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Kulturzeit

Die Kulturzeit ist die Zeitspanne, die eine Gemüseart von der Aussaat oder Pflanzung bis zur Ernte braucht. Je nach Art ist sie kurz wie bei Radieschen oder lang wie bei Herbstkohl.

Die Kulturzeit zeigt dir, wie lange eine Kultur ungefähr ihr Beet belegt. Schnell wachsende Arten wie Radieschen, Salat oder Spinat sind bald erntereif. Lange stehende Hauptkulturen wie Herbstkohl, Sellerie oder Stangenbohnen brauchen dagegen viel Zeit für ihr Wachstum. Angaben zur Kulturzeit sind Richtwerte: Je nach Witterung und Lage verschieben sich Saat, Pflanzung und Ernte. Eine Vliesabdeckung bei frühen Aussaaten kann die Ernte um bis zu drei Wochen verfrühen.

Wichtig ist die Kulturzeit vor allem bei der Gartenplanung. Beim Verteilen der Beete beginnst du mit den Arten, die viel Zeit bis zur Ernte brauchen, und planst schnelle Arten als Vor- oder Nachkultur ein. So kannst du abschätzen, wann ein Beet wieder frei wird. Nicht verwechseln solltest du die Kulturzeit mit der Vegetationsperiode: Diese beschreibt den Abschnitt des Jahres, in dem Pflanzen überhaupt wachsen.

Beispiel aus dem Garten

Beim Planen im Winter trage ich zuerst die Arten mit langer Kulturzeit in meine Beetskizze ein, etwa Herbstkohl und Sellerie. Danach verteile ich schnelle Arten wie Radieschen auf die freien Zeiträume. Mitte März gesät, sind Radieschen je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai erntereif.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift Gemüse im Gartenjahr - Hinweise und Anregungen zum Biogarten (2101), Abschnitte „Eine Skizze hilft beim Planen“, „Empfindliche Pflanzenfamilien berücksichtigen“, „Vor- und Nachkulturen“ und „Anbau- und Erntetermine kennen“. Geprüft am .

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