Aussaat-Planer erstellen: Schritt für Schritt zu Beetskizze und Zeitplan
- Erst den Garten aufnehmen: Beetmaße, Wege, Schattenzonen und kalte Senken.
- Ziele festlegen und Saatgut nach Kulturgruppen und Aussaatmonaten sortieren.
- Einen festen Grundriss zeichnen, zuerst die Hauptkulturen verteilen, dann Vor- und Nachkulturen ergänzen.
- Termine vom Pflanztag aus zurückrechnen, etwa 4 Wochen Anzucht bei Zucchini und Kürbis.
- Jedes Jahr die Hauptkultur je Beet notieren, damit die Fruchtfolge sichtbar bleibt.
Im Februar liegen die Samentüten auf dem Tisch, und im Mai fehlt plötzlich ein freies Beet für die Gurken. Oder du merkst Mitte März, dass die Paprika längst hätte gesät sein müssen. Ein Aussaat-Planer verhindert solche Lücken, weil er dir auf einem Blatt zeigt, welches Beet wann frei ist und wann du dafür säen musst. Ich setze mich dafür jeden Winter mit Grundriss, Bleistift und meiner Saatgutkiste an den Küchentisch.
Du baust deinen Planer in fünf Schritten: Bestandsaufnahme, Ziele, Beetskizze, Zeitplan und Pflegetermine. Danach geht es darum, ob du auf Papier oder digital planst und wie der Plan von Jahr zu Jahr besser wird.
Was ein Aussaat-Planer leisten muss
Ein Aussaat-Planer verbindet zwei Dinge: einen Plan deiner Beete und einen Kalender für Aussaat, Pflanzung und Ernte. Die Termine darin sind Fenster, denn sie verschieben sich mit Witterung und regionalem Klima: Im WeinbauklimaWeinbauklima meint das Klima von Gegenden, in denen Wein angebaut wird, etwa in Veitshöchheim, im Unterschied zu kühleren Regionen. Die Artischocke zum Beispiel gedeiht dort besonders gut und kann früher ausgesät werden. ist ein früherer Beginn möglich, in klimatisch ungünstigen Lagen geht es später los. Wie du einen Aussaatkalender übers ganze Gartenjahr nutzt und an dein Mikroklima anpasst, steht in einem eigenen Ratgeber.
Schritt 1: Bestandsaufnahme deines Gartens
Bevor du etwas einträgst, schaust du dir an, womit du planst. Die Bestandsaufnahme machst du draußen, mit Maßband, Klemmbrett und Karopapier.
Beete, Wege und feste Flächen vermessen
Miss jedes Beet in Länge und Breite aus und zeichne es maßstabsgetreu auf. Wege, Kompostplatz, Regentonne und Gewächshaus kommen mit in die Skizze, weil sie sich nicht verschieben lassen. Trag auch Dauerkulturen wie Rhabarber oder Beerensträucher ein, die Jahr für Jahr an ihrem Platz bleiben.
Im Gewächshaus zeichnest du Regale und Tische mit ein. Sie vergrößern die Stellfläche, beschatten aber die Beete darunter. Diese Flächen markierst du gleich als Schattenplatz.
Boden: das Wichtigste notieren
Schreib zu jedem Beet die Bodenart und, falls vorhanden, das Ergebnis einer Bodenuntersuchung. Erlaubt die Untersuchung es, kannst du zur Frühjahrsvorbereitung etwa 3 l Kompost je m² einplanen. Für Saatschale und Anzuchttopf brauchst du eigene Erde; was sie ausmacht, steht im Abschnitt zur Anzuchterde im Überblick Aussaat und Anzucht.
Sonne, Schatten und kalte Ecken
Beobachte an einem sonnigen Tag, wann welche Fläche Sonne bekommt und wann Haus, Hecke oder Baum Schatten werfen. Ich gehe dafür morgens, mittags und am späten Nachmittag mit der Skizze durch den Garten und schraffiere die Schattenzonen mit Bleistift.
Achte auch auf Senken, Mulden und den Fuß eines Hangs. In klaren Strahlungsnächten fließt Kaltluft hangabwärts und sammelt sich genau dort, deshalb sind diese Stellen besonders frostgefährdet. Markiere sie im Plan, damit dort keine frostempfindlichen Jungpflanzen landen.
