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Erziehungsform

Die Erziehungsform ist die Gestalt, in die du eine Pflanze, vor allem ein Obstgehölz, durch Schneiden und Binden gezielt ziehst. Bei Obstbäumen gelten Spindel und Spalier als die einfachsten Erziehungsformen.

Du erkennst die Erziehungsform am Aufbau des Baumes. Kleinkronige Obstbäume lassen sich als Einzelbaum, als Hecke, am Drahtrahmen oder als Spalier an einer Wand ziehen, größere Baumformen sind Buschbaum, Halb- und Hochstamm. Die Form baust du mit Schneiden und Binden auf. Bei kleinbleibenden Bäumen gelingt diese Erziehung wesentlich einfacher als bei Halb- und Hochstämmen.

Zusammen mit der Unterlage entscheidet die Erziehungsform, wie viel Platz ein Baum braucht und ob du ohne Leiter ernten kannst. Die Form allein hält einen Baum aber nicht klein: Den schwachen Wuchs bewirkt die Unterlage, auf die die Sorte veredelt ist. Verwechsle die Erziehungsform nicht mit Säulenwuchs. Den gibt es von Natur aus nur beim Apfel; andere Obstarten in strenge geometrische Formen zu erziehen, kostet viel Zeit und Können.

Beispiel aus dem Garten

Als Erziehungsform für die schmale Hauswand habe ich das Spalier gewählt: Ich binde die Triebe der jungen Birne am Drahtrahmen fest und schneide weg, was aus der Fläche herauswächst. Vor dem Kauf frage ich in der Baumschule immer nach der Unterlage.

Quelle: Bayerisches Obstzentrum – Kleinkronige Obstbäume für den Garten, Abschnitt „Säulenobst oder kleinkronige Obstbäume?“. Geprüft am .

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