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Mikrogrün: Was es ist, wie du es anbaust und was beim Verkauf gilt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.de Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Mikrogrün ist grünes Jungpflanzengemüse: Du schneidest Stängel und Blätter über dem Substrat ab, die Wurzeln bleiben zurück.
  • Es wächst auf Erde oder Vlies und braucht Licht, damit sich grüne Blätter entwickeln.
  • Größere Microgreens auf Erde oder Vlies sind nach etwa 2 bis 3 Wochen erstmals erntereif.
  • Mikrogrün ist ein Lebensmittel und keine Medizin: Analysen messen Inhaltsstoffe, eine gesundheitliche Wirkung beim Menschen weisen sie nicht nach.
  • Verschimmelte Anzuchten entsorgst du vollständig, Kochen macht sie nicht wieder sicher.
  • Vor dem Verkauf stehen eine Versuchsphase im eigenen System und die Klärung der Lebensmittelregeln.
Microgreens anbauen
Foto: Filipp Romanovski · Pexels License · Quelle ↗

Du liest vom Nährstoffwunder Mikrogrün und überlegst, ob sich eine Schale auf der Fensterbank lohnt. Die Antwort hat zwei Teile: Der Anbau braucht wenig Platz und ist das ganze Jahr im Zimmer möglich, für die großen Gesundheitsversprechen fehlt dagegen der Nachweis. Ich ziehe Mikrogrün in flachen Schalen und schaue beim Gießen zuerst auf die Substratoberfläche und auf die Farbe der Blättchen.

Weiter unten geht es außerdem darum, was auf dich zukommt, wenn du Mikrogrün verkaufen willst.

Was ist Mikrogrün?

Mikrogrün, auch Microgreens genannt, ist grünes Jungpflanzengemüse mit ersten echten Blättern. Du erntest es später als Sprossen, nämlich dann, wenn neben den Keimblättern schon weitere Blätter stehen. Auf den Teller kommen nur Stängel und Blätter, die Wurzeln bleiben zurück.

Ziehen lässt es sich aus geeigneten Gemüsearten, Hülsenfrüchten, Getreidearten und Kräutern. Die Pflänzchen wachsen auf Erde oder Vlies und brauchen Licht, damit sich ihre grünen Blätter entwickeln.

Kurz erklärt

Keimblätter sind die ersten Blätter des Keimlings. In einem beschriebenen Mikrogrün-Stadium stehen neben den beiden Keimblättern mindestens zwei weitere grüne Blättchen. Manche Anleitungen schneiden schon früher und nutzen Stängel und Keimblätter.

Worin unterscheidet sich Mikrogrün von Sprossen und Baby Leaf?

Bei Keimsprossen isst du die junge Pflanze mit Saatkorn und Wurzel, bei Mikrogrün nur das abgeschnittene Grün. Sprossen kommen zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen nur vollständig durcherhitzt auf den Tisch, auch selbst gezogene. Den ganzen Vergleich liefert der Ratgeber, worin sich Microgreens und Sprossen in Wachstum, Anbau und Geschmack unterscheiden.

Baby Leaf ist eine spätere Stufe. Bei dieser Kultur werden junge Salat- und Gemüseblätter in der Regel nach 6 bis 7 Wochen geerntet.

Welche Anbaumethode passt zu dir?

Mikrogrün wächst auf Erde oder Vlies. Die Methoden unterscheiden sich vor allem darin, wie du gießt und wie viel Platz du brauchst.

Methode So funktioniert sie Darauf achtest du
Erde in der Anzuchtschale Samen flächig auf die angefeuchtete Erde säen und leicht andrücken vorsichtig angießen, damit keine Samen fortgespült werden
Vlies in der Schale Samen flächig auf das angefeuchtete Vlies säen und leicht andrücken das Substrat darf nach der Aussaat nicht austrocknen
Box mit Gitter oder Keimpad Saat liegt lose auf dem Gitter oder kommt als Keimpad, das Pad wird täglich gleichmäßig gewässert durchgelaufenes Wasser aus der Auffangschale abgießen
Mehrere Etagen mit LED-Licht Schalen stehen übereinander, weil Mikrogrün niedrig bleibt und nur kurz steht Wuchshöhe und Bewässerungsbedarf der Kultur einplanen

Wie ziehst du Mikrogrün in der Schale auf Erde oder Vlies?

