Kräuter richtig pflegen im Jahreslauf: Gießen, Düngen und Schneiden von Frühjahr bis Winter
- Gießen und Düngen richten sich nach der Kräuter-Welt: mediterrane Arten trocken und mager, frisch-feuchte Blattkräuter gleichmäßig feucht und mit Kompost zum Start.
- Der Frühjahrsschnitt bei Salbei, Thymian und Lavendel bleibt im belaubten Bereich – nie tief ins alte, kahle Holz.
- Im Sommer ist der Ernteschnitt die Pflege: Basilikum etwa handbreit über dem Boden, Schnittlauch etwa 2 cm hoch, Blüten bei Basilikum und Estragon ausknipsen.
- Ab Ende August bekommen Kübelkräuter keinen Dünger mehr; Estragon und Petersilie werden im Herbst gekürzt, Kübel gegen Frost eingepackt.

Kräuter gehen selten ein, weil man sie vergisst. Häufiger gehen sie ein, weil man alle gleich behandelt: Rosmarin und Basilikum am selben Tag gegossen, im Herbst dieselbe Schere an Thymian und Minze, im Frühjahr Kompost für alle. Dabei richtet sich die Pflege nach zwei Dingen – nach der Herkunft der Art und nach der Jahreszeit. Ich gehe deshalb nicht nach Gießplan durch mein Kräuterbeet, sondern nach Kalender: Im Frühjahr ist die Schere dran, im Sommer die Ernte, im Herbst der Winterschutz. Gießen und Düngen sind dabei die kleineren Posten, als viele denken.
Boden, Gießen, Düngen: die Grundsätze in Kürze
Kräuter teilen sich in zwei Welten. Die mediterran-trockene mit Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei und Lavendel will volle Sonne, durchlässigen, mageren Boden und wenig Wasser. Die frisch-feuchte mit Petersilie, Minze, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Kerbel und Basilikum braucht mehr Feuchtigkeit und einen lebendigen Boden. Fast jede Pflegefrage beantwortet sich, wenn du weißt, in welche Welt dein Kraut gehört.
Boden. Mediterrane Kräuter stehen auf durchlässigem, magerem Boden und vertragen keine Staunässe; die frisch-feuchten Blattkräuter wollen humosen Boden, der die Feuchte hält. Die Bodenansprüche je Welt trägt der Kräuter-Hub im Abschnitt „Die zwei Kräuter-Welten“; was einzelne Einsteiger-Kräuter konkret brauchen, liest du unter Anbau und Bodenansprüche der Anfänger-Kräuter.
Gießen. Gegossen wird nach Welten: mediterrane Kräuter selten und erst, wenn die Erde spürbar abgetrocknet ist, frisch-feuchte Blattkräuter gleichmäßig, bevor sie schlappen – am besten morgens und an den Fuß der Pflanze, nicht über das Blatt. Ein allgemeines Gießintervall gibt es nicht, weil Bodenart und Witterung den Bedarf bestimmen. Die Grundlagen stehen im Kräuter-Hub unter Gießen, Düngen und Pflegen mit Maß, die Feinheiten nach Art und Jahreszeit im Artikel zum Wasserbedarf von Kräutern.
Düngen. Die große Mehrheit der Kräuter ist schwachzehrend; als Faustzahl reichen 3 bis 5 l Kompost je Quadratmeter und Jahr, für genügsame Gartenkräuter sogar eine einmalige Frühjahrsgabe von 3 l je m², und trockenheitsliebende mediterrane Stauden bekommen gar keine pauschale Kompostgabe. Basilikum, Borretsch und Liebstöckel gelten als starkzehrend. Wie viel welche Art braucht, ordnet der Nährstoffbedarf verschiedener Kräuter nach Herkunft ein.
Nach festem Wochenplan gießen und düngen. Übermäßige Düngung kann bei Kräutern zu mastigem Wachstum und schwächerem Aroma führen, und eine hohe Stickstoffversorgung kann bei Basilikum das Wachstum verstärken und den Gehalt an ätherischem Öl senken. Weniger ist hier meist die bessere Pflege.
