Kohlhernie
Kohlhernie ist eine Wurzelkrankheit von Kohl und anderen Kreuzblütlern, verursacht durch den Schleimpilz Plasmodiophora brassicae. Befallene Pflanzen welken und kümmern, an den Wurzeln bilden sich knötchenartige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen.
Der Erreger vermehrt sich in der Wurzel und löst dort starke Gewebewucherungen aus, die die Wasser- und Nährstoffaufnahme erheblich stören. In den Wucherungen entstehen mikroskopisch kleine Dauersporen, die im Boden über mehrere Jahre lebensfähig bleiben. Besonders anfällig sind Chinakohl, Blumenkohl und Kohlrabi, befallen werden aber auch Rettich, Radieschen und kreuzblütige Unkräuter wie Hirtentäschel. Am größten ist die Infektionsgefahr bei warmem und zugleich feuchtem Boden.
Die Bekämpfung ist schwierig, deshalb zählt die Vorbeugung: Versorge den Boden mit ausreichend Kalk und strebe einen pH-Wert von 7 an. Baue anfällige Pflanzen nur alle vier bis sechs Jahre auf derselben Fläche an und meide verdichtete Böden. Kranke Pflanzen kommen samt Wurzeln weg, aber nicht auf den Kompost. Inzwischen gibt es zudem wenig anfällige oder resistente Sorten.
Beispiel aus dem Garten
Kümmert mein Blumenkohl und welkt, ziehe ich eine Pflanze heraus: Sitzen an den Wurzeln knotige Verdickungen oder fingerförmige Wucherungen, ist das Kohlhernie. Die kranke Pflanze kommt samt Wurzeln weg, aber nicht auf den Kompost.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst ↗ – Kohlhernie an Kohlgemüse, Abschnitte „Schadbild“, „Schaderreger“ und „Gegenmaßnahmen“. Geprüft am .
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