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Schossen

Schossen nennt man es, wenn eine Gemüsepflanze vorzeitig in die Höhe wächst und Blütenstände bildet, statt weiter Blätter oder Knollen zu entwickeln. Typisch ist das bei Salat, Spinat und Radieschen.

Du erkennst das Schossen daran, dass sich die Pflanze plötzlich streckt und aus der Mitte ein Stängel mit Blütenansätzen wächst. Bei Salaten und Spinat löst vor allem die Tageslänge den Vorgang aus: Als Langtagpflanzen werden sie durch Tage mit mehr als 12 Stunden Licht zum Schossen angeregt. Trockenheit und Hitzestress beschleunigen das noch. Geschossene Salate bilden vermehrt Bitterstoffe, deshalb erntest du sie am besten, sobald sich die ersten Anzeichen zeigen. Pflanzen, die geschossen sind, nennt man auch Schosser.

Bei zweijährigen Arten wie Rüben und Mangold ist die Blüte eigentlich erst nach dem Winter vorgesehen. Ein Kälteeinbruch nach der Aussaat oder extremer Hitzestress kann sie aber schon im ersten Jahr zum Schossen bringen. Direkt an Ort und Stelle gesäte Salate schossen meist später als verpflanzte, und eine gezielte Sortenwahl mit schossfesten Sorten beugt zusätzlich vor.

Beispiel aus dem Garten

Streckt sich mein Salat plötzlich und schiebt aus der Mitte einen Stängel mit Blütenansätzen, ist das Schossen. Ich ernte ihn dann gleich, bevor er bitter wird.

Quelle: „Natur im Garten“ (Land Niederösterreich) ↗ – Wer schießt denn da, Abschnitt „Der Ablauf ist Programm“. Geprüft am .

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