Schneiden: Ernteschnitt, Pflegeschnitt und Verjüngung
Beim Schnitt unterscheide ich drei Anlässe. Der Ernteschnitt läuft die ganze Saison: Krautige Kräuter wie Minze, Petersilie, Melisse und Schnittlauch werden bis auf wenige Zentimeter über der Erde abgeschnitten, verholzende Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei dagegen bis auf ein Drittel der Pflanzenhöhe zurückgeschnitten; bei ganzen Trieben ist eine Handbreit über dem Boden meist die passende Schnitthöhe. Der Pflegeschnitt im Frühjahr gilt den Halbsträuchern und hat eine Grenze: Schneide in den belaubten Bereich, nicht tief ins alte, kahle Holz – dort treiben Salbei, Thymian und Lavendel nur zögerlich wieder aus. Die Verjüngung ist bei mehrjährigen Kräuterstauden eine Teilung nach 3 bis 5 Jahren; Schnittlauch-Horste werden alle 2 bis 3 Jahre geteilt.
Wie du die Schere bei den einzelnen Arten genau führst, steht im Artikel zum richtigen Schneiden von Kräutern. Hier geht es darum, wann im Jahr welcher Schnitt dran ist.
Der Pflegekalender: Was wann dran ist
Frühjahr: Schere, Kompost, Teilung
Der Frühjahrsschnitt ist der wichtigste Termin für die verholzenden Kräuter. Rosmarin, Thymian und Salbei werden vor dem Neuaustrieb im grünen Triebbereich zurückgeschnitten. Beim Salbei kürze ich die belaubten neuen Triebe um zwei Drittel bis kurz vor die verholzte Basis. Junger Lavendel kann um etwa zwei Drittel gekürzt werden, bei alten Pflanzen bleibt etwa ein Drittel des letztjährigen Austriebs stehen – tiefe Schnitte ins alte Holz vermeide ich. Koreanische Minze kann bei Bedarf im März auf 30 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden.
Ich schneide meine Halbsträucher nicht nach Datum, sondern schaue erst, wo unten am Trieb neue grüne Blättchen sitzen. Erst dann setze ich die Schere oberhalb dieser Stelle an – so bleibt der Schnitt sicher im belaubten Bereich.
Jetzt fällt auch die Kompostgabe für die frisch-feuchten Kräuter: Kompost kommt zur Verringerung der Nitratauswaschung erst im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet, möglichst auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Pflanzenteile. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei – dann warte ich.
Das Frühjahr ist außerdem Teilungszeit. Schnittlauch-Horste werden alle 2 bis 3 Jahre geteilt und brauchen danach etwa einen Monat, bis sie wieder kräftig durchtreiben. Der Estragon-Wurzelstock wird zur Verjüngung im Spätherbst oder Frühjahr geteilt. Bärlauch braucht in seiner Hauptwachstumszeit von März bis Mai einen ständig leicht feuchten Boden und wird bei Bedarf gewässert.
Bei der Aussaat gilt Geduld: Die Blütenbildung der Petersilie wird durch niedrige Temperaturen zwischen 0 und 10 °C ausgelöst, blühende Pflanzen sind nicht mehr nutzbar – das Risiko ist beim sehr frühen Anbau am größten. Basilikum kommt erst in der Pflanzzeit Mai bis Juni nach draußen, vorgezogener Thai-Basilikum nicht vor Mitte Mai. Die Termine für alle Arten findest du im Aussaatkalender für Kräuter.
Sommer: Gießen nach Welten, Ernten als Pflege
Im Sommer entscheidet sich, ob dein Kraut aromatisch bleibt. Mediterrane Kräuter gieße ich erst, wenn die Erde spürbar abgetrocknet ist. Bei Basilikum halte ich die Erde leicht feucht, vermeide Staunässe und gieße möglichst, ohne die Blätter zu benetzen. Bei den DoldenblütlernDoldenblütler (Apiaceae) sind eine Pflanzenfamilie, deren Blüten meist in Doppeldolden, seltener in einfachen Dolden stehen. Dazu gehören Nutzpflanzen wie Möhre, Petersilie, Sellerie, Dill und Kümmel, aber auch tödlich giftige Wildpflanzen wie Schierling. lohnt der Blick aufs Wasser besonders: Trockenheit beschleunigt bei Koriander die Blütenbildung und verringert das Blattkraut, und bei Kerbel gießt du bei Trockenheit, um vorzeitiger Blüte entgegenzuwirken. Kresse bekommt im Sommer etwas Schatten, damit sie nicht so schnell schosst.
