Glockenblumen für trockene Gärten: Welche Arten Trockenheit vertragen und welche nicht
- Wie viel Trockenheit eine Glockenblume verträgt, hängt von der Art und ihrem natürlichen Standort ab.
- Campanula poscharskyana wächst auf trockenen bis frischen, gut durchlässigen Böden in Sonne oder Halbschatten.
- Die Karpaten-Glockenblume bevorzugt frischen, kalkhaltigen und lehmig-humosen Boden und passt besser ins frische Beet.
- Auch trockenheitsverträgliche Stauden brauchen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit durchdringende Wassergaben.

Wenn dein sonniges Beet im Sommer schnell austrocknet, brauchst du Pflanzen, die das vertragen. Bei Glockenblumen gehen die Ansprüche dabei weit auseinander: Manche Arten wachsen auf trockenen, durchlässigen Böden, andere wollen frische Erde. Ich schaue deshalb bei jeder Glockenblume zuerst nach, an welchem Standort sie von Natur aus wächst. Erst danach entscheide ich, ob sie in eine trockene Ecke darf.
Einen allgemeinen Überblick über Glockenblumen als pflegeleichte Gartenstauden findest du in einem eigenen Ratgeber. Hier geht es um die Frage, welche Arten Trockenheit vertragen und wie du sie durch dürre Sommer bringst.
Glockenblume ist der deutsche Name der Gattung Campanula. Zu ihr gehören niedrige PolsterstaudenPolsterstauden sind niedrige, winterharte Stauden, die flach in die Breite wachsen und dabei dichte Polster oder Teppiche bilden. Sie werden vor allem im Steingarten und als Bodendecker verwendet. ebenso wie hohe Arten, etwa die Pfirsichblättrige Glockenblume. In der Natur wachsen Glockenblumen auf Magerrasen, auf Wiesen und in lichten Wäldern.
Wie passen sich Glockenblumen an Trockenheit an?
Wie gut eine Glockenblume mit Trockenheit zurechtkommt, ist eine Frage der Art. Für deinen Garten zählt weniger, wie eine Pflanze im Inneren mit Wasser haushaltet, als welche Bodenfeuchte sie an ihrem Standort verträgt. Drei Dinge geben dir darüber Auskunft: die Herkunft, die Wuchsform und die Frage, ob die Pflanze schon eingewachsen ist.
Die Herkunft zeigt den Wasserbedarf
Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) wächst unter anderem in Sand- und HalbtrockenrasenEin Halbtrockenrasen ist eine spezielle Form des Magerrasens auf ungedüngten Standorten. Er bleibt nur durch Mahd oder Beweidung offen, sonst würde dort Wald wachsen, und ist Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten.. Auch mäßig trockene bis mäßig frische Silikatmagerrasen gehören zu ihren Standorten. Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) wächst dagegen an frischen, meist extensiv genutzten Wiesenstandorten. Die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) kommt in lichten Wäldern und Gebüschen vor. Der gemeinsame Name sagt also nichts über den Wasserbedarf, der Naturstandort dagegen eine Menge.
Polster oder hohe Staude
Auch die Wuchsform unterscheidet sich deutlich. Campanula poscharskyana bildet etwa 15 bis 20 cm hohe Polster und verträgt trockene bis frische, gut durchlässige Böden. Die Dalmatiner-Glockenblume (Campanula portenschlagiana) wächst als etwa 10 bis 20 cm hohes Polster auf frischen bis mäßig trockenen Böden. Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) wird dagegen etwa 50 bis 150 cm hoch. Für sie werden gleichmäßig bis mäßig feuchte Böden empfohlen.
Bei diesen drei Arten reichen also die niedrigen Polster weiter ins Trockene als die hohe Staude. Eine Regel für alle Glockenblumen folgt daraus nicht. Lies beim Kauf deshalb immer die Standortangabe der jeweiligen Art.
Eingewachsen verträgt sie mehr
Trockenheitsverträglichkeit beginnt nicht am Pflanztag. Eingewachsene Pfirsichblättrige Glockenblumen vertragen kurze Trockenperioden, obwohl sie eigentlich gleichmäßig bis mäßig feuchten Boden mögen. Umgekehrt brauchen auch trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben. Wer eine Glockenblume für die trockene Ecke pflanzt und sofort sich selbst überlässt, verlangt also von ihr, was sie erst eingewachsen leisten kann.
„Glockenblumen für trockene Gärten muss man nie gießen.“ Das stimmt nicht. Bis sie fest eingewachsen sind, brauchen auch trockenheitsverträgliche Stauden bei anhaltender Trockenheit durchdringende Wassergaben. Selbst eine eingewachsene Pflanzung kann bei extremer Trockenheit eine Notbewässerung brauchen.