Ich arbeite mit Erde in der flachen Schale und prüfe die Feuchte mit dem Finger an der Oberfläche. Die Samen verteilst du flächig auf dem angefeuchteten Substrat und drückst sie leicht an. Danach gießt du vorsichtig an, damit keine Samen fortgespült werden. Von da an darf das Substrat nicht austrocknen.

Wie dicht du säst, hängt von der Methode und von deinem Ziel ab. Manche Arten werden bedeckt: Bei Rotem Senf als Mikrogrün kommen die Samen in der Saatschale unter Erde und bleiben feucht. Den Ablauf im Einzelnen beschreibt der Überblick, wie du Keimsprossen und Microgreens ansetzt und aussäst. Für die Fensterbank gibt es eine eigene Anleitung, wie du Mikrogrün auf dem Fensterbrett ziehst und welche Sorten sich dafür eignen.

Nach dem Keimen stellst du die Schalen hell und luftig. Mikrogrün braucht Licht für die grünen Blätter, und Beschattung kann verstärktes Streckungswachstum bis zur Vergeilung auslösen. Lang gestreckte Stängel können deshalb auf einen zu dunklen Platz hindeuten. Ich drehe die Schale, wenn sich die Stängel zum Fenster neigen.

Steht die Schale über einem Heizkörper, kann sie schneller austrocknen. Trockene, warme Heizungsluft unter der Fensterbank kann die Wasserverluste der Pflanzen erhöhen.

Wie funktionieren Boxen mit Gitter und Keimpads?

Wiederverwendbare Boxen arbeiten ohne Erde. Die Saat liegt lose auf einem Gitter oder kommt als fertiges Keimpad. Das Pad wässerst du täglich gleichmäßig und gießt das durchgelaufene Wasser aus der Auffangschale ab. Die Abdeckung nimmst du ab, sobald die ersten Pflänzchen den Deckel berühren.

Bei einem Grow-Kit mit Wasserschale besprühst du das Saatgut bei Bedarf und füllst verdunstetes Wasser nach. Achte beim Kauf auf das Glas-Gabel-Symbol, denn es kennzeichnet Materialien, die für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Nach der Kultur reinigst du alle Teile gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel und spülst mit klarem Wasser nach.

Tipp

Eine Box mit zwei Anzuchtgittern kannst du zeitgleich oder versetzt bestücken. Zeitversetzt angesetzte Saaten ermöglichen aufeinanderfolgende Ernten. Die Termine planst du mit dem Aussaatkalender für Keimsprossen und Microgreens zum Ausdrucken.

Was ändert sich mit mehreren Etagen und Kunstlicht?

Mikrogrün bleibt niedrig und steht nur kurz. Deshalb eignet es sich für den Anbau auf mehreren Etagen. Bei einem LED-Regal planst du Wuchshöhe und Bewässerungsbedarf deiner Kultur ein, weil geringe Bauhöhe und starre Lampenposition den Platz begrenzen können.

Die Stärke einer Pflanzenlampe beurteilst du besser über den PPFD-Wert als über die Lux-Angabe. PPFD beschreibt die photosynthetische Photonenflussdichte auf einer definierten Fläche, Lux bezieht sich auf die menschliche Helligkeitswahrnehmung.

Zwei Beobachtungen aus beschriebenen Systemen helfen bei der Pflege. Optionales Dauerlicht kann das Anzuchtsubstrat rasch austrocknen. Eine gemeinsame automatische Bewässerung kann zu nassen oder zu trockenen Töpfen führen, wenn Kulturen in unterschiedlichen Stadien daran hängen.

Was musst du zu Saatgut, Ernte und Schimmel wissen?

Welches Saatgut eignet sich?

Nimm ausschließlich Samen, die ausdrücklich für die Anzucht essbarer Keimlinge vorgesehen sind. Tomate, Paprika und Aubergine scheiden wegen giftiger Inhaltsstoffe aus, und bei Mischungen achtest du auf Allergene wie Senf, Soja, Sesam, Lupinen und glutenhaltiges Getreide. Welche Arten infrage kommen, vertieft der Grundlagen-Ratgeber im Abschnitt zu Saatgut und Artenwahl.

Wann ist Mikrogrün erntereif?