Beete und Wege maßstabsgetreu gezeichnet; Gewächshaus, Kompostplatz und Dauerkulturen eingetragen; Schattenzonen schraffiert; Senken und Hangfuß als frostgefährdet markiert; Wasserstelle eingezeichnet.
Schritt 2: Ziele festlegen und Saatgut sortieren
Schreib eine Wunschliste mit allem, was du ernten oder blühen sehen willst. Streich danach, was weder auf deine Fläche noch in deine verfügbare Zeit passt. Was übrig bleibt, ist die Grundlage für alle weiteren Schritte.
Entscheide dann für jede Kultur, wie sie ins Beet kommt: selbst angezogen, direkt gesät oder als gekaufte Jungpflanze. Die Eigenanzucht von Tomaten bietet meist eine größere Sortenauswahl als der Kauf fertiger Jungpflanzen. Sie braucht aber Platz im Haus, und den planst du mit.
Platz für die Anzucht einrechnen
Tomaten, Paprika und Hausgurken stehen während der Jungpflanzenanzucht in Töpfen mit 8 bis 10 cm Durchmesser. Paprikakeimlinge brauchen außerdem ein helles Südfenster. Zähl deine geplanten Jungpflanzen und stell probehalber leere Töpfe auf die Fensterbank, dann siehst du vor der Aussaat, ob der Platz reicht.
Wer Paprika gleich einzeln in kleine Töpfe oder Multitopfplatten sät, kann das spätere Pikieren vermeiden. Das spart einen Arbeitsschritt, den du sonst im Zeitplan eintragen müsstest.
Saatgut nach Monaten ordnen
Sortiere dein Saatgut nach Kulturgruppen und Aussaatmonaten, damit Einkauf und Aussaattermine im Blick bleiben. Ich stecke meine Tüten in eine Karteikiste mit einem Trennblatt pro Monat. Nach dem Säen wandert jede Tüte ins Fach ihres nächsten Satzes oder ganz nach hinten.
Ältere Tüten testest du mit einer Probeaussaat. Nach 2 bis 3 Wochen beurteilst du, ob genügend Samen gekeimt sind oder ob du dichter oder neu säen musst. Setz diese Probe deshalb so früh in den Plan, dass danach noch Zeit für Nachkauf und eigentliche Aussaat bleibt.
Blumen planst du nach demselben Muster. Einen eigenen Ratgeber gibt es dazu, wann du Blumen und Stauden für einen blühenden Garten säst.
Schritt 3: Die Beetskizze zeichnen
Zeichne den Grundriss deiner Beete und Wege einmal sauber und verändere ihn danach nicht mehr. Die Belegung schreibst du jedes Jahr auf eine Kopie dieses Grundrisses. So kannst du mehrere Anbauvarianten nebeneinanderlegen, ohne jedes Mal neu zu zeichnen.
Mach von deinem Grundriss gleich mehrere Kopien und schreib die Kulturen erst mit Bleistift hinein. Die endgültige Belegung ziehst du mit Farbe nach, wenn alles passt.
Erst die Hauptkulturen, dann Vor- und Nachkulturen
Verteile zuerst die Hauptkulturen auf die Beete, also die Kulturen, die ein Beet den größten Teil der Saison belegen. Danach ergänzt du passende Vor-, Nach- und ZwischenkulturenEine Zwischenkultur ist eine schnell wachsende Gemüsekultur, die gleichzeitig mit einer langsam wachsenden Hauptkultur auf dem Beet steht, meist in Reihen dazwischen. Sie ist geerntet, bevor die Hauptkultur den ganzen Platz braucht. und richtest dich dabei nach ihrer Beetbelegungsdauer. Schreib die Belegungsdauer direkt neben jede Kultur, dann siehst du die freien Zeiten im Beet.
Ein Beispiel: Mitte März gesäte Radieschen sind je nach Witterung Ende April bis Anfang Mai erntereif. Paprika wird für eine Pflanzung im Mai vorgezogen. Das künftige Paprikabeet kann also vorher einen Satz Radieschen tragen, wenn das Frühjahr mitspielt.