Die eigentliche Sommerpflege ist der Ernteschnitt:
- Basilikum schneidest du etwa handbreit über dem Boden und lässt einige Blätter an der Pflanze, damit sie wieder austreibt. Das Ausknipsen der Blüten fördert die Blattentwicklung, das Ausknipsen der Triebspitzen kann die Blatternte verlängern.
- Schnittlauch wird etwa 2 cm über dem Boden geschnitten und kann etwa alle 3 bis 4 Wochen wieder beerntet werden, sobald die Röhrchen nachgewachsen sind. Ich kontrolliere beim Gießen, ob frische Röhrchen nachschieben.
- Bohnenkraut-Triebe werden möglichst regelmäßig abgeknipst, damit die Pflanzen nicht auswachsen.
- Estragon: junge Blätter und Triebspitzen nach Bedarf abknipsen; das Abzwicken der Blütentriebe fördert den Blattwuchs.
- Minze und Melisse vertragen einen kräftigen Rückschnitt und treiben wieder aus; für den Vorrat wird Minze etwa im Juni und Juli kurz vor der Blüte geschnitten.
- Lavendel kann nach der Blüte von oben um etwa ein Drittel gekürzt werden, damit der Wuchs buschig bleibt.
Zum Düngen im Sommer nur so viel: Für Basilikum, Schnittlauch und Petersilie wird nach jedem Schnitt eine Düngegabe empfohlen, für die mediterranen Kräuter nicht. Bei Kübelpflanzen, die auf die Winterruhe vorbereitet werden, wird ab Ende August nicht mehr gedüngt, damit das Gewebe ausreifen kann.
Wenn du in den Urlaub fährst, prüfe eine Tropfbewässerung für größere Kübel vorher in einem Testlauf auf Einstellung und sichere Schlauchverbindungen. Ich lasse sie dafür einen Gießgang lang unter Beobachtung laufen, bevor ich sie allein lasse.
Blattläuse oder SpinnmilbenDie Spinnmilbe ist eine winzige, etwa 0,5 Millimeter große Milbe, die vor allem auf Blattunterseiten lebt und dort feine Gespinste bildet. Befallene Blätter färben sich fahlgrün bis gelb und vertrocknen bei starkem Befall. an Basilikum lassen sich mechanisch abduschen; Zikadenschäden an Küchenkräutern kannst du in der Regel tolerieren. Was sonst im Kräutergarten auftreten kann, erklärt der Artikel zu Krankheiten und Schädlingen bei Kräutern.
Herbst: Rückschnitt, Laub, Umzug ins Winterquartier
Beim ersten Frost sortiert sich das Beet in drei Gruppen. Die Einjährigen wie Sommer-Bohnenkraut, Dill oder Kerbel haben ihren Lebenszyklus beendet und werden abgeräumt. Basilikum gehört dazu: Bei wenig Winterlicht leidet es am Fensterbrett unter Aromaverlust und erhöhter Anfälligkeit, deshalb wird eine jährliche Neuaussaat empfohlen. Ich schneide im Spätsommer trotzdem gern etwa 10 bis 15 cm lange Triebe, entferne die unteren Blätter und stelle sie ins Wasser; das Wasser wechsle ich alle 3 bis 4 Tage, um Fäulnis vorzubeugen.