Welche Glockenblumen eignen sich für trockene Gärten?
Die Übersicht ordnet fünf Gartenarten nach ihrem Standort ein. Für trockene Gärten zählt vor allem, ob die Bodenangabe bis in den trockenen Bereich reicht.
| Art | Standort | Wuchs und Blüte | Für trockene Gärten |
|---|---|---|---|
| Campanula poscharskyana | sonnig bis halbschattig; trockene bis frische, gut durchlässige Böden | Polster etwa 15 bis 20 cm; Blüte im Juni und Juli, Nachblüte im September; kann sich stark ausbreiten | geeignet |
| Dalmatiner-Glockenblume (Campanula portenschlagiana) | sonnig bis halbschattig; frische bis mäßig trockene, durchlässige Böden | Polster etwa 10 bis 20 cm; kurze AusläuferAusläufer sind Triebe, an denen eine Pflanze wie die Erdbeere aufgereihte Jungpflanzen bildet. Diese bewurzeln sich und lassen sich abtrennen, so vermehrt sich die Pflanze vegetativ, also ohne Samen.; violette Glocken im Früh- und Hochsommer | für mäßig trockene Plätze |
| Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) | in der Natur unter anderem Sand- und Halbtrockenrasen sowie mäßig trockene bis mäßig frische Silikatmagerrasen | keine Angabe | für magere, durchlässige Flächen |
| Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) | gleichmäßig bis mäßig feuchte Böden | etwa 50 bis 150 cm; Blüte Juni bis August; eher kurzlebig | bedingt: eingewachsen verträgt sie kurze Trockenperioden |
| Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica) | sonnig; kalkhaltiger, lehmig-humoser, frischer Boden | neigt nicht zum Wuchern; kann stark unter Schneckenfraß leiden | besser im frischen Beet |
Campanula poscharskyana: für trockene bis frische Plätze
Diese Art steht sonnig bis halbschattig und kommt auf trockenen bis frischen Böden zurecht, solange sie gut durchlässig sind. Ihre Polster werden etwa 15 bis 20 cm hoch. Die nahezu sternförmigen Blüten erscheinen im Juni und Juli, im September folgt eine Nachblüte. Weil sie trockenen Boden verträgt und sich stark ausbreiten kann, passt sie auf trockene, durchlässige Flächen, die zuwachsen sollen. Neben kleinen, schwachwüchsigen Polsterpflanzen behältst du ihre Ausbreitung dagegen im Blick.
Dalmatiner-Glockenblume: mäßig trocken, nicht dürr
Campanula portenschlagiana wächst sonnig bis halbschattig auf frischen bis mäßig trockenen, durchlässigen Böden. Ihre etwa 10 bis 20 cm hohen Polster dehnen sich über kurze Ausläufer langsam aus. Im Früh- und Hochsommer trägt sie violette Glockenblüten. Mäßig trocken ist allerdings nicht dasselbe wie trocken. Ich setze sie deshalb an Plätze, die im Sommer abtrocknen, aber nicht völlig ausdörren.
Rundblättrige Glockenblume: aus dem Magerrasen
Die Rundblättrige Glockenblume bringt ihre Herkunft aus Sand- und Halbtrockenrasen mit. Damit gehört sie auf magere, durchlässige Flächen und in naturnahe Pflanzungen. In einer Blumenwiese können Glockenblumen gezielt als Nahrungspflanzen für Scherenbienen dienen. Welche Rolle sie im Naturgarten spielen, zeigt der Ratgeber dazu, welche Glockenblumen Wildbienen und Artenvielfalt fördern.
Eine Saatgutmischung für eine Blumenwiese soll zum vorhandenen Boden passen, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft als Magerstandort zu behandeln. Für die Rundblättrige Glockenblume heißt das: Auf nährstoffreichem Gartenboden findet sie nicht die Bedingungen ihres Naturstandorts, nur weil du sie dort aussäst. Wie viel mineralisches Material du zum Abmagern einer Fläche brauchst, hängt von der Bodenbeschaffenheit ab.
Pfirsichblättrige Glockenblume: verträgt kurze Trockenphasen
Mit etwa 50 bis 150 cm ist sie die hohe Art in dieser Auswahl. Sie blüht von Juni bis August und gilt als eher kurzlebig. Eingewachsen übersteht sie kurze Trockenperioden, ihr Boden sollte aber gleichmäßig bis mäßig feucht sein. In ein Beet, das im Sommer regelmäßig austrocknet, setze ich sie deshalb nicht.
Staudenglockenblumen werden nach der Blüte zurückgeschnitten, wenn ihre SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. verhindert werden soll. Bei einer eher kurzlebigen Art nimmst du ihr mit konsequentem Rückschnitt aber auch die Chance, sich über Samen im Beet zu halten. Wie du eingewachsene Glockenblumen mit Rückschnitt, Ausputzen und Winterschutz pflegst, beschreibt ein eigener Leitfaden.