Beim Verteilen kannst du gleich mit dem Mischkultur-Werkzeug prüfen, welche Nachbarn zusammenpassen. Für Gurken gelten etwa Dill, Porree, Sellerie, Erbsen und Bohnen als geeignete Partner; Mischkultur unterstützt, sie garantiert aber nichts.
„Vorkultur“ hat im Gartenplan zwei Bedeutungen. Im Beet ist es die schnelle Kultur, die vor der HauptkulturDie Hauptkultur ist die Gemüseart, die im Gartenjahr am längsten auf einem Beet steht, zum Beispiel Tomaten. Nach ihr richtet sich die Beetplanung: Vor-, Nach- und Zwischenkulturen werden um sie herum eingeplant. auf derselben Fläche steht. In der Anzucht meint es das Vorziehen im Haus, bevor eine Pflanze ins Beet kommt. Schreib in deinem Plan dazu, welche Bedeutung du meinst.
Abstände als System eintragen
Ein Beet fasst nur so viele Pflanzen, wie die Abstände zulassen. Trag deshalb zu jeder Kultur beide Werte ein, den Reihenabstand und den Abstand in der Reihe:
| Kultur | Reihenabstand | Abstand in der Reihe |
|---|---|---|
| Paprika, gepflanzt | 40 bis 50 cm | 40 bis 50 cm |
| Radieschen, gesät | 15 cm | 5 cm |
| Spinat als NachkulturEine Nachkultur ist Gemüse, das im Sommer auf einem frei gewordenen Beet gesät oder gepflanzt wird, nachdem die erste Kultur abgeerntet ist. Es wird noch vor den ersten Frösten reif oder bleibt über den Winter stehen., gesät | mindestens 25 cm | 3 bis 5 cm Kornabstand |
Für alle anderen Kulturen übernimmst du die Angaben von der Samentüte. Ich zeichne die Reihen mit dem Lineal in die Skizze und zähle dann, wie viele Pflanzen tatsächlich hineinpassen.
Fruchtfolge-Planer: dieselbe Skizze Jahr für Jahr fortschreiben
Für die Fruchtfolge ist dein fester Grundriss das wichtigste Werkzeug. Notiere jedes Jahr, welche Hauptkultur auf welchem Beet stand, und schreib die Pflanzenfamilie dazu. Legst du die Blätter mehrerer Jahre nebeneinander, erkennst du zu enge Kulturfolgen auf einen Blick.
Ein einfaches Schema ergibt sich mit fünf Beeten. Wandert die Kulturfolge jedes Jahr ein Beet weiter, hast du einen fünfjährigen Fruchtwechsel.
Wie lange eine Familie pausiert, hängt von Kultur und Boden ab: Nach Gurken sollten auf demselben Beet 4 Jahre lang keine Gurken, Kürbisse oder Zucchini angebaut werden. Auf sandigen Böden mit niedrigem pH-Wert und Kohlherniegefahr sollen 5 Jahre lang keine Kreuzblütler aufeinander folgen. Die übrigen Regeln stehen im selben Überblick zu Aussaat und Anzucht, im Abschnitt Fruchtfolge und Mischkultur.
Gründüngung trägst du als eigene Belegung ins Beet ein. Baust du häufig Kohl, Rettich oder Radieschen an, sollte sie möglichst keine Kreuzblütler wie Senf, Ölrettich oder Raps enthalten. Mehr dazu findest du im gleichen Abschnitt des Überblicks.
Schritt 4: Den Zeitplan vom Pflanztag aus rückwärts rechnen
Für den Zeitplan beginnst du nicht beim Säen, sondern bei dem Tag, an dem eine Kultur ins Beet soll. Von dort rechnest du die Anzuchtdauer zurück und trägst den Aussaattermin ein.
Für Fruchtgemüse ist dieser Pflanztag kein festes Datum. Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Kürbisse können schon bei niedrigen Plusgraden im Wachstum stocken. Ob du pflanzt, entscheidest du deshalb nach erwärmtem Boden und tatsächlicher Witterung, nicht nach dem Kalender allein.
