Selbstaussaat
Selbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat.
Manche Arten versamen sich leicht, andere nutzen zusätzlich Ameisen oder den Wind zur Verbreitung. Einige kurzlebige Stauden wie Akelei, Fingerhut, Stockrose und Königskerze bleiben dem Garten ohne Zutun überhaupt nur über Selbstaussaat erhalten. Je naturnäher eine Art ist, desto eher ähneln die Nachkommen ihren Eltern. Bei Schafgarbe, Phlox oder Staudenlupinen blühen die Sämlinge dagegen oft in einer bunten Farbmischung statt in der gewählten Sortenfarbe.
Manche Pflanzen säen sich so reichlich aus, dass es lästig wird, etwa Frauenmantel oder unter den Küchenkräutern Zitronenmelisse, Majoran und Pimpinelle. Bei ihnen schneidest du die Blütenstände ab, bevor die Samen ausreifen. Damit du erwünschte Sämlinge nicht versehentlich als Unkraut jätest, lohnt es sich, ihr Aussehen nach und nach kennenzulernen.
Beispiel aus dem Garten
Taucht im Beet plötzlich eine junge Akelei an einer Stelle auf, an der ich nie eine gepflanzt habe, ist das Selbstaussaat. Bei der Zitronenmelisse schneide ich die Blütenstände dagegen ab, bevor die Samen ausreifen.
Quelle: Familienheim und Garten (Verband Wohneigentum) – Vagabunden: Wenn Pflanzen auf Wanderschaft gehen (Silke Kluth, September 2019), Abschnitte Einleitung, Neue Ideen oder Beetwechsel? Ja, Bitte!, Vorsicht bei Massenproduktion! und Der Gärtner als Moderator. Geprüft am .
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