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Bodenleben

Bodenleben ist die Gesamtheit der Lebewesen im Boden, von Bakterien, Pilzen und Algen bis zu Tieren wie Regenwürmern. Sie zersetzen Pflanzenreste zu Nährstoffen, legen Humus an und bauen die Bodenstruktur auf.

Die meisten dieser Organismen sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. Trotzdem wiegen die Lebewesen in einem Quadratmeter Wiesenboden bis in etwa 80 Zentimeter Tiefe zusammen rund ein Kilogramm. Über viele Zwischenstufen reichen sie abgestorbene Pflanzenteile weiter, bis daraus wieder Nährstoffe für neue Pflanzen werden. Regenwürmer nehmen dabei eine Schlüsselstellung ein: Ihre Röhren belüften den Boden, nehmen bei Regengüssen viel Wasser auf und bieten Wurzeln Platz.

Du förderst das Bodenleben, wenn du organisches Material wie Erntereste oder Gründüngung nah an der Bodenoberfläche ablegst, wo es an der Luft verrotten kann. Tief vergrabenes Pflanzenmaterial meiden die Bodentiere, und bei Sauerstoffmangel entstehen dort Stoffe, die für die meisten Bodenorganismen giftig sind. Auch eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und Zurückhaltung bei Pflanzenschutzmitteln schonen die Bodenlebewesen.

Beispiel aus dem Garten

Die Regenwürmer und ihre Röhren, die ich beim Arbeiten im Beet sehe, sind nur der sichtbare Teil des Bodenlebens. Die meisten Bakterien, Pilze und Algen erkennst du mit bloßem Auge nicht. Erntereste lege ich nah an der Bodenoberfläche ab, statt sie tief zu vergraben.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ↗ – Merkblatt „Bodenfruchtbarkeit erhalten – Das Bodenleben schonen“ (4. Auflage, März 2004), Abschnitte „Bodenorganismen liefern im Nährstoffkreislauf Pflanzennährstoffe nach“, „Bodenorganismen bauen Bodenstruktur auf“, „Das Bodenleben ist für landwirtschaftliche Flächen wichtig“ und Kasten „Zahlen zum Bodenleben“. Geprüft am .

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