Anzucht im Haus
| Kultur | Aussaat im Haus | Hinweis |
|---|---|---|
| Paprika | etwa zwischen Februar und Anfang März | für eine Pflanzung im Mai |
| Tomate | Mitte bis Ende März | Aussaat auf der Fensterbank |
| Zucchini, Kürbis | etwa 4 Wochen vorher | gerechnet vom Auspflanzen |
| Gurke | 2 bis 3 Wochen vorher | gerechnet bis zur Pflanzung |
Bei Gurken, Zucchini und Kürbis zählst du vom geplanten Pflanztag zurück. Verschiebt das Wetter den Pflanztag, verschiebst du die Aussaat mit.
Gurken und Bohnen, die du im April im Haus vorziehst und Mitte Mai auspflanzt, haben einen Entwicklungsvorsprung. Sie sind dann weniger durch Schnecken und Bohnenfliegen gefährdet; verlass dich beim Schneckenschutz aber nicht allein darauf.
Plane vor dem Auspflanzen Zeit zum AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. ein. Selbst angezogenes Fruchtgemüse gewöhnst du bei geeigneter Witterung tagsüber zuerst im Halbschatten an draußen, danach in der Sonne.
Einen Überblick, wann du Gemüse, Kräuter und Blumen je nach Jahreszeit aussäst, gibt ein eigener Ratgeber.
Direktsaat ins Beet: Fenster statt Stichtage
| Kultur | Aussaat ins Freiland |
|---|---|
| Möhre, Sorte Nantaise 2 | März bis Juni |
| Pastinake | Mitte März bis Anfang Mai |
| Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Rucola | Anfang bis Mitte April, also vor den EisheiligenDie Eisheiligen sind die Namenstage von fünf Heiligen vom 11. bis 15. Mai. Bauernregeln zufolge häufen sich dann späte Frostnächte, deshalb gelten sie im Garten als Merkdatum für die Spätfrostgefahr. |
| Ringelblume Bunte Schnittmischung | April bis Juni, Blüte von Juni bis Oktober |
| Basilikum | frühestens Mitte Mai |
| Freilandgurke | ab Mitte Mai bei mindestens 12 °C Bodentemperatur |
Die Ringelblume blüht bis in den Oktober und belegt ihr Beet damit bis in den Herbst. Trag das in die Skizze ein, bevor du an derselben Stelle eine Nachkultur planst.
Der Kalender gibt das Fenster vor, die Bodentemperatur entscheidet über die Keimung. Als Mindestbodentemperatur im Saatbeet gelten für Möhren 5 °C und für Petersilie 6 °C. Für Porree und Zwiebeln werden 8 bis 10 °C angegeben, für Bohnen 10 bis 12 °C.
Folgesätze und späte Termine
Manche Kulturen säst du nicht einmal, sondern in mehreren Sätzen. Kresse und Rucola können so bis Anfang September ausgesät werden. Trag dafür mehrere Aussaattermine untereinander ein statt eines einzigen.
Für Nachkulturen brauchst du die späten Termine im Jahr:
| Kultur | Späte Aussaat |
|---|---|
| Buschbohne | spätestens Anfang bis Mitte Juli, je nach Empfehlung |
| Endivie zur Herbsternte | spätestens Mitte Juli |
| Feldsalat für die zweite Jahreshälfte | Ende Juli bis spätestens Mitte September |
| Spinat für Winter- oder Frühjahrsernte | bis Mitte September |
Hohe Bodentemperaturen können bei Salaten, Feldsalat und Spinat die Keimung verhindern oder unterbrechen. Fällt dein Termin in eine heiße Phase, setzt du ihn deshalb besser weiter hinten im Fenster an.
Vorlauf vor der Aussaat
Trag auch die Arbeiten ein, die vor einer Aussaat liegen. Ein falsches Saatbett bereitest du 2 bis 4 Wochen vor der eigentlichen Gemüseaussaat vor. Das aufgelaufene Unkraut entfernst du dann nur oberflächlich, damit keine neuen Samen aus tieferen Bodenschichten nach oben gelangen. Bearbeiten kannst du das Beet, sobald der Boden so weit abgetrocknet ist, dass keine Erde mehr an den Geräten haften bleibt.
Nur Aussaattermine in den Plan schreiben. Ohne Pflanztermin und Belegungsdauer fällt erst beim Auspflanzen auf, dass zwei Kulturen gleichzeitig dasselbe Beet brauchen.