Karpaten-Glockenblume: besser im frischen Beet
Bei der Karpaten-Glockenblume (Campanula carpatica) lohnt der genaue Blick. Sie bevorzugt sonnige Standorte mit kalkhaltigem, lehmig-humosem und frischem Boden. Ein magerer, trockener Platz entspricht dem nicht. Sie neigt nicht zum Wuchern, kann aber besonders stark unter Schneckenfraß leiden. Ich sammle an ihr deshalb regelmäßig Schnecken ab und lasse Weinbergschnecken dabei in Ruhe, denn sie stehen unter Schutz.
Reicht die Bodenangabe der Art bis „trocken“ oder nur bis „mäßig trocken“? Ist der Boden durchlässig und frei von Staunässe? Passt das Licht, also Sonne oder Halbschatten? Hat eine sich ausbreitende Art wie Campanula poscharskyana genug Platz? Kannst du in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit durchdringend gießen?
Boden und Mulch: Wasser halten, Nässe vermeiden
Licht, Bodenart und pH-Wert bestimmen mit, wo eine Glockenblume gut wächst. Welche Ansprüche die einzelnen Arten haben und wie du sie einpflanzt, zeigt der Ratgeber dazu, welcher Standort zu Glockenblumen passt. Für trockene Gärten bleiben zwei Fragen: Hält der Boden genug Wasser, und läuft überschüssiges Wasser ab?
Auf sandigen, humusarmen Böden verbessert organische Substanz die Aufnahme und Speicherung von Wasser. Lehmigen Boden für trockenheitsliebende Steingartenpflanzen machst du dagegen mit Sand, Kies und Splitt durchlässiger. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Für trockenheitsverträgliche Stauden gibt es außerdem das Sandbeet, bei dem etwa 15 cm Sand auf den Gartenboden kommen und die Wurzelballen Kontakt zum Boden darunter behalten.
Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung aus dem Boden und vermindert seine Erwärmung. Für Staudenpflanzungen trockener Freiflächen hat sich mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt bewährt. Die Schicht ist mindestens 5 cm dick. Vorzugsweise sind es 7 cm. Bei der Körnung haben sich 8 bis 16 mm bewährt. Rindenmulch eignet sich für trockenheitsliebende Pflanzen im Kiesbeet nicht, weil er ein feucht-saures Milieu schafft. Wie Mulch, Rückschnitt und Winterschutz übers Jahr zusammenspielen, steht im Abschnitt Pflege im Jahreslauf im Ratgeber zu Stauden und Ziergräsern.
Glockenblumen im trockenen Garten richtig gießen
Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht. Wie oft du gießt, richtet sich nach Pflanzenbedarf, Bodenart und Witterung. Das Prinzip bleibt aber gleich: Gieß seltener, dafür durchdringend, bevor der noch leicht feuchte Untergrund vollständig austrocknet. Eine durchdringende Wassergabe befeuchtet tiefere Wurzelschichten besser als viele kleine. Gieß möglichst morgens direkt in den Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Morgens trocknen nasse Blätter schneller ab, und das verringert gegenüber abendlicher Blattbenässung die Gefahr von Blattkrankheiten.
Vor dem Gießen prüfst du die Bodenfeuchte auch unter der Oberfläche. Eine trockene Oberfläche allein ist noch kein Grund zum Gießen.
Ich steche vor dem Gießen mit dem Spaten eine Scholle aus dem Wurzelraum und prüfe sie nach Farbe und mit den Fingern. Nach dem Gießen mache ich dieselbe Probe, um zu sehen, ob das Wasser die tieferen Schichten erreicht hat.
Die Anwachsphase braucht Wasser
Neu angelegte Staudenpflanzungen werden in den ersten 1 bis 2 VegetationsperiodenDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht. bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend gewässert, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Der Wert bezieht sich auf die Beetfläche, nicht auf die einzelne Pflanze.
Das gilt auch für Glockenblumen, die später mit trockenem Boden zurechtkommen. Frisch bepflanzte Beete und Kübel brauchen bei Trockenheit mehr Aufmerksamkeit als gut eingewachsene Staudenpflanzungen. An vollsonnigen Steingartenplätzen kann zusätzliches Gießen je nach Bodengüte in den Anfangsjahren und nach längeren Trockenphasen nötig sein.
Zwischen eingewachsenen Stauden hacken, um Wasser zu sparen. Das Hacken zerstört die obere Wurzelschicht, deshalb lässt du es in eingewachsenen Staudenpflanzungen bleiben.
