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Keimblatt

Keimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen.

Je nach Pflanzenart bildet ein Keimling ein oder mehrere Keimblätter, bei den Bedecktsamern unterscheidet die Botanik danach Einkeimblättrige und Zweikeimblättrige. Bei der oberirdischen Keimung kommen die Keimblätter ans Licht, färben sich grün und betreiben selbst Photosynthese. Bei der unterirdischen Keimung bleiben sie im Boden und versorgen den Keimling aus ihren Speicherstoffen. Haben die ersten Laubblätter ihre Arbeit aufgenommen, sterben die Keimblätter ab.

Für die Anzucht sind die Keimblätter ein wichtiges Signal. Sobald sie erscheinen, brauchen die Sämlinge viel Licht, ein heller Platz am Südfenster eignet sich gut. Pikiert wird, wenn sich nach den Keimblättern in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen. Halte den Keimling dabei ohne Zug an den Keimblättern, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.

Beispiel aus dem Garten

Die ersten Blättchen, die meine Sämlinge in der Anzuchtschale zeigen, sind die Keimblätter. Erst wenn sich dazwischen in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, pikiere ich.

Quelle: Pflanzenforschung.de (vom Bundesforschungsministerium gefördertes Wissensportal) – Lexikon A–Z, Eintrag „Keimblatt“. Geprüft am .

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