Die winterharten Mehrjährigen werden vorbereitet: Anfang Herbst schneide ich die Estragon-Spitzen zurück und decke die Pflanzen mit trockenem Farn, Stroh, Reisig oder Nadelzweigen ab. Petersilien-Triebe werden für die Überwinterung auf 3 bis 4 cm gekürzt. Schnittknoblauch kann für die Winterernte zurückgeschnitten, in Töpfe verpflanzt und auf der Fensterbank weiterkultiviert werden. Falllaub darf auf den Beeten als Mulch liegen bleiben und hält den Boden feucht, locker und humusreich.
Die dritte Gruppe muss rein. Zitronengras verträgt kein Absinken unter etwa 10 °C und kommt spätestens ab 5 bis 7 °C ins Winterquartier, wo etwa 10 bis 15 °C als Richtwert gelten. Mediterrane Kübelkräuter wie Rosmarin oder Lorbeer überwintern kühl bei rund 5 bis 10 °C und hell.
Herbst im Kräuterbeet
- Einjährige abräumen, Beet nicht umgraben, Laub liegen lassen
- Estragon kürzen und abdecken, Petersilie auf 3 bis 4 cm zurückschneiden
- Frostempfindliche Kübel rein, bevor die Temperaturen unter 5 bis 7 °C fallen
- Nicht düngen: Im Hausgarten wird das Frühjahr gegenüber dem Herbst bevorzugt, um Auswaschungsverluste zu vermindern
- Bodenprobe nehmen, wenn sie fällig ist: zwischen Herbst und Frühjahr vor der Düngung, im allgemeinen Hausgarten etwa alle 2 bis 3 Jahre
Winter: Ruhe draußen, Kontrolle drinnen
Draußen ist wenig zu tun, aber das Wenige zählt. Schnittlauch ist als etablierter Horst freiland-winterhart und zieht komplett ein, Bärlauch übersteht den Winter als etablierte Gartenpflanze, und Echter Lavendel kommt im Freiland in milden Wintern meist zuverlässig durch – ein durchlässiger Boden ohne WinternässeWinternässe ist Nässe in der kalten Jahreszeit, unter der vor allem Pflanzen aus Gebieten mit trockenen Wintern leiden. Bei ungünstiger Witterung können ihre Überwinterungssprosse faulen – auch wenn die Pflanzen als winterhart gelten. ist dabei die halbe Winterhärte. Salbei kann in milden Lagen im Freiland überwintern und braucht bei rauen Winterbedingungen Schutz; bei Thymian ist in rauen Lagen eine schützende Abdeckung sinnvoll. Mehrjährige Kräuter kannst du mit Fichtenzweigen oder Vlies schützen, Lavendel mit luftdurchlässigem Reisig oder Vlies gegen Kälte, Wind und direkte Mittagssonne.
Auch winterharte Pflanzen sind im Kübel frostempfindlicher als im Gartenboden. Grab den Topf ein oder pack ihn ein – Gefäßseiten, Oberfläche und Boden isolieren, wobei der Wasserabzug frei und das Gießen möglich bleiben muss.
Im Winterquartier kontrolliere ich die Erde mit dem Finger, bevor ich gieße, und gieße erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Die stille Zeit nutze ich fürs Planen: Schnittlauch, Estragon, Zitronenmelisse, Thymian und Salbei bleiben als DauerkulturenDauerkultur nennt man Pflanzen, die mehrere Jahre am selben Platz bleiben, immer wieder Ernte bringen und deshalb nicht in die Fruchtfolge eingebunden werden, etwa Rhabarber, Spargel oder Obst. am Platz, und im Beetplaner kannst du sie fest einzeichnen, damit die Einjährigen im Frühjahr drumherum Platz finden.
