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Horndünger

Horndünger ist der Oberbegriff für organische Dünger aus gemahlenen Hörnern und Hufen von Rindern, etwa Hornmehl und Hornspäne. Sie liefern vor allem Stickstoff und geben ihn je nach Körnung schneller oder langsamer ab.

Horndünger gibt es in verschiedenen Körnungen: Hornmehl ist fein gemahlen (unter 1 mm), Horngries mittelgrob (1–5 mm), Hornschrot und Hornspäne sind am gröbsten (über 5 mm). Der Stickstoff wird nicht sofort verfügbar, sondern erst, während das Horn im Boden abgebaut wird. Wie schnell das geht, hängt von Bodentemperatur, Bodenfeuchte, Durchlüftung und Korngröße ab: Je nachdem wirkt der Stickstoff schon nach ein bis zwei Wochen oder erst im Lauf mehrerer Monate. Feines Hornmehl wirkt am schnellsten, grobe Hornspäne am längsten.

Im Garten dient Horndünger vor allem als Stickstoffquelle. Phosphor und Kalium enthält er kaum, den pH-Wert des Bodens verändert er nicht. Anders als ein Volldünger deckt er also im Wesentlichen nur einen Hauptnährstoff ab. Auch den Anteil organischer Substanz im Boden hebt er kaum an, weil sich das Horn leicht abbaut. Im Bio-Anbau, wo mineralischer Stickstoffdünger nicht erlaubt ist, wird er wieder häufiger verwendet.

Beispiel aus dem Garten

Im Gartencenter stehen Säcke mit Hornmehl, Horngries und Hornspänen nebeneinander – alles Horndünger, nur unterschiedlich fein gemahlen. Ich greife zu groben Hornspänen, wenn ein Beet lange versorgt sein soll, und zu feinem Hornmehl, wenn der Stickstoff schneller ankommen soll.

Quelle: Wikipedia – Horndünger, Abschnitt Beschreibung. Geprüft am .

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