Nachkultur
Eine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen.
Im Sommer werden Beete frei, sobald etwa Salate, Erbsen und Zwiebeln geerntet sind. Statt die Fläche leer liegen zu lassen, säst oder pflanzt du dort eine zweite Gemüseart. Geeignet sind zum Beispiel Buschbohnen, Spinat, Feldsalat, Radieschen, Kohlrabi, Chinakohl oder Grünkohl. Nachkulturen mit langer Entwicklungszeit und größeren Pflanzabständen setzt du besser als Jungpflanzen. So kann die erste Kultur länger auf dem Beet bleiben.
Vorsicht beim Lesen von Anbautabellen: Dort kann „Vorkultur“ die Anzucht der Jungpflanzen meinen und nicht das Gemüse, das vorher auf dem Beet stand. Für Blumenkohl als Nachkultur heißt das zum Beispiel: Anzucht im Juni, Pflanzung ins frei gewordene Beet im Juli, Ernte im September und Oktober.
Beispiel aus dem Garten
Sind im Sommer meine Erbsen abgeerntet, säe ich auf das frei gewordene Beet noch Feldsalat: Das ist eine Nachkultur. Blumenkohl ziehe ich dafür im Juni vor und pflanze ihn im Juli ins frei gewordene Beet.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift 2102 „Gemüsearten zur Nachkultur“. Geprüft am .
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