine Angabe sonnig, warm, guter Wasserabzug, im Winter trocken

Ton in Ton: Rot, Orange und Gelb

Ein Beet aus einer Farbfamilie wirkt ruhiger als ein Kontrastbeet, braucht aber Abstufungen in Höhe und Helligkeit. Als roten Grundton nimmst du ‘Arizona Red Shades’, als Übergang die zweifarbige ‘Arizona Sun’. Dahinter passt die Witwenblume Knautia macedonica ‘Red Knight’ mit rubinroten Blüten. Sie ist für sonnige Standorte angegeben und als trockenheitstolerant beschrieben.

Gelb bringt das Mädchenauge Coreopsis grandiflora ‘Sunfire’ mit goldgelben Blüten und einem tiefroten Fleck. Mädchenaugen bevorzugen einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, leicht lehmigem und nährstoffreichem Boden ohne Staunässe. ‘Arizona Sun’ trägt Orange-Rot mit gelben Spitzen, ‘Sunfire’ Goldgelb mit rotem Fleck. Beide zeigen also Rot und Gelb in umgekehrter Gewichtung, und nebeneinander greift jede die Farben der anderen auf.

Für einen dunklen Hintergrund eignet sich die Stockrose ‘Nigra’ mit tief schwarzroten Blüten. Stockrosen sollten sonnig und windoffen stehen, weil Blattnässe den Malvenrost fördert. Ich wiederhole jede Farbe an mehreren Stellen im Beet, damit die Gruppen zusammengehören.

Pflanze Farbton Höhe Blüte Platz im Beet
‘Arizona Red Shades’ rot 30 cm laut Herstellerangabe zur Arizona-Serie typisch für Kokardenblumen: Juni bis September vorn
‘Arizona Sun’ orange-rot mit gelben Spitzen 20 cm in der Sortenprüfung Juni bis September vorn, als Übergang
Witwenblume ‘Red Knight’ rubinrot etwa 60 bis 80 cm Juli bis September Mitte
Mädchenauge ‘Sunfire’ goldgelb mit tiefrotem Fleck keine Angabe keine Angabe Mitte
Stockrose ‘Nigra’ tief schwarzrot etwa 150 bis 200 cm Juli bis September, Angabe zur Art hinten

Weiß, Creme und Grün zwischen den warmen Tönen

Zwischen kräftigen Farbgruppen helfen helle und grüne Flächen, damit jede Gruppe für sich wahrgenommen wird. Cremeweiß liefert das Bärenohr ‘Zulu Prince’ mit cremeweißen Korbblüten und schwarzer Mitte. Das Prächtige Bärenohr braucht gut durchlässigen Boden und passt damit zum Untergrund der Kokardenblume.

Gräser bilden das grüne Gerüst. Sie trennen Farbgruppen voneinander, und einige bleiben bis in den Winter wirksam.

Gras Was es mitbringt Standort
Reitgras ‘Karl Foerster’ (Calamagrostis x acutiflora) etwa 100 cm Laub, 180 cm Blütenhöhe, 50 cm Breite; blüht ab Mitte Juni und wirkt durch die aufrechte Gestalt bis in Herbst und Winter als Gräserpartner für Indianernesseln empfohlen
Rutenhirse (Panicum virgatum) Gräserpartner für Purpur-Sonnenhut und Indianernesseln auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich
Pennisetum orientale Lampenputzergras für trockene Plätze trockene, gut drainierte, sandig-humose Böden
Pracht-Federgras (Stipa pulcherrima) keine Höhenangabe sonnig, trocken, kalkhaltig
Riesen-Federgras Blütenhalme bis zu 2 m, Blüte im Juli und August, Zierwirkung bis in den Winter keine Angabe
Tipp

Lampenputzergras ist nicht gleich Lampenputzergras. Die Sorten ‘Hameln’ und ‘Little Bunny’ brauchen eher frische, nährstoffreiche Böden. Für das trockene Kokardenblumen-Beet nimmst du Pennisetum orientale, das mit trockenen, gut drainierten Böden besser zurechtkommt.

Ein Trio mit langer gestalterischer Wirkung für Kiesbeete bilden das Gras Stipa calamagrostis ‘Algäu’, die Wolfsmilch Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium in Sorten. Dieses Trio kannst du als Gerüst nehmen und Kokardenblumen in Gruppen dazwischensetzen.

Passen die Partner auch zum Standort?

Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchte, Nährstoffe und Licht haben. Kokardenblumen brauchen volle Sonne und guten Wasserabzug, nach dem Einwachsen vertragen sie Trockenheit. Bei der Arizona-Serie sollen nasse Erde und Staunässe vermieden werden.