Schritt 5: Pflege und Schutz mit einplanen
Ein Plan mit Saatterminen allein lässt die Arbeit dazwischen aus. Trag deshalb Pflegetermine ein, die fest an eine Kultur gebunden sind:
- Kohl: Das Schutznetz gegen die Kleine KohlfliegeDie Kohlfliege (Kleine Kohlfliege) ist ein Schädling an Kohl, Rettich und Radieschen. Ihre weißlichen Maden sitzen im Wurzelbereich junger Kohlpflanzen, die dann welken; in Rettich und Radieschen verursachen sie Fraßgänge. kommt direkt nach Saat oder Pflanzung darauf und bleibt möglichst über die ganze Kulturdauer liegen.
- Abdeckungen zur Verfrühung: Du kontrollierst die Temperatur unter Vlies oder Folie und nimmst die Abdeckung bei über 30 °C ab.
- Erdbeeren: Die Abdeckung kommt spätestens zu Blühbeginn herunter, damit die BestäubungBestäubung nennt man die Übertragung von Pollen, dem Blütenstaub aus den Staubblättern, auf die Narbe einer Blüte. In unseren Breiten übernehmen vor allem Wind und Insekten diesen Transport. möglich bleibt.
Jeder dieser Punkte bekommt im Kalender einen eigenen Eintrag direkt neben der Kultur. So steht die Arbeit dort, wo du beim Säen ohnehin hinschaust.
Papier oder App: Womit du deinen Plan führst
Ob du auf Papier oder digital planst, hängt davon ab, wo du mit dem Plan arbeitest. Beide Wege haben eigene Stärken.
Papierplan und Gartenbuch
Ein Papierplan braucht weder Akku noch Netz, du skizzierst frei und nimmst ihn beim Säen mit ans Beet. In einer Klarsichthülle auf dem Klemmbrett übersteht er auch einen Schauer. Änderungen machst du mit dem Radiergummi, und die Kopien der Vorjahre heftest du dahinter ab.
Der Nachteil: Jede neue Variante heißt neu zeichnen oder neu kopieren. An Termine erinnert dich das Papier nicht.
Digitale Planer
Digitale Planer lassen sich schnell ändern, können an Termine erinnern und machen es leicht, eine Variante zu kopieren und zu vergleichen. Dafür brauchst du am Beet ein Gerät, und starre Terminvorgaben passen nicht immer zu deiner Lage. Prüf vor dem Einrichten diese Punkte:
- Fester Grundriss: Du legst Beete und Wege einmal an und speicherst die Belegung jedes Jahres getrennt.
- Belegungsdauer: Jede Kultur bekommt Anfang und Ende, damit Vor- und Nachkulturen sichtbar werden.
- Eigene Termine: Du kannst Fenster an Witterung und Lage anpassen, statt feste Daten zu übernehmen.
- Notizen: Es gibt Platz für Sorte, tatsächlichen Saattermin und Keimung.
- Kosten: Du weißt vorher, welche Funktionen nur gegen Bezahlung laufen.
- Ausdruck: Du kannst den Plan drucken oder ohne Verbindung öffnen, wenn du ihn draußen brauchst.
Wenn du gleich loslegen willst, kannst du deine Beete im Beetplaner am Bildschirm aufteilen.
Ich führe die grobe Belegung digital und schreibe meine Beobachtungen in ein Gartenbuch, das im Schuppen neben den Samentüten liegt. Beim Säen trage ich das tatsächliche Datum mit Kugelschreiber neben den geplanten Termin ein.
Den Plan jedes Jahr verbessern
Halte im Gartentagebuch fest, welche Sorten gut keimen und sich zügig entwickeln. Damit baut die nächste Anbauplanung auf deinen eigenen Beobachtungen auf und nicht nur auf Tütenangaben.
Schreib neben jeden geplanten Termin das tatsächliche Datum. Weil sich Aussaat- und Pflanztermine mit der Witterung verschieben, siehst du über die Jahre, wie früh oder spät deine Lage wirklich dran ist. Die Hauptkultur je Beet überträgst du am Saisonende auf das Fruchtfolgeblatt, dann liegt die Grundlage für die nächste Belegung schon bereit.

