Alle Fachwörter im Glossar

Flächenschluss

Flächenschluss ist der Zustand, in dem Stauden, Gräser oder Bodendecker einer Pflanzung so weit zusammengewachsen sind, dass sie eine geschlossene Pflanzendecke bilden und kaum noch offener Boden zu sehen ist.

Bei einer neuen Staudenpflanzung oder einer Fläche mit Bodendeckern setzt du mehrere Pflanzen pro Quadratmeter, zwischen denen anfangs offene Erde bleibt. Mit der Zeit breiten sich die Pflanzen aus, bis sich die Lücken schließen. Je nach Pflanzdichte ist das bei Bodendeckern nach etwa zwei bis vier Jahren erreicht. Manche Arten, etwa der Storchschnabel, schließen den Boden besonders gut.

Der Flächenschluss ist wichtig, weil eine geschlossene Pflanzendecke den Unkrautaufwuchs hemmt und den Boden vor Erosion schützt. Solche Flächen gelten auch als Alternative zu Zierrasen, der bei anhaltender Hitze und Trockenheit oft lückig wird. Verwechsle den Begriff nicht mit „Bodendecker“: Das sind die Pflanzen selbst, der Flächenschluss ist der Zustand, den sie erreichen sollen.

Beispiel aus dem Garten

Wenn zwischen den Storchschnabel-Pflanzen in meinem Beet keine Erde mehr durchschaut, ist der Flächenschluss erreicht. Bis dahin jäte ich die Lücken regelmäßig von Hand und notiere mir im Frühjahr, wo noch offene Stellen sind.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) – Bayerische Gartenakademie ↗ – Gartencast Bodendecker – pflegeleichtes Grün im Garten (1. November 2022), Abschnitte „Was sind Bodendecker?“, „Vorteile von Bodendeckern“ und „Standortgegebenheiten berücksichtigen“. Geprüft am .

Mehr dazu in unseren Ratgebern

Verwandte Begriffe