Innerhalb der Gattung gibt es Unterschiede. Für Gaillardia aristata der Großblumigen Prachtmischung werden nährstoffreiche Böden empfohlen. ‘Maxima Aurea’ eignet sich dagegen für gut durchlässige, trockene bis frische und nährstoffarme Böden. Neben dem Purpur-Sonnenhut, der frische und nährstoffreiche Böden bevorzugt, passt deshalb eher die Prachtmischung. Im mageren Kiesbeet mit Federgras und Blauschwingel ist ‘Maxima Aurea’ die stimmigere Wahl.

Partner Standortanspruch Passung zur Kokardenblume
Koreanische Minze sonnig, als trockenheitstolerant angeboten gut
Witwenblume ‘Red Knight’ sonnig, trockenheitstolerant gut
Blauschwingel warm, eher trocken, durchlässig gut, besonders neben ‘Maxima Aurea’
Lavendel sonnig, warm, guter Wasserabzug gut
Mädchenauge vollsonnig, durchlässig, nährstoffreich, ohne Staunässe gut neben der Prachtmischung
Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) sonnig, frisch, nährstoffreich mit der Prachtmischung auf frischem, durchlässigem Boden
Myrten-Aster ‘Pink Star’ sonnig, frischer Boden nur auf frischem Boden
Hoher Staudenphlox stets frisch, nährstoffreich, lehmig-humos, eher kühl und luftig schlecht
Indianernessel (Monarda didyma) feucht und gut durchlässig schlecht auf trockenen Plätzen
Garten-Chrysanthemen feucht, nährstoffreich, möglichst tiefgründig schlecht
Häufiger Fehler

Hoher Phlox blüht in Weiß-, Rosa-, Rot- oder Lilatönen und scheint farblich gut zu passen. Er verlangt aber stets frischen, nährstoffreichen Boden. Selbst die für trockenere Böden geeigneteren Sorten ‘Freudenfeuer’, ‘Hesperis’ und ‘Landhochzeit’ sind nicht wirklich trockentolerant. Auf dem trockenen Platz der Kokardenblume fehlt ihm deshalb die Feuchte, die er braucht.

Willst du Indianernesseln dazunehmen, achte auf die Region. In sommerwarmen, trockenen Gegenden können Indianernessel-Sorten trotz Bewässerung krankheitsanfälliger und weniger vital bleiben. Die Sorte ‘Mohikaner’ stammt von Monarda fistulosa var. menthifolia und ist an Trockenheit angepasst, bleibt aber nicht vollständig mehltaufrei.

Beim Namen Sonnenhut lohnt ein Blick auf die Gattung, denn er bezeichnet Echinacea und Rudbeckia. Der Gewöhnliche Sonnenhut der Gattung Rudbeckia kann auch im Halbschatten stehen und hat damit andere Ansprüche als die Kokardenblume.

Ein Präriebild mit Purpur-Sonnenhut und Gräsern

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) stammt aus den zentralen und östlichen USA und wächst dort in Prärien und lichten Wäldern. Als Begleiter passen zu ihm unter anderem Rutenhirse und Indianernesseln. Indianernesseln lassen sich wiederum mit Phlox paniculata, Purpur-Sonnenhut und Prachtscharte (Liatris spicata) zu sommerlichen Staudenbildern kombinieren. Als Gräserpartner werden Rutenhirse und Reitgras empfohlen.

Die Kokardenblume fügst du so einem Bild hinzu, wenn dein Beet einen frischeren und einen trockeneren, gut drainierten Bereich hat. Phlox und Indianernessel kommen in den frischeren Teil, die Kokardenblume an den sonnigsten, trockensten Rand. Der Purpur-Sonnenhut steht dazwischen, gemeinsam mit der Großblumigen Prachtmischung, die wie er nährstoffreichen Boden mag.

Gruppen, Höhen und Wiederholung

Bei einseitig betrachteten Beeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Pflanzen vorn. In Staudenmischpflanzungen kannst du einzelne Arten bewusst gruppieren und höhere Arten in Bändern anordnen. Kompakte Kokardenblumen setze ich in Gruppen statt einzeln, damit ihre Farbe als Fläche wirkt.

Zahl im Blick

Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen/m². Die konkrete Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Lupinen, Phlox, Iris und Astern lassen sich in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen wirkungsvoll anordnen.

Die Großblumige Prachtmischung ist eine kurzlebige Staude mit ihrem Optimum im zweiten und dritten Jahr. Ein Farbbild, das nur auf ihr ruht, muss danach mit schwächeren Gruppen rechnen. Plane die Kokardenblume deshalb als Farbgruppe, die du nachpflanzt, und baue das Gerüst aus Gräsern und anderen Stauden.

