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Bodenstruktur

Die Bodenstruktur, auch Bodengefüge genannt, beschreibt, wie die festen Bestandteile des Bodens räumlich angeordnet sind. Sie bestimmt, wie viele und welche Poren es gibt, in denen sich Luft und Wasser halten.

Die Poren sind wechselnd mit Luft und Wasser gefüllt und spielen eine entscheidende Rolle für die Versorgung von Wurzeln und Bodenleben. Wie die Struktur ausfällt, hängt unter anderem von der Bodenart ab, von Menge und Art der organischen Substanz, von der biologischen Aktivität, von der Bodenbearbeitung und vom Wasserhaushalt. Die Bodenart ist also nur einer von mehreren Einflüssen; Sandböden etwa haben ein Einzelkorngefüge.

Eine günstige Struktur erkennst du an Krümeln: rundlichen, porösen Bröckchen mit 1 bis 10 Millimetern Durchmesser. Sie zeigen oft ein reges Bodenleben und eine dichte Durchwurzelung an und werden durch eine gute Kalk- und Humusversorgung sowie schonende Bodenbearbeitung gefördert. Weitere gute Zeichen sind offene Regenwurmgänge, eine gleichmäßig braune Farbe und erdiger Geruch. Scharfkantige, dichte Klumpen, graublaue Verfärbungen und fauliger Geruch deuten dagegen auf zu wenig Luft im Boden hin.

Beispiel aus dem Garten

Steche ich eine Spatenprobe aus und die Erde zerfällt in rundliche, poröse Krümel mit offenen Regenwurmgängen und riecht erdig, ist die Bodenstruktur günstig. Scharfkantige, dichte Klumpen mit graublauen Stellen zeigen dagegen, dass dem Boden Luft fehlt.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft / LfULG (Bodenportal Sachsen) ↗ – Bodengefüge, Bodenstruktur, Abschnitt Definition sowie Unterseite Beurteilung der Bodenstruktur, Abschnitte Oberfläche, Oberboden und Unterboden. Geprüft am .

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