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Fingertest

Beim Fingertest steckst du einen Finger in die Erde und fühlst, wie feucht sie unterhalb der Oberfläche noch ist. So erkennst du vor dem Gießen, ob Topf oder Beet wirklich Wasser braucht.

Die Oberfläche täuscht oft. Gerade torffreie Erden trocknen oben schnell ab, während weiter unten noch genug Feuchtigkeit steckt, weil Feinanteile mit der Zeit nach unten geschwemmt werden. Wer nur nach dem Augenschein gießt, gibt dann leicht zu viel Wasser. Prüfe deshalb vor dem Gießen mit dem Finger die Feuchte im unteren Bereich des Topfes. Bei Gefäßen verrät zusätzlich das Gewicht beim Anheben, ob gegossen werden muss.

Im Beet funktioniert die Probe ähnlich: Hebe eine spatentiefe Scholle aus und erkenne die Feuchte an der dunkleren Färbung oder erspüre sie mit dem Finger. Warte mit dem Gießen nicht, bis der Boden bis in den Unterboden ausgetrocknet ist, denn ein leicht feuchter Untergrund nimmt Wasser besser auf. Mehrere Stunden nach dem Gießen zeigt dir dieselbe Probe, ob das Wasser bis in die Wurzelzone vorgedrungen ist.

Beispiel aus dem Garten

Sieht die Erde in meinem Topf oben trocken aus, stecke ich vor dem Gießen einen Finger hinein und fühle, ob es weiter unten noch feucht ist. Das ist der Fingertest: Ist es unten noch feucht, warte ich mit dem Gießen.

Quelle: Bayerische Gartenakademie (LWG) ↗ – Gartentipp „Tomaten im Kübel“ (5. Mai 2025), Abschnitt „Tomaten in torffreier Erde“. Geprüft am .

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