Topf und Balkonkasten: Was sich ändert
Im Topf gelten dieselben Welten, aber der Wurzelraum ist begrenzt. Flach wurzelnde Küchenkräuter wie Schnittlauch, Basilikum oder Petersilie kommen mit 15 bis 20 cm Erdtiefe aus, TiefwurzlerTiefwurzler sind Pflanzen, deren Wurzeln bis in tiefere Bodenschichten reichen, im Gemüsegarten etwa Möhre, Pastinake, Tomate oder Mangold. Sie ergänzen sich gut mit Flachwurzlern, weil beide Wasser und Nährstoffe aus unterschiedlichen Schichten holen. wie Rosmarin, Salbei oder Liebstöckel brauchen mindestens 25 bis 30 cm; Dill benötigt wegen seiner tief reichenden PfahlwurzelEine Pfahlwurzel ist eine einzelne Hauptwurzel, die senkrecht nach unten in den Boden wächst; von ihr gehen Seitenwurzeln ab. Pflanzen mit Pfahlwurzel heißen Tiefwurzler, zum Beispiel Löwenzahn und Eiche. ein ausreichend hohes Gefäß.
Ein Abzugsloch ist Pflicht, als Drainagebeispiel gilt eine etwa 3 cm hohe Blähtonschicht. Pflanzkübel dürfen nicht im Wasser stehen, weil das Wurzelfäule begünstigt – nach starkem Regen wird der Untersetzer zügig entleert.
Beim Gießen durchfeuchte ich das Substrat bis zum Topfboden. Bei torffreier oder torfreduzierter Erde prüfe ich die Feuchte auch unterhalb der Oberfläche, weil tiefere Bereiche noch nass sein können. Für mediterrane Topfkräuter kann torffreie Erde mit grobem Sand im Verhältnis 1:1 gemischt werden; Details zum Substrat trägt der Kräuter-Hub im Abschnitt „Kräuterbeet, KräuterspiraleEine Kräuterspirale ist ein spiralförmig ansteigendes Beet aus Steinen und Erde. Von der mageren, sonnigen Spitze bis zum nährstoffreichen Fuß mit kleinem Teich bietet sie auf engem Raum Plätze für Kräuter mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen., Hochbeet und Topf“. Bestandteile torffreier Substrate können Stickstoff binden, deshalb richte ich die Nachdüngung am Pflanzenzustand aus und nicht am Kalender. Ist der Topf durchwurzelt, kommt das Kraut in ein größeres Gefäß, und auf dem Balkon stelle ich Kübel so standsicher auf, dass kräftiger Wind sie nicht umwirft.
Wenn etwas nicht stimmt
Symptome sind Hinweise, keine Diagnosen. Schlaffe oder welke Blätter können sowohl auf TrockenstressTrockenstress entsteht, wenn eine Pflanze mehr Wasser verdunstet, als sie aus dem Boden nachholen kann. Sie welkt zuerst, bei anhaltendem Mangel werden Blattränder braun und die Wurzeln können dauerhaft geschädigt werden. als auch auf beginnende Wurzelfäule hindeuten – ich stecke deshalb erst den Finger in die Erde, bevor ich zur Kanne greife. Ein grauvioletter Belag auf der Blattunterseite kann beim Salbei zum Falschen Mehltau passen; hier hilft es, Blattnässezeiten zu verkürzen und befallene Pflanzenteile zeitnah zu entsorgen. Trockenheit, ein ungeeigneter pH-Wert und Bodenverdichtungen können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, sodass Mangelbilder auch ohne echten Mangel im Boden auftreten können. Eine Bodenuntersuchung kann pH-Wert, Phosphor, Kalium, Magnesium und löslichen Stickstoff erfassen und ist die bessere Grundlage als Raten.
Ernte und Vorrat in Kürze
Geerntet wird am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist; das intensivste Aroma haben die meisten Kräuter kurz vor der Blüte, Oregano fürs Trocknen abweichend erst zur Blüte. Trocknen eignet sich für die robusten Aromatiker wie Thymian, Oregano, Salbei und Lavendel, Einfrieren für Dill, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum. Kräuteröl und Pesto setzt du nicht auf Vorrat an: Unter Luftabschluss können sich in selbst angesetzten Öl-Zubereitungen Botulinumtoxine bilden, deshalb empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, selbst hergestellte Kräuteröle im Kühlschrank aufzubewahren und spätestens am Tag nach der Herstellung zu verbrauchen. Wie du Aussaat und Ernte übers Jahr verteilst, steht im Artikel zu Aussaat und Ernte von Kräutermischungen im Jahresverlauf.