Eine fertige Kombination lässt sich erweitern. Die Pflanzkombination „Leicht und duftig“ verbindet die Duftnessel ‘Black Adder’ unter anderem mit dem Reitgras ‘Overdam’ und der Kugeldistel ‘Veitchs Blue’. Duftnesseln brauchen wie Kokardenblumen einen sonnigen Platz mit gut wasserdurchlässigem Boden, deshalb passen kompakte Kokardenblumen an den vorderen Rand.

Wie du Kokardenblumen fürs Staudenbeet ziehst, pflanzt und pflegst, zeigt ein eigener Ratgeber. Deine Farbgruppen kannst du vor dem Pflanzen im Beetplaner einzeichnen.

Marias Erfahrung

Vor dem Pflanzen stelle ich alle Töpfe in ihren Gruppen auf die Fläche und schaue mir das Bild aus einigen Schritten Abstand an. Nachbarn, deren Farben sich beißen, tausche ich aus, bevor das erste Pflanzloch gegraben ist.

Farbe über die Saison: Wer vor und nach der Kokardenblume blüht

Kokardenblumen blühen typischerweise ab Juni. Davor übernehmen niedrige Frühjahrsblüher den Beetrand. Blaukissen der ‘Superbissima Mischung’ werden etwa 10 bis 20 cm hoch und blühen im April und Mai in Blau-, Violett- und Rosatönen. Sie eignen sich für sonnige Standorte, Steingärten sowie Beet- und Wegeinfassungen. Steinkraut mit gelben und Iberis sempervirens mit weißen Blüten setzen Kontraste zu violetten Blaukissen.

Im Sommer tragen die Kokardenblumen das Bild gemeinsam mit Koreanischer Minze, Witwenblume ‘Red Knight’ und Purpur-Sonnenhut. Der Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ blüht an sonnigen Standorten von Juli bis Oktober.

Mehrjährige Kokardenblumen werden Anfang bis Mitte September bis auf die grundständigen Blätter zurückgeschnitten. Die Koreanische Minze blüht dagegen bis in den Oktober. Ab September übernehmen also Partner wie sie das Farbbild, nicht die Kokardenblume. Die Myrten-Aster ‘Pink Star’ blüht im September und Oktober, braucht aber frischen Boden. Das Reitgras ‘Karl Foerster’ bleibt bis in den Winter wirksam, und die Samenstände des Sonnenhuts ‘Roter Leuchtstern’ können als Winterschmuck stehen bleiben.

Zeitraum Pflanze Rolle im Farbbild
April und Mai Blaukissen ‘Superbissima Mischung’ Blau, Violett und Rosa am Beetrand
Juni bis September Kokardenblumen warme Hauptfarbe
Juni bis Oktober Koreanische Minze violetter Kontrast bis in den Herbst
Juli bis September Witwenblume ‘Red Knight’ rubinrote Ergänzung
Juli bis Oktober Purpur-Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ Partner im Präriebild
September und Oktober Myrten-Aster ‘Pink Star’ Herbstblüte auf frischem Boden
ab Mitte Juni bis in den Winter Reitgras ‘Karl Foerster’ grünes Gerüst

Ziehst du Partner wie die Witwenblume ‘Red Knight’ selbst vor, findest du die Termine im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Kokardenblumen im Kübel kombinieren

‘Arizona Red Shades’ ist ausdrücklich auch für Kübel gedacht, und die Arizona-Serie bleibt kompakt. Für dauerhaft bepflanzte Kübel eignen sich schwach und niedrig wachsende Arten mit kompaktem Wurzelwerk besonders gut. Rot und Creme kombinierst du mit dem Bärenohr ‘Zulu Prince’, denn das Prächtige Bärenohr eignet sich auch für größere Gefäße. Die Koreanische Minze lässt sich ebenfalls im Topf ziehen, wird aber deutlich höher; stell sie deshalb in ein eigenes Gefäß dahinter.

Im Gefäß entscheidet der Wasserabzug. Die Arizona-Serie reagiert empfindlich auf nasses Substrat und soll ohne Staunässe eher trocken gehalten werden. Prüfe deshalb vor dem Bepflanzen, ob das Gefäß freie Abzugslöcher hat.

Damit das Farbbild hält

Verblühte Kokardenblumen entfernst du wiederholt, das verlängert ihre Blühdauer. Die Großblumige Prachtmischung ist winterhart, ein Winterschutz gilt trotzdem als günstig. Welcher Standort Kokardenblumen bei Licht, Boden und Drainage zusagt, liest du im Standort-Ratgeber; wie du Stauden im Jahreslauf zurückschneidest, überwinterst und mulchst, zeigt der Stauden-Ratgeber.