Größere Microgreens auf Erde oder Vlies sind nach etwa 2 bis 3 Wochen erstmals so weit. Du schneidest Stängel und Blätter fingerbreit oberhalb des Bodens ab. Wie weit die Arten auseinanderliegen, zeigt im Grundlagen-Ratgeber der Abschnitt zum Ernten.

Was tust du bei Schimmel?

Verschimmelte Lebensmittel entsorgst du vollständig, und das gilt auch für deine Anzucht: Kochen macht sie nicht wieder sicher. Schau trotzdem genau hin, denn junge Faserwurzeln können weiß und pelzig-flaumig aussehen und mit Schimmel verwechselt werden. Wie du Nässe vermeidest und das Wachstum prüfst, steht im Grundlagen-Ratgeber unter den Anbauproblemen.

Ist Mikrogrün gesund?

Mikrogrün ist ein Lebensmittel und keine Medizin. Es ergänzt eine abwechslungsreiche Ernährung, ein Heilmittel ist es nicht.

Richtig ist: Während der Keimung werden Nährstoffe neu gebildet und andere Stoffe um- oder abgebaut. Labore untersuchen bei Microgreens Vitaminmengen und Inhaltsstoffprofile. Eine gesundheitliche Wirkung beim Menschen weisen diese Analysen nicht nach.

Brokkoli zeigt, wo die Grenze liegt. Dort kann das Enzym Myrosinase die Vorstufe Glucoraphanin zu Sulforaphan umwandeln, für sekundäre Pflanzenstoffe wie Sulforaphan ist aber kein konkreter Bedarf festgelegt. Dass ein Stoff in der Pflanze entsteht, sagt also noch nichts darüber, wie viel du davon brauchst.

Pauschale Vergleiche mit ausgewachsenem Gemüse helfen dir wenig. Der Mineralstoffgehalt von Sprossen und Keimlingen kann je nach Produktionsverfahren stark schwanken, und Nährstofftabellen enthalten Durchschnittswerte. Für Weizen- und Gerstengras ist die Nährstoffkonzentration in der Regel nicht höher als die von frischem Obst und Gemüse. Konkrete Nährwertzahlen zu Gartenkresse und Alfalfasprossen stehen im Grundlagen-Ratgeber im Abschnitt zu Küche und Nährwerten.

Wie verwendest du Mikrogrün in der Küche?

Mikrogrün kommt als Zutat oder Garnitur auf den Teller. Welche Art wozu passt, entscheidet das Aroma.

Mikrogrün Aroma
Koriander zitronig
Sonnenblume mild-nussig
Kresse scharf-würzig
Weißer Senf intensiv scharf
Rotkohl süßer Kohlgeschmack, dazu rosa Stiele und grüne Blätter
Schnittlauch Zwiebelgeschmack

Schnittlauch-Mikrogrün lässt sich mit Estragon, Kerbel und Petersilie kombinieren. Für Grünkohl gibt es einen eigenen Ratgeber, wie du Grünkohl-Mikrogrün ziehst und in der Küche kombinierst.

Ich schneide mit einer sauberen Schere und nehme nur so viel, wie ich gleich verwende. Für Mikrogrün gilt dieselbe sorgfältige Küchenhygiene wie für Sprossen: Wasche dir vor und nach der Arbeit gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Bereite das Grün getrennt von anderen Lebensmitteln zu.

Achtung

Frische rohe Sprossen und Keimlinge sind nichts für Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit geschwächter Immunabwehr: Sie sollten darauf verzichten. Gründliches Waschen kann die Keimbelastung verringern, verlass dich aber nicht darauf, denn Krankheitserreger verschwinden dadurch nicht zuverlässig vollständig. Wer Sprossen durcherhitzt, braucht gegen bakterielle Krankheitserreger an allen Stellen mindestens 70 °C für mindestens 2 Minuten.

Reste gehören abgedeckt in den Kühlschrank. Für leicht verderbliche Lebensmittel gelten dort höchstens 7 °C. Besser sind Werte unter 5 °C. Eine pauschal sichere Lagerdauer gibt es nicht, deshalb verbrauchst du die Ernte möglichst schnell.

Für grüne Smoothies gilt dasselbe Augenmaß, denn auch Blatt- und Grasprodukte können mit Krankheitserregern belastet sein. Lagere den frischen Smoothie bis zum Verzehr möglichst bei höchstens 7 °C und verbrauche ihn noch am Herstellungstag.