Glockenblumen im Topf gießen
Im Gefäß ist der Wasservorrat begrenzt. Ein größeres Substratvolumen verlängert die Zeit zwischen notwendigen Wassergaben. Bei torffreier Erde prüfst du die Feuchte im unteren Bereich oder über das Gewicht des Topfes, denn eine trockene Oberfläche kann tiefere Nässe verdecken. An heißen Tagen kann bei torffreien Substraten mehrfaches Gießen nötig sein, abhängig von der tatsächlichen Feuchte. Welkt eine Topfpflanze, können auch Hitze oder geschädigte Wurzeln durch Dauernässe dahinterstecken, deshalb prüfst du vor dem Nachgießen das Substrat. Freie Abzugslöcher im Gefäßboden sorgen dafür, dass überschüssiges Wasser abläuft.
Düngen: auf magerem Boden zurückhaltend
Stauden von natürlich nährstoffarmen Standorten düngst du erst, wenn Mängel erkennbar sind. Übermäßige Düngung kann bei ihnen untypisch starkes Wachstum fördern und die WinterhärteWinterhärte, auch Frosthärte genannt, beschreibt, wie viel Frost eine Pflanze verträgt. Winterharte Arten überstehen den Winter im Freien, empfindliche musst du vor dem Frost ernten oder schützen. verringern. Für Polster- und Wildstauden, die kargen Boden brauchen, ist Kompost als Düngung nicht sinnvoll. Daran halte ich mich bei den Polsterglockenblumen und bei der Rundblättrigen Glockenblume auf magerem Boden.
Heiße Sommer: Wo auch robuste Glockenblumen Hilfe brauchen
Auch eingewachsene Staudenpflanzungen können bei extremer Trockenheit eine Notbewässerung brauchen. Damit du dann Wasser zur Hand hast, sammelst du es vorher. Dachablaufwasser lässt sich in Regentonnen sammeln und mit Gießkanne oder Leitungen verteilen. Regenwasser ist salzarm und hat eine sehr geringe Wasserhärte. Auch Wasser vom Waschen von Obst und Gemüse in einer Schüssel kannst du sammeln und zum Gießen nehmen.
Bewässerungstechnik mit Kontrolle
Tropfbewässerung versorgt Pflanzen gezielt und kann Wasser sparen. Sie braucht einen Filter, weil Tropfer verstopfen oder verkalken können. Eine automatische TröpfchenbewässerungBei der Tröpfchenbewässerung gelangt das Wasser langsam aus einzelnen Tropfstellen in Schläuchen oder Tropfern direkt in den Wurzelbereich der Pflanzen. Dabei geht nur wenig Wasser durch Verdunstung verloren. prüfst du regelmäßig darauf, ob ihre Wassermenge zur tatsächlichen Bodenfeuchte und Witterung passt. Bei Perlschläuchen tritt entlang des Schlauchs unterschiedlich viel Wasser aus. Die passende Laufzeit findest du deshalb durch Beobachten der Pflanzen.
Trockene Sommer bringen eigene Probleme
SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. werden im Freiland besonders in trockenen, warmen Sommerperioden zum Problem. Beim Echten Mehltau ist trockenes Wetter keine Entwarnung. Für die Keimung der Pilze kann schon eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen. Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung können vorbeugend helfen.
Gute Partner im trockenen Beet
Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffversorgung und Licht haben. Neben eine trockenheitsverträgliche Glockenblume gehören deshalb Partner, die ebenfalls mit wenig Wasser auskommen.
Lavendel braucht einen sonnigen, warmen Platz mit gutem Wasserabzug. Kriechender Thymian eignet sich für sonnige, leichte Böden. Die Witwenblume Knautia macedonica passt als Teil einer Staudenmischung an sonnige, trockene Standorte. Bei den Gräsern kommen Blau- und Schafschwingel infrage, die warme, eher trockene und durchlässige Sand- bis Steinböden mögen. Blauschwingel (Festuca cinerea) reagiert allerdings empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchtigkeit. Das Pracht-Federgras (Stipa pulcherrima) eignet sich für sonnige, trockene und kalkhaltige Standorte. Für halbschattige Plätze eignet sich die trockenheitsverträgliche Berg-Segge (Carex montana).
Beim Lampenputzergras reicht der Gartenname nicht. Pennisetum orientale wird trockenen Standorten zugeordnet, Pennisetum alopecuroides dagegen frischen. Wie bei den Glockenblumen entscheidet auch hier die Art und nicht der Name.
Weitere Ideen dazu, wie du Glockenblumen vom Steingarten bis zum Balkon gestalterisch einsetzt, findest du im Ratgeber zur Artenvielfalt der Glockenblumen. Deine Pflanzung kannst du vorab im Beetplaner skizzieren.