Kokardenblumen und Insekten

Kokardenblumen gehören zusammen mit Indianernesseln und Lavendel zur Auswahl sommerblühender Bienenpflanzen der Bayerischen Gartenakademie. In einer Leistungsprüfung der LWG fielen die Gaillardia-aristata-Serien ‘Gusto’ und ‘SpinTop’ als besonders attraktiv für Insekten auf. Welchen ökologischen Wert Kokardenblumen im Naturgarten haben, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Passt dazu

Willst du deine Farbpaare auch in der Vase zeigen, lies, welche Kokardenblumen sich als Schnittblumen eignen und wie sie lange halten.

Beliebt im Shopaus dem samen.de Shop
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Zum Shop
ReNatura Blumenwiese
ReNatura Blumenwiese
Zum Shop
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Zum Shop
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Zum Shop

Häufige Fragen

Was sind Kokardenblumen und woher stammen sie ursprünglich?
Kokardenblumen bilden die Gattung Gaillardia, die aus Nord- und Südamerika stammt. Zu ihr gehören einjährige Sommerblumen ebenso wie mehrjährige Stauden. Gaillardia aristata der Großblumigen Prachtmischung ist eine mehrjährige, aber kurzlebige Staude mit ihrem Optimum im zweiten und dritten Jahr.
Welche Farbkombinationen sind mit Gaillardia im Garten möglich?
Kokardenblumen blühen in warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen, deshalb bieten sich zwei Wege an. Für einen Kontrast setzt du violette oder blaue Partner daneben, etwa die Koreanische Minze (Agastache rugosa) oder blaulaubigen Blauschwingel. Ton in Ton passen die rubinrote Witwenblume 'Red Knight' und das goldgelbe Mädchenauge 'Sunfire'. Wähle jeden Partner auch nach dem Standort, denn Kokardenblumen brauchen volle Sonne und guten Wasserabzug.
Welche Farbmuster zeigen zweifarbige Kokardenblumen-Sorten?
Bei 'Arizona Sun' sind die Zungenblüten orange-rot und enden in leuchtend gelben Spitzen. Weil eine solche Sorte zwei Töne der warmen Palette trägt, verbindet sie rote und gelbe Nachbarn im Beet. Setze sie deshalb zwischen einfarbig rote und gelbe Gruppen, etwa zwischen 'Arizona Red Shades' und ein goldgelbes Mädchenauge.
Wie lange ist die Blütezeit von Kokardenblumen?
Kokardenblumen blühen typischerweise von Juni bis September. Entfernst du verblühte Blüten wiederholt, verlängert das die Blühdauer. Mehrjährige Pflanzen werden Anfang bis Mitte September bis auf die grundständigen Blätter zurückgeschnitten, deshalb übernehmen im Herbst Partner wie die bis Oktober blühende Koreanische Minze die Farbe.
Worin unterscheiden sich Kokardenblumen von Sonnenhut?
Kokardenblumen gehören zur Gattung Gaillardia, der Name Sonnenhut steht dagegen für Echinacea und Rudbeckia. Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) bevorzugt sonnige Plätze mit frischem, nährstoffreichem Boden. Kokardenblumen brauchen volle Sonne und guten Wasserabzug und vertragen nach dem Einwachsen Trockenheit. Auf sonnigem, frischem und durchlässigem Boden kannst du den Purpur-Sonnenhut mit der Großblumigen Prachtmischung kombinieren, für die nährstoffreiche Böden empfohlen werden.
Wie erstellt man ein monochromatisches Beet mit Kokardenblumen?
Wähle eine Farbfamilie, etwa Rot bis Gelb. 'Arizona Red Shades' gibt den roten Grundton, die orange-rote, gelb gespitzte 'Arizona Sun' den Übergang. Die rubinrote Witwenblume Knautia macedonica 'Red Knight' und das goldgelbe Mädchenauge 'Sunfire' setzen die Farbreihe fort. Höhere Pflanzen stehen hinten, niedrige vorn, und jede Farbe taucht an mehreren Stellen wieder auf.
Stimmt es, dass Kokardenblumen nur in großen Gärten gut wirken?
Nein. Für kompakte Kokardenblumen der Arizona-Serie liegen Höhenangaben von 20 bis 30 cm vor, und 'Arizona Red Shades' ist auch für Kübel gedacht. Im kleinen Beet oder Topf genügt eine Farbgruppe mit einem passenden Partner. Achte im Gefäß auf freie Abzugslöcher, denn bei der Arizona-Serie sollen nasse Erde und Staunässe vermieden werden.
Zuletzt geprüft:
↑