Was kostet der Eigenanbau?

Für den eigenen Teller brauchst du wenig: Schale, Erde oder Vlies, Saatgut und Licht. Hängt eine Pflanzenlampe darüber, rechnest du bei konstanter Leistungsaufnahme so: Watt mal Betriebsstunden, geteilt durch 1000, mal dein Strompreis je Kilowattstunde. Kosten und Nachhaltigkeit ordnet der Grundlagen-Ratgeber im Abschnitt zum Eigenanbau ein.

Mikrogrün verkaufen: Was kommt auf dich zu?

Wer Mikrogrün verkauft, bringt ein Lebensmittel in den Verkehr. Vor der ersten Lieferung klärst du drei Punkte: die Verkaufsform, deine Erträge und die Regeln.

In welcher Form wird Mikrogrün verkauft?

Mikrogrün wird als lebende Kultur in der Anzuchtschale verkauft oder als geschnittene Ware in Schalen und Bunden. Bei der lebenden Schale schneidet erst der Kunde. Geschnittene Ware gehört wie jede frische Ernte in die Kühlung.

Warum beginnst du mit einer Versuchsphase?

Vor dem kommerziellen Anbau wird eine Versuchsphase im eigenen Produktionssystem empfohlen. Die Aussaatdichte richtet sich nach Anbaumethode und Produktionsziel, und Erträge werden erst vergleichbar, wenn Saatdichte, Erntestadium, Licht, Standort und Saison dokumentiert sind. Eine fremde Ertragszahl sagt dir deshalb wenig, solange dein eigenes Protokoll fehlt.

Zahl im Blick

In einem Gewächshausversuch von Johnny’s lieferten Daikon-Microgreens bei durchschnittlich 22,5 g Saat je 1020-Anzuchtschale etwa acht Unzen Ernte im ersten echten Blattstadium. Das ist ein einzelner Versuchswert aus dem Gewächshaus und keine Zusage für deine Schalen.

Marias Erfahrung

Ich lege zu jeder Schale einen Zettel mit Art, Saatmenge, Saatdatum, Standort und Erntetag. Beim Schneiden wiege ich die Ernte und trage das Gewicht nach.

Für die Planung der Sätze helfen Angaben aus dem Erwerbsanbau.

Kultur Angabe aus dem Erwerbsanbau
Daikon-Rettich etwa 7 Tage Kulturzeit bei 20 °C
Rotkohl etwa 8 Tage Kulturzeit bei 20 °C
Erbse, rankenreicher Affila-Typ etwa 13 Tage Kulturzeit bei 20 °C
Erbse, kompakter Maple-Leaf-Typ etwa 14 Tage Kulturzeit bei 20 °C
Rettich China Rose 9 bis 12 Tage, vollständiger Zyklus einschließlich Keimung
Roter Amaranth 18 bis 26 Tage, vollständiger Zyklus einschließlich Keimung

In deinem Raum weichen die Zeiten ab, weil Temperatur und Licht anders sind. Verlass dich deshalb auf den Zustand der Pflänzchen und auf dein Protokoll.

Welche Regeln gelten für den Verkauf?

Für gewerbliche Sprossenbetriebe bestehen besondere EU-Regelungen zur Zulassung, Rückverfolgbarkeit und mikrobiologischen Kontrolle. Ein Merkblatt des LAVES nennt für Sprossenbetriebe mindestens monatliche mikrobiologische Sprossenuntersuchungen. Dazu kommt ein Nachweis für jede Samencharge, bevor ihre Sprossen erstmals in den Verkehr kommen.

Der Hintergrund: Samen sind als landwirtschaftliches Ausgangsmaterial nicht steril, und die warmen, wasserreichen Bedingungen der Sprossenanzucht begünstigen auch die Vermehrung von Mikroorganismen. Kläre deshalb vor dem ersten Verkauf mit der Lebensmittelüberwachung an deinem Ort, welche Pflichten für dein Mikrogrün gelten.

Bei der Werbung zählt die genaue Wortwahl. Bio und Öko sind gesetzlich geschützte Begriffe, und der Hinweis „unbehandelt“ auf der Saatguttüte weist keine Bio-Zertifizierung nach.

Mini-Checkliste

Verkaufsform festlegen. Versuchsphase im eigenen System einplanen. Saatdichte, Erntestadium, Licht, Standort und Saison protokollieren. Kühlung für geschnittene Ware sichern. Pflichten mit der Lebensmittelüberwachung klären.

Ob es bei dir Abnehmer gibt, klärst du im Gespräch, bevor du die Anbaufläche vergrößerst.

Wohin entwickelt sich der Anbau?

Die Forschung vergleicht Substrate. Untersucht wird, wie Torf, Kokoserde, Kokosfasermatten und Hanffasermatten Qualität und Sicherheit von Rettich- und Brokkoligrün beeinflussen. Bei Qualität und Sicherheit von Microgreens besteht weiterhin Forschungsbedarf.

Auf der technischen Seite geht es um Steuerung. In einem dokumentierten Pilotbetrieb wurden Temperatur, Luftfeuchte und Beleuchtung digital gesteuert. Die Beleuchtung kann im Indoor Farming Wachstum, Geschmack und bestimmte Inhaltsstoffe beeinflussen.

Ob solche Anlagen nachhaltig arbeiten, zeigt erst die gesamte Bilanz. Geschlossene Systeme können Wasser zurückgewinnen und erneut zur Bewässerung einsetzen, künstliche Beleuchtung verursacht dagegen einen hohen Strombedarf. Für eine Umweltbewertung müssen deshalb sämtliche Stoff- und Energieströme bilanziert werden, der Wasserverbrauch allein reicht nicht.

Jetzt dran

Entscheide zuerst, wofür du anbaust. Für den eigenen Teller setzt du eine Schale auf Erde an. Für den Verkauf beginnst du mit der Versuchsphase und dem Gespräch mit der Lebensmittelüberwachung.

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Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Mikrogrün von herkömmlichen Sprossen?
Bei Keimsprossen erntest und isst du Saatkorn, Spross und Wurzel zusammen. Mikrogrün wächst länger auf Erde oder Vlies, braucht Licht und wird über dem Substrat abgeschnitten, sodass nur Stängel und Blätter auf dem Teller landen. Sprossen kommen zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen außerdem nur vollständig durcherhitzt auf den Tisch, das gilt auch für selbst gezogene.
Welche Voraussetzungen braucht man für den erfolgreichen Heimanbau von Mikrogrün?
Du brauchst eine Anzuchtschale mit Erde oder Vlies, einen hellen Platz und Saatgut, das ausdrücklich für die Anzucht essbarer Keimlinge vorgesehen ist. Nach der Aussaat darf das Substrat nicht austrocknen, und nach dem Keimen stehen die Schalen hell und luftig. Tomate, Paprika und Aubergine eignen sich wegen giftiger Inhaltsstoffe nicht als Mikrogrün.
Worin unterscheiden sich Mikrogrün und Baby-Greens voneinander?
Der Unterschied liegt im Erntestadium. Mikrogrün schneidest du, wenn neben den Keimblättern weitere grüne Blättchen stehen, größere Microgreens auf Erde oder Vlies sind nach etwa 2 bis 3 Wochen erstmals so weit. Bei der Baby-Leaf-Kultur werden junge Salat- und Gemüseblätter in der Regel nach 6 bis 7 Wochen geerntet.
Was sind die Unterschiede zwischen Hydrokultur und erdbasiertem Anbau bei Mikrogrün?
Mikrogrün lässt sich auf Erde oder auf einem Vlies ziehen. Auf Erde säst du flächig auf das angefeuchtete Substrat und hältst es feucht, bei Systemen mit Keimpads wässerst du das Pad täglich gleichmäßig und gießt das durchgelaufene Wasser ab. Arbeitest du mit Nährlösung, kommt Messarbeit dazu: In hydroponischer Salat- und Kräuterkultur werden Nährstoffkonzentration und pH-Wert regelmäßig gemessen.
Wie beeinflusst die Lichtqualität das Wachstum verschiedener Mikrogrün-Sorten?
Für die Pflanzenentwicklung wirken Lichtmenge, Lichtspektrum und Beleuchtungsdauer zusammen. Verschiedene Arten und sogar Sorten können auf dasselbe Spektrum unterschiedlich reagieren, deshalb hilft dir der Blick auf die eigenen Schalen mehr als ein pauschaler Wert. Steht Mikrogrün zu schattig, kann es sich stark strecken und vergeilen.
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